Tagesarchiv für 16. August 2008

16.8.2008, Updates

Hier muß mal wieder ein bißchen gefeudelt werden. Updates zu zurückliegenden Blog-Einträgen:

(Update zu Strahlende Schönheit): Der “russische Specht“, ein rätselhaft klopfendes sowjetisches Funksignal, das zwischen Juli 1976 und Dezember 1989 auf Kurzwelle zu hören war. | Hinter dem Geheimnis steckte die gewaltige Radarstation Duga-3 bei Tschernobyl. | Gekreuzte Klingen: Kampf der Rasierergiganten um die Marktvorherrschaft (Januar 1931). | 

(Update zu Die Hypermoderne): Laut Augenzeugenberichten lagen die Leichen zweier ertrunkener Roma-Mädchen stundenlang am Strand von Neapel; auf einem Foto ist zu sehen, wie sich nur wenige Meter entfernt Menschen ungerührt sonnen (22.7.2008). | Die veröffentlichten Aufnahmen geben nach Angaben des Fotografen die Situation nicht angemessen wieder (28.7.2008). | Optische Täuschungen im Dienste der Verkehrssicherheit (Oktober 1939). | 

(Update zu Schirme - möge der Griff mit dir sein): Modern Mechanix berichtet von deutschen Feuerwehrleuten, die mit Asbestschirmen ausgerüstet wurden. Die Schirme waren im Ersten Weltkrieg gegen die verheerende Wirkung von Flammenwerfern entwickelt worden (Januar 1933). |

(Update zu Baden auf die harte Tour): Vor 40 Jahren brannten die Sutro Baths in San Francisco nieder. Die Ruinen der 1896 eröffneten Badeanstalt - damals die größte der Welt mit sieben Pools, einem Museum und einer Konzerthalle mit 8000 Plätzen - sind für die Freunde von “Life Without Buildings” nach wie vor interessant (2007). | Drüben bei the cool hunter gibt es ein, na was wohl?, cooles Schwimmbad des Architekten Jean Nouvel in Le Havre. | 

(Update zu Funbüro): Noch mehr gefundene Schnappschüsse - Bighappyfunhouse (via Retro Thing). | 

(Update zu Some|more|loch und 40% der Deutschen sind Ballack): Sommerlöcher sonder Zahl runden sich im regenfreien Raume. | 

(Update zu Gefühlsgegoogelt): Drüben bei CrookedBrains ist zu sehen, wie der britische Designer Oliver Bishop-Young einen Bauschuttcontainer in ein verschiedenartig nutzbares Naherholungsgebiet umfunktioniert. | 

(Update zu mamihlapinatapai): Ein Team unter Leitung des MIT-Experten Edward Gibson hat herausgefunden, dass die Sprache der Piraha-Indianer, die im Nordwesten Brasiliens leben, keine Zahlen kennt (Juli 2008). | 12 ziemlich ungewöhnliche und seltene englische Worte. | 

(Update zu Wilde Bilder): Eine Maschine, fast so beeindruckend wie die größte Maschine der Welt: der Bohrmoloch. | 

(Update zu Vermischtes): Faces of the Fallen - die in den Kriegen im Irak und in Afghanistan gefallenen US-Soldaten. | Alltag in Afghanistan - 12 Fotos (Sommer 2008). | The Sounds of Vietnam - The Rock’n'Roll War (Real Audio). | Militärische Begriffe und Slang-Ausdrücke aus dem Vietnamkrieg. | Militärische Bezeichungen von A-Z. So steht beispielsweise C³I (sprich: See Cubed Eyes) für Command, Control, Communications und Intelligence; bei C4I kommt noch das Wort Computer hinzu. | Die zehn kürzesten Kriege der Welt. | 

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Wir Nichtmaschinen

Links sind das grundlegende Funktionselement des Internet, aber ihre Verbindungsfähigkeit wird bemerkenswerter Weise kaum weiterentwickelt. Links funktionieren nach wie vor quasi mechanisch, wie Rohrpost. Man klickt auf A und kommt nach B. Das ist ziemlich wenig angesichts dessen, was möglich wäre - Links, die morgens woanders hinführen als abends; Links, die altern und die Farbe wechseln wie Laub, die organisch sind; Links, die nicht genau, sondern in etwa an eine andere Stelle führen, ungefähr.

Wir Nichtmaschinen können wesentlich vielfältigere Verbindungen herstellen - wir können variieren, Wahlverwandtschaften finden, Rösselsprünge ausführen. In der digitalen Welt ist das Assoziieren erste Bürgerpflicht. Ich bin immer auf der Suche nach Verbindlichkeiten. Das Imperium verlinkt zurück, im übertragenen Sinn.

? Jemand hat das Posting mit dem Interview gelesen, bei dem der Philosoph Peter Sloterdijk von einer polnischen Journalistin mit dem Schriftsteller Peter Handke verwechselt wird und es nicht bemerkt. Er macht mich auf einen sloterdijk aufmerksam, auf den er gerade im Netz gestoßen ist. Ort des Geschehens ist ein Text, mit dem der österreichische Experimentalarchitekt Volker Giencke eine von ihm entworfene Konzerthalle in Lettland beschreibt: “Die Treppen hängen als offene Skulpturen im Raum. Sie verbinden das Oben mit dem Unten und ermöglichen den Blick aus unterschiedlichen Niveaus nach innen und durch die Fassade nach außen.” Kommentar sloterdijk: astrein, das haben treppen vorher noch nie gekonnt!”

? Keine Treppen, aber nette Nischen gibt es nach wie vor neben YouTube: Wer gern Animationen sieht oder selber welche macht, dem wird das in Israel ansässige aniBoom.com (”The home of animation”) gefallen. Ein feucht-fatales Beispiel: “Halluci” ist eine Animation von Goo-Shun Wang, in der ein dicker Mann auf dem Nachhauseweg ein Bier trinkt - damit fangen die Probleme aber erst an. |

? Blogger Jake Bronstein von Zoomdoggle hat einen Teil seiner Bloggerei nach Indien outgesourct. Die Firma Task Everyday aus dem US-Bundesstaat New York hat ihm dort eine persönliche Hilfskraft namens Yogesh vermittelt [via]. | Wahnsinnig komplexes Thema, wahnsinnig anschaulich gemacht: Larry Lessig - eine kleine Geschichte der Creative Commons (Video). | Das UFO von Danzig (Juli 2008). | Mitreissender gemacht, aber älter: Die Haiti-UFOs. |

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