Tagesarchiv für 18. Juni 2009

Vierzehn wunderliche Wolken

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? Wenn schon UFOs, dann solche: Lenticularis-Wolken über Washington (Februar 2009). | Lenticularis-Wolken in der Wikipedia. |

Ein Wolkensofa von D. K. Wei. ?

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• “Letzte Nacht hatte ich einen Traum. In dem Traum fuhren sehr heftige Winde in bedrohliche Sturmwolken…” (via Uncle Eddie’s Theory Corner). |

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? Die Schaumgummiwolken von Buclo (via SwissMiss). |

Die Wolkenbesteiger
(via big fun). ?

Wie man Wolken macht (am Beispiel des Skype-Logos). |

Yoko Ono, Cloud Piece (1963). |

Das Wolkenschwämmchen von Studio Leung. |

Wolken, wie niemand sie sich vorstellt, fotografiert von Carl Kleiner: “Imaginary Drizzle” (via cyanatrendland). |

? Silla Cloud: Der hochglänzende Wolkensessel von Richard Hutten. |

Wolkenschmuck aus rostfreiem Stahl von Corky. ?

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Schöne Wolken. |

Der nutzlose Wolken-Regenschirm von Joonsoo Kim. |

Ein Flash-Flug über den Wolken bei der finnischen Werbeagentur Taivas. |

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Happy Cloud: Stuart Semples maßgeschneiderte Wolken über London

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? Glaser, das Netztrüffelschwein – weitere bemerkenswerte Listen:

Die 10 bizarrsten Kleinigkeiten aus Japan
Die 10 vermutlich vermischtesten Informationen der Welt
Die 10 sonderbarsten Gesetze des Globus
Die 10 ungewöhnlichsten Uhren des Zeitalters
Die 10 erstaunlichsten Regenschirm-Innovationen aus Japan

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Zukunft in Farbe

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DIE AMERIKANISCHEN LED-Entwickler von Kent Displays haben den ersten Schritt hin zu einer elektronischen Haut für Kommunikationsgeräte präsentiert: Der “Reflex Electronic Skin” basiert auf einem speziell entwickelten cholesterischen LCD und kann eine von acht verschiedenen Farben auf einer Fläche von etwa 25 Quadratzentimetern anzeigen. Während diese erste Generation von bildschirmhafter Gerätehaut noch ebene Flächen benötigt, werden künftige PDAs und Handys rundum die Farbe ändern können.

Trugen die Damen früher die Handtasche passend zur Autofarbe, wird sich bald das Mobiltelefon der Garderobe anpassen lassen; mit ein wenig Bilderkennungs-Software ließe sich das auch problemlos automatisieren. Anrufe können visualisiert werden, indem das Gerät die Farbe wechselt oder das Smartphone, wenn ein dringender Termin ansteht, rot zu glühen beginnt. Auch Spaß-Applikationen, wie wir sie bereits vom iPhone kennen, werden die neue Technologie bestimmt mit Freuden nutzen - so könnte im Sommerurlaub nicht nur der Besitzer eines digitalen Geräts braun werden, sondern sein Apparat mit ihm.

DER BEGRIFF BENUTZEROBERFLÄCHE weckt eine falsche Verheissung. Ausser Pickel und Sommersprossen verfügt ein Mensch über keine von der Natur vorgegebene Oberflächentextur. So steht zu erwarten, dass nicht nur die Farbflexibilität in der Umhüllungsgestaltung von den Maschinen bald auch auf ihre Besitzer übergreifen wird. Vorstellbar sind beispielsweise Weiterentwicklungen konventioneller Tätowierungen in Form von Hair Tatoos - Regenbogen-Pigmente werden, je nachdem wo sich der Betrachter oder die Lichtquelle befinden, verschiedenartige Frisur-Farbwechsel möglich machen.  Der umständliche Griff zu Lebensmittelfarbe oder Colorierung entfällt. Mit den im Ultraviolettlicht aktiven Fluoreszenzfarben läßt sich sogar Eigenleuchten hervorzaubern. Und moderne Reaktivfarben können, wie bei einem Chamäleon, die Färbung gleichfalls je nach Kleidung, Stimmung, Umgebung oder Aktivität wechseln.

WAS SICH DAMIT ABZEICHNET, ist der analoge Nachzug dessen, was in virtueller Form im Netz und den sozialen Medien längst stattfindet. Wir alle teilen, in breiter Form, mehr über uns mit als je zuvor. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die sich digital erweiternden Wirklichkeitsfelder auch tatsächlichin der analogen Realität eintreffen. Technologien wie die Farbtransformer werden uns über den herkömmlichen Fächer an menschlichen Ausdrucksmöglichkeiten, von der Sprache bis zum modischen Statement, mit weiteren, ganz neuen Mitteilungskanälen versorgen und uns mit etwas ausstatten, das man statt mit dem unanschaulichen “Augmented Reality” viel schöner als technologische Aura bezeichnen kann - einer zusätzlichen, persönlichen Signalumgebung.

Und das ganze natürlich in Farbe.

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(Erstveröffentlicht im Blog der Technology Review)

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