Tagesarchiv für 26. November 2008

Journalistmus: Der Chart-Compiler (1)

DREI VON SIEBEN

 
Sieben von Murphys Gesetzen:

1. Wenn man sich an ein Computerprogramm gewöhnt hat, gibt es ein Update
2. Heißes Porzellan sieht genauso aus wie kaltes Porzellan
3. Wir wissen nicht ein Millionstel Prozent von Irgendetwas
4. Wenn etwas zu schön scheint, um wahr zu sein, ist es das vielleicht tatsächlich
5. Nichts verschwindet
6. Wenn man wartet, verschwindet es 
7. Die Hauptursache von Problemen sind Lösungen
 

Sieben der interessantesten Fragen der Welt:

1. Was müßte man tun, wenn auf einer Packung “Irgendwoanders öffnen” stünde?
2. Warum läuft die Nase, und die Füße riechen?
3. Wenn jemand Instant-Wasser erfände, worin könnte man es auflösen?
4. Es gibt diese kleinen, unzerstörbaren Boxen in Flugzeugen - warum macht man nicht das ganze Flugzeug aus dem Material?
5. Was passiert, wenn man in einem Fahrzeug sitzt, das sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, und die Scheinwerfer einschaltet?
6. Warum treten Männer so gern spielerisch gegen die Reifen von Gebrauchtwagen?
7. Wie heißt die der Öffnungsseite des Kartons abgewandte Lasche?

 
Sieben außergewöhnliche Ängste:

1. Allodoxaphobie: Die Angst vor einer Meinung
2. Aulophobie: Die Angst vor Flöten
3. Barophobie: Die Angst vor der Schwerkraft
4. Caligynephobie: Die Angst vor schönen Frauen
5. Orthophobie: Die Angst vor Eigentum
6. Pantophobie: Die Angst vor Allem
7. Pogonophobie: Die Angst vor Bärten

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Oszillationen

 

Nähörungen: Patrick Li und Ian Gallais alias FULLfat und LOWfat vulgo die Sounds.Butter Interactive Design Group machen Klangwellen sichtbar und stichfest. ?  

 

? Ein faszinierender, handoszillierender Strich an einer Zimmerwand, untermalt von den vorzüglichen Independent-Klängen von Field Music:

 

Hierzu siehe auch ? Wohnen in Zonen statt Malen mit Zahlen: Bei Nineteenthirtythree gibt es Tapeten zum Selberausmalen. |

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Geheimnisvolle Güter

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Man kann bei Ebay & Co. eine Menge Dinge bekommen, die nichts kosten. Es ist ein eigenartiger Luxus, ähnlich wie wenn man ohne die Absicht, etwas zu kaufen durch ein Kaufhaus flaniert. Der fortwährende, von Zufällen bemischte Strom an Dingen, der die Datenturbinen der Auktionskraftwerke durchfließt, läßt sich mit Suchwerkzeugen in feine Strömungen zerteilen. Ich betreibe damit zum Beispiel Heimatkunde.

So kommen etwa ein paar Suchbegriffe zur Anwendung, die sich alle um meine alte Heimat Österreich drehen. Immer wieder stoße ich damit auf Dinge, die ich noch nicht kannte - und es genügt mir, sie zu sehen. Ich muß sie nicht haben. Eine Postkarte aus der Kaiserzeit, auf der eine Brücke in meiner Geburtsstadt Graz zu sehen ist, von der ich noch nie gehört hatte; der Kofferaufkleber eines alten Hotels…

Ebay bringt das Unterbewußsein der Geschichte nach oben - gelebte Dinge, die Dank dieser vernetzten Datensortiereinrichtung nicht mehr im Treibsand der Zeit versinken. Sie werden fotografiert, beschrieben und dem riesigen, dynamischen Sammelalbum hinzugefügt. Es ist eine Art des Zugangs zu Geschichte, wie ihn mir keine Schule vermitteln konnte. Auch die geordneten Sammlungen von Museen sind etwas anderes. Bei Ebay ist es eher wie im “Echolot”, dem Jahrhundertwerk des Schriftstellers Walter Kempowski - eine gewaltige, vielstimmige Sinfonie der Erinnerungen… [→ weiter im Blog der Technology Review]

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Die ultimative Maschine

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Das Standby-Zeitalter glüht uns mit seinen roten LEDs an, rund um uns herum lauert leerlaufende Technologie. Bald werden wir Maschinen nicht mehr mit einem Ein/Aus-Knopf kaufen, sondern nur noch mit einer Reißleine, die zum Start gezogen wird - dann läuft der Apparat, bis in alle Ewigkeit. Die Arbeit von Psychologen wird sich darauf beschränken, Menschen behutsam beizubringen, wie man eine Maschine ausschaltet.

Ich bin der Auffassung, dass der Ausschaltknopf als ein bedeutendes Menschenrecht gewahrt bleiben muß. Wie sehr uns dieser Knopf bereits ausgetrieben worden ist, zeigt beispielhaft das Mobiltelefon. Zwar verfügt es noch über einen regulären Ausschaltknopf. Aber die psychische Belastung, die das Ausschalten mit sich bringt angesichts der Möglichkeiten, was man alles versäumen könnte, ist immens. Das Nichtrangehen zu lernen ist so schwierig wie ein Morphiumentzug, denn der Mensch ist ein großes, dummes Gefühlstier. (Dazu Ausführlicheres in der Netzkolumne ? Die Abschaffung des Aus).

? Michael ist einer Idee von Claude Shannon und Marvin Minsky gefolgt und hat das gebaut, was die beiden The Ultimate Machine nannten - ein Gerät, das man einschalten kann, nur um zu sehen: Das einzige, was es tut, ist, sich wieder abzuschalten. Er nennt es die LeaveMeAloneBox:

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? Von der Firma Hudson gibt es eine Capsule Shooting Watch (in fünf verschiedenen Designs), die zählt, wie oft man einen Knopf innerhalb von 10 Sekunden drücken kann. |

? Die Geschichte des Knopfs, ein Blog. |

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Abflug

(Via Ovablastic). | 

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