Monatsarchiv für September 2008

Heute im Webfernsehen: Großartiges

Ferrofluide - die Freaks unter den Flüssigkeiten:

? Die älteren unter den Lesern werden es noch kennen: das Testbild. Es kennzeichnete bis in die achtziger Jahre ein längst in Vergessenheit geratenes Fernsehphänomen, den sogenannten Sendeschluß.

Zum Ende des regulären Programms wurde die Nationalhymne gespielt, was, sofern man bereits eingenickt war, zu einem kurzen Schockwachzustand und hektischster Suche nach der Fernbedienung führte. Anschließend wurde das Testbild gezeigt, die letzte ordnende Instanz vor dem Chaos (? Schnee).

? Ein Testbildmusterschonbezug für Flachbildschirme. | Und hier ein Testbildmusterpullunder. | Das Testbildmuseum: “Sammlung der Testbilder des Vereins zur Erhaltung vom Aussterben bedrohter elektromagnetischer Gattungen.” | Screenshot-Galerie eines Testbildliebhabers. | 

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? Der Physiker Sachiko Kodama und der Künstler Yasushi Miyajima zeigen Ferrofluid-Skulpturen in Aktion. Ferrofluide sind Flüssigkeiten, die auf magnetische Felder reagieren. Es sind äußerst ungewöhnliche Flüssigkeiten. |

Oktapodi: Zwei verliebte Tintenfische und der nervenzerfetzendste Nachmitttag ihres Lebens. [Die offizielle Website] | Al Dente: Ein schmackhafter kleiner Animationsfilm von Jean-François Barthelemy, Mael François und Carlos Felipe Leon Ortiz. | L’amie de Zoé: Eine Geschichte von Freundschaft, nach einem Buch des Illustrators Matthieu Roussel. | 

15 großartige Kurzfilme [via listverse]. |

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Die Farben des Internet (3)

Christian Giordanos Programm zeigt die Beziehungen zwischen Worten und Farben. Grundlage sind die Fotos des Fotopools Color Fields auf Flickr. | 

Aaah, es gibt tatsächlich Leute, die es machen: Bücher, in den Regalen nach Farben sortiert. | Noch ein Buchfarbensortierer. | In den achtziger Jahren lebte Botho Strauß noch in Berlin. Eine Freundin, die seine Schriften bewunderte, erzählte mir, dass sie mal durch seinen Briefschlitz in die Wohnung gelugt habe. Ein Regal mit Büchern war zu sehen und alle Bücher waren weiss. | Buchkennzeichnungen in verschiedenen Farbtönen, für sehr große Bibliotheken. | 

? 1913 hatte man in einer psychiatrischen Anstalt in Oregon damit begonnen, verstorbene Patienten, die keine Angehörigen mehr hatten, zu kremieren. Die Asche kam in Kupferdosen, die mit den Jahren in eine chemische Reaktion mit der menschlichen Asche traten. Auf den Außenseiten der Urnen bildeten sich farbge, salzartige Ausblühungen. Der Fotograf David Maisel erbat die Erlaubnis, sie zu fotografieren: Die “Library of Dust“. | 

Der Musiker Bob Richards hat eine Sammlung der farbenprächtigen Hintergrundgemälde aus namhaften Zeichentrickfilmen zusammengetragen | 30 der farbsattesten Satellitenbilder der Erde. | Ein selbstfarbmischendes Bild von Etienne Bardelli alias Akroe. |

? Es gibt 1.929.770.126.028.800 verschiedene Farbkombinationen auf einem Rubik’s Cube. | 

 

Steve Walls fantastische Farbenfotos (ein Flickr Fotoset):

Steve took it - View my most interesting photos on Flickriver

The Art Color Pool auf Flickr:

Art Color - View this group's most interesting photos on Flickriver

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Die Nacht

Finsternisse fallen dichter / Auf Gebirge, Stadt und Tal / Doch schon flimmern kleine Lichter / Tief aus Fenstern ohne Zahl / Immer klarer, immer milder / Längs des Stroms gebognem Lauf / Blinken irdische Sternenbilder / Nun zu himmlischen hinauf.

Hans Carossa (1878-1956)

 

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Die neue Netzkolumne: Die Antwortgeber

Uschebti des Königs Sethos I. Neues Reich, 19. Dynastie um 1290-1279 vor Christus

? In Mode kamen die Uschebtis (“Antwortgeber”) vor etwa 3500 Jahren im Alten Ägypten. In Pharaonengräbern der Zeit stießen Archäologen zum Teil auf über 1000 Uschebtis. Noch in den Gräbern hoher Beamten fanden sich, einschließlich der zugehörigen Aufseher, bis zu 400 der kleinen Figuren - ein Helferlein für jeden Tag des Jahres. Hier erscheint zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte die Idee des Roboters. Die hieroglyphischen Instruktionen, mit denen die kleinen Figuren beschriftet sind, gleichen frappierend den Anweisungen eines modernen Computerprogramms… ? die ganze Netzkolumne

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Das kleine, gläserne Fenster

? In einer fröhlichen Mischung aus Rationalisierung und Selbstständigkeit hielt in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Selbstbedienung als neuer, demokratischer Stil Einzug.

Im Januar 1962 stellte die Tank-Automaten GmbH Hagen die ersten drei Selbstbedienungstanksäulen in Deutschland auf. Am 26. Januar 1967 wurde in Offenbach die erste Frischdienst Tag- und Nachtverkaufsstelle eröffnet. Der Verkaufsautomat hielt 500 verschiedene Waren “für Berufstätige, Eilige und Sparkäufer” bereit.

Die Individualisierung des Automatenfachs mit dem gläsernen Fenster fand in der Verpackung zuerst vor allem von Strümpfen und Pralinen statt. So wie die Astronauten gegen den Willen ihrer Ingenieure durchgesetzt hatten, dass ihre Raumkapsel ein Fenster erhielt, erfreute der gewöhnliche Erdenbürger sich an kleinen Blicken auf die Produkte durch die Zellophanfenster in den Verpackungen. 

Da es nachfolgend immer hohlere Schachtelböden und immer breitere Trennstücke nicht nur zwischen den Pralinen zu verbergen galt, wurde in den achtziger und neunziger Jahren der Einblick durch das transparente Fenster auf die Ware immer öfter wieder verschlossen oder kaschiert.

Japanische Selbstbedienungsautomaten, ein Flickr Foto-Pool:
Japanese Vending Machines - View this group's most interesting photos on Flickriver

? Ein Automat (sic!), aus dem man ein Auto ziehen kann; hier weitere Aufnahmen (Shibuya, Tokio). | Ein Fahrradersatzteil-Automat in Toronto. | Von Jake Bronstein: Ein Automat, aus dem man Ideen ziehen kann (50 Cent pro Idee). | Sarah Meyers zeigt ungewöhnliche Automaten in Manhattan und in Japan (Video). | 

Photoman hat eine Sammlung japanischer Selbstbedienungsautomaten zusammengetragen: Regenschirmspender, Reisreiniger, Trockeneiszapfstellen und jede Menge weiterer Automaten. | Drüben bei Snopes haben sie die Geschichte mit den Automaten für gebrauchte Mädchenunterhosen gecheckt. | Hierzu ein Artikel von 1994 aus der japanischen Frauenzeitschrift Fujin Koron. | 

Hier etwas für Menschen, die sich gern mal als Colaautomat verkleiden möchten. | Japanische Zigarettenautomaten mit automatischer Gesichtserkennung zur Altersverifikation lassen sich austricksen. | Der Automatenliebhaber Ryuichi Ikeda aus Sapporo hat zwei Jahre lang täglich ein Foto ein und desselben Automaten gemacht. | 

Ein Flickr Fotopool von Ryuichi Ikeda aka motomachi24:motomachi24 - View my most interesting photos on Flickriver

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Die Farben des Internet (2)

Der farbige Treppenaufgang zur Bar Woodstock 1969 im Vergnügungsviertel Kabukicho in Tokio

? Drüben bei Google Blogoscoped gibt es ein Interview mit der Frau, von der das bunte Google-Logo stammt: Ruth Kedar von Kedar Designs. | 

Der Flickr Color Fields Experimental Colr Pickr von Jim Bumgardner alias KrazyDad: Auf eine Farbe in der Palette klicken und staunen. Ein Laboratorium für noch nie unterneommene Farbversuche. | Tiltomo - Content Based Visual Image Search: Eine Bildersuche nach Farben und Texturen. | 

ColorFlip von Rafaël Rozendaal: Bitte umblättern, andere Farbe. | Einige bemerkenswerte Phobien, darunter die Chromophobie - die Angst vor leuchtenden Farben. | Chris Harrisons Color Flower: Die Bezeichnungen von mehr als 16.000 Farben, als farbige Wortblüte visualisiert; wunderbar. Weitere sehenswerte Projekte von Chris Harrison. |

Eine Gif-Animation des französischen Künstlers Aroke. | Die strengen, bunten Designs des Amerikaners Andy Gilmore; hier eine weitere Zusammenstellung. | Eine detailreiche Studie des Schweizers Oswald Iten über das Farbdesign in dem Disney-Trickfilm 101 Dalmatiner. | 

Im englischen Oldham stürmten Polizisten die falsche Wohnung. Der Inhaber war gerade nicht zu Hause, also hinterließ das Einsatzkommando eine Notiz aus bunten Magnetbuchstaben auf der Kühlschranktür (via BoingBoing). | Eine quietschbunte Crayola USB-Kindertastatur. | Wild und bunt und zusammengewürfelt: das Web-Experiment de_g3Nerat*r (”Degenerator”) von Vaughn Royko. | 

Cymbolism ist eine Website, auf der Wörter und ihre farblichen Assoziationen gesammelt werden. Designer sollen es auf diese Weise einfacher haben, die treffendsten Farben für einen gewünschten emotionalen Effekt auszusuchen (via Monoscope). | 

? Wie Farbenblinde einige der bekanntesten Websites sehen. | 

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Das Mittwochswort: fast gleichzeitig

Im Maschinenzeitalter, das nun zur Neige geht, konnte man noch viele Schritte ohne zu große Besorgnis unternehmen. Das langsame Tempo gewährleistete eine Verzögerung der Reaktionen über beträchtliche Zeiträume hinaus. Heute erfolgen Aktion und Reaktion fast gleichzeitig. Wir leben jetzt gewissermaßen mythisch und ganzheitlich, aber wir denken weiter in den alten Kategorien der Raum- und Zeiteinheiten des vorelektrischen Zeitalters.

Marshall McLuhan, Die magischen Kanäle (1968)

 

Highspeed-Fotografie, ein Flickr Foto-Pool:
High Speed Photography - View this group's most interesting photos on Flickriver

Synchronizität: In diesem ungewöhnlichen Flickr-Pool sind zufällig ähnliche Fotos von verschiedenen Fotografen gesammelt:
Synchronicity and Photo - View this group's most interesting photos on Flickriver

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Updates - Schirme, Schönheit, Schläge

(Update zu Mode und Rache): ? Fallen Shadows (ein YouTube-Videoclip) ist aus einer Kooperation zwischen der Modefirma Prada, dem Creative Director James Lima und der New Yorker Band Antony and the Johnsons entstanden. | 

(Update zu Strahlende Schönheit): ? Sterbende Schiffe nahe Tschernobyl. | Amerikanische Gesundheitsbehörden wollen erstmals die radioaktive Bestrahlung von Spinat und Eisbergsalat als antibakterielles Mittel erlauben. | 

(Update zu Die Hypermoderne): Das Mammal - Vieles in Einem. |

(Update zu Spielen! Geilomaten für Gamer): ? Der exzeptionelle Steampunk-PC Archbishop. | An der Universität von Nevada in Las Vegas gibt es ein Center for Gaming Research. | Eine kontroverse Version von Space Invaders. | 

(Update zu Auf dem Sprung: die Dinge): ? Flotte Architektur: Wie man ein Haus druckt. | 

PreFab China ‘07: komplexe Rapid Prototype-Modelle (Flickr):
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(Update zu Entordnung): ? Songs, die alle das Wort STOP enthalten (Video). | Das britische Institut für Falschinformation informiert. | 

(Update zu Prophetin der Zahl): ? Der Mensch besitzt offenbar ein angeborenes Zahlen-Konzept, wie australische Aborigenes-Kindern belegen - auch ohne Zahlwörter. | Menschen haben eine angeborene Fähigkeit für den Umgang mit Zahlen, auch wenn sie nicht einmal über eine Sprache verfügen, um sie auszudrücken. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des University College London mit Kindern australischer Ureinwohner gekommen. | 

(Update zu Schirme: Möge der Griff mit dir sein): ? 35 brilliante Beispiele für Fotografie im Regen. | Regenschirm oder nicht? Wunderbar schlichte Wettersuchmaschine (leider nur US). | Supermodel gewinnt Prozeß wegen Designerregenschirm. | 

(Update zu Schlag bei Frauen): ? ”Heutzutage haben die meisten Männer aufgehört, ihre Frauen zu schlagen…” | 

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Heute im Webfernsehen: Killekillerspiele

Rafael Sommerhalder, Herr Würfel - der Mann der sich mit dem Entscheiden so wunderbar schwertut (Video). |

Das Entscheidungsproblem (Wikipedia). | Die klassische Abhandlung “On computable numbers, with an application to the Entscheidungsproblem” von Alan Turing (1936, Abstract). | 

Killekillerspiele: Counter Strike - die Lego-Version. | Extremes Mode-Marketing: Adam Kimmel zeigt Anzüge auf Highspeed-Skateboards (Video). | 30.000 Dominosteine fallen um (Video). | Royksopp, Remind Me & eine phantastische PixelArtAnimation (Video). | Stimmungsvolle Photoerzählung eines Business-Trips: Mr. Ward reist 24 Stunden nach New York. | 

Ajesh Patalay vom Guardian hat 50 der besten Popkultur-YouTube-Videos zusammengestellt - Probeaufnehmen mit Marlene Dietrich, eine Lesung von Jack Kerouac, die Who und Jimi Hendrix zerstören Musikinstrumente, Sid Vicious und Nancy Spungen in New York, der erste Auftritt von Madonna und eine Menge mehr [via Guardian]. |

“Es fängt harmlos an, manchmal mit einem Mobiltelefon oder mit einem Profil in einem sozialen Netzwerk. Dann die Abhängigkeit… Unplug your friends” (Video). Meetup organisiert Treffen von Menschen im richtigen Leben, face-to-face. | 

Screenshots: Steven Hills Seite mit den schönsten Filmtiteln. | Was man mit seinem alten Fernseher machen kann. | 

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Das Wochenendwort: Einige Dinge

Wir haben unsere Computersysteme nicht mehr im Griff, sie haben sich verselbständigt. Ich denke nicht nur an Tschernobyl, ich denke auch an die Giftgaskatastrophe im indischen Bhopal. Dort verhinderte ein Softwarefehler die rechtzeitige Warnung der Bevölkerung. Ich denke auch an den Börsencrash an der Wallstreet im Oktober 1987. … Damals, als an der Börse die Rechner durchdrehten und auch viele Kleinaktionäre das Nachsehen hatten, schrieb das “Wall Street Journal” am Tag nach dem Schwarzen Montag: Die Computer haben die Macht übernommen.

Joseph Weizenbaum (März 1992)

Öffentliche Computerfehler - ein Flickr Pool:
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• 1,75 Milliarden Dollar wird die britische Barclays Bank für die Überbleibsel der bankrotten Investmentbank Lehman Brothers bezahlen, 1,5 Milliarden Dollar davon für das Firmenhauptquartier am Times Square und die beiden mit Servern vollgestopften Data Center (vulgo Rechenzentren) der Bank [via]. Das Hauptrechenzentrum befindet sich seit dem 11. September 2001 in einem 40-stöckigen Gebäude in New Jersey. Bei den Anschlägen auf das World Trade Center war das ursprüngliche Rechenzentrum von Lehman Brothers zerstört worden. Bereits am 12. September arbeiteten die Broker in einem leertgeräumten Raum des Ersatzrechenzentrums weiter [via]. Die Kundenbasis von technologieunternehmen wie IBM, Novell oder Cisco schrumpft. Allein die kollabierte Investmentbank Lehman Brothers war für 3,1 Prozent der IT-Ausgaben der US-Finanzbranche verantwortlich [via].

“Es gibt einige Dinge, die nicht schnell erlernt werden können, und man muß ihren Erwerb mit Zeit, die alles ist, was wir besitzen, schwer bezahlen. Es sind die allereinfachsten Dinge, und weil es eines Menschen ganzes Leben bedarf, um sie zu lernen, ist das wenige Neue, das jeder Mensch dem Leben abgewinnt, sehr kostbar und das einzige Erbe, das er hinterlassen kann.”

Ernest Hemingway, Tod am Nachmittag

Ernest Hemingways Haus in Key West, Florida - ein Flickr Pool:

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Eiskreise, Fahrpyramiden

 

 

? Daunenweiches DNS-Design: Sie macht Aminosäuren zu Tagesdecken - Beverly St. Clair und ihre Genom-Quilts. | Der liegende Teppich: Der holländische Künstler Tonio de Roover hat ein Teppichsofa namens East Meets West entworfen, das an einen scharf bremsenden fliegenden Teppich erinnert. | Der Molekularbiologe Jack Szostak von der Harvard Medical School will aus toter Materie eine neue Lebensform erschaffen. | 

Wichtig für die esoterische Avantgarde: Kornkreise sind komplett von gestern. Hier kommen die Eiskreise [via Neatorama]. | Das Geheimnis hinter den komplett aus der Mode gekommenen Kornkreisen. | Für den mobilen Eiskreisfreund: antarktistaugliche Fahrzeuge (deren Reifen bemerkenswerter Weise wie geschmolzen aussehen). | Das Dream Car 123 von Greg Zanis, eine Art fahrbare Elektro-Pyramide. Sprach Ramses: da hamses [via technabob]. | 

? Die Reisen von Marco Polo auf Google Maps. | Die Reisen des Venezianers Marco Polo im dreizehnten Jahrhundert. Zum ersten Male vollständig nach den besten Ausgaben, Deutsch mit einem Kommentar von August Bürck. Nebst Zusätzen und Verbesserungen von Karl Friedrich Neumann. Leipzig 1855. [via Google Books] | Polo, Marco: Hie hebt sich an das puch des edeln Ritters vnd landtfarers Marcho Polo, in dem er schreibt die grossen wunderlichen ding dieser welt, Norimberg 1477 [via Bayerische Staatsbibliothek] | “Marco Polo” heißt auch ein EU-Programm, das Mittel für Projekte zur Verfügung stellt, die Gütertransporte von der Straße auf Bahn oder Seewege bringen. | 

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Nein, Google!

 

1000 Tage Informationsfreiheitsgesetz   [via FTD] | 

 

? Das Internet ist offensichtlich auch dagegen: Nein, Google. | Was Google weiß. | Konrad Zuse und der Z3 aus Lego [Flickr]. |

Der Fotograf Thomas Kalak hat unglaublichen Kabelsalat in Bangkok abgebildet. | Kalligraphie in Zeiten des Internet: Japanische Schriftzeichen lernen zu fliegen und sich zu vernetzen. | Die Blogosphäre auf den Malediven, phantastisch visualisiert. | 

? Jemand ist ein Nerd, wenn sein Hund ein eigenes Blog hat und er (der Nerd), wenn er mit dem Auto auf regennasser Straße ins Schleudern kommt, sofort nach dem Back-Button sucht, mit dem er zurückklicken kann. Nerds haben inzwischen nicht nur Microsoft und Google gegründet, sondern auch ihren Einfluß auf das Design-Wesen massiv verstärkt: 77 Beispiele, von der Tastaturwaffel über das Lumigramm bis zur Terabyte-Babuschka. | 

Atmosphir von Minor Studios ist ein schöner, kostenloser Baukasten für eigene Videogames (Mac und PC). | Notizzettel, Skizzen und Screenshots von okaysamurai aka David Werner aus der Entstehungsphase von Atmosphir [Flickr Fotoset]. | Impressionen aus San Francisco, dem Sitz von Minor Studios [Flickr]. | 

? Mit der größten Maschine der Welt spielen: Wie beschleunige ich Teilchen? Das LHC-Game. | Die CERN-Leute haben anschaulich gemacht, wie der Large Hadron Collider (LHC) funktioniert [YouTube]. | Ein 17-jähriges Mädchen im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh hat Selbstmord begangen, nachdem sie im Fernsehen von der Möglichkeit eines Weltendes durch die Kernzertrümmerungs-Experimente in Genf erfahren hatte [via futurismic] | 

Zeig mir dein Statist’ und ich sag dir, wer du bist: Hat junesix öfter mit Freunden oder allein gegessen? Welche Gefühle hat Nico erfahren? Womit hat limboy seine Zeit vertrödelt? - Mit mycrocosm lassen sich Alltagsinformationsschnipsel als kleine, bunte Torten-, Block- oder Spektral-Graphen anschaulich machen. Dazu gibt es auch ein Blog der mycrocosm-Erfinder am M.I.T. |

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Penisierbarkeit, Star Trek-Orgasmen

 

? Die Penisierbarkeit scheint sich zu einer Art Elchtest für neue Netzanwendungen und zu einem neuen Standard-Rebellionsgestus zu entwickeln.

? Dies waren mit die letzten Grüße aus der alten Welt: Als im Januar 2006 im Netz ein Video auftauchte, das Pete Doherty beim Winken mit seinem Gemächt zeigte, soll der Sänger der Babyshambles empört gewesen sein. “Pete zeigte uns die Implantate in seiner Bauchdecke, die ihn bei seinem Heroinentzug unterstützen sollten, und entschloß sich dann spontan, sich seinem willy zuzuwenden”, erläutert einer seiner Freunde dem britischen Boulevardblatt “Sun”. Doherty hatte vergessen, dass der Film existierte und war explodiert, als er erfuhr, dass jemand ihn ins Netz gestellt hatte.

? Noch im selben Jahr entwich das Willywinken in den virtuellen Raum. Im Dezember 2006 bekam es die Second Life-Immobilienentwicklerin Anshe Chung während einer Live-Veranstaltung mit Schwärmen fliegender Penisse zu tun. Im Mai 2008 attackierte ein analoger Anachronismus in Gestalt eines fliegenden Miniaturhubschraubers in Penisform bei einer realen Pressekonferenz den ersten Schachweltmeister, der im Wettkampf einem Supercomputer unterlegen war: Garry Kasparow.

Einen Monat später veröffentlichte Electronic Arts einen Kreaturen-Editor für das neue Spiel “Spore”, worauf unter den Spielern ein Wettstreit ausbrach: Wer bastelt das lustigste Penismonster? Immerhin, so Golem.de, “wer im Kreatureneditor von Spore ein Peniswesen bastelt, spielt kein sogenanntes Killerspiel und lernt den Umgang mit 3D-Softwareumgebungen.”

? Nun wird endlich auch das Microblogging verschwanzt - Twitter is Penis. Alle 15 Minuten entführt der neue Service “unschuldige Tweets und wendet ein patentiertes Pensierungsverfahren auf sie an, das verschiedene Wörter durch das Wort ‘Penis’ ersetzt. Wir finden das lustig.” | 

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Mehr Sex: Star Trek-Orgasmen. | In der südafrikanischen Stadt Durban hat ein Disput über Penisgrößen in einem Lokal ein Blutbad nach sich gezogen. Drei Männer starben, zwei wurden lebensgefährlich verletzt. | Liebe und Leidenschaft bei den Insekten (ohne Bienen!). | Lene J. Løkkhaug, Hot Chili. | Zu dem Projekt MAVO von Masayuki Takahashi [Interview] gehört Spielzeug wie eine Kondompistole oder ein Kissen mit einer magnetisch anhaftenden Maske. | Sexroboter, die leiderleider komplett unerotisch sind. | Der New Yorker Student Drew Burrows hat eine virtuelle Freundin erfunden. |

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Die neue Netzkolumne: Hyperschamanismus

Jeder, der länger mit elektronischer Gerätschaft - insbesondere mit Computern - zu tun hat, kennt die ähnlich wie beim Judo abgestuften Grade des Nichtfunktionierens, mit denen Maschinen einen aufs Kreuz zu legen versuchen. Für Kenner der Materie - und das sind wir heute alle - ist klar, dass Künstliche Intelligenz nur eine wahre Bedeutung hat, nämlich dass Rechner oder anverwandte Apparaturen genau zu wissen scheinen, wann sie ausfallen müssen, um ein Maximum an Ärger zu verursachen… ? die ganze Netzkolumne

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Das Mittwochswort: Mode und Rache

 

“Ich arbeite wie die KPD“, sagte er 1983, als er die kreative Leitung bei Chanel übernahm, “und plaziere überall meine Leute.“ Wer sich ihn zum Feind macht, könnte sich eher an die Methoden des KGB erinnert fühlen. Über welche Muskelkraft der Netzwerker Lagerfeld inzwischen verfügt, musste auch seine ungebetene Biographin Alicia Drake erfahren. In Frankreich wurde ihr Buch auf den Index gestellt, sie selbst, heißt es, sei mit den Nerven am Ende. Lagerfeld fehlt das Mitleid: “Rache macht mir ein physisches Vergnügen, am liebsten auf gemeine Weise. Ich weiß, dass sie furchtbar ist, aber ich sehe keinen Grund, warum ich Böses nicht zurückzahlen sollte. Wenn die Leute glauben, dass nun alles vergessen sei, ziehe ich ihnen den Stuhl weg - vielleicht erst nach zehn Jahren.“

Ingeborg Harms über Karl Lagerfeld (FAZ, September 2008)

 

The Bad Fashion (Please note that we reject the following: ysl gucci armani prada fendi versace dior burberry klein chanel vuitton and more):

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Geschmacklosigkeit ist eine Lebensart. Hochblüten einer unglücklichen Kunst:

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Geld.-

Dass Lehman pleite gegangen ist und Milliardenschulden hat, ist natürlich erschreckend. Der wirkliche Clou ist allerdings, dass ich Ihnen nicht genau sagen kann, wie viel Lehman wem schuldet. So ist es auf einem deregulierten Markt.

Brian Yelvington, Stratege bei CreditSights

Bezifferte Liste der größten Gläubiger von Lehman Brothers [via Handelsblatt]. | Die aktuelle Kursnotierung der Lehman Brothers Holdings Inc. | Die Investmentbank Lehman Brothers ist bankrott [ITN/YouTube]. | Die Welt geht unter, hier eindrucksvoll simuliert durch den Einschlag eines Asteroiden [YouTube]. | Aktuelle Angebote bei Ebay, unter anderem Lehman Brothers Memory Stick und etliche Packungen des Lehman Brothers Evacuation Kit. | BeggingBot - ein Bettelroboter. |

Zitate von Lehman-Mitarbeitern, die ihre Schreibtische geräumt haben. | An einem New Yorker Imbißstand gibt es keinen Kaffee mehr für Reporter, die über das Ende von Lehman Brothers berichten [via Portfolio]. | Durch das Fenster von Lehman Brothers fotografiert: Listening to the end [via NYT]. |

Lehman Brothers - Weihnachtsfeier 1928 [YouTube]. |

Ein Experiment auf Craigslist: “Ich habe Geld gefunden. Hast du es verloren?” [via BoingBoing] | Ein Haufen Geld und ein fassungsloser Mann. | Eine texanische Firma hat geschredderte Schecks als Füllmaterial für Postpakete verwendet. | Der 70-jährige James F. Jones bezahlte seinen neuen Chevrolet Silverado mit Münzen - 8000 Dollar, gesammelt in 16 Kaffeedosen. | Ratschläge von Milliardären. |

DDR-Lotto, ein Flickr Fotoset von Charlie Gower:
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Zum Flickr Fotopool Economic Cluster**** 2008 heißt es im Betreff: “Wenn du etwas wie ‘Wirtschaft mit wehenden Fahnen’ fotografisch festhalten kannst, würde das hier gut hierherpassen. … Oder jemand, der seine Technik beim Absaugen von Benzin aus dem Tank des Nachbarautos zu verbessern versucht? Sowas wollen wir hier sehen.”
Economic Cluster**** of 2008 - View this group's most interesting photos on Flickriver
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Das Montagszitat: Rauboter

Die New Yorker Polizei hat einen Roboter bei dem Versuch gestellt, eine Bank im Stadtteil Queens auszurauben. Das Gerät hatte nachts versucht, die Wand zu einem Tresor zu durchbrechen. Nach ersten Ermittlungen handelte der Roboter nicht aus eigenem Antrieb, sondern wurde von drei Männern ferngesteuert, die vermutlich in einem Kleinlaster vor der Bank warteten.

Hamburger Abendblatt (Juli 1993)

 

? Allerlei Roboterhaftes auf der Straße: Skulpturen, Figuren, Graffiti und Bilder (ein Flickr Fotopool):
robozoid - View this group's most interesting photos on Flickriver

? “Sieht aus wie ein Roboter” - und davon gibt es offensichtlich eine ganze Menge (noch ein Flickr Fotopool):
Looks Like A Robot - View this group's most interesting photos on Flickriver

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Usability: Zwei Knopfgeschichten

? In dem Einkaufszentrum fahren die Aufzüge über vier Geschosse, von einem Fitneßcenter im zweiten Obergeschoß bis in die Ladenzeilen im Untergeschoß. Die weibliche Stimme, mit der die Etagen angesagt werden, hört sich sehr bedrückt an. Die Knöpfe in den Aufzugkabinen sind beschriftet mit 2, 1, E und B.

Ein Vater mit seinem kleinen Sohn ist auf dem Weg nach unten. Der Junge, der schon lesen kannt, darf auf den Knopf drücken. “Vati, was heißt B?” – Vati weiß es nicht.

Immer wieder begegne ich in dem Aufzug Leuten, denen das B ein Rätsel ist. Das Kürzel für Basement, das ein Gestalter wohl für weltläufig gehalten hat, macht den Aufzug zu einem Ort, der ohne Not seine Passagiere verunsichert und Väter in Verlegenheit stürzt. Dafür sind Aufzüge¹  aber nicht gedacht.

? Im Bahnhof gegenüber dem Einkaufszentrum sind in den Aufzügen, die hoch zu den Bahnsteigen führen, auf dem Knopfbrett alle Funktionen auch in Braille-Schrift verzeichnet. Vorbildlich, möchte man meinen – allerdings sind die erhabenen Muster der Blindenschriftzeichen auf Metallfeldern angebracht, die genauso aussehen wie die Bedienknöpfe darunter. Fast jeder, der den Aufzug betritt, drückt erst auf die Blindenschrift-Felder, die man intuitiv für die eigentlichen Knöpfe hält (und die Knöpfe darunter für die Beschriftung mit den Funktionssymbolen).

Oft stehen Passagiere dann in dem Aufzug, haben ihn nach ihrem Dafürhalten bereits in Gang gesetzt und fangen an zu überlegen, ob er defekt ist.

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¹ Zu der Frage, weshalb ein Aufzug, der abwärts fährt genau genommen Abzug heißen müßte siehe auch hier.

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Gesichter im Netz

 

? Philip Toledano hat die Gesichter von Videospielerinnen und -spielern in action fotografiert. |

Wie Betrüger versuchen, ein ehrenwertes Gesicht zu machen [via BoingBoing]. |

Schönheitschirurgie war gestern. Heute gibt’s Face Editing. (September 2008) |

Wie aus Fotos eines Gesichts, aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufgenommen, eine dreidimensionale Gesichtswolke entsteht (Video) [via Data Mining]. | 

? Die Künstlerin Wendy White hat Gesichter im Essen gefilmt. | Auch die Dinge haben Gesichter: Faces In Places [via CrookedBrains]. | Die bepflanzten, befilzten, furnierten, bekieselten, bekugelschreiberten Gesichter des Holländers Levi van Weluv. | “Alter Ego”: Digitale Gesichtsschöpfungen des Animationsstudios Pendulum. | Gesichtskunst: Betrachtungen und Beispiele in dem Blog von Jacques de Beaufort. | 

Der Fotograf Paul Zollo hat Kevin auf der Straße getroffen und ihn gefragt, was mit ihm geschehen sei. “Ins Gesicht geschossen“, sagt Kevin. | BBC News zeigt Bilder von zwei partiellen Gesichtstransplantationen. (August 2008) | Ein japanischer Experte demonstriert die Geheimnisse des Gesichtsyogas [via]. |

Das 2-Dollar-Porträt-Projekt: Laß dich fotografieren und erzähl deine Geschichte für zwei Dollar [via]. | Die Tütengesichter von Paul Graves. | Wäre dir dieses Gesicht bekannt vorgekommen? [via Neatorama]. | Gesichtsverarbeitung to go: Eine neue Digitalkamera mit eingebautem Photoshop. | 

Die vielen befremdlichen Gesichter des George W. Bush [via WebUrbanist]. | Es scheint, dass Krähen Gesichter, die sie einmal gesehen haben, nie mehr vergessen. |De-Identifizierer: Die Software Face Swapper kann erkennen, wo auf einem Foto ein Gesicht zu sehen ist und dieses Gesicht durch ein anderes aus einer Gesichterdatenbank ersetzen. Damit lassen sich zum Beispiel Passanten auf den Bildern von Gogles Street View pseudonymisieren [via KK]. | 

? Defaced durch hohe Auflösung: Das Marsgesicht ist auch nicht mehr, was es nie war. Hier ein Artikel mit einem Vorschlag für eine Wanderroute auf der Geländeformation formerly known as Marsgesicht. |

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Zwischenraunzer: Totmann und TV

? Auch in modernen Zügen muss vom Lokführer nach wie vor alle 30 Sekunden ein Signal betätigt werden, sonst wird nach einer Warnung eine Zwangsbremsung ausgelöst.

Das Signal soll verhindern, dass der Zug führerlos dahinrast, wenn der Lokführer ohnmächtig wird. Früher nannte man diese Einrichtung Totmannknopf, heute heißt sie Sicherheitsfahrschaltung.

Eine ähliche Idee geistert schon lange durch die Medienwelt: der “Kaufen!”-Knopf. Ein Fernseher, mit dem man nichts mehr anders kann als einzukaufen. Jedes Programm, auch außerhalb der Werbeblöcke, würde dadurch automatisch ebenfalls zu einer Werbesendung. Man könnte den Fußball kaufen, der gerade über den Rasen gekickt wird, den Track mit dem Schlager, der gerade gesungen wird oder das Kleid, in dem Nicole Kidman gerade durch’s Bild schlendert.

So könnte die TV-Zukunft aussehen: Konsumschlappheit wird mit sportlich betriebenem Kaufen! unangestrengt behoben, und zwar nach dem Prinzip des Totmann-Schalters. Während das Fernsehprogramm läuft, muss man alle 60 Sekunden drücken. Sonst wird geliefert.

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Abgefahren: 10 Versuche zur Zukunft


Wir blicken so gern in die Zukunft, weil wir das Ungefähre, was sich in ihr hin und her bewegt, durch stille Wünsche so gern zu unseren Gunsten heranleiten möchten.

Goethe


Es gibt nichts Neues mehr. Alles, was man erfinden kann, ist schon erfunden worden.

Charles H. Duell, US-Patentamt, 1899


War die Zukunft nicht schön? Ein Fotopool auf Flickr:

Wasn't the Future Wonderful? - View this group's most interesting photos on Flickriver


“Was, Sir? Sie wollen ein Schiff gegen den Wind fahren lassen, indem Sie unter seinem Deck ein Feuer anzünden? Ich habe keine Zeit, mir solchen Unsinn anzuhören.”

Napoleon Bonaparte über den Vorschlag des amerikanischen Ingenieurs Robert Fulton, die britische Flotte mit dampfgetriebenen Schiffen zu schlagen


Die Vorstellung, mit Dampfschiffen über den stürmischen Nordatlantik zu fahren, ist ebenso ein Hirngespinst wie die Reise zum Mond.

Dionysius Lardner, zwei Jahre vor Einführung eines regelmäßigen Dampferverkehrs zwischen Großbritannien und Amerika


Selbst wenn die Schiffsschraube tatsächlich als Antrieb dienen könnte, so wäre sie doch in der Praxis völlig nutzlos, da durch den Krafteinsatz im Heck das Schiff unmöglich mehr zu steuern wäre.

Sir William Symonds, Experte der britischen Kriegsmarine, 1837


Ich habe nicht das winzigste Molekül Zuversicht, dass es eine andere Luftschiffahrt als die in Ballons geben wird.

Lord Kelvin, Physiker, um 1900


Tut mir leid, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was U-Boote im Krieg  bewirken könnten - außer, dass sie ihre Besatzungen dem Erstickungstode aussetzen.

H. G. Wells, Schriftsteller, 1901


Was kann absurder sein als die Vorstellung, dass ein Fahrzeug zweimal schneller als die Postkutsche fährt?

The Quarterly Review, 1825


Der Gedanke, die Kavallerie könnte durch diese eisernen Kutschen ersetzt werden, ist absurd und grenzt an Landesverrat.

Der britische Feldmarschall Haig zu Beginn des 1. Weltkriegs nach einer Panzer-Vorführung


Die Benzinkutsche ist ein Luxus für die Reichen, aber sie wird nie so weit verbreitet sein wie das Fahrrad.

The Literary Digest, 1889


Im Vakuum des Weltalls findet der Feuerstrahl einer Rakete keinen Widerstand.

The New York Times, 1935


Ich habe 1901 meinem Bruder Orville geschworen, dass innerhalb der nächsten 50 Jahre kein Mensch fliegen würde. … Ich mußte mich korrigieren und mißtraue seither allen Vorhersagen.

Wilbur Wright, 1908

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Das Mittwochswort: informatikentschlossen

Gelegentlich sind die Analphabeten des digitalen Zeitalters nicht die Zapper und Channel-Surfer, sondern literarisch gebildete Humanisten, die sich einbilden, ohne Computer und “medialiteracy”, ohne “Informatikentschlossenheit”, ohne einen Begriff von der elektronischen Demokratie und der elektronischen Bürgerschaft auskommen zu können. 

Peter Glotz (1939-2005) im September 1994

 

Unentschlossen, mit Banane.

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Schlag bei Frauen

There is a war between the rich and poor / A war between the man and the woman / There is a war between the ones who say there is a war / And the ones who say there isn’t / Why don’t you come on back to the war, that’s right, get in it / Why don’t you come on back to the war, it’s just beginning

Leonard Cohen, “There Is A War

 

? Ein paar Netzfundstücke, die es verdienen, miteinander betrachtet zu werden:

? Schläge bei Frauen (I) | US-amerikanische Reklameanzeigen aus der Nachkriegszeit, unter anderem Werbung für eine Frankiermaschine. Ein technisch versierter Mann, wohl erst seit kurzem aus dem Krieg zurück, fragt sich angesichts einer eigensinnigen, frankiermaschinenfeindlichen Rothaarigen: “Ist es immer verboten, Frauen umzubringen?” Und mit den folgenden Werbemotiven wird es nicht besser, vielmehr Emma schlemma. [via vintagephoto] |

Zur Frankiermaschine: Drüben beim Angry Arab wird der Hinweis auf Briefmarken, mit denen saudische Frauen geehrt werden sollen, mit einer kleinen, sarkastischen Klammerbemerkung versehen - “Eine neue Briefmarke, auf der eine saudische Frau zu sehen ist, die gesteinigt wird, soll demnächst rauskommen.” [via, Posting vom 3.8.2008] | 

? Schläge bei Frauen (II) | Anfang Juli erläuterte ein saudischer Geistlicher in einem Beitrag des im Nahen Osten populären Fernsehenders LBC, wie man Frauen diszipliniert: Man schlägt sie (YouTube). Aber wie? Nicht zu heftig - “Ich würde sie nicht ins Gesicht schlagen.” - “Schläge ins Gesicht sind nicht erlaubt, auch nicht, wenn man Tiere schlägt. Wenn du möchtest, dass dein Kamel oder dein Esel losmarschiert, wirst du das Tier nicht ins Gesicht schlagen.” 

Tom Gara, der den Clip gepostet hat, bezeichnet ihn als “pure Poesie” - “perfektere Anti-Saudi-Propaganda kann man sich nicht ausdenken” - und verweist auf einen legendären Sketch von Rowan Atkinson (”Mr. Bean”): “Fatal Beatings” (YouTube). [via Global Voices Online] |

? Anfang Juli erwarb der saudische Milliardär Prinz Al-Walid ibn Talal die Aktienmehrheit an dem Sender LBC. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung “stehen in fast allen Räumen seines Palastes Fernseher, oft sogar mehrere. Über 500 Geräte sollen es angeblich sein, auf denen CNN, CNBC und BBC World ständig neue Nachrichten in die Gemächer liefern” (SZ). Vielleicht guckt er sich auch mal eine LBC-Sendung an.

Im Wikipedia-Eintrag über seine persönliche Pilotin Hanadi Zakaria al-Hindi heißt es: “Der Prinz unterstützte und finanzierte Hanadi, er gilt als ein Unterstützer der Frauenemanzipation in Saudi-Arabien, ist jedoch von Staatsämtern ausgeschlossen. … Bei der Abschlussfeier für ihre Ausbildung ließ der Prinz durch folgende Worte aufhorchen: Ich glaube, dass arabische Frauen genauso, wenn nicht sogar noch fähiger sind als ihre männlichen Gegenüber.“

Im Wikipedia-Eintrag über die saudische Frauenrechtlerin Mona Abu Suleyman heißt es, sie sei unter anderem “Direktorin einer Stiftung für humanitäre Hilfe der Kingdom Holding von Prinz al-Walid ibn Talal Al Saud. Er gilt als ein Unterstützer der Frauenemanzipation in Saudi-Arabien, ist jedoch von Staatsämtern ausgeschlossen.”

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Heute im Webfernsehen: Zukunftsversionen

? Das erste Eichler-X-100-Haus, benannt nach seinem Erfinder Joseph Eichler, wurde 1956 im kalifornischen San Mateo errichtet. Zu dem hypermodernen Design gehörte ein drehbarer offener Kamin, eine Wand aus Glas, blasenförmige Deckenlampen, Wohnzimmergärten sowie elektrisch betriebene Schiebetüren. [via io9]

Bandit Gargoyle & The Fly of Tomorrow von Ken Loh. Die Animation zeigt, dass auch kartoffelförmige Monster in Zukunft nicht von lästigen Fliegen verschont bleiben werden. | 

Das Auto von morgen. Zeichentrick, fahrbar. | Die niederländische Gruppe Coparck und ”The World of Tomorrow“. Videoclip von Persijn Broersen und Margit Lukacs. | Eine US-Sicherheitsfirma demonstriert die Features ihres House of Tomorrow. | Das Haus von Morgen, ein Trickfilmklassiker von Tex Avery. | Der Bauernhof von morgen, nochmal Tex Avery. | Das Haus der Zukunft im Time Warner Center in New York. | Apple Mitbegründer Steven “Woz” Wozniak über die Technologien von morgen. | Die Traumküche von morgen. | The Highway to Tomorrow: Der Herr segne den Erfinder der Heckflosse. | 

Das Internet von morgen: Ein launiger Trickfilm über Netzneutralität. | 

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Kleine Zeitreisen


John Pultorak hat in seinem Keller vier Jahre damit zugebracht, den Block I Apollo Guidance Computer (AGC) funktionsfähig nachzubauen. Der AGC war der Bordcomputer bei den Apollo-Mondlandungen. Einer davon war in der Kommandokapsel untergebracht, die den Mond umkreiste, ein zweiter in der Landefähre LEM. [via RetroThing] |

• Seltene Fotos von Marilyn Monroe. [via vintagephoto] | Das waren die SechzigerGirls im Mini. | Die Minicomputer, die zur selben Zeit auf den Markt kamen, waren nicht wirklich klein. Man darf vermuten, dass Marketingmenschen - nicht ohne Erfolg - versucht haben, mit der Bezeichnung etwas von dem Sexappeal der Minikleider auf die Maschinen umzuleiten. Zu den bei Hackern beliebstesten Minicomputern gehörten die Serien PDP und VAX der Firma Digital Equipment Corporation (DEC). |

Inneneinrichtung und architektonisches Ambiente der sechziger Jahre, ein Flickr Fotopool:

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• Fotografien und Grafiken: | Winter in Deutschland, 1932. | Hotel Adlon, Hotelführer 1929/30. | Der amerikanische Magier Harry Kellar, berühmter Levitationskünstler und Vorläufer von Harry Houdini. 1894. |

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Das Montagszitat: Kriegserklärung

Krieg ist jeder Prozeß der Neuerung oder Veränderung, der mit großem Tempo vor sich geht. Jede Form fortdauernder und beschleunigter Neuerung stellt im Effekt eine Kriegserklärung gegenüber der eigenen Zivilbevölkerung dar.

Marshall McLuhan, “Die magischen Kanäle”

 

Fotos vom jährlichen Marshall McLuhan Festival of the Future in Toronto auf Flickr:

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Augenblicksatome

Politik: Jedem das Unsere. Wirtschaft: Mir das Deine. Kunst: Jedem das Meine.

Auf dem Tisch ein Papiertaschentuch, das aussieht wie ein Entwurf für einen verbesserten Neubau des Matterhorns.

Amerikanisches Frauenleben: Chicksal.

Zeitungen durchgeblättert, ehe sie ins Altpapier gehen. Eine Seite entdeckt, auf der gefrühstückt wurde.

Brauchbar verschrieben: Schriftseller.

Eine Frau, erschöpft von ihrer Schönheit, sitzt vor einem Lokal allein an einem Tisch.

Schlägermusik. Deutscher Schläger.

Das Licht des Tages hat sich auf ihren Kopf zurückgezogen wie ein Schwarm, der sich in einem Baum zur Nacht begibt.

Wenn schon falsch, dann aber richtig.

Die Schatten der großen Bäume auf der großen Straße, Landkarten unentdeckter Länder.

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Feriennachklang: Menschen, die an öffentlichen Orten schlafen - (Flickr Foto-Pool):

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Datenkraftwerke, Problemdesign

? Drüben bei TechCrunch gibt es einen Bericht über neue Entwicklungen in der Echtzeitgrafikwelt. Jules Urbach, der die Firma OTOY gegründet hat, sieht die Zukunft von 3D-Filmen und Computerspielen ausschließlich im Netz. Keine Spielkonsolen mehr, keine Wii, keine Playstation, keine Xbox. Die Rechenleistung für Animationen sollen Serverfarmen liefern, so wie Google heute die Leistung für jede Art Suche liefert.

Die Idee von Datenkraftwerken, die statt Strom Rechenleistung liefern, ist fast so alt wie die Computerei. Damit an einem Großrechner mehrere Nutzer gleichzeitig arbeiten konnten, wurde Anfang der sechziger Jahre das Multitasking entwickelt. Dann begann die Vernetzung. ?

Ein Foto-Pool, der sich der Zahl 42 widmet. Sonderbarerweise ist bereits ein Vielfaches von 42 Beiträgen vorhanden:

42 - View this group's most interesting photos on Flickriver

? Data Center, wie sie etwa von Google im großen Stil errichtet werden, zeigen den aktuellen Stand beim digitalen Kraftwerksbau. In eigenen Gebäudekomplexen werden riesige Rechnerfarmen betrieben. Der Energieaufwand für die Server und ihre Kühlung ist so hoch, dass bei der Auswahl der Standorte der Strompreis der Region oder die Nähe von Flussläufen zu den entscheidenden Kriterien gehören. Anders als bei Wasser oder Strom gibt es bei Daten im Netz aber einen massiven Gegenstrom von Nutzerdaten. Am Beispiel von Google kann man erahnen, welche Gefahren die Ballung bestimmter Ressourcen an einem Ort nach sich zieht.

Eine Karte der Google Datacenter (April 2008). Sie stehen an 19 Orten in den USA, an 12 in Europa, drei in Asien, einem in Rußland und an einem Ort in Südamerika. Wie viele Data Center Google darüber hinaus noch betreibt, ist unbekannt. | ? Eines der im Bau befindlichen Data Center, über das bei Google nur ungern Auskunft gegeben wird, liegt in Goose Creek im US-Bundesstaat South Carolina. (Juni 2008) |

? Heute durcheilen wir die Unendlichkeit der Ideen digital. Die Erzeugung der zugehörigen Effekte, Erzähltechniken und Erkenntnisse ist teuer und aufwendig. In nächster Zeit kommen die Petascale-Supercomputer. Berechnungen, mit denen ein PC hundert Jahre lang beschäftigt wäre, kann eine Petascale-Maschine künftig in zwei Stunden schaffen.

Im März 2002 war in Yokohama der Earth Simultor (Video) in Betrieb gegangen. Für den damals schnellsten Supercomputer der Welt war ein 3250 Quadratmeter großes klimatisiertes Gebäude errichtet worden. Der Erdsimulator sollte helfen, globale Klimaprobleme zu lösen, war mit seinem Energieverbrauch von 6.000 Kilowatt allerdings selbst ein kleines Klimaproblem.

Klang schon Earth Simulator nicht wirklich bescheiden, so hätte man über die ersten Urknall-Simulationen (Video) erst recht staunen können. Sie sollten der Überprüfung dessen dienen, was Physiker schlicht Theory Of Everything (TOE) nennen. Das eigentlich Erstaunliche: Man staunt nicht. Naja, eine Urknallsimulation halt. Was uns an Computern beeindruckt, ist die Mischung aus atemberaubender Dummheit und Geschwindigkeit. Ein Supercomputer kann ja nichtmal Brötchen holen.

? Als Daniel Hillis 1982 die Thinking Machines Corporation gründete und die Connection Machine konstruierte, in der 65.536 Prozessoren miteinander verbundenen waren, war ihm klar, dass es technisch machbar wäre, auch eine tausendmal größere solche Maschine zu bauen. Sie wäre groß wie ein Haus geworden, aber die ersten Computer in den fünfziger Jahren hatten auch Etagengröße gehabt.

Hier zeigt sich: Es geht nicht nur um die Leistung. Das eigentliche Problem sind die Probleme. Es wird in absehbarer Zeit ein neues Berufsbild geben müssen: den Problemdesigner. Jemanden, der Probleme computergerecht formulieren kann (und der sich vom gewöhnlichen Programmierer unterscheidet). Denn Supercomputer, Grids, Clouds können nicht nur keine Brötchen holen. Sie wissen auch keine Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem Rest. Und der Rest ist das, womit wir den größten Teil unserer Zeit zu tun haben.

The Number Forty Two: eine weitere Fotosammlung für ernsthafte Zweiundvierzigerfreundinnen und Freunde:

The Number 42 (Forty Two) - View this group's most interesting photos on Flickriver

? Ein deutscher Programmierer machte sich Anfang der neunziger Jahre als artist in residence bei der Thinking Machines Corp. einen Namen: Karl Sims. Er entwickelte spezielle Algorithmen, welche die Leistungsfähigkeit der neuen Maschinenausnutzten und schuf nie gesehenen Bilderwelten - leuchtende Partikelkaskaden (Video) etwa, oder Panspermia (Video), die Reise eines Samenkorns durchs All und die Explosion der Fruchtbarkeit nach seinem Aufprall auf einem Planeten. Er schuf Pflanzen, suchte die aus, die ihm am besten gefielen und ließ den Computer die nächste Generation berechnen, in, siehe oben, Echtzeit.

In einem Interview erzählt Sims von Spaziergängen, die er in die Natur unternimmt, in Parks, Waldspaziergänge. Jedes Grasbüschel, jeder Strauch, sagt er, rege ihn zur algorithmischen Nachahmung an. Aber wenn man dann beginne, in die Details auch nur der Pflanzenwelt einzudringen, zeige sich eine unermeßliche Komplexität. Er kehre jedesmal mit einer gewissen Demut zurück vor die Maschine.

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Momentmoleküle

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Noch nicht ganz wach. Versucht, die Krönungsdaten Heinrich II. in Euro umzurechnen.

Diese gelegentlichen Momente von großem, vollkommen unbegründetem, sinnlosen Glück.

Textverarbeitung? Was Michelangelo gemacht hat, war doch auch nicht Marmorverarbeitung.

Nach dem Grundgesetz darf niemand wegen seiner Haarfarbe diskreditiert werden.

Haptisch lieb.

Jemand am Nebentisch macht ein Geräusch wie ein Schwimmreifen, aus dem Luft entweicht.

Verschrieben: Überdurchschnittlauch.

Worte, mit denen man Deutschlernende schocken kann: Edelstahldoppelspüle. Datenbankadministrationstool. Aufzugtürsteuersysteme.

Ein Beruf: Geschichtsvollzieher.

Die Zukunft gibt es nicht. Es gibt immer nur die Gegenwart.

Jemand hält sich an seinen Händen fest als befürchte er, sie könnten sich demnächst selbständig machen.

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Menschen, die Zeitung lesen:

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4.9.2008 - Updates

(Update zu Digitunisierung der Musik): ? Nyctaper ist das Blog eines professionellen New Yorker Tontechnikers. Seit Mai 2007 stellt er die Konzerte, die er aufnimmt, in CD-Qualität in sein Blog und zur Diskussion: “Keine Fan-Website, kein Blogger, der Musik von anderen Websites runterlädt und MP3s anbietet. Das hier ist der pure Stoff.” Warum macht das bei uns keiner? |

Das Internet Archive betreibt zusammen mit Etree.org das ? Live Music Archive. Etree.org wurde 1998 als Gemeinschaft ins Leben gerufen, um Konzertaufnahmen in bester Qualität über das Internet zu verbreiten. Im Live Music Archive sollen so viele Live-Konzerte wie möglich in bester Tonqualität archiviert und für’s Jetztgleichhören und für die Nachwelt erhalten werden. Die Musik in dem Archiv ist ausschließlich von Künstlern, die ihren Fans gestatten, Konzerte aufzunehmen und nichtkommerziell weiterzugeben (”trade-friendly“). Unter anderem findet man hier haufenweise Grateful Dead-Konzerte. [Danke, H.R.] [Danke, Ralf] | 

Weitgehend schneeweisse, verschlungene Formfertigungen - ein Flickr Fotoset:

core.formula - View my most interesting photos on Flickriver

(Update zu Wir basteln uns eine Zukunft): ? Wir basteln uns eine Freimaurerloge aus Papier. [via BoingBoing] | 18 verschiedene Hoovercrafts. | Wir basteln uns einen Kugelschreiber (weshalb auch immer). | ? Wir basteln uns ein Auto: Den XR3 125-mpg hybrid three-wheeler von Robert Q. Riley Enterprises. Die Pläne kosten 200 Dollar. | Der Large Hadron Collider: Wir basteln uns einen Teilchenbeschleuniger. [via Spreeblick] | Das Kernforschungszentrum CERN in drei Minuten. (Video) | ? Wir basteln uns eine Überwachungskamera aus Papier. | Während bei der japanischen Kunst des Origami Papier nur gefaltet werden darf, sind in der Variante mit dem Namen Kirigami auch Schnitte ins Papier erlaubt. Einer der Meister dieser Kunst ist Kanako Yaguchi. |

(Update zu Galeriezack): Street Art ? Nick Walker schlägt in New York auf. | Banksy in New Orleans. | 

(Update zu Die Hypermoderne):? Illusionsmalerei von Felice Varini. | 

(Update zu Funbüro): Lost and found photos - Ein Blog, in dem nicht nur Fotos versammelt sind, sondern auch die Geschichten, die sich zu den Fotos sammeln, in Form von Texten, Videos und Audioaufzeichnungen. | ? Polanoid (”Bringing back the instant fun”) ist eine große Verbeugung vor dem Sofortbild. Seit 2004 haben sich hier knapp 180.000 Polaroids angesammelt. | 

(Update zu Auf dem Sprung: Die Dinge): ? Wie man sich einen 3D-Drucker aus Lego baut. [via BoingBoing] | Ein Legosteinförmiger Rucksack. | 

(Update zu Strahlende Schönheit): ? Der Italiener Jaime Pitarch und seine mutierte Tschernobyl-Matrjoschka. | Die RepRap-Maschine von Adrian Bowyer und Vik Olliver hat die eine funktionierende Kopie von sich selbst angefertigt. | Die Baumaschinenfirma Caterpilar hat eine Entwicklungsabteilung gegründet, um die Möglichkeiten von “druckbaren” Häusern und Betonstrukturen zu erforschen. |

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