Monatsarchiv für Mai 2009

Durchgangsorte

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Bahnhöfe:
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Tankstellen:
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Aufgelassene Tankstellen:
Abandonded Gas Stations - View this group's most interesting photos on Flickriver

Flughäfen:
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Seehäfen:

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Rolls Royce 200CX, selbstjustierende Handtaschenhalterung

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(via todayandtomorrow)

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Hi (Human interface)

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Ein menschliches Interface von Miltitouch Barcelona: ab 00:47 geht’s richtig los.

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Juhu. Jinn-TV wieder auf Sendung.

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? Das Tallava-KORG-Phänomen:

Hier mehr von sowas.

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? Gadjo Dilo - Tutti Fruti Tequila:

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? Der neueste, komplett verrückte Tanz aus der Türkei: Kolbasti

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? Palästina: Arabischer Rap ausm besetzen Land

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Hier Jinn-TV. Unbedingt das Archiv in Augenschein nehmen. |

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Mußte ja kommen

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Gestrickte Meerkatzen in Star Trek-Uniformen. |

Mußte ja kommen - für Bildschirm-Street Art respektive virtuellen Vandalismus: Wii Spray (via Picocool).

• Richard Mosse: Fotos von Saddam Husseins ehemaligen Prachtbauten und ihre heutige Verwendung. |

Die Sammlung goldener Pistolen von Saddam Hussein (ein Flickr-Fotoset). |

Das ödeste Gebäude des berühmten Architekten Mies van der Rohe. |

• Eine Karte der Weltausstellung 1939/1940 in New York. | Das amerikanische Elektrogroßunternehmen Westinghouse, das sich inzwischen in die Medienkonzerne Viacom und CBS verwandelt hat, hat im Flushing Meadows Park in New York zwei Zeitkapseln vergraben lassen: eine anläßlich der Weltausstellung in New York im Jahr 1939 und eine zweite zur gleichfalls in New York abgehaltenen Weltausstellung 1964. Beide Kapseln sollen im Jahr 6939 geöffnet werden, fünftausend Jahre nachdem die erste Kapsel verschlossen wurde. |

Die Weltausstellung in Seattle, 1962. | Ein Flickr-Set mit Fotos der Pariser Weltausstellung von 1900. |

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• Dieses erstaunliche Lego-Piratentheater untersteht der Kontrolle eines Mindstorm/Nextstorm-Roboters und verbindet die szenischen Uhrwerksautomaten der viktorianischen Zeit mit der kostengünstigen Kybernetik des 21. Jahrhunderts (via Geekdad):

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Der Lautstärke-Krieg

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I was going to make a post on my friend’s Facebook wall, and then I thought, I could just write her a song in five minutes.

Annabel Lindquist über den Beginn ihrer Musikkarriere. Lindquist komponiert und produziert unter dem Künstlernamen Gretel Prinn Songs nach Kundenwünschen. Begonnen hat sie mit 12 Dollar pro Song, inzwischen sind es 130 Dollar. Und sie startet gerade ein eigenes Plattenlabel. |

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? Audio-modulierte Donnermusik: Tesla-Generator goes Pop. |

Die Dunav-Site ist meine Monster-Quelle für Musik aus Südosteuropa. Und mein heutiger Favorit ein bulgarischer Hochzeits-Cocek (#067).” (Dank an Martin Krusche) |

Musik aus Kuba: Mit Punk gegen den Comandante (via zeit.de). |

? Musikaufnahmen hören sich nicht mehr so gut an wie früher: Eine Analyse des Lautstärke-Kriegs (via Music Machinery). |

Klassische Musik, zum Vortrage gebracht von den Muppets. |

? Die 10 allergrößten James Bond-Themen, nebst Vorspann-Videos. |

Visual Soundsystem: “Nachdem wir die animierten einzelnen Spuren nebeneinander auf einer Linie angeordnet hatten, versuchten wir, ein parameterunabhängiges Zufallsmoment anhand einer Bewegungsdramaturgie einzubauen, um so die Musik emotional greifbarer zu machen. Dafür haben wir die einzelnen Spuren sternförmig aneinander angeordnet, damit man das System Musik als ein in sich Ganzes vor Augen hat, dessen Komplexität im Detail möglichst erkennbar bleibt.” Und jetzt nochmal, ohne Hingucken. Oder einfach ansehen & anhören. Eindrucksvoll.

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? Your Sound:
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? Sound Effects:
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Alle lieben Коробейники

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Das 1861 geschriebene Lied Korobeiniki (russisch Коробейники — Hausierer) basiert auf dem gleichnamigen Gedicht des russischen Dichters Nikolai Alexejewitsch Nekrassow. Im Westen bekannt wurde das Lied in einer von dem japanischen Komponisten Hirokazu Tanaka arrangierten Fassung als Hintergrundmelodie in Tetris für den Game Boy.

Die nachfolgende Version des Tetris-Themas wird kunstvoll auf Flaschen dargeboten von der Bottle Band (Cuyler, Kyle und Laura):

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• Das Tetris-Thema, gespielt auf Gläsern:

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• Das Tetris-Thema, gespielt auf einem Mobiltelefon:

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Das Riesenklavier und die Tanzfußpianistinnen

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Toccata, vom Blatt getanzt auf einem Riesenpiano in den Räumlichkeiten des fantastischen New Yorker Spielzeuggeschäfts FAO Schwartz (dazu auch hier).
Zu der Frage, ob das ganze ein Fake ist siehe das nachfolgende Video.

(via vowe.net)

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Türkischer Marsch auf dem Riesenpiano. Hier sieht man, dass die Klaviatur tatsächlich von den tanzenden Pianistinnen gespielt wird (”One of those girls is a guy”). Bei dem ersten Video sind Bild- und Sound nicht ganz synchron.

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Aufregung total

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Sam Potts Twitter on Paper ist ein kostenloser Dienst, der einem zu individuellen, handgemachten Versionen von Tweets verhilft - und zwar auf Papier. Das heißt, Sam malt den Tweet auf Papier und mailt einem dann einen Scan, den man ausdrucken kann (Dank an Joachim Schmid). |

Weitere Papier-Twitter-Phänomene: Microblogging-inspirierte Kalender (via Trendhunter). |

Aus dem Archive Blog der Times: Twitter wurde bereits 1931 erfunden. |

@jesus: Die Trinity Church, eine Episkopal-Gemeinde mitten im New Yorker Börsenviertel, versucht es mit getwitterten Passionsspielen. |

Geteilte Geschmackserlebnisse bei getwitterten Weinproben. |

Mit den Baker Tweets ist man in London immer auf dem aktuellsten Stand, was gerade frisch aus dem Ofen geholtes Gebäck angeht. |

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? Die twitternden Fotografen (ziemlich viele):

The Twittering Photographers Society - View this group's most interesting photos on Flickriver

? Twitter-Reisefotografen:

Twitter Travel Photographer of the Week! - View this group's most interesting photos on Flickriver

? Twitter…

Twitter - View this group's most interesting photos on Flickriver

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? Hierzu siehe auch:

Ältestenrat debattiert über Twitter-Affäre (Stuttgarter Zeitung)

Aufregung, total! (Stuttgarter Zeitung)

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Print-Sperre

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Matthias Spielkamp macht drüben in seinem Immateriblog auf einen Vorschlag des Princeton-Professors Ed Felten aufmerksam: Warum nicht das französische “Olivennes-Modell” (Internetsperre nach zwei Verwarnungen wegen Urheberrechtsverletzung) auch auf Print-Publikationen anwenden?

Felten sagt: “Das von mir vorgeschlagene System ist denkbar einfach. Es wird eine staatliche Registrierstelle für Klagen gegen Verletzungen des Copyrights eingerichtet. Jeder kann eine solche Klage mit der Behauptung, jemand verletze sein Copyright in einem Print-Medium, bei der Registrierstelle einreichen. Sobald die Registrierstelle bei einer Person drei Klagen verzeichnet, ist die Person ein Jahr lang von der Nutzung von Print-Publikationen ausgeschlossen.”

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Für saubere Schreibhände: Typographie-Seife von Soap Lab. |

Seifenringe (Schmuck), Seifenhandies und ein Seifenstuhl von Nancy Wu. |

? Privatgeheimdienst: Die Neue Zürcher Zeitung berichtet von Curtis Melvin, einem Doktoranden der George Mason-Universität im US-Bundesstaat Virginia, der in akribische Kleinarbeit und mit detektivischem Scharfsinn einen detailreichen Atlas von Nordkorea erstellt hat. Behilflich waren ihm und seinen Mitstreitern dabei Agenturmeldungen, Augenzeugenberichte und die Satellitenbilder von Google Earth. |

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? Ich weiß auch nicht, warum mir in den letzten Tagen ständig Kurzfilmjuwelen der französischen Animationsschmiede Supinfocom über den Weg laufen - heute Eole von Aurélien Martineau, Etienne Métois und Moana Wisniewski über eine außergewöhnliche Begegnung auf einem Kriegsschiff:

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Inspektor Facebook

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DAS NETZ IN SEINEN neuen Erscheinungsformen ist ein fantastisches Podium der Selbstdarstellung. Jeder kann sich nun ohne große Umstände der Welt zeigen (und fast jeder scheint das zu wollen). Der Drang nach Aufmerksamkeit in der Online-Welt hat bereits Grenzen verschoben. Warum haben die Folterer in Abu-Ghuraib sich selbst und ihre Opfer fotografiert? Warum stellt ein 28-jähriger Engländer ein von einem Kumpel aufgenommenes Video auf YouTube, auf dem zu sehen ist, wie er - das Nummernschild gut zu erkennen - mit seinem Motorrad mit 200 Sachen durch ein Wohngebiet rast? Ist es das, was man im 21. Jahrhundert dummdreist nennt?

Seit sich auch Sicherheitsbehörden in den Sozialen Netzen etablieren und die digital erweiterten Handlungsmöglichkeiten im Globalen Dorf nutzen, bekommen von Eitelkeit benebelte Gangster allerdings zunehmend zu spüren, dass die ungehemmte Netzdarbietung fatale Folgen haben kann. Wer anderen online von seinen geglückten Beutezügen oder Streichen berichten möchte, kann jetzt schnell Opfer seines Geltungsbedürfnisses werden. Digitale Areale wie Facebook können eine Fundgrube für junge Talente sein - wenn man aber in seiner Heimatstadt weiträumig ein wiedererkennbares Graffito anbringt, sollte man es vielleicht nicht auch noch zusätzlich auf seiner Facebook-Seite plakatieren, wie sich das ein 18-jähriger im kanadischen Winnipeg nicht verkneifen konnte. Nachdem die Polizei einen Hinweis auf sein Facebook-Profil  erhalten hatte, ging es ab auf’s Revier.

Auch im neuseeländischen Queenstown ging der Polizei erstmals ein Ganove via Facebook ins Netz. Auf der Aufnahme einer Überwachungskamera war ein Einbrecher prima zu erkennen, nachdem er sich die Maske vom Gesicht gezogen hatte. Die Beamten stellten das Bild auf ihre gerade erst eingerichtete Facebook-Seite. Dank der daraufhin eingehenden Hinweise konnte der 21-jährige Dieb schnell identifiziert und dingfest gemacht werden.

GENAUSO RISKANT kann es aber auch sein, technische Fallstricke in Gestalt scheinbar harmlos herumstehender Computer oder kilometerweit von ihren Eigentümern entfernter Laptops zu unterschätzen. Eine Frau aus White Plains im US-Bundesstaat New York war bei einem Einbruch unter anderem ihr MacBook gestohlen worden. Sie benutzte ein kleines, nützliches Feature namens “Back To My Mac”, um das eingebaute Kameraauge des Laptops einzuschalten und sich ein Bild von den ahnungslosen Übeltätern zu machen. Die Polizei nahm die Diebe fest und konnte die ganze Beute, darunter Laptops, Flachbildschirm-Fernseher, iPods, Spielkonsolen, DVDs und Computerspiele, sicherstellen. Die Idee der digitalen Spurenverfolgung hatte Gestalt angenommen, nachdem ein Kollege der Frau bemerkt hatte, dass ihr Rechner online war und ihr Bescheid gesagt hatte.

Und dann wäre da noch die Geschichte der Leute, die unrechtmäßig zu viel Geld gekommen sind, aber nicht, weil sie eine Bank ausgeraubt haben, sondern weil die Bank ihnen das Geld gegeben hat. Ein Geldinstitut in Neuseeland überwies dem Tankstellenbesitzer Leo Gao vor kurzem irrtümlich 1,7  Millionen Euro. Seither ist er samt Freundin Kara und Familie verschwunden. Ermittler vermuten die Flüchtigen in Hongkong – Karas Schwester berichtet auf ihrer Facebook-Seite fröhlich über ihre Abenteuer zwischen Neuseeland, Hongkong und Macao.

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? Hierzu siehe auch:

Laptop-Diebe, aufgepaßt! (13.10.2008, Technology Review) |

Home automation system, YouTube nab burglars (8.4.2008, cnet) |

Bizarre coincidence: front-page photos help capture thief (21.12.2007, BoingBoing) |

Diebe fangen mit Flickr (1.10.2007, heiseticker) |

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Rätselhafte Briefe

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Young Girl Writing an Email von Jonathan Janson ?

? Mysterious Letters ist ein Projekt von Lenka Clayton und Michael Crowe. In dem kleinen irischen Dorf Cushendall erhielten alle 467 Einwohner persönliche, handgeschriebene Briefe. Der Ton der Briefe war sonderbar, keß und positiv. Das daraus hervorgegangene Kunstwerk besteht aus der Diskussion zwischen den Empfängern der Briefe, die sich fragen, was zum Teufel diese Briefe zu bedeuten haben, wer sie geschickt hat und weshalb, und so weiter. |

Hierzu siehe auch die sonderbaren Hintergründe zu den Projekten Igotanenvelope, PostSecret und PostSecretDeutsch. |

Das Voice Mail Museum. |

Die Wikipedia über Mail Art. |

? Mail Art auf Flickr:
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? mail art, fluxus bucks, postal networking:
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? PostcArt: Postcard Art
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Schnittkantencodiert

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Hier die Website einer außergewöhnlichen Sammlung von mehr als 200 fore-edge paintings aus dem Bestand des Rare Books Department der Boston Public Library (”On The Edge: The Hidden Art of Fore-Edge Book Painting“).

Die Bücher stammen aus der Zeit, als Bücher nicht mit dem Rücken nach außen ins Regal gestellt, sondern auf den Rücken gelegt wurden – mit der Schnittkante nach oben. Um diese sichbare Seite des Buchs ästhetisch ansprechend zu gestalten, begannen Künstler damit, die Schnittkante zu bemalen. Einige malten Szenen, die nur zu sehen waren, wenn die Seiten des Buchs aufgefächert werden:

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In dem Wikipedia-Artikel über Verzierungen des Buchschnitts steht unter Farbschnitte zu lesen:

Verschobener Schnitt oder fore-edge-painting: Für einen verschobenen Schnitt wird der Buchschnitt mit einem Bild versehen, das man erst sehen kann, wenn das Buch aufgeschlagen wird. Der Buchschnitt wird im aufgefächtertem Zustand bemalt. Dabei werden die Blattkanten minimal zueinander verschoben, sodass von jedem Blatt seitlich ein schmaler Streifen freigelegt wird, der Bruchteile eines Millimeters breit ist. Ist das Buch geschlossen, kann man von der Malerei nichts sehen.

Ein Linux-Programm mit dem Namen Easypose bietet die Möglichkeit zu Fore-Edge-Printing. Damit kann man einen schmalen Streifen einer Bildvorlage neben dem normalen Text gleichzeitig auf den Blattrand drucken. Patentiert wurde die Idee in den USA im Jahr 2000 als Method of printing on the edge of a book. |

Und hier noch ? die Website des Briten Martin Frost, der seit 1970 mehr als 3000 fore-edge paintings und Miniaturen gemalt hat. |

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Café Serré


Ein weiterer bemerkenswerter Animations-Kurzfilm von Supinfocom-Studenten,
diesmal ein ziemlich komischer:


Gleichfalls an der Supinfocom entstanden: Yankee Girl

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Drastische Drainagen

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Ball der Kammerspiele, München 1918. Plakat-Lithographie von Paul Erkens ?

Hier die angebliche Plakatkampagne der Werbeagentur Guangdong Advertising aus Peking, die spektakulär auf Umweltverschmutzung hinweisen soll. Hundertfach in Blogs weiterkopiert, scheint es immer noch niemanden zu stören, dass es die Umweltschutz-Organisation Greenfamily Youth Association of Environment Protection (GFEP) gar nicht gibt, die Bilder photogeshoppt sind und auf der statt mit Hintern-Kompatiblem mit lieblichen Wassertropfen gestalteten Website der Agentur keine Spur der Kampagne zu finden ist. Dafür ist man selbst dort gelandet, viral gearscht. |

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Dumm gelaufen: Sie sagte Steve

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Heute – ich arbeite mit geistig behinderten Patienten – versuchte ich 20 Minuten lang vergebens, den DVD-Player an den Fernseher anzuschließen und ging dann in die Küche, um meinen Schützlingen etwas zu essen zu machen. Als ich nach fünf Minuten zurück ins Zimmer kam, hatte einer der Patienten das Gerät angeschlossen. Er hat eine schwere Lernbehinderung. DG.

- von Tom_wh

Heute bin ich mit meiner Frau von New York nach San Francisco geflogen. Wir saßen in unterschiedlichen Sitzreihen und unterhielten uns per SMS über unsere Sitznachbarn. Ich schrieb ihr, dass der Arsch der Frau neben mir unter der Armlehne rausquillt und mich halb erdrückt. Dann sagte meine Sitznachbarin, dass eine Menge fette Ärsche Spanisch lesen können. Sechs Stunden bis San Francisco. DG.

- von mecago

Heute bin ich 240 Kilometer gefahren, um ein Konzert eines meiner Lieblingssänger zu sehen. Bevor ich ausstieg, checkte ich nochmal, ob ich die Tickets dabeihabe. Ich hatte sie dabei. Aber sie waren nicht für diesen Tag. DG.

- von duhitskelly94

My best friend looking totally stupid (Foto: Styleserver, Flickr/CC-Lizenz) ?

Heute antwortete kein einziger meiner 500 Facebook-Freunde auf meine Statuszeile “Wer möchte mit mir in den Sommerferien etwas unternehmen?” Ich erfand eine imaginäre Person und richtete einen weiteren Account ein, um mir zu antworten und mich zu fragen, ob ich mit ihm etwas unternehmen würde. Ich unterhielt mich mit mir selber. DG.

- von ineedalifekay

Heute wollte ich über die Trennung von meinem Freund wegkommen und flirtete mit einem süßen Kellner. Ich schrieb ihm etwas auf die Rechnung. Als er zurückkam, beugte er sich zu mir und flüsterte “Danke für die Nettigkeit, aber deine Kreditkarte ist abgelaufen.” DG.

- von Mel

Heute hat die Firma, für die ich arbeite, Konkurs angemeldet; diese Art Konkurs, wo alles weiterläuft. Geld für Gehälter ist keins mehr da. Sie werden mich nicht feuern. Wenn ich von mir aus kündige, habe ich keinen Anspruch auf Arbeitslosenhilfe. Ich bin jetzt ein unbezahlter Praktikant. DG.

- von Anonymous

Heute saß ich an einer Bushaltestelle und ein Typ baute sich vor mir auf und sagte: “Oh, sehr hübsch. Wieviel?” Ich sagte: “Jemanden wie mich würdest du dir nicht leisten können.” Ein alter Mann, der neben mir saß, sagte: “Ich wette, ich könnte” und legte seine Hand auf meinen Oberschenkel. Ich ließ den Bus fahren und ging im Regen zu Fuß nach Haus. DG.

- von rice_cake

Heute brachte ich Cupcakes mit in meine Klasse, da ich Geburtstag habe, alle coolen Kids machen das. Als sie Happy Birthday to… sangen, wußte keiner meinen Namen. Nur meine Lehrerin. Sie sagte Steve. Ich heiße aber Jeff. DG.

- von theman

Heute lief meine Chefin neben mir her und schrie, wie sehr sie den ganzen Bullshit von mir über habe. Also sagte ich ihr, wie sehr ich sie hasse und dass sie mal ein paar Kilo abnehmen sollte. Es stellte sich heraus, dass sie sich über ein Bluetooth-Headset mit ihrem Mann unterhalten hatte. DG.

- von unemployed

Heute erzählte mir mein Dad nach ein paar Drinks die Geschichte, wie es dazu gekommen ist, dass ich auf der Welt bin. Er hatte sich nach meinem Bruder noch ein Mädchen gewünscht, aber meine Mutter wollte keine Kinder mehr. Also trickste er sie aus, indem er ihr eine falsche Pille gab. Das erklärte eine Menge. DG.

- von verycre8tive

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? Und jede Menge mehr Dumm Gelaufenes im Archiv der Glaserei. |

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Herzerwärmende Spam-Illustrationen

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Die beste Quelle für alles Jüdische in Star Trek: Rabbi Yonassan Gershoms Trekjews. |

Vorwärts in die Kuhzunft: Die digitale Vogelscheuche von KyungRyul Lim und Miyeon Kim. ?

Wie Siliziumchips gemacht werden (via PCplus). |

Njam: Die 15 beliebtesten russischen Appetizer. |

Wir basteln uns ein Pseudoskop. |

Spamghetto, eine komplexe Junk Mail-Tapete. |

Die herzerwärmenden Spam-Illustrationen von Elliott Burford. |

Schlecht gezeichnete Cartoons zu Spam-Betreffzeilen: Spamusement. |

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? Eine der schönsten Buchhandlungen der Welt –
Lello & Irmao im portugiesischen Oporto:

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Meerkatzen mit violetten Hüten spielen Klavier

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The Huffington Post goes Boulevard: Errate das Promi-Brustimplantat (Ein Klick-Melkautomat). |

Der Haifischangriffshut von 3RaysOfSunshine (via Craftster) ?

Hierzu siehe auch: Aus den fünfziger Jahren: Ein Begriff der Güte – Mühlbauer Hüte. Hut und Schirm. | Außergewöhnliche Hüte und Mützen mit Antennen von Michael-Anne Rauback (via BoingBoing). |

Unvergleichliche Krakenmützen der kalifornischen Krakenmützenschmiede “Obey My Brain Creations”. | Hier noch ein Quallenhut (”bloop fascinator”), ein wunderbarer Walfischhut sowie eine vor dem Gesicht zu tragende Krakenkappe von Mary Pattavina. |

? Die Hut-Gruppe auf Flickr:
The Hat Group - View this group's most interesting photos on Flickriver

? Die Meerkats-in-purple-hats-playing-the-piano-Gruppe:
Meerkats in purple hats playing the piano - View this group's most interesting photos on Flickriver

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? Gegen den Angriff der Killerkeime: Space Invader-inspirierte Miniaturseife mit Zitronengeruch von Digitalsoap. Gerade ausverkauft sind die Nintendo Controller-Seifen (via BoingBoing). |

Repper, der Wallpaper-Generator. |

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? Ein modifizierter Manoi AT01-Roboter der japanischen Firma Kyosho mit beeindruckenden Breakdance-Fähigkeiten (via Robotorama):

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Yankee Girl


Es hat ein Jahr und vier Leute gebraucht, um diesen Kurzfilm zu machen: Das Yankee TeamAntoine Perez, Céline Desrumaux, Francois Pons und Gary Levesque – hat ihn an der berühmten Animationsschule Supinfocom im französischen Valenciennes geschaffen, “eine der besten Erfahrungen, die wir jemals gemacht haben” –


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Das End ist nah

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Donnerstag, 14. Mai 2009. Gegen 17 Uhr machen sich Störungen im Netz bemerkbar. Anfragen bei Google dauern wahrnehmbar länger, bleiben vereinzelt minutenlang in der Luft hängen. Zahlreiche Google-Dienste sind von den Ausfällen betroffen. Auch andere Server werden zunehmend in Mitleidenschaft gezogen.

Zu einigen Fragen hat Google nix zu sagen (Foto: Mykl Roventine, Flickr/CC-Lizenz) ?

17:50 Uhr (dra) Berlin – Einem der deutschen reste agentur auf Büttenpapier zugegangenen Bekennerschreiben zufolge hat eine Gruppe radikaler deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die sich Kulturgüter Armee Fraktion (KAF) nennt, Google kaputtgedichtet. In der orthographisch wie stilistisch glanzvoll abgefaßten Erklärung beziehen der Täter, die Täterin, die Täter respektive die Täterinnen sich auf einen “perfiden und kapitalistisch-monopolistischen Angriff des Suchbehemots Google auf die Buchkultur” und verwerfen “das Borgeoischwafel des Heidelberger Appells“.

19:00 Uhr. Internationale Korrespondenten berichten von exzessiven emotionalen Ausbrüchen in verschiedenen Teilen der Welt. Nachdem anstelle des Google-Suchschlitzes nur noch eine leere weisse Seite auf den Bildschirmen erscheint, brechen Menschen in Büros und an anderen gemeinschaftlich zur Datenverarbeitung vorgesehenen Orten in Tränen aus und fallen einander in die Arme. Nach einem kurzen Verlustschock sehen sie sich von einem überwältigenden Gefühl der Befreiung überschwemmt. Kollegen, die seit Jahren nebeneinander sitzen, bisher aber nur elektronisch miteinander kommuniziert haben, machen sich persönlich miteinander bekannt.

19:01 Uhr. Die Aktienkurse von Papierherstellern und Druckereien sind zunehmender Volatilität ausgesetzt und explodieren schließlich in einem raketenartigen Anstieg. Hedge-Fonds schichten Milliarden in diesen Wirtschaftsbereich um, der noch bis vor kurzem als Auslaufmodell galt.

19:11 Uhr. Ein Konsortium, dem unter anderem die Flugzeughersteller Boeing, Airbus S.A.S. sowie die Fluggesellschaft Air Berlin angehören, gibt ein geplantes Gemeinschaftsprojekt zum Bau eines Papiergroßflugzeuges bekannt.

19:23 Uhr. Auf einer Pressekonferenz gibt ein Google-Sprecher bekannt, dass in Kürze die Pilotphase des Projekts “Google Material” beginnen soll. Damit sollen alle dreidimensionalen Objekte der Welt eingescannt und per Google suchbar gemacht werden. Auf Nachfrage erwähnte der Firmensprecher am Rande, dass es derzeit technische Probleme in den USA, Deutschland und Frankreich gebe, die in Kürze behoben sein sollen.

(Ein aus Sicherheitsgründen geheimgehaltener genauerer Zeitpunkt am Abend des 14.5.2009). Speichelspuren auf der Sondermarke “2007 – 100 Jahre Homo Heidelbergensis”, mit der das KAF-Bekennerschreiben frankiert war, weisen auf eine Anti-Anarchistische Zelle im süddeutschen Raum hin. Auf Anregung des Kulturstaatsministers beginnt eine schnelle Eingreiftruppe aus Bloggern und Urheberrechtsspezialisten damit, das Widerstandsnest mit unter Creative Commons freigegestellten oder gemeinfreien Texten zu beschallen. Die Bewohner der umliegenden Häuser müssen ihre Wohnungen verlassen und werden provisorisch in Turnhallen untergebracht.

20:00 Uhr. Google geht angeblich wieder. Wie sich später herausstellt, handelt es sich dabei jedoch um die weltweit größte bisher bekanntgewordene Phishing-Aktion, bei der Daten aller Art eingesammelt und missbräuchlicher Verwendung zugeführt werden.

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Das Bücherblog als Buch

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Buchhändler verkaufen das, wovon sie glauben dass Leser es kaufen werden; Verlage verkaufen das, wovon sie glauben dass Buchhändler es kaufen werden; Literaturagenten verkaufen das, wovon sie glauben dass Verlage es kaufen werden. Angehende Autoren sind so hochgradig von ihren Lesern getrennt, dass das, was sie verkaufen, in diesem Spiegelkabinett völlig verschwinden kann.

Paul Collins in “This Genteel Racket” (The Village Voice)

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Sozial genetzwerkt werdenFace.com hat in 30 Tagen 400 Millionen Facebook-Fotos getaggt (via TechCrunch). |

Karte des Bücherlandes von 1938. ?

BibliOdyssey, das vielgerühmte Blog für Freunde bibliophiler Kostbarkeiten, nun auch als Buch: “BibliOdyssey – Amazing Archival Images From The Internet“. | Der Sachsenspiegel, das älteste deutsche Rechtsbuch des Mittelalters. |

Sehr ansprechende Fotos von Zeichen, Schildern und Plakaten von PJ Chmiel. |

Ein Kunst-Roboter von Christian Gumpold. |

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? David Levine hat größere Mengen alter Expo-Broschüren aus den fünfziger und sechziger Jahren gescannt, beispielsweise die des britischen Pavillons auf der Expo 1958 in Brüssel. – Weitere:

DavideLevine - View my most interesting photos on Flickriver

? Die Umschläge Hunderter von Penguin Books:

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Ich weiß nicht was soll es

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DIE ARABISCHE WELT reagiert auf die twitternde jordanische Königin Rania (via Global Voices Online). |

Bedienungsanleitung für den 1979 eingeführten NorthStar HORIZON. Darin besonders schön: Handling Floppy Diskettes.

Und der Fortschritt ist unaufhaltsam, hier in Gestalt der spektakulären Festplatte mit 18 Megabyte Fassungsvermögen. Horror Vacui! Was soll man denn auf so viel Speicherplatz alles speichern? ?

INTERESSANT ZU SEHEN, wie bei manchen Leuten in wackligen Zeiten auch der Kopf in Bewegung kommt. Brilliante Idee der Selbstvermarktung: Die in Berlin lebende Künstlerin April Gertler versteigert in dem Projekt-Blog “Wager” erfolgreich ihre Bilder (Dank an Joachim). |

ICH WEISS NICHT, was soll es bedeuten: internet clothing. |

Kabuki-Kostüme und -Makeup. |

FAMILIE SLEEPER wohnt nicht schlecht in einer Höhle. |

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? Das Projekt 8-Bit Fatalities setzt sich mit den abstrakten Formen des Killens in Pixel-Videospielen auseinander, etwa wenn Pac-Man die Geister frißt, und setzt sie in realistische Grafiken um (via Kottke):

TastyPaints.com - View my most interesting photos on Flickriver

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Falten und walten

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DIE FEINEN Papier-Falzbilder von Simon Schubert (kein Origami, fast wie gemalt). |

Ein ins Doktor-Mabuse-hafte gehendes, kunstvoll verbogenes Papierhaus von Mandy Smith. ?

GESCHÄFTSMODELL für kriselnde Zeitungen? Der Designer Isaac Mizrahi entwirft Papierkleider. |

Bemerkenswert detailreiche Kreaturen aus Papier. |

Serial Cut™: Pop-up Trains. |

Eine erstaunlich realistische Yamaha YZR-M1 aus Papier. |

Seed Magazine: Eine übercoole interaktive Collage einiger der besten Ideen der Gegenwart. Scrollen, klicken, zoomen, lernen. |

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? Eine ganz und gar unglaubliche versteckte Illustration
in Ausgabe 923 des Magazins Domus: ”Miss Web 2.0″ von Onlab und Tobias.

(via magculture)

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Schmutziges Computern

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Die Biologie von B-Movie-Monstern von Michael C. LaBarbera, Professor für Biologie und Anatomie an der University of Chicago. |

Eine Einführung in Speisen und Getränke in Star Trek. |

12 Fotos von aufsehenerregenden Meteorschauern. |

Die Mud Tub ist ein experimentelles organisches Interface: Man kann einen Computers steuern, indem man im Schlamm rummatscht. |

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? Us Now:
Ein Film über die Macht der Massenkollaboration, den Staat und das Internet.

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Finanzkrise (21): Rattenzahlung

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EIN LONDONER GESCHÄFTSMANN stemmt sich in seinem Schaufenster der Krise entgegen: F*ck You, Recession!

Fuck The Economy-Kaffeebecher von MenStyle. ?

MAN KÖNNE die Kreditwürdigkeit eines Menschen an seinem Gesicht erkennen, berichtete der Economist über eine Studie von Jefferson Duarte von der Rice University in Houston im US-Bundesstaat Texas. |

BEI Rattraders.com arbeitet man mit 20 trainierten Ratten, die sich zu jeweils speziellen Segmenten des Finanzmarkts äußern, und zwar vermittels einer eigens entwickelten Skinner-Box (via Kottke). |

IM AUGE der Brieftasche: Bridgewater, der größte Hedgefonds der Welt (via CNNMoney)

Wechsel-Stuben: Wenn aus Banken Bestattungsinstitute, Kirchen oder Stripclubs werden (via Slate). |

Das Happy News Cafe in Washington, D.C., etwa 1937: “Ein neues diätetisches Restaurant für Arbeitslose.” |

Moderne Geisterstädte, heute: Detroit (via psfk). |

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? Der US-Immobilienmarkt kollabiert, und zwar buchstäblich: Im kalifornischen Victorville bezahlt eine Bank dafür, dass vier Musterhäuser und 12 fast fertiggebaute Häuser abgebrochen werden -

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Die Durchsausung des Suchgiganten

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Eine 200-Sekunden-Tour durch den Googleplex im kalifornischen Mountain View:

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Slow Tech

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Verpassen wir den Anschluß? Viele an Computer und Internet interessierte Menschen möchten sich nicht von Digital-Cowboys mit laut muhenden technologischen Leitströmungen durch die Prärie treiben lassen.

“ES IST ZEIT, RSS komplett zu vergessen”, schreibt atemlos Steve Gillmor in dem vielgelesenen US-Blog TechCrunch, “und zu Twitter zu wechseln.” Die meisten Menschen in Deutschland haben noch nie von RSS gehört. Es ist eine nützliche und sehr bequeme Methode, in der Neuigkeitenvielfalt des Internet den Überblick zu bewahren. Die Bedeutung von RSS wird in den nächsten Jahren eher zunehmen als verschwinden.

Hochwertige RSS-Halskette (Foto: alex_lee2001, Flickr/CC-Lizenz) ?

RSS ist eine der Grundlagen der individualisierten Zeitung von morgen. Man abonniert damit die Neuigkeiten von Websites, Nachrichtenquellen und Blogs, die einen interessieren und muß dazu nicht mehr mühsam jede Site einzeln abklappern. Mit der passenden Software lassen sich diese RSS-Feeds einfach sortieren und rubrizieren, fast so wie man es von der redaktionellen Struktur einer herkömmlichen Zeitung kennt. Neu daran ist, dass man bei der Zusammenstellung seinen persönlichen Vorlieben folgen kann (in meinem Newsreader habe ich viele der bewährten redaktionellen Rubriken beibehalten, weil sie Sinn machen). Einer der Gründe für das Schattendasein von RSS ist, dass die Betreiber werbefinanzierter Websites den Nachrichten-Feeds oft skeptisch gegenüberstehen, da sie zurückgehende Besucherfrequenzen fürchten. In Wirklichkeit können sie, unter anderem, treue Leser gewinnen.

Angesichts eines trendgehetzten Steve Gillmor frage ich mich, was an einer solchen Meldung noch die hochleistungssportliche Info-Anstrengung einer technischen Avantgarde ist, und was bereits pure Hysterie (”Ich bin ganz, ganz vorne”). Leute wie Gilmor scheinen den Kontakt zur Realität, in welcher der Rest der Menschheit lebt, zu verlieren.

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Eine Schachtel Twitter ohne Filter (Foto: carrotcreative, Flickr/CC-Lizenz) ?

TWITTER. Etwa 70.000 Leute in Deutschland twittern, weltweit sind es an die 10 Millionen. Twitter ist ein interessantes, kleines Nebenbeimedium, das momentan als die schärfste Erfindung seit dem tiefen Teller gehandelt wird. Die meisten Menschen wissen nicht, was ein Tweet ist und schlafen trotzdem ruhig. Vielleicht, wenn man ihnen ein bißchen Zeit läßt und nicht schon vorher wieder die Luft raus ist (die Firma Twitter verdient kein Geld und weiß auch noch nicht, wie sie künftig welches verdienen könnte), werden auch die anderen mal zu twittern probieren, um herauszufinden, was es damit auf sich hat. “Tweets” heißen die Nachrichtenatome, die man sich auf Handy, Smartphone oder Computer schicken lassen kann. Ein, zwei Sätze. Das ganze ergibt eine Wolke aus Nachrichtenkonfetti - und die wichtigste Strukturierungsmöglichkeit entspricht dem Prinzip von RSS: Man kann die Äußerungen einzelner twitternder Menschen oder Organisationen abonnieren und ihr “Follower” werden.

Was wir an Gekreisch wie dem von Steve Gillmor beobachten können, ist eine Neuauflage des Mottos “GBF” - Get Big Fast - aus den Zeiten der New Economy. Damals hat man einfach Sinn durch Geschwindigkeit ersetzt (so wie man im Vorfeld der Finanzkrise verstehbare Verfahren durch hirnlose Geldgier ersetzt hat). Anfang der fünfziger Jahre, als der Marlon Brando-Film “Der Wilde” über eine rebellische Motorradgang in die Kinos kam, schrieb Helmut Qualtinger eine Song-Parodie auf den Film, deren Kernsatz noch heute aktuell ist: “Ich weiß zwar nicht, wo ich hinwill, aber dafür bin ich schneller dort.”

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Kamera-Hacks

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40 BEMERKENSWERTE Online-Fotomagazine – von The 37th Frame bis zum burn magazine (via smashingmagazine). |

DIE BESTEN Star Trek-Zeitschriftencover aus den letzten 40 Jahren. |

Es ist nicht einfach, Fotograf zu sein. ?

DIE WAHRHEIT darüber, wie Leute ihre Kameras kaputtmachen: 1/6 schiebt die Schuld auf Kinder oder Hunde; 3/100 fahren mit dem Auto über die Kamera; mehr hier). |

WIE SIEHT das erste Foto aus, das jemals gemacht wurde? Wann wurde der erste nackte Mensch abgelichtet? Wann wurde das erste Mal unter Wasser und in der Luft fotografiert? – A Timeline of Imagery Firsts (via maxpower). |

Lightmark: Fotografierte Lichtzeichen von Cenci GoepelJens Warnecke, Hamburg. |

10 prima Kamera-Hacks (via oobject). |

Ein Linsen-Hack: Fotohandy mit Teleobjektiv von Kerrin Mansfield. |

Das Mehrfamilienhaus unter den Kamera-Taschen (via Core77). |

A Multimedia Magazine for Photojournalism in the Digital Age: The Digital Journalist. |

Richard Salamanca, Meister der Photoshop-Illustration. |

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Zeit lassen

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? Atemberaubende Hochgeschwindigkeitsaufnahmen von David Coiffier:
Ein Rugby-Match in Paris, 1000 Bilder pro Sekunde (via Britannica Blog)

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? Noch nie gesehene Aufnahmen:
Der Surfer Dylan Longbottom reitet Riesenwellen in Slow Motion (via BBC)

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Ernst Haeckel: Kunstformen der Natur

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Vollständige digitale Faksimile-Ausgabe mit 100 Bildtafeln, herausgegeben von Kurt Stüber. Diese elektronische Ausgabe wurde erstellt mit Hilfe einer Original-Ausgabe des Haeckel’schen Werkes, das zwischen 1899 und 1904 entstanden ist und das von Prof. Dr. Peter von Sengbusch in Hamburg zur Verfügung gestellt und sorgsam eingescannt wurde.

Der Zoologe, Arzt und Freidenker Ernst Haeckel war der Mann, der die Arbeiten von Charles Darwin in Deutschland bekannt machte. |

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? Für Freunde kostbarer botanischer Zeichnungen sind die Bilderschätze drüben bei BibliOdyssey ebenfalls empfehlenswert. Beispiele:

• Collectanea Botanica, or, Figures and Botanical Illustrations of Rare and Curious Exotic Plants Chiefly Cultivated in the Gardens of Great Britain (1821-1826) von John Lindley

• Vergleichende Anatomie der Wurzeln und Stämme von 1675

• The botany of the Antarctic Voyage von Joseph Dalton Hooker (1847)

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