Tagesarchiv für 24. August 2008

Das Montagszitat: Zack.

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Was ich am meisten an Werbung hasse ist, dass sie all die talentierten, kreativen und ambitionierten jungen Menschen anzieht, sodass fast nur noch die Langsamen und Selbstsüchtigen übrigbleiben, um Künstler zu werden. Die moderne Kunst ist ein desaströser Bereich. Noch nie in der Geschichte der Menschheit wurde so viel von so vielen benutzt, um so wenig zu sagen. [via] |

Sie kommen jeden Tag und verunstalten unsere Städte. Sie hinterlassen überall ihre idiotischen Schriftzüge. Sie machen aus der Welt einen hässlichen Ort. Wir nennen sie Werbeagenturen und Stadtplaner. [via] |

Banksy, Graffitikünstler

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Hier eröffnet nun eine der schnellsten Kunstgalerien der Welt. | Galeriezack. |

Blitzausstellung: Banksy. |

Foyer: Infotresen - [Wer] [ist] [eigentlich] [Banksy] [?] Und - Souvenirkiosk. | Saal Eins: [Google Bildersuche: Banksy] [Flickr Foto-Pool: Banksy] [Banksy bei Technorati] | Saal Zwo: Die Jagd nach Banksy. [Ist] [Banksy] [enttarnt?] | Saal Drei: [Wie] [erkennt] [man] [einen] [Banksy?] | Saal Vier: Ist Banksy drauf? [Wird abgeschraubt] [oder abgebrochen]: Street Art Hunter. [Wird teuer verkauft]. | Saal Fünf: Banksy in Bethlehem. | Israelstreetart | Tel Aviv Graffiti & Street Art [via]. Das Ganze als Flickr Foto-Pool. |

Werbeunterbrechungen ?

• 2007 reichte es dem Bürgermeister der brasilianischen Metropole São Paulo. Er erließ eine Verordnung, die das Stadtbild drastisch veränderte: Keine Plakatwände mehr. Keine Großplakate mehr. Die Gerüste der Werbetafeln mußten demontiert werden. Der Fotograf Tony de Marco hat das Abwracken über Monate mit der Kamera beobachtet: São Paulo No Logo. |

In Buenos Aires sind Behörden und Interessenvertretungen der Werbeindustrie ebenfalls übereingekommen, etwas gegen die Blickverschmutzung zu unternehmen und etwa 40.000 überdimensionale Werbeflächen und aufdringliche Leuchtreklamen abzubauen - das entspricht etwa 60 Prozent der Billboards in der Stadt. Die verbliebenen Werbeflächen werden teurer verkauft. (Gefunden bei PSFK). |

• Wen auch noch die Menschen auf einem Foto stören, der kann beispielsweise den Tourist Remover von Snapmania.com benutzen. Aus drei Fotos eines Motivs wird eines ohne unerwünscht durchs Bild laufende Leute oder andere störende Objekte. | Leute von einem Foto entfernen oder welche hinzufügen: 5 Dollar pro Person. | Mike McHugh zeigt, wie man mit Photoshop Menschen aus Fotos entfernt. (Video) | Das ganze als Schrittfürschrittanleitung aus einem Forum für Grafiksüchtige. Und eine Anleitung bei creativetechs. |

• ”Wer hat mich umgebracht?”: Gewöhnlich stellen Mordpfer nur noch in Traumsequzenzen im Film Fragen. In Los Angeles versuchen die Opfer ungeklärter Mordfälle von riesigen Billboards herab, verbunden mit dem Hinweis auf eine Belohnung, zögernde Zeugen für sich zu gewinnen. [via] |

• Die mediensensitive Brille schaltet dunkel, sowie ein Fernseher zu sehen ist. | Eine andere intelligente Brille: das Visual Spam Blocking System erkennt - reale - Werbeflächen und blendet sie automatisch aus. | Zu viel geguckt? EyeDefender bringt das vitale Funkeln zurück in Ihre Augen. |

• Subvertising statt Advertising: die Kunst, Werbung zu verschaukeln. | Adbusters am Werk. (Foto-Pool) | Werbeagentur gegen Werbung: die Anti-Advertising Agency. [via] | So sehen die Dinge in der Werbung aus. Und so in der Realität. |

• Zack. Mehr StreetArt ?

Ungewöhnliche Graffiti. | Der Tag, an dem die Stree Art starb. | Graffiti-Möbel von Love Anna James. | Zevs: Von Logos herablaufende Farbschürzen. | Zevs: Blickentführungen. | Gehsteigkantenkunst aus Brasilien. |

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Zehn Worte werden täglich neu erfunden

Rene Gisler betreibt seit 2002 das Blog enzyglobe (”Phrasardeurs Verbarium”), hier werden Wortneuschöpfungen gesammelt. Die Wortsammlung “ist grundsätzlich multilingual mit dem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache. Das hat hauptsächlich damit zu tun, dass (Schweizer-)Deutsch meine Muttersprache ist.” (Gisler) Zu dem Begriff “Google” finden sich beispielsweise die Einträge “Googlehupf” (16.4.2008), “Googlelager” (18.12.2007), “Pädagoogle” (19.5.2007) und “Googleschreiber” (4.2.2007). Nicht unerwähnt bleiben darf der Hinweis auf “2420000 Treffer auf Deutsch bei Google für Imbiss bei 346 für Impiss.” | 

Die Wortwarte: Seit acht Jahren spüren die Sprachwissenschaftler Lothar Lemnitzer und Tylman Ule von der Universität Tübingen jeden Tag neue Worte im Netz auf und lassen ein Online-Wörterbuch der deutschen Sprache des 21. Jahrhunderts entstehen. Rund zehn Worte werden täglich neu erfunden. Die Wortwarte wird beziehungsweise werden inzwischen als Referenz verwendet. So soll einem Wikipedia-Eintrag zufolge der Begriff Neophobie “laut Wortwarte … im deutschen Sprachraum erstmalig am 15. Juni 2001 aufgetaucht sein. Damit soll der Düsseldorfer Wirtschaftswissenschaftler Thomas Jendrosch die ablehnende Stimmung dem Euro gegenüber beschrieben haben.” | 

? ”Klonen und BSE - wie sagen es die Chinesen?” - Die chinesische Sprache kennt verschiedene Methoden, neue Worte in sich aufzunehmen. [via Chinafokus] | Einige der mehr als 1700 Worte, die William Shakespeare erfunden hat. | Worte, die William Shakespeare geprägt hat. | Wendungen aus Shakespeare-Stücken, die Eingang in die englische Sprache gefunden haben. | Ein Artikel über neue Wörter aus der Zeit, als die sogenannte politisch korrekte Sprache aufkam (Die Zeit, 1992). | 

? Drüben im Britannica Blog macht Peter Sokolowski aufmerksam auf das Open Dictionary von Merriam-Webster, in dem neue Worterfindungen und Wendungen eine öffentliche Sammelstelle gefunden haben. Entleerte Worte zurückgeben und dafür Pfand bekommen kann man noch nicht. Zu den neuen Worten gehören solche wie “webify” (etwas “webifizieren”, d.h. Daten netzgerecht aufbereiten), “cinemuck” (damit gemeint ist der von verschütteter Limonade etc. klebrige Fußbodenbelag in Kinos) oder “fabulousity” (das Fabelhaftsein). | 

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