Das periodische System der Elemente: Der Klassiker, hier hübsch bebildert und verlinkt. | Die Wikipedia über das Periodensystem. | Ein interaktives PSE: touch the screen. |
Ein großartiges Lego-Periodensystem von Dean Campbell, Phuong Nguyen, Kylee Korte, Joel Kouakou und KaReisha Robinson von der University of Wisconsin. Ein Klick auf ein Element führt zu einer Lego-Bauanleitung für die jeweilige Atomstruktur. |
Ein Kaffeetisch mit einem in der gläsernen Tischplatte integrierten Periodensystem. Der 7.250 Euro teure Tisch enthält Samples sämtlicher stabilen Elemente (via BB Gadgets). ?
Das sehenswerte Video-Periodensystem der University of Nottingham. Zu jeden Element kann man sich einen informativen und lustigen Clip ansehen und sich natürlich auch über die prominenten Präsentatoren in weitere Kenntnis setzen. In der “Extra”-Sektion gibt es - für eine britische Website geradezu verpflichtend - weitere Kurzfilme zur Chemie des Tees sowie eine Sammlung mit Bloopers - Dinge, die bei den Dreharbeiten schiefgegangen sind. |
Ein ebenso schönes wie schlichtes Periodensystem der Schriftarten. Der Webdsigner Shawn Cam zeigt in der Systemmatrix 100 der populärsten, einflußreichsten und bekanntesten Schriftarten der Gegenwart (via SwissMiss). |
Im Periodic Table Printmaking Project haben 97 Druckexperten zusammengefunden und die 118 Elemente des Periodensystems mit verschiedenen Drucktechniken illustriert, darunter Holzschnitt, Linotype und Siebdruck. Bilder der einzelnen Element-Illustrationen sind in einem Flickr-Pool gesammelt. Zu dem Projekt gibt es auch ein Blog. |
Ein periodisches System der Nachspeisen, vollständig in Farbe gehalten, nebst Links auf einen Nachspeisensong, Geschmacksräder und eine Taxonomie der Meta-Nachspeisen. |
Das Periodic Table Project. Die Website wurde anläßlich einer Ausstellung der Künstler Marita Dyson und Stuart Flanagan über das periodische System der Elemente im Dezember 2008 in Melbourne eingerichtet. |
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?Gesungene und animierte Version des Periodensystems: The Element Song.
Wenn ich die Hände und Atmung der Mitarbeiter unter Kontrolle habe, bin ich schon einen ganzen Schritt weiter.
“Gute Planung ist entscheidend”: Sebastian Krolop, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Amend, über Pandemiepläne in deutschen Firmen (via Berliner Zeitung)
DIE WELTGESUNDHEITSORGANISATION WHO und die Europäische Union haben die Schweinegrippe in Neue Grippe umgetauft. “Wenn man weiter von Schweinegrippe reden würde, könnte der Eindruck entstehen, dass der Erreger wie bei der Vogelgrippe vom Tier auf den Menschen übertragen wird”, erläuterte Staatssekretär Klaus Theo Schröder vom Bundesgesundheitsministerium in Berlin. EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou erklärte in Brüssel, die Bezeichnung Neue Grippe solle auch wirtschaftlichen Schäden für die europäischen Schweinezüchter vorbeugen. |
DA DIE BEZEICHNUNG Schweinegrippe nach Ansicht des israelischen Gesundheitsministeriums eine Beleidigung für Juden und Muslime ist (in beiden Religionen gelten Schweine als unreine Tiere), sollte man lieber “von einer Mexikanischen Grippe sprechen und nicht von einer Schweinegrippe“, so der stellvertretende Gesundheitsminister Jakov Lizman. |
WIE DIE Zukunft aussehen könnte, aus Sicht der frühen sechziger Jahre. Wundervolle illustrationen aus kleinen Giveaways von United States Steel International (USS):
? Drüben bei Short Attention Span gibt es eine Zusammenstellung der 10 scheußlichsten Musikvideos, die jemals gemacht wurden (wobei ich mit Kraftwerk auf der Liste nicht einverstanden bin), plus ein Bonus-Video - “Elektronik Supersonik” von Zladko “Zlad!” Vladcik:
IN DÜSSELDORF fragte mich mal jemand, ob ich nicht Lust hätte, was über American Football zu schreiben. Ich schaute mir ein paar Spiele der Düsseldorf Panther an und versuchte zu begreifen, wie das Spiel funktioniert. Es ist wie bei Baseball, man kennt das Spiel als Europäer aus einer Unendlichkeit von Kinofilmen und Fernsehserien, aber niemand erklärt einem, wie es läuft.
Indische Kinder beim Cricketspielen (Foto: foxypar4, Flickr/CC) ?
Aber diese Art des Nichtverstehens hat auch was. Man kann sich lustig machen über das Spiel, wenn jemand mit einem dicken Handschuh einen kleinen Ball fängt und lossprintet, ohne dass sich einem ein Sinn daraus erschließt. Man kann das Spiel spielerisch betrachten und wird nicht aufgesaugt von dem dröhnenden Ernst und dem Spielpathos der Millionen Bescheidwisser.
BEIM AMERICAN FOOTBALL sieht man die Jungs rumstehen mit ihren vergitterten Helmen und ihren Comicsuperheldenschultern, und dann gibt es plötzlich und meist relativ kurz ein unglaubliches Gerenne, und dann liegt ein kleiner Berg Leute auf dem Spielfeld, ganz untendrunter zumeist der, der den olivenförmigen Ball unterm Arm hatte. Am Spielfeldrand hampeln die Cheerleader. Ab und zu rennt einer mit dem Ball ans Spielfeldende und schießt ihn über diese überdimensionale Andeutung von Tor. HomerunTouchdown, weiß man auch.
Nach ein paar Spielen wußte ich, was das Wesen des American Football ausmacht: Es geht darum, dass jeder jeden bei allem behindert. Einer versucht dabei, mit dem Ball durchzukommen.
Das Natwest Media Centre am Londoner Lord’s Cricket Ground (Foto: markhillary, Flickr/CC) ?
WER NUN GLAUBT, dass diese Art von Rasenspielen schwer zu begreifen ist, sollte es mal mit Cricket versuchen. Er sollte sich zuvor mit Quantenphysik, altägyptischer Mythologie und dem Nahostproblem befassen, um in Anschluß das Gefühl genießen zu können, wie unkompliziert alle Dinge sind, die nichts mit Cricket zu tun haben:
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Understanding Cricket
You have two sides, one out in the field and one in.
Each man that’s in the side that’s in goes out, and when he’s out he comes in and the next man goes in until he’s out.
When they are all out, the side that’s out comes in and the side that’s been in goes out and tries to get those coming in, out. Sometimes you get men still in and not out. …
When a man goes out to go in, the men who are out try to get him out, and when he is out he goes in and the next man in goes out and goes in.
There are two men called umpires who stay all out all the time and they decide when the men who are in are out.
When both sides have been in and all the men have been out, and both sides have been out twice after all the men have been in, including those who are not out, that is the end of the game!
Das Enterprise Art Model Project: Um sich schon mal vor dem Start des neuen Star Trek-Kinofilms etwa warmzutrekken, haben Künstler aus den verschiedensten Weltgegenden ihre jeweilige Interpretation der USS Enterprise gestaltet. ?
Fünfminutenurlaub: Eine virtuelle Flugreise über ein Panorama von Manhattan. Armchair Travelling.|
Wir basteln uns einen Michael Jackson. | Hierzu s. a. ? Die online durchblätterbaren fünf Kataloge zur Collection of Michael Jackson - etwa 2000 Kuriositäten und entmutigend kitischiger Krempel, die das Auktionshaus Julien’s von 22. bis 25. April 2009 verkloppen sollte. Die Auktion wurde abgeblasen, die Kataloge sind noch online. |
Eine Elvis-Sichtung: “Ich hab ihn gesehen. Ich hab ihn letzte Woche auf einem Berggipfel in Kenia gesehen, wo er mit seinem sudanesischen Guru Flugyoga gemacht hat. Der King erfreut sich ausgezeichneter Gesundheit, er hat auch ziemlich abgenommen. Er erzählte mir, dass er ein Comeback plant, da Michael Jackson sich an seiner kleinen Tochter vergriffen habe.” (hier weitere Elvis-Sichtungen). |
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? Laufet den Herrn: Ein christliches Fitneßvideo.
Work Your Jesus Muscle (via everythingisterrible):
DAS MECHANISCHE STEREOTYP in der herkömmlichen Geschichte der Technik ist so beharrlich, dass beispielsweise die Erfindung des Telephons meist ohne Hinweis auf die Tatsache geschildert wird, dass Alexander Graham Bell den Hörer bewußt der Anatomie des menschlichen Ohrs nachgebildet hat. Es war die erste verblüffende Erfindung, die auf einem organischen Modell beruhte und einen Lebensvorgang durch die Anwendung einer vorgegebenen biologischen Lösung simulierte.
Darwin Harbour, Stokes Hill Wharf (Foto: Stephen Barnett, Flickr/CC) ?
Beim Bau von Computern wurden erst Fortschritte erzielt, als die mechanischen Komponenten durch elektrische Ladungen ersetzt waren, so wie es bei der Informationsübermittlung im Nervensystem geschieht - ein Schritt, zu dem hereits Galvanis frühe elektrische Experimente mit den Reflexen eines Froschs den Ansatz geliefert hatten. Die Bedeutung organischer Phänomene für die Kybernetik und die Netztechnik ist heute so klar, dass zu modernen Forschungsteams nicht nur Mathematiker, Physiker und Techniker, sondern auch Physiologen, Neurologen und Linguisten gehören.
DER ERSTE und vielleicht größte Ökologe war Charles Darwin, Erdenker der Evolution, der die Vorstellung einer Erde als ein in sich verwobenes, in jeder Hinsicht dynamisches Gebilde in ihrer organischen Ganzheit zu fassen versuchte. Kein anderer hat das konstante, unlösliche Zusammenspiel zwischen Organismus, Funktion und Umwelt so gründlich beschrieben wie er. In seiner Person war das postmechanistische Weltbild, das auf dem beobachteten Wesen der lebenden Organismen beruht, symbolisch verkörpert.
Was Darwins Gedanken so überzeugend machte, waren nicht seine spezifischen Theorien, sondern seine einzigartige Fähigkeit, eine große Zahl von Beobachtungen bestimmter Ereignisse verschiedenster Art zusammenzufassen. Sich diese Fähigkeit auf neue Weise zueigen zu machen mit Gewinn für alle Beteiligten und sie auf die Überfülle an Informationen anzuwenden, die durch das Online-Universum wölken, gehört zu den vornehmsten Aufgaben unserer Zeit.
Micro Monkey-Socken anläßlich des Geburtstags von Charles Darwin (Foto: milele, Flickr/CC) ?
OBWOHL KEINE einzelne Beobachtungsfolge zur Erklärung der Evolution des Lebens ausreichte, enthüllte die Gesamtheit, als Darwin sie zusammenfügte, ein konkretes Muster von äußerster Komplexität. Im organischen Weltbild gewinnt auch die Zeit eine neue Bedeutung. Sie wird nun nicht mehr nur mit Bewegung und serieller Abfolge in Verbindung gebracht, sondern auch mit dem organischen Wachstum der Art und des Individuums. Die Vergangenheit geht nicht verloren, sie bleibt im individuellen Gedächtnis, und in der gesamten Struktur des Organismus präsent. Der Mensch hat sich darüber hinaus die Dimension der Zeichen und Bedeutungen als einen besonderen Ort der Unsterblichkeit erschlossen.
Durch diese neue Idee der Zeit, von Ganzheitlichkeit getragen, erweist sich das herkömmliche Fortschrittsdenken - die Vergangenheit muß überwunden und beseitigt werden! - als Teil der linearen Falle. Die große Revolution, die wir brauchen, verlangt vor allem eine Transformation des mechanischen Weltbilds und seiner digitalen Fortführungen in ein organisches, in dessen Mittelpunkt der Mensch steht, “kühl und gefaßt einer Million Welten gegenüber”, wie Walt Whitman es ausdrückte.
Katie Kirkpatrick, 21, hielt den Krebs im Zaum, um den glücklichsten Tag ihres Lebens zu feiern. Katie hatte den Krebs schon mal verjagt, aber er kam zurück und setzte sich in ihren Lungen und in ihrem Herz fest. Das Atmen war jetzt anstrengend, sie brauchte Sauerstoff. Die Schmerzen in ihrem Rücken waren so stark, dass auch das Morphium sie nicht mehr abschirmen konnte. Ihre Organe waren im Begriff zu versagen, aber das alles würde sie nicht davon abhalten, Nick Godwin, 23, zu heiraten. Seine Liebe gehörte ihr, seit er 16 war. Fünf Tage später starb Katie.
DAS EINKAUFSZENTRUM unten vor dem Bahnhof ist eine gelungene Parodie auf die neueren Vorstellungen vom Netz als proprietäres, kontrolliertes System. Beides ist modernst und öffentlich gemeinter Raum, komplett als ein künstliches Inneres angelegt. Zwar hat der Alltag dem Glänzenden an den Geschäften im Einkaufszentrum längst gewisse Schäbigkeiten zugefügt, kleine Beseelungsversuche. Exklusiv sind auch nur noch die Männer, die vor den Glastüren zur Passage stehen und Dosenbier trinken und Jogginganzüge tragen, dieses gespenstische Gegenteil von Gefängniskluft: der Anzug derer, die draußen sind. Und wo an dem Einkaufszentrum eigentlich die Vorderseite sein sollte, sind verhängte Fenster. Dadurch gewinnt man den Eindruck eines Gebäudes, das anstelle von Außenseiten rundum nur noch Rückwände hat und für eine äußere Welt nicht viel mehr übrig als Verachtung.
Drüben beim Mid-Century Modernist gibt es eine hervorragende Sammlung von Büro-Anmutungen aus der, wie sich leicht raten läßt, Mitte des 20. Jahrhunderts. |
?Age Maps: Fotos derselben Person aus unterschiedlichen Lebensaltern, zu einem Bild montiert (via Bobbyneeladams). |
?Jason Powell sucht alte Fotos von Orten, druckt sie aus und hält das ausgedruckte Bild paßgenau in die Örtlichkeit wie sie heute aussieht. “Inspiriert haben dieses Projekt meine Liebe für Geschichte und die Souvenirs von Michael Huges” –
? Hierzu siehe auch: Der Fotograf Robbie Cooper zeigt hochkonzentrierte junge Videospieler in Aktion (via New York Times). | Hierzu s.a. die Fotos von ?Philip Toledano, der ebenfalls Gesichter von Videospielern fotografiert hat. |
Der australische Künstler Julian Wolkenstein hat es gemeinsam mit dem Hairstylisten Acacio da Silva statt mit Models mal mit Pferden probiert: Horse Hairstyles. ?
? Charles Darwin, der zwischen 1828 und 1831 an der Universität Cambridge studierte, gab mehr Geld für teure Schuhe als für Bücher aus. Das zeigen jüngst von Historikern gefundene Unterlagen. |
Die Liege Text-ile, die Dante Bonuccelli für das Projekt UMUL (Use More, Use Less) entworfen hat, besteht fast zur Gänze aus gebrauchten Computertasten. | Hier noch eine Tasche aus Tasten: the Keybag. |
? Schön, dass die siebziger Jahre schon vorbei sind: Herrenmode aus der Ära der Hundeohrkragen, Kappenschuhe und orangen Frotteesocken. Nicht zu vergessen, der Raschel Knit Hemd-Body (”Das Hemd kann nicht mehr aus der Hose rutschen”). Und hier eine Anzeige für Eleganza ?
Is this your luggage? – ”Ich sammle verlorenes Gepäck, fotografiere es und versuche dann, die Besitzer zu finden. Klingt ein bißchen seltsam, ist aber nicht seltsamer als Briefmarkensammeln, nur dass die Sachen mehr Platz brauchen. Wenn verlorenes Gepäck gefunden wird, heben Luftlinien beziehungsweise Flughäfen es eine Weile auf und versuchen, den Besitzer zu finden. Ist die Lagerfrist abgelaufen, wird das Gepäck versteigert und der Erlös wohltätigen Einrichtungen überwiesen. Ich gehe zu diesen Auktionen und kaufe Gepäck, um meiner sonderbaren Leidenschaft nachzugehen und es zu fotografieren. Ich würde wirklich gern die Leute finden, denen meine Koffer gehören, wenn Sie also Freunde haben sollten, die Gepäck verloren haben, zeigen Sie ihnen bitte meine Website.” | Ein ganz ähnliches Projekt bei Future Agenda (Personal Effects anklicken). |
DER AUTOR, seit jeher hart am Rand des Stofflichen tätig, rückt mit dem Schreiben am Computer seiner Bestimmung näher. Meine Tinte ist das Licht.
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ELEKTRISCHES LICHT - nicht der Computer - war das erste universelle Medium. Das Licht selbst ist reine Information; alles, was es beleuchtet, wird zu einem Phänomen. Da es die Fluchträume ausleuchtet, in die sich zuvor die Müdigkeit zurückgezogen hatte, bildete sich zugleich mit dem Aufkommen des elektrischen Lichts eine neuzeitliche Form der Erschöpfung aus. Und es war die Geburtsstunde des jugendlichen Nachtlebens, das seither lärmend und irrlichternd rund um den Globus flackert.
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DIE AUGEN sind das Geschlechtsteil der Seele. Kurzsichtige sind noch begünstigt: um jede Laterne haben sie, wie durch ein Beugungsgitter gefilmt, eine nadelig strahlende Aura aus Unschärfen.
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DU LÄSST DICH fahren unter ausgespannten Kuppeln aus Licht, es ist großartig. Ganz oben dunkelrot die Flugzeugwarnlichter, eine Strahlerkette zieht am Pylon einer Brücke hoch, und in einer langgestreckten Unterführung gibt der Fahrer dann Gas und die Leuchtstoffstreifen an den Seiten fahren direkt in die Augenwinkel hinein und geben dir ein Gefühl, als ob du eine ganz schmale, mörderische Brille aufhättest.
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1882 HIELT mit Edisons Glühbirnen, gespeist vom ersten Kraftwerk in der New Yorker Pearl Street, die künstliche Beleuchtung Einzug in die USA. In Paris gingen die Damen damals aus Angst vor dem stechenden Licht der öffentlichen Bogenlampen nachts mit Schirmen durch die Straßen.
1 - Mit dem Bananenschälsimulator Endless Banana von Bandai kann man Bananen schälen bis es wirklich nicht mehr geht. ?
2 - Der Mugen Bierdosenöffnungssimulator läßt sich am Schlüsselbund tragen, es gibt ihn für sechs verschiedene Bierdosensorten zur Wahl und er spielt, wenn man ihn wie vorgesehen benutzt, ein digitales Sample des Geräuschs ab, das eine Bierdose hervorruft, die gerade geöffnet wird. Tja. |
3 - Manche Menschen drücken gern Erbsen aus Schoten und können das nun, auch ohne ständig richtige Erbsen zu verwenden, mit dem Erbsenrausdrücksimulator gänzlich uneingeschränkt tun. Die rauszudrückenden Erbsen werden in vier verschiedenen Farben angeboten. |
4 - Wer gern Pappumschläge aufzippt, für den gibt es den Großbrief-Aufreissimulator, und hier einen Reklame-Clip für den emulierten Papierreißverschluß, der auf Japanisch Mugen Peri Peri heißt:
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5 - Der BlasenfoliensimulatorPuti Puti, gleichfalls im Schlüsselbundformat, soll den bläschenzerdrückfreudigen Menschen mobil und folienunabhängig machen. |
6 - Der Reichsgroßbelastungskörper ist ein 1942 errichteter 12.650 Tonnen schwerer Stahlbetonzylinder, mit dem die Belastung des Berliner Bodens durch einen von den Nationalsozialisten geplanten, gigantischen Triumphbogen simuliert werden sollte. Der Großbelastungskörper steht immer noch nahe der Kolonnenbrücke in Berlin Tempelhof. |
? Der Berliner Großbelastungskörper. Ein Flickr-Set von epha:
ES GIBT EINEN radikalen Ansatz zur Zukunft der Mobilität, bei dem es um die Frage geht, wie weit sich Mensch und Fortbewegung voneinander trennen lassen.
Das Rad, neu erfunden: Dyno-Wheel aus den dreissiger Jahren ?
Die Idee, Symbole anstatt sich Selbst auf Reisen zu schicken, ist fast so alt wie die Kultur selbst. Erst die Techniken der modernen Fernkommunikation aber haben es möglich gemacht, dass die Symbole ohne menschlichen Überbringer reisen können. Im 19. Jahrhundert waren fast gleichzeitig die technischen Grundlagen des heutigen Straßenverkehrs und des Nachrichtenverkehrs entwickelt worden, aus dem die modernen Medien hervorgingen. Der Trick bei den Medien ist, dass nicht mehr der ganze Körper loszufahren braucht, sondern beispielsweise beim Telefonieren nur die Stimme.
Nun beginnt sich abzuzeichnen, dass die virtuelle Entfernungsüberbrückung eine Qualität annimmt, die den Umgang mit Telepräsenz alltagtauglich machen wird. Amerikanische Kinder können das inzwischen per richterlicher Verfügung erleben. Einem Gesetz im Bundesstaat Utah zufolge können virtuelle Besuche (“Long Distance Parenting”) Teil einer Scheidungsvereinbarung werden. Separierte Elternteile hoffen so, per Bildtelefon wieder mehr am Alltag ihrer Kinder teilhaben zu können.
Das Beratungsunternehmen Accenture wartet mit einem “Virtual Family Dinner” auf, bei dem räumlich getrennt lebende Familienmitglieder an einem - virtuell - gemeinsamen Tisch Platz nehmen können. Wenn die Oma in San Francisco sich mit ihrem Essen an den Küchentisch setzt, verständigt ein Sensor ihren Sohn in Chicago, der sich in seiner Küche dazusetzen kann. Bildschirm, Kamera und Mikrofon an den Tischen sorgen für das visuelle Nebeneinander.
Popular Science, März 1933 ?
ES GEHT NICHT NUR darum, dass sozusagen Entfernungen entfernt und damit Autofahren obsolet werden. Wir wollen die Welt nicht nur sehen, wir wollen in ihr sein. Und tatsächlich beginnt sich ein neues Lebensgefühl bemerkbar zu machen, während wir mit wehenden Haaren die Datenautobahnen und Mobilfunkstrecken entlangbrettern.
In ihrem Buch “Where Wizards Stay Up Late” über die Ursprünge des Internet schreibt Katie Hafner: “Amerikas Romanze mit den Highways hat … nicht damit begonnen, dass jemand Straßen begradigt, asphaltiert und mit weißen Streifen in der Mitte bemalt hat. Sondern damit, dass einer auf den Trichter kam, seine Karre wie James Dean die Route 66 runterzufahren und das Radio laut aufzudrehen und eine gute Zeit zu haben.”
Was mit Google Earth und Google Streetview gerade erst begonnen hat - die Freunde am virtuellen Fahren -, wird den Wunsch, tatsächlich in ein Auto zu steigen, nicht zum Verschwinden bringen, aber sie wird verblassen lassen. Schon heute kann man mit Google Streetview Spaziergänge durch die Bronx machen, ohne sich Sorgen um seine Sicherheit machen zu müssen. Wer das Ganze anstelle von Standbildern gern Live sehen möchte, der wird bald auf Verkleinerungsformen des Individualverkehrs zurückgreifen können - auf zivile Drohnen.
Modern Mechanics, Dezember 1930 ?
Ein solches Symbolfahrzeug läßt sich bereits für unter 1000 Euro bauen (In Deutschland organisieren sich die Freunde des unbemannten Fahrens - und Fliegens - im Motodrone e.V.). Soziale Netze in der nahen Zukunft kann man sich anhand von Weltkarten vorstellen, auf denen farbige Punkte jeweils ein Individuum kennzeichnen - jemand mit einer Brille, in die eine winzige Kamera integriert ist, die ihren Videostream drahtlos ins Netz speist. Um durch Paris oder Mombasa zu spazieren, muß ich nicht mehr hinfahren, ich kann mir fremde Augen mieten. Neben Mitfahrzentralen wird es in Zukunft also auch Mitseh- und Mitgehzentralen geben.
Echte Schnecken bringen E-Mails: Muriel, Austin und Cecil waren Schnecken für das elektronische Zeitalter. Die Gastropoden wurden mit RFID-Chips ausgerüstet, die es ihnen erlaubten, auf Anweisung von Besuchern einer Website E-Mails zu senden. Statt augenblicklich reisten die Nachrichten allerdings mit 0,05 km/h. Es konnte Tage oder sogar Monate dauern, bis eine Mail ihren Empfänger erreichte. Real Snail Mail war Teil eines slow art-Projekts an der britischen Bournemouth University und wurde im August letzten Jahres auf der Siggraph in Los Angeles zum Einsatz gebracht (via Weekendamerica). |
SnailMail online checken: Ron Wiener hat Earth Class Mail erfunden. Als erstes bekommt man eine neue Adresse, an die künftig die Briefpost geschickt wird. Der Clou: die (verschlossenen) Umschläge werden eingescannt und man kann sich erstmal ansehen, wer einem Post geschickt hat. Dann kann man sich seine Post wohin auch immer nachschicken lassen - ohne Reklamemüll. Wiener sagt, dass er mit der Post das macht, was das Handy mit dem Festnetz gemacht hat, nämlich es zu mobilisieren.
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Ein Insasse des Gefängnisses im nordrhein-westfälischen Willich konnte entkommen, indem er sich selbst in einem Karton per Expresspost verschickte. |
Das Hyper-Handy: ein tragbares, drahtloses Wählscheibentelefon (Bloetooth). Endlich. ?
Bei Telegramstop kann man ein klassisches Telegramm nach überallhin senden (”schicket gelder stop darbe stop sohn”). Ihr wißt schon, eines dieser Papierformulare, auf denen man E-Mails verschickt hat, ehe es E-Mails gab. Es dauert allerdings etwas länger als zu den Zeiten, als das Telegramm die schnellste schriftliche Benachrichtigungsmethode war. ?
01 - Der Not-Jodelknopf: Kaum etwas hebt den Geist so sehr wie ein guter Jodler, leider haben nicht alle das Talent dazu. Hier möchte der Not-Jodelknopf, der an der Rückseite auch über ein kleines Loch zur Wandbefestigung verfügt, helfen. |
02 - Der SchleimhundBiri Biri Kaze Hiki Wanko: Klapp ihm das Schädeldach auf, befülle ihn mit Schleim und fisch die kleinen Plastikbakterien aus dem Getrief. Wenn man die falsche Bakterie erwischt, gibt’s einen kleinen Stromstoß. Ein schönes Kinderspiel, W.C. Fields¹ hätte seine Freude gehabt(ausführlich hier). |
03 -Das Kondom mit Maßband: Ein praktisches Mittel gegen die Maßlosigkeit. Condometric helps us flaunt what we’ve got, wie der Lateiner sagt. |
04 - Die Fleisch-Täschchen von Ted Noten: Accessoires für besondere Gelegenheiten. Auf einer Veganer-Redoute sollte man sich damit jedoch zurückhalten. |
05 - Der Bier-Diebstahlswarner: Nun, wo in den zunehmend wärmeren Jahreszeiten draussen wieder der Bierdiebstahl grassiert, gibt es endlich Abhilfe. Dieser an das Bierglas ansaugbare Alarm verfügt zudem über konfektionierbare Warntöne: entweder eine Sirene oder eine Mafioso-Stimme. |
06 - Schlechte Haltung - das Warngerät: Dieser am Bildschirm anzubringende USB-Sensor tritt in Aktion, wenn die davor sitzende Person zu gekrümmt sitzt oder einnickt. Der kleine Galeerentrommler für zwischendurch. |
07 - Die Gasmasken-Pfeife: Die Maske aus schwarzem Acryl mit integrierter Rauchröhre ist leicht zu reinigen und erinnert mich an meine Idee, durch Preßrauch in Druckflaschen auch Tauchern das Rauchen zu ermöglichen. |
09 - Die sorgfältig nutzlos gemachten Designobjekte von Joe Velluto (JVLT) werden jeden, der glaubt, dass man Dinge benutzen können muß, eines Besseren belehren. |
10 - Der Büstenhaltertrockner: Und zwar nicht einfach nur eine Wäscheform oder derlei, sondern ein solide gearbeitetes und gefällig gestaltetes Gerät. Eine Art Düsenbusen. |
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? Glaser, das Netztrüffelschwein - weitere Listen:
? Das ist ein QR-Code (QR steht für quick response). Die Daten sind in dem Code-Muster mehrfach untergebracht. Auch wenn bis zu30 Prozent des Codes zerstört sind, kann er immer noch entschlüsselt werden. Die meisten Mobiltelefone und PDAs verfügen heute über eine Kamera und Software, die QR-Codes lesen können. Äußerst populär sind QR-Codes in Japan.
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Wie schon die Barcodes waren auch die QR-Codes bisher abstrakte Abbildungen. Die japanische Agentur SET versucht das nun zu ändern und QR-Codes stilistisch zufriedenstellender zu gestalten. Dazu brachte man den japanischen Künstler und Erfinder des Superflat-Stils, Takashi Murakami, mit der Firma Louis Vuitton zusammen. Murakami fügte der farblosen Welt maschinlesbarer Codes etwas hypermoderne Ästhetik und dezente Markenhinweise hinzu. ?
Die Band: Ein Atari 800XL produziert die Klavier- und Orgel-Sounds, ein Texas Instruments TI-99/4a die Leadgitarre, eine 8-Zoll-Floppy Disk den Bass und eine 3.5-Zoll-Harddisk den Gong. Für alle Gesangspassagen kommt ein HP ScanJet 3C zum Einsatz.
VERINSELUNG. Die Karte zeigt die zunehmende Fragmentierung der Palästinenser-Gebiete in der Westbank. Die Aufteilung in Zonen in Folge des Oslo-Friedensprozesses war ursprünglich als Provisorium gedacht, wird jedoch nach wie vor aufrechterhalten.
Ein wunderschönes Applet von Sala: Webpages as Graphs. Scott hat damit beispielsweise sein Twitter Network visualisiert. Man kann sich damit aber auch seine Lieblingswebsite oder sein Blog als attraktives Daten-Doldengewächs anzeigen lassen – und ihm beim Wachsen und Aufblühen zusehen (via data is nature). Hier die Glaserei als Graph ?
Britische Brötchen-Tweets: Baker Tweet ist ein neuer Service, der es Bäckereien in London erlaubt, Tweets zu versenden, wenn gerade Brot oder Feingebäck frisch aus dem Ofen verfügbar sind. |
Status-checkender Kalender. Was machst du gerade? – diese Frage ist im Netz ein Hit, also haben Kreativdirektor Burak Kaynak und Cem Has den Status Calendar entwickelt. Er fordert einen auf, eine Antwort auf die Frage What are you doing today? aufzuschreiben (via Trendhunter). |
CrowdStarting: Bilder eines Space Shuttle-Starts von Twitter-Usern. |
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