Ich hatte den von Roland Reuß initiierten Heidelberger Appell (”Für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte”) mit unterschrieben und habe nun meine Unterschrift zurückgezogen. Die Gründe dafür:
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Hallo Herr Reuß,
ich muß Sie bitten, meinen Namen von der Unterschriftenliste zu dem Heidelberger Appell zu streichen.
Unterschrieben hatte ich, da ich, wie viele, mit zunehmender Skepsis die tektonischen Verschiebungen im Umgang mit Texten und Publikationen sehe, die Google aggressiv vorantreibt. Für Google ist die Welttextmasse einzig als Werbeumfeld interessant, dieser Wertverschiebung müssen wir entgegentreten.
Ich war an einem vernehmlichen Diskussionsanlass interessiert.
Ihre Auffassungen zu Open Access, die ich in keinem Punkt teile, habe ich als einen mißglückten Appendix angesehen; zumal die Google-Problematik und Open Access kaum etwas miteinander zu tun haben. Ich hatte die naive Hoffnung, dass die Debatte vom ersten Teil des Aufrufs getragen würde.
Spätestens nachdem ich die Einlassungen von Uwe Jochum gelesen habe steht für mich fest, dass es sich um keinen läßlichen Anhang handelt. Diese zum Teil haarsträubenden, “Im Namen der Freiheit” vorgetragenen Vorstellungen kontaminieren den Heidelberger Appell insgesamt.
Der Hochmut, den Jochum als Freiheit der Wissenschaft zu verkaufen versucht, ist feudalistisch. Ich werde mich dazu noch ausführlicher äußern.
Ich stelle Ihnen frei, diese Mail zu veröffentlichen.
Zu danken ist Ihnen für den Versuch, eine wichtige Diskussion in Gang gesetzt zu haben.
Aufmerksamkeit ist eine begrenzte Ressource. Solche Angebote sind deshalb so wenig kostenlos wie das private sogenannte Free TV, das sich komplett aus Webeeinnahmen finanziert. Wer Privatsender konsumiert oder sich für den vermeintlich kostenlosen Web-Zugang oder E-Mail-Transport selbst zum Werbeträger machen lässt, wird Teil eines großen Umverteilungsnetzwerks, das auf Aufmerksamkeitsausbeutung beruht. Irgendwo in diesem Netzwerk wird die angeeignete Aufmerksamkeit ganz profan in Geld umgesetzt, nämlich, wenn jemand eines der beworbenen Produkte kauft. Es ist dieser letzte, notwendige Schritt, mit dem sich Aufmerksamkeit letztlich kapitalisiert und damit alle vorhergehenden Aufwendungen bezahlt machen.
Die privaten Fernsehsender in Deutschland verkaufen die so angeeignete Aufmerksamkeit jährlich für mehr als 8 Milliarden Euro an die Werbeindustrie. Jeder Zuschauer (aber auch jeder andere, der die beworbenen Produkte kauft) zahlt dies mit einer Werbesteuer – ein bereits 1993 von dem Politikwissenschaftler Hans J. Kleinsteuber geprägter Begriff. Die Werbesteuer steckt faktisch in jedem Produkt, in besonderer Höhe aber in solchen, für die massiv medial geworben wird. Über diesen Umweg zahlt jeder deutsche Haushalt, der zur Zielgruppe der Werbespots zählt, allein für das “kostenlose” Privatfernsehen durchschnittlich 600 Euro im Jahr – fast das Dreifache der GEZ-Gebühr.
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Ralph Altmann, “Das Geschäft mit der Aufmerksamkeit”
→ ERST WOLLTE ICH mir nur diese → mehr als erstaunliche Zeitschreibemaschine etwas genauer ansehen. Ich hab ja eine Neigung hin zu Rube-Goldberg-Geräten (s.a. hier, hier, hier und hier). Dann ist es aber doch wieder ein serendipischer Fall von Netzabenteuer geworden.
Pierre Jaquet-Droz (1721-1790) war ein Schweizer Uhrmacher. Aber die Bauweise dieser Maschine und die Ziffern, die sie schreibt, sind aus unserer Zeit.
Also ein Sprung vom Dreimeterbrett ins Netz …
… Manuel Emch läßt diese unglaubliche Maschine bauen. Er ist Direktor der Uhrenmanufaktur Jacquet Droz, einer Manufacture de Haute Horlogerie Suisse, sie gehört heute zur Swatch Group. Acht Jahre dauert die Entwicklung der Zeitschreibemaschine nun, vor drei Wochen wurde in Basel ein Prototyp vorgeführt.
Die Maschine besteht aus über 1200 Einzelteilen, darunter 84 Kugellager, 50 Kurvenscheiben und 9 Zahnriemen, geschützt von einem Gehäuse aus Flüssigkristallglas. Sie reagiert auf Berührung. Man legt ein Blatt Papier in das vorgesehene Fach und die Maschine schreibt die aktuelle Uhrzeit auf.
Das ist alles.
28 Exemplare der machine à écrire le temps werden im Lauf der nächsten Jahre gebaut werden, zu rund 400.000 Franken das Stück (etwa 263.000 Euro). Aber in diesen Abzweig der Recherche bin ich erst ganz zum Schluß gekommen.
Zuvor habe ich eine Maschine gefunden, die tatsächlich von Jaquet-Droz ist. Es ist einer seiner drei Androiden –der Schreiber:
Die Automaten, die 1774 dem Publikum vorgestellt wurden, waren eine absolute Sensation. Die Menschen pilgerten zu den Automaten, Gärten und Plätze waren voller Kutschen. Mehr als ein Jahrhundert lang tourten die Androiden durch Europa.
Auf diesem Video ist zu sehen, wie der Schreiber funktioniert:
Mir fiel ein Roboterarm ein, den ich vor zwei Jahren in Karlsruhe gesehen hatte. Auf einem langen Tisch vor ihm lag eine Rolle Papier. Der Roboterarm sollte im Lauf von sieben Monaten eine kalligraphische Abschrift der 66 Bücher der Bibel anfertigen. Aber er stand still. Jemand erklärte mir, es gebe ein Problem mit der Tinte in dem Injektor. Zurück in Berlin, wollte ich einen Freund fragen, der Kalligraph war und seine Tinte selbst mischte und seine Schreibfedern aus Bambus selbst schnitt, denn ich war sicher, dass er helfen konnte, aber ehe ich ihn fragen konnte, starb er.
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WENN MAN NACH schreibenden Robotern sucht, findet man unter anderem einen 150 Jahre alten hölzernen Roboter aus Japan. Es ist eine karakuri ningy?, eine mechanische Puppe, gebaut von Tanaka Hisashige. Sie kalligraphiert das Zeichen für langes Leben und Glück und beherrscht noch drei weitere Kanji-Zeichen. Marionetten und mechanische Puppen kamen vor etwa 1300 Jahren aus China nach Japan (der Wortstamm karako bedeutet chinesisches Kind).
Neben dem Schreibautomaten konstruierte Tanaka Hisashige unter anderem die erste japanische Dampflokomotive und das erste Dampfschiff für die japanische Kriegsflotte. 1873 begann er in einer Werkstatt in Tokio mit dem Bau von Telegraphen. Nach seinem Tod wandelte sein Sohn das Unternehmen in einen Ingenieursbetrieb um, der 1939 nach einer Fusion mit der Firma Tokio Denki den Namen Tokio Shibaura Denki trug, besser bekannt noch heute unter der Abkürzung Toshiba.
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DER LETZTE KALLIGRAPH: Der Film von Premjit Ramachandran zeigt die Arbeit des 77-jährigen Syed Fazlulla. Er ist Chefredakteur der Tageszeitung “Der Muselmann” in Neu Delhi – der letzten Zeitung in Asien, die nicht gesetzt, sondern noch von Hand geschrieben wird.
1 - An Bord der Marssonde Beagle 2 befand sich ein miniaturisiertes Gemälde des britischen Künstlers Damien Hirst. Es diente der Kalibrierung der Kameras und Spektrometer der Sonde.
2 - Zum 400. Geburtstag von Jamestown, der ersten dauerhaft besiedelten Kolonie der Engländer in Amerika, flog 2007 mit dem Space Shuttle Atlantis ein Bleisiegel aus dem Jahre 1611 in den Orbit.
Neil Armstrong und Buzz Aldrin (Foto: Cliff1066, Flickr/CC) ?.
3 - Etwas Stoff und ein Stück Holz von der Tragfläche des Flugzeugs, mit dem die Brüder Wright 1903 den ersten Flug der Welt vollführten, war mit an Bord der Landefähre bei der ersten bemannten Mondlandung am 16. Juli 1969.
5 - Gus Grissom hatte beim zweiten Ausflug eines Amerikaners in den Weltraum im Mai 1961 eine Rolle mit 50 Münzen dabei. Nach der Wasserung wurde Grissom gerettet, die Kapsel versank jedoch im Ozean und mit ihr die Münzen. 1999 wurde die Kapsel aus viereinhalb Kilometer Tiefe geborgen.
6 - Der Spielzeugroboter Buzz Lightyear aus dem Animationsfilm Toy Story reiste im Juni 2008 mit dem Space Shuttle in die Internationale Raumstation ISS.
7 - In der Sonde New Horizons, die 2025 den Pluto erreichen soll, befindet sich Asche von Clyde Tombaugh - dem Mann, den den Planeten Pluto entdeckte.
8 - An den 1977 gestarteten interplanetaren Sonden Voyager I und Voyager II befindet sich jeweils eine goldene Tafel mit Bild- und Toninformationen, die eventuellen außerirdischen Zivilisationen Hinweise auf die Menschheit geben sollen.
9 - Russische Astronauten werden oft von einer kleinen Spielzeugfigur namens Boris begleitet.
10 - Zum 30. Jubiläum von Star Wars im Jahr 2007 wurde das Original-LichtschwertLuke Skywalkers auf die Internationale Raumstation und danach sicher wieder auf die Erde gebracht.
ER HAT 90 Kilo und soll nicht in die Sonne. Seine Objekterkennung funktioniert auch in gut ausgeleuchteten Messehallen, “problematisch sind allerdings”, das haben die Jungs von der c’t ermittelt, “direktes Sonnenlicht und Strahler”. Es handelt sich also um eine Art von Vampir-Technologie.
iBar, die interaktive Bartheke ?.
Wir sprechen von einem dickem Tisch. Er kommt von Microsoft und heißt Surface. Es ist kein gewöhnlicher Tisch, sondern ein digitaler, interaktiver und ziemlich teurer. Bis zu fünf Leute können ihn gleichzeitig berühren. Man kann virtuelle Fotos über die Tischplatte verschieben und skalieren. Das wird immer wieder gern gezeigt und sieht aus wie wenn man mit dem Finger prüft, ob die Tischplatte staubig ist.
Die Skalierungsgeste hat etwas von einem Zaubertrick. Man bewegt zwei Finger und wow!, das Foto wird größer oder es schrumpft, wow!. Das Tollste daran: Man braucht den Trick nicht zu üben. Surface ist gewissermaßen die Karaoke-Version von David Copperfield - statt mitzusingen kann man mitzaubern. Oder man schiebt kleine grafische Elemente, die Musikschnipsel darstellen, zu einem ganzen Track zusammen. (“Was machen Sie in Ihrer Freizeit?” - “Ich schiebe Musikstücke zusammen”).
Surface ist eine elektronische Sandkiste für Erwachsene. Wie bei Spielzeug für Erwachsene üblich, dient der hohe technische Aufwand mit fünf Infrarotkameras, integriertem Beamer, einer in mehreren Layern beschichteten Plexiglastischplatte und maßgeschneiderter Software der Tarnung. Man soll nicht erkennen, dass es sich um ein nutzloses Spielzeug für 11.000 Euro das Stück handelt.
Der Tisch von Maximum PC ?
DIE IDEE DIESER Art von Tisch ist schon ein paar Jahre alt, und es gibt eine Reihe von passablen Konzeptstudien und Prototypen. Art+Com hat es vor fünf Jahren mit einem kunstvollen Zahlentisch namens Floating Numbers versucht, gefolgt von dem etwas universelleren Touchmaster, dem “Tisch mit dem gewissen Touch”. Der italienische Interface-Designer Alessandro Valli realisiert seit 2001 nicht nur sensitive Tische, sondern ebensolche Fußböden und, im Palazzo Medici Riccardi in Florenz, auch interaktive Fresken, die sich heranholen und im Detail betrachten lassen. Es gibt die Idee auch in einer analog überdrehten, lustigen Form - einen Tisch namens Self Destructing Pixel Coffee Table nämlich, den die Leute des Studio 1a.m. in Chicago entwickelt haben. Der Tisch hat eine Betonverkleidung, die auf einem Pixelwürfelmuster basiert, und jedesmal, wenn wieder ein Tisch in der Baureihe produziert wird, wird ein weiteres Pixel aus dem Design entfernt.
Auch banale Tischnutzungen lassen sich digital verschönern, wie etwa die zehn Meter lange interaktive iBar zeigt, die alles registriert, was auf sie gelegt wird – Gläser, Tassen, Handys, Autoschlüssel, Visitenkarten oder Finger, und es zu virtuellem Spielmaterial transformiert. Sowas gibt es in einer simpleren Version auch für das Microsoft-Möbel. In Casinos der Firma Harrah’s Entertainment in Las Vegas kann man auf Surface-Tischen Coctailmixturen, Tickets und Flirtspielchen in Angriff nehmen.
WAS DER TISCH KANN, gibt es in Gestalt des iPhone längst für die Jackentasche, sieht man davon ab, dass auf dem kleinen Touchscreen vernünftigerweise nicht mehrere Personen gleichzeitig herumgriffeln werden. Während die Fingerbedienung des iPhone noch etwas von flüchtiger Zärtlichkeit hat, erinnert die Art, wie man auf der Surface-Oberfläche (sic) tentakulieren muß, an die Annäherungsversuche angetrunkener Angestellter auf einer Betriebsfeier.
Ist der klobige Tisch nun, nach Gadget-Miniaturisierungen hin ins Hauchdünne und Allerwinzigste, ein Befreiungsschlag gegen die schreckliche Enge der digitalen Kleinteile, endlich wieder hin zu Opulenz und Kampfgewicht? Ist Surface der 5000-Kalorien-Hamburger unter den neuen Touch-Technologien?
Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass eine der ersten Anwendungen für den smarten Tisch eine von T-Systems Multimedia Solutions entwickelte Produktumgebung für Herrensocken ist. Um das zentrale Problem des Geräts einzukreisen, kann man einen Begriff zu Hilfe nehmen, dessen Bedeutung der Schriftsteller und Soziologe Michael Rutschky als erster erkannt hat: das Ungeschick.
Surface ist ein Monument des Ungeschicks. Das Gerät veranlaßt Erwachsene dazu, sich einer detailarmen Wohnzimmertischparodie gegenüber zu verhalten wie die Hausfrau dem Schälchen Palmolive (“Sie baden gerade ihre Hände drin”). Nebenbei gehören rieselnde Wasseroberflächen zu den visuellen Lieblingseffekten der Surface-Programmierer. Bereits in Entwicklung befindet sichder Nachfolger der aktuellen Surface-Version, und schon in seinem Namen setzt das Ungeschick sich fort: Second Light. Wie kann man etwas, das innovativ und zukunftsmächtig sein soll, so unüberhörbar an die abgelebte künstliche Welt Second Life anlehnen? Wie kann man so mutwillig unmodern sein, so ungeschickt?
Dass es die Zeit gibt, hat einzig den Grund, dass nicht alles in einem Augenblick passiert.
Einstein
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Der Hippie Trail der sechziger und siebziger Jahre – von London über Istanbul nach Kathmandu. | Die Wikipedia über den Hippie Trail. | Neo-Hippie Trail als Luxusreise für 2800 Euro. | The Hippietrail Blog. | Die Straße ins Paradies. |
Frivole Rüsche: Ein schwarzes Satin-Abendkleid mit integrierten Monster-Schamlippen. Die chinesische Handelsplattform Light-in-the-box hat das Produktfoto rasch retuschiert. Das Netz hat, noch rascher, die erotischrosa Erstfassung emittiert. (Via BoingBoing). |
House Cleaning: Handzettel auf einem Haus am Broadway, Nähe Bleecker Street ?.
The Long Tail: Ein 18-Jähriger Brite hat einen 18 Meter langen Penis auf das Dach des elterlichen Anwesens in der Grafschaft Berkshire gemalt, welcher ein Jahr lang unentdeckt blieb (via BBC). |
Pornohr: Die Tonspur spielt in Sexfilmen eine bedeutende Rolle. Sie umrahmt das Geschehen mit kitschiger Musik, Audio-Anzüglichkeiten und Seufzern. Auf all diese Dinge mußten Gehörlose bisher verzichten. Ein neues Genre namens deaf porn verspricht Abhilfe vermittels Untertitel, Zeichensprache und eingeblendeter Sprechblasen (via Wired/Sexdrive). |
? Die Kreuzung vor dem Bahnhof Shibuya in Tokio gehört mit ihren etagenhohen Videowänden und den menschenüberfluteten Zebrastreifen zu den meistgefilmten Orten der Welt – ideal für eine überraschende Guerilla Dance Party:
Der Spanier Jose Luis Ortiz hat einen Königsadler mit einer kleinen Kamera ausgestattet. Der Fotograf Erwan Grey hat die Bilder-Beizjagd dokumentiert.
Ein spektakulärer Flug aus der Perspektive des Adlers:
? Die 3D-Drucker kommen: Von MakerBot Industries gibt es Open Source Roboter-Kits, die Entwürfe am Rechner automatisch in physische Objekte umsetzen. Die Kits sind modular, modifizierbar und gebaut, um gehackt zu werden. |
Die Jungs von MakerBot zeigen ihre famose Maschine:
Womit arbeiten deine Lieblingskünstler?
Mal nachgefragt und nachgesehen: The Tools Artists Use. |
Eine einladende Fotoserie: Ungewöhnliche Häuser. ?.
Die 1972 gegründete Firma Morphosis befaßt sich mit herausragender moderner Architektur. Ihre Morphopedia gibt Auskunft über die Arbeiten. |
Ein Copyright-Epos aus dem Google Cache: Jon Engle erzählt die bizarre Geschichte, wie er verklagt wurde, weil er seine eigenen Fotos gestohlen haben soll. [Update:] Drüben bei The Logo Factor gibt es einen langen Thread, der die Geschichte von Jon Engle stark in Zweifel zieht. (Danke, ix!). |
Der stets großartige zefrank und sein außergewöhnliches Memory. |
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?Guten Touch ist eine interaktive Kunstinstallation,
die eine natürliche Beziehung zur Technik herstellen möchte:
Das sind die Regeln: Einen Augenblick voll Schönheit aufnehmen, in dem eigentlich nichts passiert, und ihn unter slotube auf YouTube stellen. Hier zwei Beispiele:
KAUM ETWAS FORDERT die menschliche Kreativität stärker heraus als die Produktion von Unsinn. Zwischen Nutzlosigkeit und Nonsense bestehen jedoch bedeutende Unterschiede.
Es gibt Rechner, bei denen gelegentlich das Netzteil fiept und Anwender sich in Internet-Foren darüber beklagen. Die Lösung des Problems, so könnte man jedenfalls denken, besteht darin, Sachverstand zu ballen und wieder Stille im Gerät herzustellen. Mit Interesse stellt man dann fest, dass ein kunstsinniger Programmierer ein Stück Software geschrieben hat, das die Netzteile stattdessen zum Abspielen einer Tonleiter veranlaßt - auch welche, die zuvor nicht wegen Fiepens aufgefallen waren. Das kleine Programm macht die Netzteilspulen durch gezielte Variation der Prozessorauslastung musikalisch. Ein eleganter kleiner Hack.
MIR FIEL EIN Ferienjob in einer Papierfabrik ein; lange her. Ich stand an einem Kontrollpult vor einer Papiermaschine, die so laut war wie ein Flugzeugtriebwerk. Obwohl ich Gehörschutzkopfhörer trug, vernahm ich den Lärm auf jene sonderbare Weise vermittelt, die man Knochenschall nennt. Ich war ein Resonanzkörper, im wahrsten Sinn des Wortes. Der Job bestand hauptsächlich darin, in dem Lärm stehend die Langeweile vor der Maschine zu ertragen. Irgendwann stellte ich zufällig fest, dass ein Ton in meiner Mundhöhle wahrnehmbar war, wenn ich den Mund öffnete, und dass ich den Ton modulieren konnte, je nachdem, wie weit ich den Mund öffnete. Nach einer Zeit konnte ich auf dem Lärm der gewaltigen Maschine vor mir Melodien spielen.
Das tönende Netzteil steht in einer uralten Tradition. Vor etwa 30.000 Jahren entwickelte der Mensch jene Technik, die Keramik heißt. Bemerkenswert daran ist, dass er als erstes nicht etwa nützliche Dinge produzierte, wie wir auf Effizienz verengte Zivilisierte heute vermuten würden. Ehe die frühen Töpfer darangingen, Nützliches wie den Krug zu erfinden, schufen sie erst jahrhundertelang hübsche Fruchtbarkeitsidole. Nützliches herzustellen gelingt sogar Tieren. Sich zum einzigartigen Kulturwesen erheben konnte der Mensch erst, als er in der Lage war, Unsinn hervorzubringen.
IMMENSE KREATIVITÄT wird freigesetzt, um Zweckfreies zu erzeugen. Besonders auffällig ist das am Computer, einer Maschine, die scheinbar strotzt vor Vernünftigkeit und Effektivität. Schon in der PC-Frühzeit haben Programmierer das Äußerste an Findigkeit aufgeboten, um genialischen Quatsch zu erschaffen. Für den C-64, das Trichtergrammofon unter den Mikrocomputern, gab es ein Programm, mit dessen Hilfe sich die rote LED an der Diskettenstation dimmen ließ. Und es gab ein anderes, mit dem man durch gezielt verändertes Trafosummen und das Schrittmotorgeräusch des Schreib-Leserkopfs Stücke wie den Radetzkymarsch spielen konnte (siehe Nachfolgendes).
Ab und zu wirft solche freischwebende Vituosität auch neuerliche Nutzanwendungen ab. In Japan werden etwa Rillen in die Straßenoberfläche gefräst, die beim Überfahren eine Melodie im Fahrzeuginneren erzeugen. Ein verkehrspädagogischer Effekt besteht darin, dass, wenn man zu schnell fährt, die Melodie ebenfalls zu schnell abläuft und der Fahrer aus Gründen des Harmonieempfindens zur Anpassung der Geschwindigkeit angehalten wird.
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• Musik mit der Diskettenstation des Commodore C64: Die singende 1541
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Ein Hörmuß hierzu: Brandon Kahn und das Commodore 64 Orchestra - 12 niederländische Klassik-Instrumentalisten, die sich auf Orchesterfassungen der Soundtracks von C64-Spielen spezialisiert haben. Hier ein Trailer, hier eine empfindsame Neuinterpretation von Cybernoid II, hier ergreifend die Klangkaskaden von Commando. |
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• Ode an einen Scanner, mit einem Gastauftritt von Brendans Hand:
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Und hier noch ein Scanner, der “Für Elise” die “Ode an die Freude” [also was jetzt?] spielt. |
Hier eine Testschaltung für einen Fotokopierer, der sich in ein Spinett verwandelt. |
Hier eine Zylinderspulen-Symphonie. |
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•Harddisko von Valentina Vuksic: Defekte Festplatten werden geöffnet
und als Klangerzeuger benutzt
Wolfgang Stieler, Chefredakteur von Technology Review Online, hat einige ausführliche Fragen und Gegenpositionen zu meinem re:publica-Vortrag “In was für einer digitalen Gesellschaft wollen wir leben?” zur Grundlage eines Streitgesprächs gemacht.
“Heute wollte ich meiner Großmutter eine Freude zu machen und die goldene Taschenuhr meines Urgroßvaters reparieren lasen. Um das gute Stück in besten Händen zu wissen, ging ich statt zu meinem Stammuhrmacher zum renommiertesten Juwelier am anderen Ende der Stadt. Ein Sicherheitsmann musterte mich abschätzig, als ich mich der Tür näherte, gab aber dennoch einen Wink, dass man mich einlasse (die Tür ließ sich nur von innen öffnen). Drinnen befragte mich eine sehr adrette junge Dame nach meinem Begehr und wies mich zu einem riesigen Mahagonischreibtisch, an dem zwei Uhrmacher emsig werkelten. Ich reichte einem von ihnen, einem distinguierten Herrn, die Uhr. “Ja, ein sehr schönes …”, begann er, verstummte aber schlagartig, als ein lautes Knacken verriet, dass er gerade das Abdeckglas eingedrückt hatte. DG.”
“Heute in Auto sah ich vor mir einen Hund über die Straße laufen, machte eine Vollbremsung und verursachte einen Auffahrunfall, in den mehrere Wagen verwickelt waren. Wie sich herausstellte, war es kein Hund gewesen, sondern eine Zeitung, die der Wind vorbeigetrieben hatte. DG.”
“Heute habe ich als Bademeister gearbeitet. Eine Frau bekam einen Anfall. Meine Nerven ließen mich im Stich und ich lief in einen Baum und knockte mich selbst aus. Die Frau brachte ihren Anfall hinter sich, stand auf und ging weg. Ich wachte im Spital auf. Der Rettungswagen, der ihretwegen gekommen war, hatte mich mitgenommen. DG.”
“Heute war ich mit meiner Freundin in ihrem Zimmer. Sie begann zu schreien. Ihr Vater stürzte rein, dachte, ich würde sie vergewaltigen und schlug mir mit einem Baseballschläger auf die Nuss. Sie hatte nicht meinetwegen geschrien, sondern weil eine große Spinne an der Wand war. DG.”
Starker Wind im virtuellen Bereich (Foto: fdecomite, Flickr/CC) ?.
“Heute nach dem Aufstehen lief auf meinem Laptop The Sims 2 auf Pause. Ich machte die Pause weg und sah, dass meine Figur und die meines Freunds nicht mehr zusammen waren. Etwas verwirrt fand ich eine Notiz, die mein Freund hinterlassen hatte: “Ich hoffe, du weisst jetzt Bescheid.” Ich bin durch ein Computerspiel sitzengelassen worden. DG.”
“Heute wollte ich in eine Maschine nach Chicago. Mein Paßbild ist sechs Jahre alt, damals war ich ein hübsches Model. Inzwischen habe ich ein Kind geboren und 25 Kilo zugenommen. Als ich dem Beamten am Flughafen meinen Paß zeigte, wurde ich verhaftet. Man verdächtigte mich, jemand anderem den Paß gestohlen zu haben. DG.”
“Heute war mein Geburtstag. Meine Oma hat mich umarmt und mir gratuliert und mir einen Scheck überreicht, dann ging sie kichernd davon. Ich hab mich gefreut, es war das einzige Geschenk, das ich bekommen habe. Zehn Minuten später sah ich, dass es mein Steuerjahresausgleich war. DG.”
“Heute war ich am Surfen und versuchte, die Mädels am Strand zu beeindrucken. Während ich im Wasser war, wickelte sich eine Qualle um meinen Bauch. Ich begann zu schreien, flippte aus und machte eine ziemliche Szene. Als ich nach der Qualle faßte, stellte ich fest, dass es nur eine Plastiktüte war. DG.”
“Heute hat meine Großmutter mir lang und breit erklärt, wie wichtig es sei, Jungfrau zu bleiben und keinen Sex vor der Ehe zu haben. Da ich ein ehrlicher Mensch bin, erzählte ich ihr, dass ich keine Jungfrau mehr bin. Statt wütend zu werden, erkundigte sie sich nach meinen sexuellen Vorlieben und berichtete mir detailliert von ihren. DG.”
“Heute habe ich meine Blutgruppe erfahren: B. Meine Eltern haben A und 0. Es ist genetisch unmöglich, Blutgruppe B zu haben, wenn die Eltern A und 0 haben. Das bedeutet, dass ich entweder adoptiert bin, ein Mutant oder ein illegitimes Kind. DG.”
• Zwei Katzen, die twittern: Gus und Penny. Jede Katze trägt einen kleinen RFID-Chip am Halsband, der von der Katzenklappe gelesen wird und sie öffnet. Die in Delphi geschrieben Katzenklappensoftware schickt für jeden “cat door event” einen Tweet und ein Foto auf die Twitter-Seite der beiden Tiere (via Neatorama). |
VOR 90 JAHREN gründete der Architekt Walter Gropius in Weimar das “Staatliche Bauhaus”. Der Stil des Bauhaus hat wie kein anderer im 20. Jahrhundert verändert, wie man Dinge und Lebenswelten gestalten kann. Aber das Bauhaus war mehr als nur klare Architektur, moderne Möbel und form follows function.
Hugo Häring: Berlin Siemensstadt, 1929 (Foto: seier+seier+seier, Flickr/CC) ?.
In den zwanziger Jahren stand das Bauhaus als Synonym für ganzheitliche Gestaltung und die radikale Modernisierung des Lebens. Heute sind es Computer und das Netz, die uns zu einer Neuerschaffung der Welt auffordern.
Vieles an der Situation, die zur Entstehung des Bauhaus geführt hat, erinnert an die heutige Situation – der massive Technisierungsschub ebenso wie die sozialen Umstrukturierungen, in deren Folge auch damals erhebliche Teile der Bevölkerung proletarisiert worden sind; heute heißt das “Zweidrittel-Gesellschaft” oder “Prekariat”.
“Jeder Stuhl, jeder Tisch und jedes Bett, jeder Löffel, jeder Krug und jedes Glas” sollte nach dem Willen der Bauhaus-Meister neu erfunden werden. Ähnlich umfassend vollzieht sich die digitale Revolution. Eine “Kultur des Volkes für das Volk” zu schaffen, lautete der Bauhaus-Anspruch – das Netz als Medium, in dem alle zu allen sprechen, ist unsere zeitgemäße Entsprechung.
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HEUTE WIE DAMALS wollen die schöpferischen Geister Kunst und Maschine versöhnen. “Erschaffen wir gemeinsam den neuen Bau der Zukunft, der alles in einer Gestalt sein wird – Architektur und Plastik und Malerei”, schrieb Gropius. Die elektronischen Medien bewirken eine neuerliche Verlagerung des Geschehens. Friedrich Kittler, der deutsche McLuhan, hat bereits die Vermutung geäußert, dass der Computer den Begriff der Medien in der Mehrzahl einkassiert und zum Medium schlechthin wird. Alles in einer Gestalt.
Das große Experiment der Moderne war die Auflösung. Damit verbunden war die Hoffnung, eine neue Unendlichkeit zu eröffnen, in der Freiheit als unausgesetztes Gefühl von Erweiterung erfahrbar ist.
Dass wir uns nur nicht zu wohl fühlen, war die heimliche Angst der alten Griechen. Sie haben das Maß gepredigt, um nicht aus Übermut böse zu werden. Dass wir uns nur nicht zu wohl fühlen, ist noch heute die Sorge der Kunst, die “unbequem” sein möchte.
Der experimentellen Auflösung folgt jetzt die Überschreitung, das Prinzip der Hyperkultur. Die Seite überschreitet sich, der Text, das Bild, der Ton, alle fließen über von Links, die den trostlosen Ausgangszustand der Vereinzelung beheben wollen - der Artefakte und ihrer Menschen.
UM DEUTLICH ZU MACHEN, was ein kleiner MP3-Player mit Galeerensklaven und der Unerbittlichkeit von Untertanentum zu tun hat, muß ich ein bißchen ausholen.
Wer sich in der Nähe innerstädtischer Gewässer herumtreibt, wird gelegentlich Ohrenzeuge einer der neueren Methoden modernen Gruppentrainings. Dumpfer, rhythmischer Trommelschlag ist zu hören, begleitet von scharfen Rufen. Es sind Drachenboote mit einer Ladung Angestellter, die Leistungswillen und Teamgeist zu verkörpern versuchen, indem sie ihren Kahn hektisch vorwärtsschaufeln und dabei ein wenig aussehen wie Leute, die einen Acker mit Warpgeschwindigkeit umzustechen versuchen. Dass die treibende Stimme oft die einer jungen Frau ist, hat wohl damit zu tun, dass der Sekretärin auch mal die Freude gegönnt werden soll, den ganzen Laden schreiend vor sich herzutreiben.
Einer ehrenvollen Legende zufolge ist das Drachenbootfahren bei dem vergeblichen Versuch entstanden, den frühen chinesischen Dichter Qu Yuan vor dem Ertrinken zu retten. Hierzulande assoziiert man zu Booten und rhythmischem Trommeln in eine andere literarische Richtung, nämlich Quo Vadis nebst der grandiosen Galeeren-Szenen der Romanverfilmung von 1951. Dort sind die Trommler noch muskelbepackte, misanthropische Männer. Auf dem Weg durch die Jahrhunderte bis hin zur zeitgenössischen antreibenden Amazone im Drachenboot meint man doch sowas wie emanzipatorischen Fortschritt erkennen zu können. Auch sind die Mannschaften nicht mehr angekettet und freiwillig am Stechrudern, anscheinend jedenfalls.
DIE FRAGE, die jeden anständigen Anarchisten dennoch umtreibt, ist: Muß das sein? Brauchen freie, souveräne Individuen einen Chef, einen Muezzin, einen Vorturner? Kann das Orchester nicht in Ruhe seinen Beethoven spielen, ohne dass Sir Simon Rattle vorne mit einem dünnen Stäbchen Mücken jagt? Die singende Südkurve im Stadion braucht doch auch keinen Dirigenten (Hallo Südkurve, wie wär’s mal mit Beethoven?). Aber der Boss ist, auch wenn wir ihn aus unserem Blickfeld vertreiben, längst in uns. Die Drachenboot-Ruderer sind nur scheinbar nicht mehr angekettet, in Wahrheit hängen sie an unsichtbaren Fesseln - an der Angst, ihren Job zu verlieren und der Bereitschaft, sich lieber gruppendynamisch zum Hampelmann machen zu lassen, als illoyal oder unkonstruktiv zu erscheinen.
Also rudern.
Diese Art der unsichtbaren Galeerengefangenschaft ist in Japan zu fataler Perfektion entwickelt worden. Karoshi, der Tod durch Überarbeitung, ist ein Phänomen, das seit den achtziger Jahren zunehmend Aufmerksamkeit auf sich zieht. Nachdem ein 30-jähriger Fabrikarbeiter im Februar 2002 nach 106 Überstunden gestorben war und seine Frau drei Jahre später erfolgreich gegen seinen Arbeitgeber Toyota klagte, will das Unternehmen solche Fälle künftig verhindern. Die meisten Japaner nutzen weniger als die Hälfte ihrer Urlaubstage und lassen den Rest verfallen. In Deutschland, so die Wikipedia lapidar, “hat der Betriebsrat die Aufgabe, Todesfällen, deren Ursache Karoshi sein könnte, nachzugehen.”
IN DIESER SITUATION hat die japanische Firma Yamaha einen MP3-Player namens BODiBEAT auf den Markt gebracht. Er spielt nicht nur Musik, sondern verfügt zusätzlich über Beschleunigungssensor und Pulsmesser. Das Gerät wählt die passenden Beats zur körperlichen Betätigung.
Es gibt auch einen sogenannten Fitneßmodus, der die Musik beschleunigt und den Benutzer anstacheln soll. Gesprächsaufzeichnungen schneller abzuspielen, damit Transkripte flotter angefertigt werden können, ist in Ordnung. Musik schneller abzuspielen, um Leute anzutreiben, ist Barbarei.
Erinnert mich an einen Abend bei einem Freund, der noch über einen antiken Plattenspieler mit vier Abspielgeschwindigkeiten verfügte (16, 33, 45 und 75 Umdrehungen pro Minute). Er hat mir darauf eine, siehe oben, Beethoven-Langspielplatte vorgespielt. Ich will auch nicht verschweigen, dass es bereits späterer Abend und wir etwas benebelt waren. Jedenfalls hat mein musikkundiger Freund mir ausführlich den Unterschied zwischen einer von Karajan (flotter) und einer von Furtwängler (getragener) dirigierten Neunten erläutert. Dann kamen wir drauf, dass die LP statt mit 33 mit 16 Umdrehungen läuft. |.
Falls jemand gerade unter schlechter Laune, musikalischer Unentschlossenheit oder einer anderen Form von Weltenge leiden sollte - hier ist die Tür, durch die’s rausgeht:
“Ich habe zwei Söhne, der jüngste ist sieben. Bevor er geboren wurde, waren wir mit meiner Frau beim Doktor. Der Doktor hörte sich seinen Herzschlag an und staunte. Er sagte, dass sein Herz im 9/8-Takt schlägt und dass der Herzschlag sehr rhythmisch ist. Wir sind schon in Musik getaucht, wenn wir geboren werden.”
“Gäbe es keine Roma, gäbe es keine Musik.”
“Es gibt Menschen, die nach Noten spielen. Wir respektieren sie. Wir Roma spielen aus dem Herzen.”
(Gefunden bei Jinn.tv, Dank für den Tip an Samuel!)
IM ALLERHEILIGSTEN: Erstmals gibt es detaillierte Einblicke in eines der Datenkraftwerke von Google. Der Sightseeing-Clip wurde anläßlich des Google Efficient Data Centers Summit am 1.4.2009 im Google-Hauptquartier im kalifornischen Mountain View präsentiert.
→Die Google Data Center sind Objekte besonderen Interesses. Die Neugierde über die Anlagen wird durch den Schleier des Geheimnisses gefördert, den Google über ihren Betrieb legte. Drüben bei Data Center Knowledge haben sie Schlüsselinformationen zu einem Google Data Center FAQ zusammengetragen. |
→Eine Karte der Google Datacenter (April 2008). Sie stehen an 19 Orten in den USA, an 12 in Europa, drei in Asien, einem in Rußland und an einem Ort in Südamerika. Wie viele Data Center Google darüber hinaus noch betreibt, ist unbekannt. | ? Eines der im Bau befindlichen Data Center, über das bei Google nur ungern Auskunft gegeben wird, liegt in Goose Creek im US-Bundesstaat South Carolina. (Juni 2008) |
Data Center, wie sie von Google im großen Stil errichtet werden, zeigen den aktuellen Stand beim digitalen Kraftwerksbau. In eigenen Gebäudekomplexen werden riesige Rechnerfarmen betrieben. Der Energieaufwand für die Server und ihre Kühlung ist so hoch, dass bei der Auswahl der Standorte der Strompreis der Region oder die Nähe von Flussläufen zu den entscheidenden Kriterien gehören. Anders als bei Wasser oder Strom gibt es bei Daten im Netz aber einen massiven Gegenstrom von Nutzerdaten. Am Beispiel von Google kann man erahnen, welche Risiken die Ballung bestimmter Ressourcen an einem Ort nach sich zieht. | [→weiter...]
Musselsoppans Vänner - Dänische Film-Innenarchitektur der siebziger Jahre: Porno ohne Porno (via monopolisten). |
DIE WEBSITE ERINERT MICH an eine Geschichte, die ein Freund, der viel reist, mir vor Jahren erzählt hat. Er war im Jemen unterwegs gewesen. An einem Rastplatz in der Wüste hatte man ein provisorisches Kino aufgebaut. Ein paar Kisten als Sitzplätze im Sand, die Leinwand gebaucht wie ein Segel. Das Kino ist übrigens neben dem Polizeigewahrsam der einzige Ort, an dem traditionell ausgestattete Jemeniten ihre Krummschwerter abgeben (das Krummschwert prangte bis 1962 auf der Nationalfahne des Königreiches Jemen). Womöglich soll so verhindert werden, dass es, mitgerissen vom spannenden Filmgeschehen, zu schwertgeführten Mißfallenskundgebungen oder irrtümlichen Enthauptungen kommt. Mein Freund konnte sich die kurzen Filme, die gezeigt wurden, erst nicht recht erklären, bis er draufkam, dass es sich um die Handlung von Pornofilmen handelte. Nur der Plot. Die Sexszenen waren vollständig entfernt worden.
? Ein Werbespot für Snafi, das saudische Äquivalent zu Viagra (Agenur: BBDO Riad)
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