Tagesarchiv für 30. November 2008

Rivva und der Nutzen von Störungen oder: Warum die Blogosphäre wie Tokio ist

Beim Nachfassen zu der Nachricht, dass nun sogar die Frankfurter Allgemeine Zeitung sogenannte Weblogs in Betrieb nimmt, lande ich auf einer temporären Trauerseite -

 

Was geht ab? Die Rivva-Zwangspause läßt sich prima nutzen, um der geneigten Netzöffentlichkeit nachmals näherzubringen, was da eigentlich down ist. Die ersten Besuche in der Welt der Blogs fühlen sich für Viele an wie ein Spaziergang in Tokio - ein Ballungsraum, in dem 40 Millionen Menschen leben, in dem es aber keine Straßennamen und keine Hausnummern gibt.

Rivva ist ein Versuch, dem Blogosphärenbesucher Übersicht zu verschaffen. Seit März 2007 durchforstet Rivva die deutschsprachige Bloglandschaft nach aktuellen Themen und Diskussionen und bündelt sie in Kurzfassungen. |

Das Blog des Software-Entwicklers und Rivva-Schöpfers Frank Westphal. | Drüben beim Elektrischen Reporter gibt Frank Westphal in einem empfehlenswerten Interview Auskunft über Rivva. | 

? Neben Rivva gibt es noch weitere Blog-Navigationssysteme. | Der Blogmonitor versammelt “die meistdiskutierten deutschsprachigen Blogartikel”. | Ole Reißmann über Rivva vs. Blogmonitor. | Die deutsche Blogsuche von Google gräbt gleichfalls hierzulande. |

Die englische Blogsuche von Google ist entsprechend internationaler. | Auch die Blogsuche Twingly versucht, “The Best of Blogs” zugänglich zu machen. | Robert Basic über Rivva vs. Twingly. | Technorati gehört ebenfalls zu den großen Blog-Suchmaschinen. “Mitte Februar 2008 waren etwa 112.8 Millionen Weblogs im Index”, weiß die Wikipedia. | Drüben bei medienrauschen sieht man Technorati kritischerDu kleines, langsames, fehlerbehaftetes, grünes Ding: Gib doch endlich auf. |

 

? Auch die Street Art spürt der sonderbaren Schönheit von Störungsmeldungen nach - eine gesprühte Fehlermeldung des Internet Explorer, fotografiert von Andreas Solberg aus Norwegen:

 

? Pausendias: “Die Kameraführung der Italiener war ja ein bißchen einfallslos. Wir hätten gern mal etwas vom dem temperamentvollen Publikum gesehen, und statt des Pausendias, das 10 Minuten stand, Bilder aus Mailand.”, schreibt D. S. aus Recklinghausen 1964 in der “Hör Zu” Nr. 20 zur Aufzeichnung des Spiels Borussia gegen Inter Mailand in ARD und ZDF.

s.a. ?  Öffentliche Computerfehler - ein Flickr Pool:
Public Computer Errors - View this group's most interesting photos on Flickriver

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Töne, die aussehen wie nicht wasserlösliche Zebras

Spieler (Foto moriza, unter Creative Commons) ? 

Der Fotograf Robbie Cooper zeigt hochkonzentrierte junge Videospieler in Aktion (via New York Times). | Hierzu s.a. die Fotos von ? Philip Toledano, der ebenfalls Gesichter von Videospielern fotografiert hat. |

Screenkids.tv macht Programm für Medienkonsumenten, deren Aufmerksamkeitsspanne der Länge eines Musikvideos entspricht. | 

Zum ersten Mal in der Kulturgeschichte hatte ein Haushaltsroboter einen Auftritt am Theater. | Humanity plus: H+, ein transhumanistisches Magazin (pdf-Download). Wenn kalifornische Technikfreunde sich nicht mit der Realität abfinden wollen, fangen sie an, sich Gedanken über Hauttelefone, Neuro-Headsets und den Post-Darwinistischen Menschen zu machen. | 

? Zebraque: Töne, die aussehen wie nicht wasserlösliche Zebras. | Stereoscope: Spektakuläre Bilder der jüngsten Blinkenlights-Entwicklungsstufe. Die Illumination der Doppeltürme des Rathauses von Toronto. | 

Google Earth ist bei weitem nicht alles: Yann Arthus-Bertrand zeigt die Welt von oben. Was für Bilder (via boston.com). | Uhr und Gymnastik in einem. | Project Transformers: Die Autobusskulpturen des Künstlers Guillaume Reymond (via Crookedbrains). | 

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Musik zum Sitzenbleiben

Die japanischen Elektropopper Jemapur haben zusammen mit dem deutschen Regisseur Max Hattler eine schön moderne Stop-Trick-Animation für ihr Album “Aanaatt” gemacht:

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Zeitreisen: Die legendäre Mata Hari

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1935, an der Riviera. ?

Die amerikanische Mezzosopranistin Margarete Ober in ihrer modernen Küche, 1914. | Als man Radio noch lernen mußte: Die Loomis Radio Scool in Washington, 1921. Aus einer Anzeige für die Schule: “A number of men have attempted to master wireless telegraphy in so-called radio schools that employed as instructors men who knew very little about the science.” |

Zwanziger Jahre: Eine junge Frau schnupft Kokain. |

Standard Chemical Company, ein Photoalbum (ca. 1915-1920). | Fotos aus dem Peking der dreissiger und vierziger Jahre. | Schöner schreiben: Werbung für Pelikan-Füller, 1936. | Februar 1948: Sehr frühes Multimedia. |

Die legendäre Mata Hari. |

Nonne mit Gasmaske. | Nonnen, die Spaß haben. |

Eine Modenschau von 1954: Backstage Balmain. | Eine junge Frau schreibt an einem Tisch des Café des Deux Magots in Saint-Germain-des-Prés, 1959. Farbphotographie von Saul Leiter. | Bilderbänder: Die Geschichte des Videorekorders in Bildern. | Außerordentlich obskure, alte Werbeanzeigen, auf denen das World Trade Center zu sehen ist. |

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? Die Weltausstellung 1962 in Seattle:
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Andy Warhol und Pele, etwa siebziger Jahre. | Simone de Beauvoir, Jean-Paul Sartre und Che Guevara. | Die KEO-Zeitkapsel der UNESCO. |

Das zwanzigjährige Model Eniko Mihalik, das von Ines van Lamsweerde und Vinoodh Matadin fotografiert wurde als wäre es 10, 20, 30, 40, 50 und 60 Jahre alt. |

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? ”Können Sie sich vorstellen, wie die Welt einmal in 50 Jahren aussehen wird?” – Wie man sich im Jahr 1957 das Jahr 2000 vorgestellt hat:

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