Tagesarchiv für 4. August 2008

Hochmögendes

Wie wäre es mit unterirdischen Wolkenkratzern für die Toten? Sie befänden sich unter den Wolkenkratzern der Lebenden, die auf der Oberfläche stehen. Man könnte die Menschen hundert Stockwerke tief in der Erde begraben, und unter der Welt der Lebenden gäbe es eine Welt der Toten. Ich fände es auch krass, wenn der Fahrstuhl am Platz bleiben und stattdessen der Wolkenkratzer auf und ab fahren würde. Um ins 95. Stockwerk zu gelangen, müsste man einfach die Taste mit der Fünfundneunzig drücken, und dann würde das Stockwerk zu einem kommen. Das könnte unter Umständen ziemlich hilfreich sein, denn wenn man sich im fünfundneunzigsten Stockwerk befindet und unter einem ein Flugzeug einschlägt, könnte einen das Gebäude ins Erdgeschoß fahren, und dann wären alle in Sicherheit…

Jonathan Safran Foer, “Extrem laut & unglaublich nah”

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“Nach dem Feueralarm dauerte es noch zwei Stunden, ehe das World Trade Center evakuiert war“: Eine Anzeige für Asbest der kanadischen Firma Asbestos Corporation Ltd., die mit den Twin Towers wirbt. Sie ist undatiert, stammt aber wahrscheinlich aus den siebziger Jahren. Fertiggestellt wurden die Türme 1977, Asbest als Brandschutz ist in den USA seit 1973 verboten (andere Anwendungen sind bis heute erlaubt). Nachdem der zwischen 1970 und 1972 als erster errichtete Nordturm eine Höhe von 40 Stockwerken erreicht hatte, wurde im Vorgriff auf ein Verbot beim Weiterbau kein Asbest mehr verwendet. |

Ein Interview mit Philippe Petit, der 1972 über ein Drahtseil zwischen den beiden Türmen des World Trade Center balancierte (Trailer). | SkyscraperPage, die Seite für hochmögende Großstadtenthusiasten. |

Bei den Dreharbeiten zu dem Film-Remake King Kong von 1976 versammelten sich in der Nacht, in der der Tod von Kong gedreht werden sollte, mehr als 30.000 Menschen am Drehort vor dem World Trade Center, um als Statisten in der Szene mitzuwirken. Obwohl die Menschenmasse manierlich war, waren die Behörden besorgt, dass der Vorplatz einbrechen könnte. |

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3.8.2008, Updates

(Updates zu Strahlende Schönheit): Eine Rechenscheibe zur Ermittlung der Auswirkungen einer Atombombe. | Die japanische Polizei hat ein Pärchen aus Hiroshima verhaftet, das radioaktiven Handyschmuck verkauft hat. Den “Handy-Anhängern, die zehn Jahre im Dunklen glühen”, wurde die Leucht-Eigenschaft durch Hinzufügung des Isotops Tritium 26 verliehen - in einer ein Vielfaches über dem behördlich festgelegten Grenzwert liegenden Menge. Die Anhänger kosteten zwischen 30 und 40 Euro. | 

Flickr-Fotopool The Atomic Age:

 *atomic age* - View this group's most interesting photos on Flickriver

(Updates zu Zornzone): IT-Wut führt zu Gewalttätigkeiten gegen Gadgets. | Stresslinderung: Ein Männchen zum Zerdrücken, in lila. In Irland gibt es einen altbekannten Vorläufer einer solchen Einrichtung, den Worry Stone; die Idee dieser Sorgensteine ist aus dem alten Griechenland nach Irland gelangt. |

(Updates zu mamihlapinatapai): Jennifer Ouellette Writes von Cocktail Party Physics hat ein weiteres ungewöhnliches Wort gefunden (auch sie schätzt die Wikipedia als Quelle für wenig bekanntes Wissen): Der Bundesstaat Borno im Nordosten Nigerias wird mehrheitlich von Kanuri bewohnt, die Sage erzählt hier von Menschen, die sich in Hyänen verwandeln können - bultungin (”Ich verwandle mich in eine Hyäne”). | Das Kamusi-Projekt: Internet-Wörterbuch Suaheli. | 

(Update zu Das technische Huhn): Photographien - Die UdSSR in den sechziger Jahren. |

(Update zu Der Tag, an dem es keine Neuigkeiten gab): Pläne machen, einige grundlegende Erwägungen. | Die deutsche Popgruppe Der Plan. | 

(Update zu: Entordnung): Verkehrszeichen und Beschriftungen in verschiedenen Ländern der Erde. | 

(Update zu: Möge der Griff mit dir sein): Auch in dem Blog 90 Mobiles In 90 Days wird über Datenregenschirme nachgedacht. | 

(Update zu Tropenbloggen): Hemd mit eingebautem Ventilator, für heisse Tage. | 

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