Monatsarchiv für Juni 2009

Werbung auf die harte Tour

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? Maoistische Propagandaplakate aus Nepal:
Gordon Brander - View my most interesting photos on Flickriver

Kommunistische Propagandaplakate:
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Propaganda weltweit:
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Vintage Propaganda:
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Großwerden

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Und gleich noch ein entzückendes Infografik-Video (über das Erwachsenwerden) von Kasey Lum, Marisa Torres und Alexander Badr von der Vancouver Film Scool: Growing up.

(Via Geeks are sexy)

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Infokrachig

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Ein Infografik-Musikvideo von Laurie Thinot: “Stay The Same” von Autokratz, aus dem Album “Down & Out in Paris & London.”

(Via Cool Infographics)

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? Hierzu siehe auch: Die Dramaturgie von Musikvideos hat die Wissenschaftsdokumentationen erreicht – Jazzpolyp. |

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Teeheran

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Eine Teeparty im Iran, 1959:

(Via iranian.com)

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Iran in den fünfziger Jahren ? weitere Clips. |

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Sagen Sie jetzt nichts, Fräulein Hildegard

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Michael Crowe, “Slow Quack”:

(Via Figcrumbs; hier figcrumbs auf Twitter)

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Des 21. Jahrhunderts würdige Spielchen

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Schön wie eh und je: UNIQLOCK – eine japanische Website, der es sich zuzusehen und zuzuhören lohnt. ?

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The Turn: Eine interaktive Website, die aussieht, als wäre sie auf Kaffeefilterpapier gezeichnet und bei der man sogar die Schwerkraft regulieren kann. Die Leute von aer visual studio haben mit dieser Arbeit das Schaffen von Fredo Viola umrahmt (via cpluv). |

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Eine Minute Ladezeit, isses aber wert: Japanischer Unsinn vom Feinsten ?

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Die Mud Tub ist ein experimentelles organisches Interface: Man kann einen Computers steuern, indem man im Schlamm rummatscht. |

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? Bei IamLin.cn gibt es keine Buttons und keine klickbaren Links. Hier gibt es angenehm ambienten Klang und vor allem: eine Schiebebenutzerführung. Drag me to enter –

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Ticklemaster:
Mit einer Feder ein Mädchen kitzeln. ?

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Der Geschmack der Tiefe

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Wer diese Animation gesehen hat, wird sein Surimi nie wieder ohne einen unglaublichen Anhauch von Tiefenrausch genießen können. Ein Kurzfilm von Jean-François Leroux, Thibaud Floutier, Gerome Payen Kennedy und Pierre-Alain Dubois; Musik von 3d’tension. Hier die Website zu dem Film.

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Dein Junge soll schießen lernen

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Marc Steinmetz hat Fotos selbstgebauter Fluchthilfsmittel von Gefängnisinsassen gemacht (via Kevin Kelly). Hier ein Gewehr aus eisernen Bettpfosten mit Munition aus Streichholzköpfchen. Mit der Waffe gelang im Mai 1984 zwei Insassen des Gefängnisses in Celle die Flucht. ?

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? Der M-16-Marodeur von Mattel: “Wenn du glaubst, dass dieses Gewehr gut aussieht, warte erst, bis du es gehört hast” (via mudwerks). |

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Mal was anderes für die nächste Lichterkette: In dem russischen Designshop Mystake gibt es Dynamitstangen- und Bomben-Kerzen. ?

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? Ein Atombomben-Spielzeugring aus den fünfziger Jahren und eine bombenförmige Keramikspardose (via calvins canadian cave of cool). |

Louis Vuitton-Pistolenkugel der australischen Designergruppe 21-19. ?

? Miniaturisierte Handfeuerwaffen und Spy Guns, unter anderem diese dreiläufige Pistole (via yeeta). |

Anstatt ölgemalter glutäugiger schulterfreier Zigeunerin: AK-47 Sturmgewehr als alternative Wohnzimmerdekoration (via monopolisten) ?

? Ein Schlagring aus Seife von SpyDesign aus New York. |

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Dein Junge sollte schießen lernen:

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+ REHHAB von Alexander Reh: eine Sitzgelegenheit aus 388 abgefeuerten Schrotschußpatronen Kaliber 12 (via I Love Bad Things):

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Manschettenknöpfe aus .22-mm-Patronen von Miansai, aus Sterling-Silber (via coolmaterial). |

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Eine berühmte Person ist gestorben

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(Via Stereotypist, Dank an Thomas S.)

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Radelraumgleiter

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Angedachtes Fahrrad von Morgen der bekannten Fahrradfirma Schwinn aus der Mitte des 20. Jahrhunderts:

Der 1860 in Hardheim geborene Ignatz Schwinn begann als Fahrradkonstrukteur in Deutschland. Er wanderte nach Chicago aus und gründete dort 1895 zusammen mit Adolf Arnold “Arnold, Schwinn & Company“.

(Via Butterflyeffects)

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Mann und Frau

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(Via Fffound)

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Bad Orwell

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Die Vorstellung vom “intelligenten Wohnen” hat ihre Wurzeln in technikfixierten Entwürfen luxuriöser Bequemlichkeit. Durch massenhafte Herstellung sollten vormals nur reichen Leuten vorbehaltene Annehmlichkeiten für jedermann verfügbar gemacht werden. Vor hundert Jahren sollte mit derartigen Verheißungen der Absatz elektrischer Haushaltsgeräte oder, sofern es sich um utopische Konzepte wie etwa ein Telephotophon (heute: “Bildtelefon”) handelte, der Absatz von Zeitschriften  angekurbelt werden - durch zündende Zukunftsgeschichten.

Das Jahr 2000: Madame im elektrisch betriebenen Badezimmer ?

Hartnäckig hält sich seither die Idee, dass sich, wenn man nur genug pfiffige Technologie zum Einsatz bringt, der einstmals feudale Aufwand an dienstbaren Geistern, Kammerdienern und Zugehfrauen in einer demokratietauglichen Form wiederherstellen ließe. Da die gerätemäßige Luxurierung der Gesellschaft mit Wasch-, Spül-, Küchen- und Gartenmaschinerie nebst Saugrobotern inzwischen jedoch einen sehr hohen Sättigungsgrad erreicht hat, beginnt sich der Markt für maschinelles Wohnen neu zu orientieren.

Angesichts der demografischen Entwicklung - sinkende Geburtenrate, Zunahme von Haushalten, in denen nur eine Person lebt, wachsender Anteil älterer und pflegebedürftiger Menschen - geht es nun nicht mehr um die gewissenlos genießbaren Annehmlichkeiten digitaler Dienstmädchen. Jetzt geht es um Hilfe in der Not.

Heizen mit Radium ?

Am Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) in Duisburg beispielsweise wird ein Badezimmer entwickelt, das vom Kleinkind bis zum Greis allen hilfreich sein möchte. In der in solchen Forschungseinrichtungen inzwischen üblichen Mischung aus Marketing- und Technokraten-Sprech heißt das Projekt inBad – Badumgebung mit Technikassistenz im Fraunhofer-inHaus-Zentrum und weckt als erstes den Wunsch nach einem intelligenten Empfehlungssystem zur ungrausigen Namensgebung (inBad, der E-Fahrer).

Die inBath-Experimente sind “speziell auf eine Unterstützung und Verbesserung der hygiene-relevanten Pflege in einem Mehrgenerationenhaushalt ausgerichtet. Mit Hilfe neuer Technologien werden Erinnerungshilfen zur täglichen Körperpflege beispielweise für Senioren … bereitgestellt. Auf diese Weise soll ihre Autonomie erhöht und ihnen ein (längeres) Leben in ihrer heimischen Umgebung ermöglicht werden.” Bewohner zu beobachten und zu unterstützen, ohne sie zu stören, ist die gute Absicht der “assistiven Badumgebung”. Wie wir aber aus anderen Lebensbereichen wissen: Gut gemeint ist noch keine Kunst.

“Das elektronisch ausgestattete Badezimmer”, darauf müssen die Erforscher der Badezimmerzukunft explizit hinweisen, “wird von der ganzen Familie gern benutzt: Es ist barrierefrei und hat eine Toilette, die die Bewohner erkennt und sich automatisch auf die passende Höhe einstellt.” Möchte ich von meiner Toilette erkannt werden? Ist das eine Idee aus einem unentdeckten Manuskript von George Orwell, das er nach drei schlaflosen Nächten mit einer Durchfallerkrankung verfaßt hat? Ein Toilettensitz, der erkennt, wer gerade reinkommt und computergesteuert die passende Höhe einnimmt, niedrig für das Kind, hoch für einen Menschen, der Mühe mit dem Aufstehen hat - was für ein Aufwand an Material und Kosten, was für ein Bündel an störanfälligen Bestandteilen, vom Betriebssystem über die Sensorik bis zu den mechanischen Teilen - von den Folgen nutzeruntypischen Verhaltens einmal ganz abgesehen. Ein rutschsicherer Aufsatz für die Klobrille, mit dem sich die Sitzhöhe einer Toilette variieren läßt, löst das Problem längst für ein Hundertstel an Kosten und Konstrukteursgenialität, die eine Teleskoptoilette erfordert.  Solche irreführend als “intelligent” bezeichneten Systeme funktionieren immer nur dann gut, wenn ihre Nutzer eine möglichst monotone, ausnahmefreie Lebensweise pflegen - oder aber freundlich, aber bestimmt zu einer solchen angeleitet werden sollen.

Der Korrespondenz-Kinematograph ?

Wie grundfalsch der Ansatz des netten Badezimmers ist, zeigt eine Bemerkung von Tobias Haverkamp vom Fraunhofer IMS. Das System inBad sammelt Daten über den Bewohner - hat er seine Medikamente genommen? Betreibt er Körperpflege? Puls? Gewicht? (Diese Werte werden über Sensoren im Fußboden erfasst). Die gesammelten Daten kann ein Pfleger mit einem Tastendruck abrufen. So bleibe ihm Zeit für den Menschen, so Haverkamp, der soziale Aspekt der Pflege werde wieder mehr betont.

Wer’s glaubt, wird selig. In Pflegeeinrichtungen würde der Effizienzgewinn aus solchen Maßnahmen, schon um die Anschaffung zu amortisieren, selbstverständlich zuerst unter dem Aspekt der Betriebswirtschaftlichkeit betrachtet werden. Es ist naheliegend, dass der maschinengestützt mögliche Zeitgewinn eher zu einer Verdichtung der telepflegerischen Tätigkeiten führen wird, als zu einer Renaissance der Menschenfreundlichkeit.

Und in einem Privathaushalt, in dem die alte mit den jüngeren Generationen zusammenlebt - werden Pflegende künftig zu so etwas wie Wächtern vor den Kontrollmonitoren der Überwachungssysteme?  Wenn es um Leben und Tod geht, hilft rationalisierte Überwachungstechnik ohnehin nicht viel. Im Februar 1995 zertrümmerte ein Unbekannter auf einem Hamburger U-Bahnhof nur wenige Meter von einer Überwachungskamera entfernt den Kopf eines alten Mannes, der am folgenden Tag im Krankenhaus starb. Aus Kostengründen schaltete die Kamera nur alle vier Minuten für jeweils 60 Sekunden auf den Bahnsteig und sprang dann zum nächsten Bahnhof um. Das System sei “ziemlich optimal”, so ein Sprecher der Hochbahn AG,  “besser als jeder Haltestellenwärter”. Der Todesfall sei “einfach Pech gewesen”.

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Illustrationen: Drucke von 1910 aus den Beständen der Französischen Nationalbibliothek, die das Leben im Jahr 2000 zeigen (via Paleofuture).

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(Erstveröffentlicht im Blog der Technology Review)

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Das war wunderbare Wissenschaft

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Bildersammlungen wie der Vintage Science Pool oder In The Year 2000 auf Flickr sind Schatzkisten, gefüllt mit Illustrationen alter populärwissenschaftlicher Bücher, von Experimentierkästen und alten Computer-Werbeanzeigen, gemalten DNS-Spiralen, Raumstationen und Fliegenden Untertassen…

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Vintage Science - View this group's most interesting photos on Flickriver

In The Year 2000 - View this group's most interesting photos on Flickriver

Mid-Century Science - View this group's most interesting photos on Flickriver

Ray Guns - View this group's most interesting photos on Flickriver

The Story of Chemistry - View this group's most interesting photos on Flickriver

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Hut ab

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Wunderschön: Ein - selbstverständlich funktionierender - Analog-Sequenzer, gebaut und auf’s Künstlerischste dem Wohlgefallen des p.t. publici sumissest anheimgestellt von dem Berliner Ingenius und Musiker Moritz Wolpert:

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Hier in Betrieb zu sehen Wolperts Heckeshorn: “Ausgestattet mit einem 6-Gang-Getriebe aus Nähmaschinenteilen und mit 18-Kiloohm-Tonabnehmern, die mit Neodyn-Magneten verstärkt wurden, montiert auf einem Spiegel aus den zwanziger Jahren und jeder Menge Holz, Messing, Eisen und Draht, erinnert die „Heckeshorn” an eine Herz-Lungen-Maschine der letzten Jahrhundertwende. Die Maschine ist perkussiv wie gezupft spielbar und klingt als würde eine ganze Band spielen. Ein fantastisches Klangerlebnis”:

(Via Synthgear)

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Griff in den Schritt(motor)

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Michael ist 26, er studiert Luftfahrttechnik am Georgia Institute of Technology und er ist Amateurmusiker. Mit den drei Midi-gesteuerten Schrittmotoren, die das Super Mario-Thema spielen, ist ihm ein erstklassiger Hack gelungen. Geholfen dabei hat ihm Arduino, eine Open Source-Plattform für elektronisches Prototyping. Die Musik kommt komplett von den Schrittmotoren, Michael hat sie der besseren Resonanz wegen mit Aluminium verkleidet:

? Typische Anwendungsgebiete für Schrittmotoren sind Drucker (vor allem Matrixdrucker) oder der Antrieb des Schreib-/Lesekopfes in einem Diskettenlaufwerk.

(Via Synthgear)

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Wurfgerollte Texte

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Beim Ingeborg Bachmann-Preiswettlesen werden Manuskripte gegessen (hier 20 von etwa 6100 Treffern zur Suche nach eating paper bei YouTube).

Marianna Ludensky und Justin Weber hingegen haben einen kinetischen Zeichensatz nur mit Jojos geschaffen. Auch die visuellen Effekte und die Sounds sind ausschließlich mit Jojos gemacht:

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Der Vorspann als Hauptfilm

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Es ist nur eine Titelsequenz – aber was für eine: J.R. Canest hat sie für ein Schul-Projekt gemacht (einen Film über sein Leben). Tausende von Key Frames in After Effects. Und Musik von The Books.

(Via Design You Trust)

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Akustischer Augenschmaus

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Einer der Kommentatoren schreibt: “Ich möchte sie alle essen!” – Guga hat drüben in seinem Gugazine eine einwandfreie Sammlung von tragbaren Plattenspielern aus der nur scheinbar versunkenen Ära der Vinyl-Schallplatte zusammengetragen: The Temporary Soundmuseum Turntables Collection

Der Schreibfehler (Turtables statt Turntables) verbreitet sich natürlich schon wieder mit klammeraffenartiger Geschwindigkeit unkorrigiert im Netz.

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Liebe Jessica

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Das Imperium liebt zurück | Die Zeilen eines zutiefsten, wirklichen und wahrhaften Star Wars-Fans:

(Via donttouchmymoleskine)

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Sag was

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Disney war vorgestern, Manga war gestern. Und heute ist schon morgen: Please Say Something des in Berlin ansässigen David OReilly erzählt aus einer Welt der Zukunft von der vertrackten Beziehung einer Katze und einer Maus (Der Filmvertrieb heißt passender Weise Future Shorts):

(Via drawn)

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E.T.A. - das Extra-Terrestrische Abermehrverratichnicht

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Ödyssee 2001 – Marvin hat den fadesten Job im Universum. Das Raumschiff müßte auch längst mal wieder zum TÜV. So scheint es jedenfalls…

Der fantastische Mikro-Science-Fiction-Film von Henrik Bjerregaard Clausen gewann auf der Breakpoint 2008 (”world’s biggest pure demoscene event”) mit Fug und Recht den ersten Preis für die beste Animation – und die Story steht der rechnergestützten Weltraumwelt in nichts nach:

? Die HD-Version (und mehr) gibt es direkt auf junkworks.org. Wer die Entstehungsgeschichte von E.T.A. lesen möchte, kann unter “Summary” einfach auf “more..:” klicken. |

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Michael Jackson (1958-2009)

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(Via thesun: Call 911… he’s not breathing“)

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Reinfahren

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? Das Innerste des Beissens – ein spektakulärer Zoom in einen Zahn:

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Weitere (zum Teil aktualisierte) Reinfahrten aus dem Archiv der Glaserei:
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?Zehn hoch”: Der klassische Tauchgang durch die Dimensionen des Kosmos, 1977 von Charles und Ray Eames für IBM gemacht:

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? Eine atemberaubende Kamerafahrt ins Innerste von Beton:

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? M. Eric Carr: Baroque Mandelbrot Zoom:

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? Und hier noch Das unaufhörliche Bild – Zoomquilt, ein kollaboratives Kunstprojekt. |

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Der größte Schatzgrund der Welt

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Fagunda wurde die Insel im 17. Jahrhundert genannt, heute heißt sie Sable Island. Der erste Bericht von einem Schiffsuntergang vor der Insel stammt von 1583, der bisher letzte von 1999. In der Zeit dazwischen sind, Nebel und Stürmen zu danken, etwa 350 Schiffe vor der 42 Kilometer langen Sandbank vor dem kanadischen Nova Scotia gesunken. 1872 wurde an jedem Ende der Insel ein Leuchtturm errichtet.

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(Via Strangemaps, dort drüben ist auch ? eine Version der Karte in hoher Auflösung zu finden)

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TXT Island

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Ein Stoptrick-Film von Chris Gavin. Jede einzelne Aufnahme ist handgefertigt, mit Hunderten verschiedener Plastikbuchstaben. Es geht um die Abenteuer einer kleinen Buchstabentruppe, die in die Tiefe eines Dschungels auf einer mysteriösen Insel vordringt. Haben sie eine Mission? Wollen sie die Bachmannpreis-Verschwörung aufdecken?

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Die Murmelmaschine

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Eine in vier Stunden zusammengebaute Maschine. Sie ist wie Feuer, wie Meeresbrandung. Es wird einem nie langweilig dabei, ihr zuzusehen:

(Via Neatorama)

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Kriegsteppiche

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? Ein Flickr-Set mit afghanischen Kriegsteppichen. Diese Tradition der Bebilderung nahm 1979 mit dem Einmarsch sowetischer Truppen in Afghanistan ihren Anfang. In dem englischen Artikel zu den War Rugs wird auf ein in Deutschland veröffentlichtes Buch von Jürgen Wasim Frembgen und Hans Werner Mohm hingewiesen - Lebensbaum und Kalaschnikow. Krieg und Frieden im Spiegel afghanischer Bildteppiche.

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Fehlerbäume

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Neben der Weisheit der Massen gibt es im Netz auch eine Masse an Unweisheit. Hochgeschwindigkeitsschlamperei ist einer der Gründe dafür.

Viele vertrauen nun auf “Die Weisheit der Vielen”, so auch der Titel eines Buchs, mit dem der Autor James Surowiecki im Jahr 2004 Aufsehen erregte. Surowiecki schreibt, dass Probleme von Gruppen wesentlich effektiver gelöst werden können als von einzelnen. Wenn man dafür das Internet benutzt, nennt sich die Methode “Crowdsourcing”. Ein gutes Beispiel dafür ist der “Mechanical Turk” von Amazon. Die Einrichtung ist nach einem spektakulären Betrug benannt. Der sogenannte Schachtürke war ein angeblich schachspielender Automat, der 1796 von dem Hofrat und Erfinder Wolfgang von Kempelen konstruiert worden war. Wie sich später herausstellte, war im Inneren des Geräts ein menschlicher Schachspieler versteckt.

Am 28. Januar 2007 kehrte der amerikanische Computerexperte James Gray von einem Segeltörn vor San Francisco nicht mehr zurück; er hatte die Asche seiner verstorbenen Mutter ins Meer streuen wollen. Für die weiträumige Suche nach dem Vermißten wurden neben dem Einsatz von Flugzeugen, Helikoptern und Booten der Küstenwache auch – von Technikern des Satellitenbetreibers DigitalGlobe – tausende von Satellitenaufnahmen in kleine Abschnitte geteilt und dem Mechanical Turk übergeben. Diese Software koordiniert, dass Freiwillige einen jeweils anderen Bildabschnitt gezeigt bekommen und ihn nach Spuren eines abgestürzten Flugzeugs absuchen können. Ein Bericht über die Suche auf der Frontpage des Social Bookmarks-Dienstes Digg führte dazu, dass sich an die 12.000 freiwillige Helfer an der softwaregesteuerten Suche beteiligten.

Gleichermaßen wurde nach dem 63-jährigen Flieger und Abenteurer Steve Fossett gesucht, der am 3. September 2007 von einem Erkundungsflug nicht mehr zurückgekehrt war. Ein Gebiet von 26.000 Quadratkilometern wurde mit herkömmlichen Verkehrsmitteln ebenso untersucht wie mit Computerhilfe. Fossets Überreste wurden zwar Monate später gefunden, aber nicht durch die Hilfe der Mechanical Turk-Enthusiasten – so schön und von sozialer Wärme durchflossen diese Art der gemeinschaftlich angewandten Hilfsbereitschaft auch sein mag. Im September 2008 fand ein Wanderer Fossets Ausweis in der kalifornischen Sierra Nevada, ein paar Tage später entdeckte man die Absturzstelle. Auch von Jim Gray fand sich durch die ameisenfleißige Rasterarbeit der Mechanical Turk-Helfer nicht die geringste Spur. Drei Wochen nach seinem rätselhaften Verschwinden – Gray hatte unter anderem einen Funksignalsender für Notfälle an Bord, der schwieg – wurde die Suche ergebnislos beendet.

Man muß dazusagen, dass es neben der Weisheit der Massen auch eine Masse an Unweisheit im Netz gibt. Die wird zum Beispiel immer wieder anschaulich durch das Wachstum von Fehlerbäumen, die durch die schlampige Verbreitung von Informationen wunderbar gedüngt werden. Einer der Hauptgründe für diese Unweisheitsexplosionen ist etwas, das man Hochgeschwindigkeitsschlamperei nennen könnte. Einer schreibt etwas Falsches und über E-Mails, Tweets, gehetzte Nachrichtenportale und Blogs verbreitet sich ein solcher Fehler oft rasant und unkorrigiert. Geschwindigkeit im Netz ist faszinierend, aber sie entwickelt sich zu einer ebenso fatalen Qualität. Information ist schnell, Wahrheit braucht Zeit.

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Sansula (oder der letzte Grund)

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Wenn die Lichter leicht zu schlanken Klängen streifen: immens lässiges Musikvideo zu “Sansula” von Dominik Eulberg (Regie: Dirk Rauscher). Jetzt können die Sommernächte kommen.

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Remanence

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Ein Gedicht für die Augen: Zeitrafferaufnahmen von Tokio aus einem ganzen Jahr, verdichtet auf knapp drei Minuten von dem französischen Fotografen Samuel Cockedeye, der in Tokio lebt. Musik: Cliff Martinez, “Is That What Everybody Wants” (Soundtrack zu dem Film “Solaris”). “I just wanted to make something beautiful”, schreibt Cockedey:

Hier das ganze groß und in HD.

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