Monatsarchiv für Mai 2009

Momentmoleküle: Nach dem Regen

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WIR KOMMEN aus dem Kino in die Nacht hinaus. Die Stadt liegt verzaubert. Oh Kino. Es hat geregnet, und unter dem schwarzen, gläsernen Glanz am Asphalt und den lichtbedeckten Häuserwänden stauten sich unsichtbar die Bilder. Die Welt scheint zum Platzen erfüllt von dem freudigen Geist der Fiktion. Ich erwarte jeden Moment, dass Abermillionen winziger Türchen im Boden, den Häuserfronten und dem mit grobkörnigem Licht besetzten Himmel aufspringen und dicke rundliche Sprechblasen herauspoppen wie Champignons - “Wow”, “Herrlich”, “Schön”. Und wir würden darauf weitergehen, wie auf einem weichen, weißen Noppenboden.

SCHWERES LICHT nach einem weichen Regen. Es ist, als würde das Licht in das Zimmer geschüttet. Ein Bildschirm auf einem Tisch neben dem Fenster, über das Glas streicht ab und zu eine Zeile. Das Leuchten weckt einen Anschein von Klarheit, wie er sich nach einem Regen gern einstellt.

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? Regen in der Stadt:
Rain in the city... and in the country - View this group's most interesting photos on Flickriver

? Regen:
Rain - View this group's most interesting photos on Flickriver

? Ich liebe den Regen:
I Love the Rain - View this group's most interesting photos on Flickriver

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Sauerstoff

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Good Girl Art. |

Der Ursprung des Peace-Zeichens. |

Die riesigen Wandbilder des Illusionsmalers John Pugh. |

Hyperphoto: Paris bei Nacht. Grande. |

Kind of Bloop: Ein 8-Bit-Tribut für Miles Davies. Andy Bajo kündigte an, das Projekt zu starten, sobald er 2000 Dollar Startfinanzierung klargemacht habe. Das Geld für das auf der Website Kickstarter vorgestellte Projekt war innerhalb von vier Stunden beisammen. Derzeit haben 219 Unterstützer 4.666 Dollar investiert, um die Musik und eine CD Wirklichkeit werden zu lassen. | .

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? Oxygen: Eine total durchgeatmete 3D-Animation von Christopher Hendryx

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Twitter-Telepathie

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Adam Wilson vom Neural Interface Technology Research and Technology Lab von der University of Wisconsin hat den Prototypen eines Hirn-Twitter-Interfaces gebaut – man denkt, und es wird getwittert. | 

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Hierzu siehe auch die Netzkolumne aus der Stuttgarter Zeitung vom 6.12.2006:
Die neuen Gedankenleser – Telepathie ist fast schon so normal wie Bügeln.

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Two Suicides

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Allan Cedeño (via Bits & Pieces). |

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Unechte Computergrafik

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Zehn schöne Computer (via BoingBoing Gadgets). |

Hierzu siehe auch: Coole alte Technik und Spitzentechnik von vorgestern (via darkroastedblend). | Bei IBM am Dachboden. | Vintage Facebook. | Online-Zeitung, 1981. | Zehnmal Zukunft, angezweifelt. |

Tabulatorinnen (Lochkartenstanzerinnen), 1920. |

• Ein Lamborghini Countach als Wireframe-Modell von dem Künstler Benedict Radcliffe. Der Drahtrahmen ist allerdings nicht gezeichnet, sondern echt und aus 10-Millimeter-Stahldraht gefertigt. |

Die Roboter-Skulpturen von Ann P. Smith (auch die animierten Skulpturen sind sehenswert).

Die futuristischen Gebilde von Christopher Conte (via Picocool). |

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• X-Ray Funnies von Reintji:

Reintji - View my most interesting photos on Flickriver

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Still Run

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Aus dem Album The Wunder Tales des australischen Duos BrotherSister:

(Via formfiftyfive)

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Code Adam

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DER MOSSAD-FÜLLER schreibt mit scheinbar normaler Tinte, die jedoch unsichtbar wird, wenn man sie mit einem Haarföhn erwärmt. Legt man die beschriebene Seite in den Kühlschrank, wird die Schrift wieder sichtbar (via BoingBoing Gadgets). | Mancher wird sich vielleicht noch aus seiner Kinderzeit an die Herstellung von Geheimtinte erinnern. Der Klassiker funktioniert genau umgekehrt wie der “Mossad-Füller: Zitronensaft. |

FÜR LEUTE, die gern Worte in andere Worte verrätseln: ein deutschsprachiger Anagramm-Generator von Ulrich Sibiller (auf der Basis von Evans Criswells Wordplay). |

Der englischsprachige Anagramm-Generator der weltweiten Wortliebhaber-Community Wordsmith. Es gibt hier auch einen Anagramm-Generator für verschiedene Sprachen. | Die Wikipedia über Anagramme. |

EIN Text-Marker für Webseiten: Markkit. →

VON CODE ADAM bis Code Yellow: interne Codes, die von Kaufhausmitarbeitern, Schiffsbesatzungen oder Computersupport-Menschen verwendet werden. |

COOLE Computer-Keyboards. |

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Die Milchstraße über dem Hakuba-See

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Das Dorf Hakuba (???) in der Präfektur Nagano ist die Geburtsstätte des japanischen Schisports. Der See liegt etwa acht Kilometer von Hakuba entfernt.

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Der cleane Kosmos

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ANLÄSSLICH DES NEUEN Star Trek-Kinofilms ist mir wieder aufgefallen, wie stubenrein und hochglanzpoliert die Welt in vielen klassischen Filmentwürfen einer technologisch geprägten Zukunft erscheint. “Raumpatrouille” mit den verchromten und glasglänzenden Interieurs der Orion-Raumschiffe und Unterwasserstädte gehört ebenso dazu wie die staubgesaugte Star Trek-Vielfalt in Kino und TV.  Inwischen hat das Staubsaugen tatsächlich kosmische Dimensionen erreicht. Schon im Trailer von Star Trek XI ist ein ganzer Planet zu sehen, der kollabiert und sich selbst einsaugt.

Die Menschen, die diese Hightech-Morgenwelten bevölkern, sind gleichermaßen seelisch bereinigt. Sie sind moralisch auf eine Weise konstruiert, die an die verfüherische Schlichtheit der euklidischen Geometrie erinnert – alles schön geradlinig oder höchstens unkompliziert, also kugelförmig gekrümmt. Es sind Menschen (und Wesen aller Art), die so prall gefüllt sind mit guten Absichten (oder so nachtschwarz böse), dass sie kaum noch durch die Tür respektive das Schott passen, welches übrigens bemerkenswerter Weise auch im 24. Jahrhundert noch ein pneumatisches Pffft von sich gibt. Ich hab mal eine Nacht in einem Hotel in Berlin verbracht, in dem die Tür zum Bad sich über eine Lichtschranke gesteuert öffnete – wie auf der Enterprise, bloß geräuschlos. Nach dem, was uns Drehbuchautoren an Phantasie zubilligen, hat die Gegenwart des 21. Jahrhunderts das 24. Kinojahrhundert also bereits überholt.

(Foto: Dan4th, Flickr/CC-Lizenz) ?

Auch die berührungslosen Waschbeckenarmaturen in dem Hotelzimmer und den schamanischen Fuchteltanz mit den Händen, den man mangels Bedienungsanleitung davor aufführen muß, um sie zum Funktionieren zu bewegen, fand ich futuristischer als vieles, das - auch wenn das Vakuum keinen Schall transportiert - auf Leinwand oder Bildschirm stets röhrend durch den Raum rast. O.k., es gibt auch Lichtblicke wie die Szene aus “Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart”, in der Bordingenieur Scott sich ins 20. Jahrhundert gebeamt, in einer Werkstatt in San Francisco mit einem brandneuen Macintosh Plus und einem begeisterten Techniker konfrontiert sieht. Da Scotty es gewohnt ist, Maschinen durch gewöhnliches Sprechen zu bedienen, versucht er das auch mit dem Mac und redet in die Maus hinein – “Hallo, Computer?!”.

NEBEN DER STAUBGESAUGTEN, euklidischen Version der Welt wurde Mitte der siebziger Jahre aber auch eine verwickelte und ambivalente Realität sichtbar. 1975 hatte Benoît Mandelbrot den Begriff der Fraktale geprägt und der Beobachtung, dass die Natur nicht nur aus Kugeln, Würfeln und Pyramiden besteht, eine mathematische Grundlage gegeben. Damit war offiziell, dass die Welt nicht nur aus klaren, ganzzahligen Dimensionen besteht, sondern auch aus gebrochenen. Zugleich fand das Kino eindrucksvolle, poetische Bilder für diese abstrakte Erkenntnis.

Watched this week (Foto: Irina Slutsky, Flickr/CC-Lizenz) ?

In Filmen wie Dark Star oder Bladerunner wurde deutlich, dass die Welt kein weisser Würfel ist und nicht aus stapelbaren Stühlen besteht. Erstmals waren Raumschiffe zu sehen, die auch schon mal bessere Zeiten gesehen hatten, Zukünfte voller Chaos und Unkontrollierbarem und Technologie, die verbeult und öltriefend vor sich hin pröpelt.

Auch davon ist ein wenig in dem neuen Star Trek-Film angekommen. Funken fliegen auf Raumschiffwerften, Leute prügeln sich und haben Nasenbluten und bei manchen der riesigen Space-Bauwerke ist man nicht sicher, ob sie nicht vielleicht demnächst durchgerostet sein könnten.

Unser Vorstellungsvermögen wird in eine Hightech-Zukunft geführt, die nun schmutziger und komplizierter ist, man könnte auch sagen: versuchsweise realistischer. Die Geometrie einer sauberen Welt, die gegen eine unsaubere kämpft, ist nun auch im Kino (ein bißchen) gebrochen.

“Für jedes komplexe Problem gibt es immer eine einfache Lösung”, schrieb schon der amerikanische Autor Henry Louis Mencken, “und sie ist immer falsch”.

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Pixel City

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Wie man an einem Tag eine nächtliche Stadt konstruiert –
Shamus Young hat die Software dafür geschrieben:

(via Tinselman)

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In eigener Sache: Küchenradio

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Gestern war ich wieder mal in das wunderbare Küchenradio eingeladen:.

Küchenradio, Folge 212: Google Books

Peter Glaser, Autor, Blogger, Internet-Ureinwohner, war schon mal im Küchenradio. Diesmal geht es um Googles digitale Bücherei und die Sicht eines Autors auf den Deal zwischen Google und den amerikanischen Autoren.

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Zum Nachhören (September 2006):

? Küchenradio, Folge 67: Peter Glaser

Küchenradio zu Gast bei Peter Glaser, Schriftsteller und Ureinwohner des Cyberspace. Der Chaos Computer Club wird 25, Peter war fast von Anfang an dabei und bereiste kürzlich Japan, wo er die abgebildetete Dame-Edna-Brille erstand.

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Wunderwelt des Sex: Filter for fun

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Wo es sich am besten anfühlt, berührt zu werden: Die Fleshmap von Fernanda Viégas und Martin Wattenberg. |

Pixel Binary Filter von Felipe Cama (Klick auf felipe cama > english > works). ?

Aufgefaltete Körperoberflächen von Lilla LoCurto und Bill Outcault. |

Gebäudetechnik-Porno. |

Kevin Necessary und seine bemerkenswerte Sammlung von kolorierten Körperabdrücken (Klick auf Portfolio > Personal > Body Impressions). |

Rikscha-Vulva der finnischen Künstlerin Mimosa Pale, ein fahrbares Zeichen gegen den Phallozentrismus. |

Intime Innenarchitektur: der Riesen-BH. |

Die Liebes-Lampen von Daniel Loves Objects. |

Green Porno von Isabella Rossellini (via SwissMiss). |

Gemälde am Rand der Sittlichkeit: Ein junger Meister aus Hongkong, der sich cellar-fcp nennt (via Designyoutrust). |

Wir sind umgeben von Abwesenheit: Charles Cohen, “Gelöschte Szenen(in dem kreissägeblattförmigen Menü auf das Element an der 3 Uhr-Position klicken). |

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Honi soit qui mal y pense (Ein Schelm, wer Böses dabei denkt):

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? Aus dem Archiv der Glaserei:

Wir Nichtmaschinen

Experimentelle Pornographie

Porno ohne Porno

Frühlingsgefühle

Diverse Pornographien (2)

Diverse Pornographien (1)

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Dumm gelaufen: falsch verbunden

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Heute ist mein Geburtstag. Nachdem ich reingefeiert hatte, kam ich nach Haus und fand alle meine Sachen im Garten verstreut, einschließlich meines 42-Zoll-Plasmafernsehers. Ich frage meine Freundin, wo das Problem sei. Sie sagte, irgendeine Schlampe habe eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, wie toll es letzte Nacht gewesen sei. Stellte sich heraus, dass es meine Mutter war. DG.

- von chaos2007

Heute rief mich jemand an - falsch verbunden. Ein paar Sekunden später hatte ich sie wieder dran und erklärte ihr, dass sie die falsche Nummer habe. Sie sagte, sie habe auf Wiederwahl gedrückt und verstehe nicht, weshalb ich schon wieder dran sei. Ich versuchte ihr zu erklären, wie Wiederwahl funktioniert. Sie nannte mich einen Schwachkopf und legte auf. Dann klingelte mein Telefon wieder. DG.

- von Anonymous

Heute hat mir mein Freund ständig erzählt, wie aufregend meine beste Freundin gestern Nacht gerochen habe und dass ich ein Parfüm tragen solle, das so ähnlich rieche. Ich trage das exakt gleiche Parfüm, und das bereits seit Monaten. DG.

- von badboyfriend101

Heute stand ich in der Schlange für eine Vorstellung des neuen Star Trek-Films und unterhielt mich mit einem Pärchen über einen Typen, der in einer Starfleet-Uniform anmarschiert war. Wir machten uns über den Geek lustig, bis mein Handy klingelte. Mein Klingelton ist das Geräusch, das der Star Trek-Kommunikator macht. DG.

- von Ottawa

Heute wachte ich gegen halb Fünf auf, weil ich vergessen hatte, meinen Blackberry stumm zu schalten. Es war eine E-Mail von der verrückten Mutter meines Exfreunds, die mir Bilder von der Hochzeit ihres Sohns schickte, die über’s Wochenende stattgefunden hatte. Ich bin immer noch Single. DG.

- von freckle82

Heute hatte mein Freund Geburtstag und wir waren in einem netten Restaurant. Ich ging auf die Toilette und hörte eine Frau in der anderen Kabine weinen. Sie konnte ihre Unterwäsche nicht hochziehen, weil sie zu dick war und mit den Armen nicht mehr ranreichte. Ich mußte ihr helfen. DG.

- von bathroomseww

Heute joggte ich durch die Nachbarschaft und sah den Ball eines Kinds vorbeirollen. Ich hielt an, angelte mir den Ball und reichte ihn dem Kind. Dann schrie das Kind Stranger Danger und seine Eltern kamen rausgesprintet. Ich mußte die Geschichte 30 Minuten lang der Polizei erklären. DG.

- von TheJoker

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? Mehr Dumm Gelaufenes im Archiv der Glaserei:

Dumm gelaufen (DG): Omas sexuelle Vorlieben
Dumm gelaufen (DG) - fünfte Lieferung
Dumm gelaufen (DG) - vierte Lieferung
Dumm gelaufen (DG) - dritte Lieferung
Dumm gelaufen (DG) - zweite Lieferung
Dumm gelaufen / dumme Nuss
Glück gehabt
Unglaublich gut gelaufen (UGG)
Dumm gelaufen: Die Einladung
Aufruf: Dumm gelaufen
Die Killer-SMS
Herr Nash und Herr Dutu

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Venetian Snares - Szamár Madár

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Ins Bild gesetzt von dem Animationskünstler David O’Reily


(danke, Samuel)

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Momentmoleküle: Was uns am Netz gefällt

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ICH BESUCHE eine Party. Wie es Sitte ist, werde ich niemandem vorgestellt. Ich fühle mich wie Peter Sellers, der in dem Film “Der Partyschreck” vor einer besetzten Toilette neben einer Dame wartet und sie, als das Schweigen peinlich wird, fragt: “Sprechen Sie Hindustani?” Ich knistere über den Parkettboden durch die Zimmer und betrachte mit dem Blick eines Museumsbesuchers die Leute in den Sitzgruppen und lasse mich von den Leuten in den Sitzgruppen betrachten und überlege, ob es für solche Anlässe nicht zweckmäßig wäre, sich wie ein Ausstellungsgegenstand ein Schildchen ans Revers zu heften - “Herr Glaser, Partygast. Protein auf Knochenbasis.”

Tea Party (Foto: riot jane, Flickr/CC-Lizenz) ?

HAST DU DICH schon mal im Traum gelangweilt?, fragt sie. Noch nie, sage ich und setze mich dazu. Der Stuhl schnarcht über den Fußboden. Ich lege mich ins Bett, sagt sie, bin müde, keine Schulden, keine größeren Sorgen. Gewöhnlich kommt dann der Schlaf, was aber muß ich sehen? Schnee, Rauschen, Leere. Langeweile kann so wunderbar sein. Wie Faultiere lassen wir uns von den Vektorstrahlen des Universums hängen und sehen der Zeit beim Vergehen zu. Dann steht sie auf und malt eine Null auf das beschlagene Fenster. Es ist Frühmorgens, an einem verlorenen Ort.

ALTE FREUNDSCHAFTEN sind von einem natürlichen Geheimnis umgeben. Begegnet man sich nach Zeiten wieder, steigt aus der Zeremonie des gemeinsamen Erinnerns ein Gefühl für eine der ruhigen Kräfte, die das Leben zusammenhalten in dieser veränderungswütigen Zeit. Das ist es auch, was uns am Kino so gefällt. Diese Dichte an Gefühl. Diese Abfolge wesentlicher Momente, die keine leeren Stunden wie der Alltag kennt. Das ist es auch, sagt der Freund, was uns am Netz so gefällt.

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Leseempfehlung

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Lobbyarbeit. “Ein Kollege meinte heute am Telefon, dass die “Internetjungs” sich freuen sollten. Solche, zudem schnell durchschaubaren Aktionen, zeugten im politischen Berlin davon, dass da irgendjemand zunehmend nervös werden würde.”Don Dahlmann beleuchtet den Hintergrund eines Vereins namens “Deutsche Kinderhilfe e.V”, der in einer Presseerklärung die Unterzeichner der Online-Petition gegen Netzsperren in die Nähe von Kinderpornographie-”Usern” zu rücken versucht.

Dass es in der Begründung der Petition heißt Das vornehmliche Ziel – Kinder zu schützen und sowohl ihren Mißbrauch, als auch die Verbreitung von Kinderpornografie, zu verhindern, stellen wir dabei absolut nicht in Frage – im Gegenteil, es ist in unser aller Interesse. Dass die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen dafür denkbar ungeeignet sind, wurde an vielen Stellen offengelegt und von Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen mehrfach bestätigt”, verschweigt der Verein.

Gesetze sind wie Würste, man sollte besser nicht dabei sein, wenn sie gemacht werden”, befand Otto von Bismarck. Was dabei zutage tritt, ist nach wie vor unappetitlich. Zum Glück erweist sich dabei nun immer öfter, dass Transparenz die Grundideen der Demokratie stärkt.

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Die Geographie der Todsünden

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Das Z-z-z-Book: ein Laptop-Kissen, das sie sich bei der Werbeagentur BBDO Mexiko ausgedacht haben. ?

Die Mood Map: Wie Stimmungen unterschiedlich über die USA verteilt sind. |

Die Geographie der Todsünden: Wie die sieben biblischen Todsünden über die USA verteilt sind. |

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Adam St. Patrick war Zeuge einer öffentlichen Enthauptung in Saudi Arabien. Eine Reportage. (Via The Walrus, Kanada). |

Stefanie Posavec, “Writing Without Words”: Wie man Bücher und unterschiedliche Schreibstile verschiedener Autoren visualisieren kann. | 

Ein Lippenabdruck von Marilyn Monroe, 1962. |

Mona Tweeta: Die Aufgabe war, ein kleines Programm zur Codierung und Decodierung von Bildern zu schreiben, um sie in einem Tweet verschicken zu können. Auf der linken Seite ist zu sehen, was sich in 140 Zeichen mit Twitter verschicken läßt. Der clevere Quasimondo benutzt dafür chinesische Zeichen, da sich im Unicode Transformation Format (UTF-8) 210 Bytes in 140 Zeichen unterbringen lassen. ?

Inspiriert von der legendären Enigma: Tatjana van Vark’s Codiermaschine von 2003. |

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Das amerikanische Stonehenge: 1979 wurde von einer Gruppe anonymer Bauherren in Elbert County im US-Bundesstaat Georgia eine Steinstruktur errichtet, die auch als Kalender und Uhr benutzt werden kann. Auf den Steinen sind für den Fall, dass die Zivilisation einmal kollabieren sollte, in acht Sprachen Instruktionen zur Rekonstruktion einer menschlichen Gesellschaft eingraviert (via Wired). |

Besser als jedes Horoskop: Eine Tageseinschätzung auf der Basis von News, Aktienkursen und dem Wetter: TodayIs. |

Sascha Lobo und ein nicht namentlich bekanntes Huhn im Vorfeld eines Kampfes. |

Leckere dreidimensionale Freiform-Süßigkeiten, gefertigt mit dem CANDYFAB 4000-3D-Drucker. |

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Wie man große Schiffe fährt

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Night Run II von Lou Vest, eine Nachtfahrt durch den Huston Ship Channel:

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Momentmoleküle

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NEULICH FRÜH am Flughafen. Morgens hin, abends zurück. Eine seltsame Gemeinde, die da still in den orangen Sitzschalen der Warteräume sitzt. Ein verschlafenes Model, das Beauty-Case wie eine unhandliche Weltkugel unter den Arm geklemmt. Männer im Trench, die hirnlos im Wirtschaftsteil der FAZ blättern. Alle schweigen und scheinen sich doch zu kennen. Und durch den sachten Duft von Rasierwasser und weichgespülten Pullis sticht ein merkwürdig melancholischer Hauch: Der seelische Schweißgeruch von Menschen, die Termine haben.

DRAUSSEN WERDEN nach und nach die Reklameneons eingeschaltet. Eine Treppe aus roten Leuchtbalken glüht in Minutenabständen die gegenüberliegende Hauswand hoch. Du bist ein sentimentaler Affe, sagt sie umgänglich. Ich bin begeistert. Ich bin aufs Innigste angerührt von jeder Waschpulverreklame, von jedem Wurstpreis in der Zeitung, als gäbe es im Herzen der Stadt einen märchenhaften Supermarkt, in dem mich meine Eltern einst gekauft haben, und nach dem ich mich nun heimwehkrank sehne.

SIE ERZÄHLT von einem Computerprogramm, das gelernt hat, Filmschnitte zu erkennen und die Zeit zwischen zwei Schnitten zu messen. Lange Szenen bewertet das Programm als langweilig, neuer deutscher Film, kurze als unterhaltsam. Kurze Szenen zeichnet das Programm auf und spielt sie zufallsgesteuert wieder ein, sobald sich eine allzu lange Szene abzuzeichnen beginnt.

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Persönliche Geheimnisse

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FÜR ALLE, die eine gute Einschätzung möchten, wo die vitalen Entwicklungen im Netz stattfinden (und wo nicht): “Politiker, Journalisten, alte Blogger, junge Blogger” von Jens Scholz lesen. |

Die Strahlenpistolen des italienischen Spielzeugwaffenherstellers Edison Giacattoli (via Sean M. Ragan). ?

Ein verspieltes, dreidimensionales Navigationssystem, das durch Berge von Fotos führt: Lisa Strausfeld für diller scofidio + renfro (DS+R), ein “interdisciplinary studio” in New York (via Pentagram). |

Dumm gelaufen: 62.000 Dollar Telefonrechnung für einen Film-Download (nach Protest reduziert auf 17.000 Dollar). | Hierzu siehe auch: 600 Euro Fernsehgebühr. |

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Igotanenvelope ist ein Kunstprojekt, bei dem man einen frankierten und an sich selbst adressieren Umschlag an einem öffentlichen Ort liegenläßt und darauf wartet, dass jemand ihn mitnimmt und ihn befüllt zurückschickt. Zurückgeschickte Umschläge soll man einscannen und den Scan dem Betreiber von Igotanenvelope schicken. Der Initiator stellt sich auf seiner Website leider nicht vor. Was die Urheberrechte an den eingesandten Beiträgen angeht, muß man sich allerdings gleich mal einer sogenannten Total Buyout-Vereinbarung unterwerfen – eine Einverständniserklärung, dass man für seine Beiträge sämtliche Verwertungsrechte für alle auch künftigen Verwertungsformen für immer an Igotanenvelope abtritt.

Einige Links führen auf weitere Websites mit Variationen der Igotanenvelope-Idee, etwa PostSecretDeutsch, “ein gemeinschaftliches Kunstprojekt von der und für die Allgemeinheit. Menschen schicken ihre persönlichen Geheimnisse auf einer Postkarte anonym an die unten angegebene Adresse. … Du kannst alles preisgeben - solange es echt ist und Du es noch niemandem davor mitgeteilt hast.” Hier findet sich eine Postfach-Adresse (PostSecret auf Deutsch: Postfach 2553, 72015 Tübingen) und eine kurze Selbstdarstellung des Betreibers Sebastian. Die Idee zu PostSecret hatte der Amerikaner Frank Warren 2004, postsecretdeutsch wurde 2006 von PostSecret-Fan Sebastian mit dem Einverständnis von Warren ins Leben gerufen (via picocool). |

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Luftfahren

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? Der individuelle Hoover Scooter aus dem Jahre 1960, amphibientauglich.
Schon allein die Heckflossen.

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? Raketenbetriebener Luft-Zug auf der Strecke Paris - Orleans (1969)

Das Projekt wurde 1977 eingestellt.

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? Prototyp eines israelischen Luftkissenfahrzeugs als Helikopterersatz (2007)

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? Mein Luftkissenfahrzeug ist voller Aale
(”My Hoovercraft is full of eels” - Monty Python, Hungarian Phrase Book)

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STAR TREK: Crashkurs, Teil III

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Eine kleine “Star Trek”-Chronologie

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1964: Pilotfilm “The Cage”

1966-1969: Kirk, Spock, “Pille” und Scotty treten in Aktion: NBC zeigt drei Staffel “Star Trek”

1972: “Raumschiff Enterprise” startet im deutschen Fernsehen

1979: “Star Trek: Der Film” ist finanziell erfolgreich, aber von der Kritik ungeliebt.

1982: “Star Trek II: Der Zorn des Khan” endet tragisch mit dem Tod von Spock…

1984: “Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock”: …der aber so endgültig nicht gewesen zu sein scheint.

1986: “Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart” ist der witzigste unter den Kinofilmen - Scotty versucht u.a., mit einem Macintosh-Computer umzugehen.

1987-1994: Die TV-Serie “Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert” sieht eine neue Enterprise unter dem Kommando von Captain Jean-Luc Picard.

1988: “Star Trek V: Am Rande des Universums” ist interplanetarischer Humbug am Rande der Lächerlichkeit.

1991: “Star Trek VI: Das unentdeckte Land” spielt auf das Ende des Kalten Kriegs an: lang verfeindete Mächte kommen sich näher.

1993-1999: In der TV-Serie “Star Trek: Deep Space Nine” wird nicht mehr wild durch die Gegend gewarpt - man trifft sich auf der Raumstation Deep Space Nine.

1994: “Star Trek: Treffen der Generationen”: Captain Picard von der neuen Enterprise begegnet Captain Kirk und seiner altgedienten Mannschaft.

1995-2001: Die TV-Serie “Star Trek: Raumschiff Voyager” startet.

1996: “Star Trek: Der erste Kontakt” ist der erfolgreichste Kinofilm mit der Crew um Captain Picard.

1998: Rebellion! In “Star Trek: Der Aufstand” setzt sich die Enterprise-Crew eigenmächtig über die Anweisungen der Sternenflotte hinweg.

2001-2005 “Star Trek: Enterprise”, die bislang letzte TV-Serie, wird nach der vierten Staffel abgesetzt; seither gibt es keine aktuelle TV-Serie mehr.

2002: “Star Trek: Nemesis”: Der letzte Kinofilm flopt und spielt seine Kosten erst mit dem DVD-Verkauf wieder ein.

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Trivia

Im Vorfeld des neuen Kinofilms hat die Firma Genki verschiedene Duftvarianten eines Star Trek-Parfums auf den Markt gebracht, die Tiberius (nach dem zweiten Vornamen von James T. Kirk) und Ponn Farr (nach der Brunftphase der Vulkanier, zu denen Spock gehört) heißen.

Neue TV-Serien sollen erst wieder geplant werden, wenn Star Trek XI den gewünschten Erfolg bringt.

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• Ein virtuoser Fan spielt die Star Trek-Melodie auf einem Theremin
(einem sehr ungewöhnlichen Instrument):

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Was bisher geschah:

• STAR TREK: Crashkurs, Teil I
STAR TREK: Crashkurs, Teil II.

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Die am wenigsten gesuchten Amerikaner

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Jugoslawischer Mambo von 1957: Spasa Milutinovi? auf dem Label Yugoton, erstaunlich lässig und angenehm. Zum Reinhören unten auf 1. Samba 7 patuljaka oder 2. Leptiru moj klicken (via Easydreamer). |

Renaissance meets Pop Art: die altmeisterlich abgefahrenen Gemälde von Alan MacDonald (via Viacomit). ?

Hierzu siehe auch: Jonathan Janson, der moderne Menschen in Stil holländischer Meister des 17. Jahrhunderts malt. Seine Werke heißen “Young Man with a Cell Phone” oder “Young Girl Writing an Email“. Sie zeigen Menschen in jenem besonderen Licht, das aus dem Nichts zu kommen scheint. |

? Ein russischer Blogger hat angeblich ein modernes russisches Atomkraftwerk in der Nähe von Smolensk besucht, man habe ihm auch ausnahmsweise gestattet, zu fotografieren. Das Kraftwerk wurde zwischen 1982 und 1990 gebaut und sollte vier Reaktorblocks umfassen. Nach dem GAU in Tschernobyl wurde der vierte Block nicht mehr fertiggestellt (via Englishrussia). |

Schon The Machine ist eine Schöpfung allerungewöhnlichster Art. Auch die anderen Videos von Mudlevel sind zweifelsfrei sehenswert (mit Dank an Blubber). |

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? Die am wenigsten gesuchten Amerikaner, ein Flickr-Set:
Least Wanted - View my most interesting photos on Flickriver

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STAR TREK: Crashkurs, Teil II

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WÄHREND DIE AUSSERIRDISCHEN in den TV-Episoden der sechziger Jahre noch verdächtig hübschen Mädchen mit Miniröcken und Gogo-Stiefeln ähnelten, nahmen sie im Lauf der Zeit ungewöhnlichere Züge an. Zu den beliebtesten Nichtmenschen im Star Trek-Universum gehören die Klingonen. Der Klingone ist brüsk, er badet nicht regelmäßig und seine Kampfschiffe haben kein Klo. Eingeweihte wissen, dass Klingonen in neueren Star Trek-Folgen im Gegensatz zu früher auch nett sein können. Der Linguist Marc Okrand, der für “Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock” eigens eine klingonische Sprache ausgearbeitet hat, veröffentlichte 1985 ein Wörterbuch, das auch als elektronisches Übersetzungsgerät erhältlich ist. Heute gibt es sogar klingonisch beschriftete Computertastaturen zu kaufen.

Futuristische Technologie spielt eine bedeutende Rolle - und das nicht nur in den Filmen. Inzwischen haben Physiker es sogar in der wirklichen Welt bereits zuwege gebracht, zumindest einzelne Elementarteilchen zu beamen. Raumschiffen mit Holodeck, die mit Warp-Geschwindigkeit überlichtschnell durch die Unendlichkeit flitzen, stehen in Star Trek auch nützliche Kleingeräte wie Phaser, Kommunikatoren, Tricorder oder etwa der sogenannte “Feinberger” gegenüber - so genannt nach dem ideenreichen Ausstatter der Urfolgen, Irving Feinberg -, ein salzstreuergroßes Gerät, das dem Bordarzt Auskunft über Körperfunktionen erteilte (und das tatsächlich ein Salzstreuer war).

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Beam Me Up: Eine Klamm des Columbia River imOsten von Portland, Oregon (Foto: Alaskan Dude, Flickr/CC) ?

WIE ES SICH für eine Kultserie gehört, gibt es übrigens auch einen Satz, der nie gesagt wurde, der aber ständig zitiert wird: “Beam me up, Scotty”. Nie wurde der von James Doohan kongenial gespielte Chefingenieur Montgomery “Scotty” Scott so angesprochen. Die Technik des Enterprise-Zeitalters ist, wie Spock sagen würde “faszinierend”. Aber erst dass es in den erzählten Geschichten im Kern immer um Menschen geht, ihre Beziehungen zueinander, ihre Fähigkeit, mit Fremden umzugehen und schwierige Entscheidungen zu treffen, macht Star Trek zu einem Inbegriff von Unterhaltung für die ganze Familie.

Trek Lovin` (Foto: jamiefreaky, Flickr/CC)?

Manches ist mehr als nur Unterhaltung. “Denk daran, Nichelle”, sagte Martin Luther King 1967 zu Nichelle Nichols, die als Verbindungsoffizier Uhura nicht nur als Schwarze, sondern als Frau und im Offiziersrang an Bord war – “du hast für immer das Angesicht der Fernsehwelt verändert”. Ihr Star Trek-Name war der abgewandelte Titel eines Buchs, das sie gelesen hatte, während sie auf das Vorsprechen für “Star Trek” gewartet hatte - “Uhuru”, eine Abhandlung über die Geschichte Afrikas. Am 22. November 1968 war dann das erste Mal im US-Fernsehen zu sehen, dass ein Weißer und eine Schwarze einander küßten, nämlich Captain Kirk und Lieutenant Uhura in der “Star Trek”-Folge “Plato’s Stepchildren”. Um die TV-Zensur zu umgehen, wurde der Kuß geschickt durch die Haltung der Köpfe verdeckt. Trotzdem verweigerten mehrere Fernsehsender in den Südstaaten die Ausstrahlung dieser Folge.

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STAR TREK IST HEUTE ein Hypermythos. “Niemand, der ganz dicht ist, steht morgens auf und sagt: ‘Ich denke, ich werd heute mal ein Phänomen schaffen’”, so Gene Roddenberry. In dem äußerst flexiblen Star Trek-Rahmen aber lassen sich Geschichten aus allen Zeiten und Realitäten einbetten, und das in vielfältigsten Formen, ob als Komödie, Satire, Farce, Tragödie, psychologische Studie, Fabel, Seifenoper oder Melodram. Unsterbliche Figuren, archetypische Strukturen und phantastische Bilder - der Erfolg einer Serie wie dieser gründet sich auf die große Welt der Sagen, auf die sie sich beziehen kann.

“Es gibt Sachen, auf die wir als Menschen stolz sein können”, sagte Roddenberry in dem letzten Interview vor seinem Tod im Oktober 1991. “Es waren keine Astronauten, die die Pyramiden gebaut haben. Menschen haben sie gebaut, weil sie clever sind und hart arbeiten können. Und in Star Trek geht es genau darum.” Science Fiction mag manchmal romantische Realitätsflucht sein. In glanzvollen Momenten aber ist sie der Entwurf einer anderen Wirklichkeit, von der aus wir über diese hier nachdenken können.

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Weiter morgen mit Teil III: Eine kleine Star Trek-Chronologie

STAR TREK: Crashkurs, Teil I

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Nervenzerfetzende Netze

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Aufreizend! Herausfordernd! Schweiß- wie auch Zumwahnsinntreibend!
Tanz der Spinne aus dem in Hongkong produzierten Film ??? ???? von 1968:

Hier noch die Teile (Eins), (Zwo), (Drei) und (Vier),
die alle weißgott auch nicht ohne sind. |

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STAR TREK: Crashkurs, Teil I

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Nein, das hier ist keine Rezension des neuen Star Trek-Kinofilms. Es ist eine kleine Gebrauchsanweisung für alle, die zwar in ihrer Kindheit gern Raumschiff Enterprise gesehen haben, aber dann irgendwann - wegen der hohen Warp-Geschwindigkeit - den Anschluss verpasst haben. Mr. Scott, Energie! –

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1964, DREI JAHRE NACHDEM Juri Gagarin als erster Mensch in den Weltraum geflogen war, nahm der ehemalige PanAm-Pilot und Drehbuchautor Gene Roddenberry in Los Angeles ein “Space Project” in Angriff. Die Western-Fernsehserie “Wagon Train” hatte ihn dazu inspiriert, die amerikanische Pionierzeit ins All zu verlegen, und der US-Flugzeugträger “Enterprise CV-6″ hatte ihn auf den Namen für ein Raumschiff gebracht. Sein Übermorgen enthielt dieselben unsteten Individuen wie es sie hier und heute gibt, aber sie haben es immerhin bis ins frühe 24. Jahrhundert geschafft und sich nicht ausgelöscht. Verschiedene Kulturen, Rassen und Geschlechter sollten Seite an Seite stehen.

Kosmisch-kosmetische Chirurgie (Foto: Idea-Listic, Flickr/CC) ?

Ein teurer Pilotfilm wurde produziert, “The Cage”. Etliche Meter Film wurden falsch entwickelt, da die Fotolaboranten den Auftritt einer grün geschminkten Schauspielerin mißdeuteten und die Farben so lange korrigierten, bis ihre Gesichtsfarbe wieder gesund aussah. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten gab der Sender NBC sein o.k., und am am 8. September 1966 lief die erste Folge von “Star Trek”. Die Sendungen wurden am Freitagabend ausgestrahlt und waren der Konkurrenz von Teenager-Parties unterlegen. Das Publikum war nicht groß, wußte sich aber bemerkbar zu machen. Gerüchte über eine Absetzung der Serie veranlaßten die Zuschauer mehrfach, den Sender durch Briefaktionen zum Einlenken zu zwingen. Am 3. Juni 1969, nach 79 Folgen - und sechs Wochen vor der ersten bemannten Mondlandung - war es dann endgültig vorbei. Ein Fan bombardierte das NBC-Gebäude in Burbanks aus Protest von einem Hubschrauber aus mit einer Riesenladung Klopapier.

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DANN ABER begann das Wunder der Syndication - NBC verkaufte die Serie zur Zweitverwertung an über 150 lokale TV-Stationen, die ihr endlich gute Sendezeiten gaben. Nie zuvor war eine Fernsehserie erst richtig populär geworden, nachdem sie abgesetzt worden war. Das ZDF begann 1972 mit der Ausstrahlung von 39 Folgen “Raumschiff Enterprise” und übernahm von den Amerikanern die Idee, der Serie einen möglichst dämlichen Sendeplatz zu geben - am Samstagnachmittag, parallel zur “Sportschau” in der ARD. Es war das Jahr, in dem die letzte bemannte Mondlandung stattfand - und in New York die erste Star Trek Convention. Anstelle der erwarteten vierhundert kamen über 3000 Trekkies, wie die Fans sich selbst nannten. Heute finden solche Conventions in aller Welt statt, und die Enthusiasten, viele in selbstgeschneiderten Uniformen, heißen nun Trekker. Längst ist die Sache generationsübergreifend. “Ich bin selber Fan und Sohn eines Star Trek-Fans”, schreibt eine Jaye im Netz. “Mein Dad hat mich in den Schlaf gewiegt, während er die alten Star Trek-Folgen guckte.” George Takei, an Bord der Enterprise Waffenmeister Sulu, schwärmt von den Fans: “Es waren ihre Energiereserven, es waren ihre schier endlosen kreativen Einfälle, sich für uns einzusetzen, die Star Trek dieses Leben einhauchten.”

Der Macintosh Plus aus “Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart” (Foto: Marcin Wichary, Flickr/CC) ?

Auch die Helden und Eigenarten der Geschichte haben dazu beigetragen. Die Dreieinigkeit aus Captain Kirk, dem Spitzohr Spock und Bordarzt “Pille” McCoy verlieh der Enterprise - einer gigantischen Taube, die in der Kälte des Alls erstarrt ist -, den Lebensatem. Logiker Spock ist das Hirn, McCoy das Herz und Kirk die Sinnlichkeit. William Shatner hatte den Captain Kirk von Roddenberry westernhaft draufgängerisch auf den Leib geschrieben bekommen. DeForest Kelley alias “Pille”, der ursprünglich tatsächlich Arzt werden wollte, hatte zuvor in “Bonanza” und “Rauchende Colts” schändliche Schurken gespielt und fand als Bordarzt der Enterprise zur Rolle des feinen Kerls zurück. Im wirklichen Leben zeigten sich noch überraschende weitere Effekte. “Man hat mir gesagt, dass da etwas ist, das Frauen exotisch und sexualisierend finden”, erzählt Spock-Darsteller Leonard Nimoy. “Das erste Mal ist es mir aufgefallen, als mich eine hübsche Schauspielerin zusammen mit meinem Agenten im Studio besucht hat. Sie sagte: ‘Oh Gott, darf ich Ihre Ohren anfassen?’”

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Weiter morgen mit Teil II

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Die Zeitschleife

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IN DER WOHNUNG OBENDRÜBER wohnt ein Studentenpärchen. Nette Leute, leider haben sie ein Klavier. Er übt seit Monaten The Entertainer. Er sagt, er spielt. Ich sage, er übt. Was das Stück spannend macht ist nicht die Frage, an welcher Stelle er hängenbleiben wird. Er bleibt immer genau an der selben Stelle hängen. Ich sitze drunter und versuche zu arbeiten, das geht aber nicht. Höre ich durch die Zimmerdecke den Entertainer, wird mir schmerzlich bewußt, dass ich wieder der Illusion erlegen bin, die Zeit würde vorangehen. Wenn nach drei klavierlosen Wochen wieder der Entertainer ertönt, ist alles, was ich in diesen drei Wochen erlebt habe, wie nie gewesen. Ich finde mich wieder an dem selben Punkt wie zuvor: gefangen in der immer gleichen, mumifizierten Minute des Entertainers. Im Klang dieser Musik zerfällt jeder Glaube an Entwicklung und Fortschritt zu Staub. |

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Der unerwünschteste Song aller Zeiten

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DAMALS, als Sigi, der Kellner in meinem Lieblingskaffeehaus, am Samstag immer seine eigenen Schallplatten und seine Anlage mitbrachte, um dem Geschmack der jungen Gäste bis nahe an die Vollkommenheit entgegenzugehen und er, was das Wochenmusikprogramm betraf, auch für die Auswahl an Singles in der Musikbox neben dem Aquarium verantwortlich zeichnete, befand sich in dieser Auswahl auch längere Zeit ein Stück von Eric Clapton, dessen Text ich immer etwas absurd, aber von Slowhand super untermalt fand: I shocked the cherry. Dass es I shot the sheriff heißt, erfuhr ich erst lange Zeit danach. Nun gibt es endlich das Archive of Misheard Lyrics, und das auch noch auf einer Website mit dem reizvollen Namen Kissthisguy. |

ICH ERINNERE MICH eindrücklich an den Sommerurlaub 1972 an der Adria, in Lignano. Es war das Jahr, in dem das Synthipop-Instrumental Popcorn von Hot Butter der Sommerhit war. Man konnte mit dem Tretboot nicht weit genug aufs Meer rausfahren, als dass es aus den Lautsprechern am Strand nicht mehr zu hören gewesen wäre, also tauchte ich, aber in dem sandigen Wasser war wiederum zu wenig los. Hier 79 Versionen von Popcorn, in einem Grand Remix (via musicmachinery). |

DER KOMPONIST Dave Soldier und die Künstler Komar & Melamid führten eine Online-Umfrage auf ihrer Webite durch und benutzten die Ergebnisse dann, um nach wissenschaftlichen Methoden den unerwünschtesten Song aller Zeiten (Download) zu komponieren. Der Song ist 22 Minuten lang und man hört Instrumente wie Dudelsäcke, Tubas sowie das Banjo, vermischt mit politischen Slogans, Werbejingels and Cowboy-Songtexten. Das Ganze wurde in einen orchestralen Rockband-Kirchenmusik-Sound gebettet und mit hochfahrenden Quietschtönen und abrupten Wechseln gespickt: “Das wird weniger als 200 Individuen auf der ganzen Welt gefallen.” (via beatcrave). |

? Eine illustrierte Enzyklopädie des Audio-Terrorismus: I Heart Noise. |

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? Rock Poster, eine Sammlung auf Flickr:
Duckage - View my most interesting photos on Flickriver

? Die bezaubenden Papier-Synthesizer von Dan McPharlin:
Dan McPharlin - View my most interesting photos on Flickriver

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Real Life Twitter

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Wie man sich Twitter oder den Facebook-Lifestream
in analoger Form vorzustellen hätte:

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(via Collegehumor)

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Mir wurscht

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Der wunderbare Mike Booth über die Schweinegrippe und die Medien:

(via Egypt And Beyond)

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