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Ein ganz früher Frank Zappa (aus der Zeit vor dem Bärtchen) zeigt in dieser Aufzeichnung der Steve Allen-Show von 1963, dass man ein Fahrrad ohne weiteres als Musikinstrument benutzen kann:
(Via The Retro Blog)
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Ein ganz früher Frank Zappa (aus der Zeit vor dem Bärtchen) zeigt in dieser Aufzeichnung der Steve Allen-Show von 1963, dass man ein Fahrrad ohne weiteres als Musikinstrument benutzen kann:
(Via The Retro Blog)
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SIND WIR NICHT ALLE inzwischen ein bißchen wie diese Fische, die in Aquarien an der Glaswand festgesaugt den Algenbelag abfressen, bloß dass wir an Bildschirmen festgesaugt sind und die ständige Informationsbemoosung wegfuttern?
“Gestern zum ersten Mal (versehentlich) den ganzen Tag fern vom Laptop verbracht, nur mit G1. Ging ganz gut. Könnte man öfter machen”, schreibt eine Freundin, die gerade in New York ist. Ihre Nachricht plätschert in dem Fluß der Facebook-Statuszeilen an mir vorbei. Draußen im Hof steht die Wirklichkeit rum. Die Rosen blühen, daneben wuchert Minze, und dann ist da noch eine Menge Grün, von dem ich den Namen nicht kenne und Kleinstgetier, von dem ich nicht weiß, wie es heißt. Die unbekannten Vogellaute, die über dem Grün schweben, könnte ich identifizieren. Irgendwo in Haus muß sich noch eine CD “Vogelstimmen der Heimat” nebst Begeitbuch befinden. Aber ich bin zu faul zum Suchen und warte lieber, bis Mo und Katja wieder zu Besuch kommen. Sie sind Birdwatcher, das heisst, sie liegen kundig im Unterholz und können zahllose Vogelstimmen unterscheiden. Viele Dinge - wie beispielsweise den Umgang mit Software und Hardware - lasse ich mir am liebsten von jemandem erklären, der sich damit auskennt, ehe ich zum Handbuch greife. Es gibt keine bessere Art, etwas zu lernen, als von einem anderen Menschen.
Und direkt von der Natur? In einem Gastbeitrag für das Blog BoingBoing nimmt der Autor und Technologie-Experte William Gurstelle mit einer gewissen Bestürzung zur Kenntnis, dass es zu viel Technologie in unserem Leben gebe und die Menschen immer weniger Zeit damit zubringen würden, die Natur unmittelbar zu beobachten und zu erfahren. In seinem Buch “Devices of the Soul: Battling for Our Selves in an Age of Machines” befindet der Wissenschaftskritiker Steve Talbott: “Im Netz kann ein Kind etwas über Bäume lernen, aber es wird nicht verstehen, was ein Baum ist. Die Information aus dem Netz oder aus einem Buch ist ein Fragment und aus dem Kontext gerissen. Sie wird nie dieselbe Eindringlichkeit haben wie eine Erfahrung aus erster Hand.”
Daraufhin begibt sich Gurstelle in den Garten - und zwar mit seinem neuen digitalen Mikroskop. Er verbringt den Nachmittag damit, die Welt im Kleinen zu betrachten, Bilder zu machen und eine Ameise zu filmen. “Zellen, Fasern, Samenkörnchen und Insekten, alles nur ein Teil der wilden Menagerie, die ich entdeckte - I found it way cool, and I’m no little kid.” Diese Forschungsreise in eine Wiese weist darauf hin, dass es in der Architektur der digitalen Welt an einem wichtigen Element mangelt: an Brücken, die Information und Erfahrung miteinander verbinden. Daten und Informationen werden erst dann zu Wissen, wenn wir sie mit unserer eigenen Weltwahrnehmung verbinden. Und in einer Welt, in der wissenschaftliche Erkenntnis scheinbar nur noch mit hochqualifizierten Teams und großem Aufwand an Geld und Material gewonnen werden kann, ist kaum etwas begrüßenswerter als die offene, kindliche Neugierde, die wissen möchte, was da den Grashalm entlangkrabbelt und welche Wunder sich in einem Wassertropfen aus einer Pfütze verbergen.
Auch wenn es nicht einer gewissen Ironie entbehrt, wenn jemand online über seine Erfahrungen mit dem nichtdigitalen Leben schreibt, die er mit einem Digitalmikroskop gemacht hat - auch William Gurstelle dürfte klar sein, dass die Natur in seinem Garten nur noch wenig mit jener todesgefährlichen Umwelt zu tun hat, als die sich die Natur unseren Vorfahren noch vor (entwicklungsgeschichtlich) nicht allzu langer Zeit präsentiert hat. Die zweite Natur, mit der wir im Prozess der Zivilisation die Erde überzogen haben, wird nun durch einen neuen Layer ergänzt - die dritte Natur der digitalen Sphäre. Aus diesen Transformationen, mit denen wir unsere Umwelt und uns selbst immer weiter verändern, erhebt sich immer wieder die Sehnsucht nach einer Rückkehr zu vermeintlichen Ursprüngen - eine romantische Form des Fundamentalismus.
Schon vor 2300 Jahren hatte Platon sich gegen die Verfestigung von Augenblicken in Aufzeichnungen gewandt. Vor allem die Schrift lehnte er ab - sie töte das lebendige Gedächtnis. (Bemerkenswerter Weise ist uns sein Protest in Form einer schriftlichen Aufzeichnung überliefert). Es war die Geburtsstunde des Kulturpessimismus, der sich seit Jahrhunderten gut von der Auffassung nährt, dass wir unsere Fähigkeiten an immer mehr Technologie fortgeben würden, die uns entleere und leblos mache.
Anfang der neunziger Jahre begann der deutscher Ausnahmeprogrammierer Karl Sims für die Supercomputer-Firma Thinking Machine spezielle Algorithmen zu entwickeln, die der extremen Leistungsfähigkeit der firmeneigenen Connection Machine angemessen sein sollten. Aus sogenannten Partikelsystemen schuf Sims phantastische Erscheinungen einer artifiziellen Natur, leuchtende Wasserfallkaskaden etwa oder die inzwischen klassische Animation “Panspermia“, in der die Reise eines Samenkorns durchs All und die Explosion der Fruchtbarkeit nach dem Aufprall auf einem Planeten zu sehen ist. Sims schuf Pflanzen, suchte die aus, die ihm am besten gefielen und ließ die Maschine in Echtzeit die nächste Generation berechnen.
Auf Spaziergängen in die reale, altgewohnte Natur, so erzählte er in einem Interview, rege ihn jedes Grasbüschel und jeder Strauch zur algorithmischen Nachahmung an. Wenn man dann aber beginne, in die Details einzudringen, zeige sich eine unermeßliche Komplexität. Aus der grünen Welt kehre er stets demütig zurück vor die Maschine.
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NOTFALLS KOMMT DIE IT auch ganz gut ohne Helden aus. Wer erinnert sich noch, wie der Chef von IBM hieß, als der PC auf den Markt kam? Wie Radionuklide, so haben auch Helden offenbar unterschiedliche Halbwertszeiten. Einen Mann wie Ed Roberts, der mit dem Altair 8800 den allerersten Mikrocomputer gebaut hat, kennt heute kaum noch jemand. Auch Steve Wozniak, der den ersten Apple-Computer konstruiert hat, hat sich darüber beklagt, im Schatten seines ehemaligen Kumpels Steve Jobs zu stehen.
Besonders Steve Jobs, wie Bill Gates einer der Superstars der PC-Ära, hat das von ihm geführte Unternehmen dermaßen auf seine Person ausgerichtet, dass man sich an Brecht erinnert fühlt: “Cäsar schlug die Gallier - hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?”
Das vermeintliche Ringen Bill Gates gegen Steve Jobs vulgo Microsoft gegen Apple hätte sich Shakespeare (der viel Sinn für’s Populäre hatte) nicht besser ausdenken können. Auf der einen Seite ein knallharter Programmierer, der damit so reich geworden ist, dass er dem Sultan von Brunei zum Geburtstag die Schweiz schenken könnte - Bill Gates. Auf der anderen Seite Steve Jobs, der Retter von der technologischen Eleganz. Der Kampf hat viel mit unserer Freude an vereinfachten Welten zu tun, aber wenig mit der Realität - ein Unternehmen wie Microsoft mit fast 90.000 Mitarbeitern läßt sich ebensowenig auf eine Person reduzieren wie Apple mit seinen 32.000 Mitarbeitern.
Stars brauchen wir immer noch – auch in der Computerwelt. Sie verkörpern Images und Gefühlsbotschaften und machen die immer ununterscheidbarere Technik für uns unterscheidbar. Ihr individueller Einfluß aber wird zunehmend hinter die Technologie zurücktreten, die sie auf den Weg gebracht haben.
Viele der Pioniere haben sich im übrigen nicht zur Ruhe gesetzt, sie stehen bloß nicht mehr im Rampenlicht wie früher. Während die Maschinen und der Umgang mit dem Netz sich immer standardisierter und ähnlicher anfühlen - was ja sein Gutes hat -, gehen die Menschen, die der technologischen Entwicklung wichtige Impulse gegeben haben, ihre ganz persönlichen Wege. Marc Andreessen hat zuletzt das Meta-Social Network Ning mit angeschoben. Der Schwulenaktivist Tom Jennings, der 1984 mit FidoNet das erste weltweite Amateur-Computernetzwerk ins Leben gerufen hatte, übernahm in den neuziger Jahren den Internet-Provider “The Little Garden” in San Francisco und arbeitet heute in einem Programm für Arts Computation Engineering der Universität von Kalifornien. Steward Brand, der 1985 ins San Francisco The WELL ans Netz brachte, den Prototypen aller Online-Communities, kümmert sich heute um das Global Business Network - eine Art Müttergenesungswerk für verdiente Digerati -, und die Long Now Foundation, die eine Uhr bauen will, die einmal im Jahr tickt und 10.000 Jahre lang läuft. Und Louis Rossetto, der gemeinsam mit Jane Metcalf und dem MIT-Vordenker Nicholas Negroponte 1993 das Magazin Wired aus der Taufe gehoben und zum Zentralorgan der digitalen Kultur gemacht hatte, verkaufte das Blatt 1998 - und gründete eine Schokoladefirma.
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Matthew Davidson ist Musiker und ein Synthesizer-Freak. Er hat ein paar klasse Videoaufnahmen auf der Analogue Heaven Northeast 2009 in Bolton im US-Bundesstaat Massachusetts gemacht und sie angemessen musikalisch untermalt. Einmal im Jahr treffen sich bei dieser Veranstaltung Synthi-Enthusiasten und spielen auf sehr raren, teuren und ungewöhnlichen Instrumenten.
Die Musik ist auf einem Analog-Modular-Synthesizer im 19-Zoll Euro-Format entstanden, der über das PlugIn Volta gesteuert wurde. Bis auf die Drums war alles analog.
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(Via synthgear)
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? Hier noch Fotos, die Matthew gemacht hat:

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“Diesen Kurzfilm”, schreibt Stephen Fitzgerald, “habe ich 2006 gemacht, als ich mir ein Jahr freigenommen habe und Zeit hatte, mal was Neues zu probieren. Er ist mit Lightwave 3D gemacht. Die Musik hat Ben Beiny komponiert, wir sind uns noch nie begegnet, aber es war eine tolle Zusammenarbeit mit ihm.”
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The Bran Flakes, “Fifty Four Fifty” aus der CD I Have Hands.
Animation von Mildred Pitt. Viel zu kurz, mehr davon.
(Via Easydreamer, mit einem speziellen Gruß an Mo®)
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Drüben bei TechCrunch macht Erick Schonfeld auf Möglichkeiten aufmerksam, aktuelle Bilder von den eskalierenden Protesten im Iran im Netz zu finden. Die Fotos vor allem aus den Straßen von Teheran werden über Plattformen wie Twitter und Flickr verbreitet. Viele von ihnen sind mit der (als Hashtag bezeichneten) Kennung #iranelection markiert.
Statt auf Twitter in einem Meer aus Tweets zu suchen, kann man auch eine Bildersuchmaschine wie Twicsy benutzen oder direkt auf Flickr suchen. Ein Warnhinweis: Die Bilder sind zum Teil drastisch und zeigen verwundete und schwer verletzte Menschen.
Da die iranischen Mobilfunknetze und SMS in den zurückliegenden Tagen häufig blockiert wurden, spielt Twitter bei der Verbreitung der Ereignisse im Iran eine bedeutende Rolle. Allerdings ist nicht immer klar, woher die Bilder stammen. Einige werden westlichen Nachrichtenagenturen wie AP, Reuters oder arabischen Nachrichtenagenturen zugeschrieben und von Bloggern im Iran und im Rest der Welt verbreitet; andere sehen so aus, als wären sie mitten im Geschehen mit eine Fotohandy aufgenommen worden.
Weitere Fotos von iranischen Bürgerjournalisten gibt es unter anderem auch bei Demotix.
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Ein Mann lebt allein in seinem kleinen Apartment. Seit der große Hase bei ihm ist, hat er praktisch keinen Kontakt mehr zu anderen Menschen. Alle Versuche, den Hasen aus der Wohnung rauszukriegen, sind gescheitert… Eine anrührend schöne Animation von Egmont Mayer.
(Via Design You Trust)
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Ross Ching ist ein Fan von Death Cab for Cuties und hat zum Spaß einen Clip zu Little Bribes gemacht. Absolut nicht das, was man von einem Amateurvideo erwartet. Absolut nicht. (Hier eine HD-Version).
(Via gentlepurespace)
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Gelungene Experimente mit Bewegungseffekten und synchroner Vertonung von Gustav Espenes:
(Via Design You Trust)
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Das geht ab: Stop Motion-Trickfilm von Benjamin Brean und Alexandre Ledan
von der Technischen Universität ENSIAME in Valenciennes:
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Ein Hyperclip des kanadischen Künstlers Marco Brambilla aus 500 auf YouTube gefundenen Videos (hier die HD-Version)
(Via cpluv)
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Makro-Fotografien von Lichtschlieren auf der Oberfläche von Seifenblasen, ein Langzeitprojekt des Fotografen Bogdan Chesaru:
? Hier erklärt Chesaru, wie die Fotos gemacht werden.
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Eine geformte Wortwolke von Jeff Clark aus seinem Blog Neoformix - Discovering and Illustrating Patterns in Data. Sie ist zusammengesetzt aus den Worten von etwa 84.000 Tweets mit dem Hashtag #iranelection (und die Version in Jeffs Blog ist auch interaktiv). | Hier kann man Jeff Clark auf Twitter folgen.
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“Bathtub V“, das neue Projekt von Keith Loutit: Die erstaunliche Miniaturisierung der Welt vermittels Tilt-Shift und Zeitraffer - der Hafen von Sydney.
Musik: The Basics, “With This Ship“. Hier noch Bathtub IV.
(Via likecool)
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I feel it closing in,
As patterns seem to form.
I feel it cold and warm.
The shadows start to fall.
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Joy Division, “Digital” (aus 1977-1980. Substance).
Hier die Lyrics via Lyricsfreak.
(Via Retrolife)
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Drüben bei World of Kane gibt es eine Reihe von Foyer-Fotos zu der italienischen Kinoverfilmung des deutschen SF-Epos “Perry Rhodan - SOS aus dem Weltall” von 1967. ?
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Im Archiv der Glaserei: Mehr aus der wunderbaren Welt der Raumschiffahrt, unter anderem Deckpläne, Rißzeichnungen und hervorragende, die Phantasie erregende Illustrationen sowie “Mit dem Auto zum Mond”. |
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? Der von Marcello Giombini komponierte Soundtrack zu dem Perry Rhodan-Film, dargebracht von Edda Dell’Orso:
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…an die Wizards der Stuttgarter Zeitung für die Neugestaltung der Glaserei (und insgesamt die neue Stuttgarter Zeitung Online).
Jetzt ist das eine aufgeräumte, klare Sache, in der ich noch viel lieber als zuvor weiterdichte und gefundene Netzatome zu Molekülen verwebe. Wie gefällt euch die neue Erscheinungsform? Anregungen, Jubel, Beschwerden?
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Zur Feier des Tages der passende Abschnitt aus dem Meisterwerk “Der verhinderte Dichter Balduin Bählamm” von Wilhelm Busch, worin er auch bereits das Zeitalter des modernen Teilens vorhergesehen hat:
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Im Durchschnitt ist man kummervoll
Und weiß nicht, was man machen soll. -
Nicht so der Dichter. Kaum mißfällt
Ihm diese altgebackne Welt,
So knetet er aus weicher Kleie
Für sich privatim eine neue
Und zieht als freier Musensohn
In die Poetendimension,
Die fünfte, da die vierte jetzt
Von Geistern ohnehin besetzt.
Hier ist es luftig, duftig, schön,
Hier hat er nichts mehr auszustehn,
Hier aus dem mütterlichen Busen
Der ewig wohlgenährten Musen
Rinnt ihm der Stoff beständig neu
In seine saubre Molkerei.
Gleichwie die brave Bauernmutter.
Tagtäglich macht sie frische Butter.
Des Abends spät, des Morgens frühe
Zupft sie am Hinterleib der Kühe
Mit kunstgeübten Handgelenken
Und trägt, was kommt, zu kühlen Schränken,
Wo bald ihr Finger, leicht gekrümmt,
Den fetten Rahm, der oben schwimmt,
Beiseite schöpft und so in Masse
Vereint im hohen Butterfasse.
Jetzt mit durchlöchertem Pistille
Bedrängt sie die geschmeidge Fülle.
Es kullert, bullert, quitscht und quatscht,
Wird auf und nieder durchgematscht,
Bis das geplagte Element
Vor Angst in Dick und Dünn sich trennt.
Dies ist der Augenblick der Wonne.
Sie hebt das Dicke aus der Tonne,
Legt’s in die Mulde, flach von Holz,
Durchknetet es und drückt und rollt’s,
Und sieh, in frohen Händen hält se
Die wohlgeratne Butterwälze.
So auch der Dichter. - Stillbeglückt
Hat er sich was zurechtgedrückt
Und fühlt sich nun in jeder Richtung
Befriedigt durch die eigne Dichtung.
Doch guter Menschen Hauptbestreben
Ist, andern auch was abzugeben.
Der Dichter, dem sein Fabrikat
Soviel Genuß bereitet hat,
Er sehnt sich sehr, er kann nicht ruhn,
Auch andern damit wohlzutun;
Und muß er sich auch recht bemühn,
Er sucht sich wen und findet ihn.
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Tag me. Drüben bei Graffiti Girls ist das Sprühtum endlich angekommen. Man nimmt nicht mehr den Umweg über Wände und Bahnwaggons, um zu imponieren: Die Graffiti werden direkt auf Mädchenkörpern appliziert (via Nerdcore). ?
Liebe und Leben: Ein hartes Stilleben auf St. Pauli auf Matthias Wagners stets lesenswerter Rückseite der Reeperbahn. |
Der Sprühdosenkappenhocker fürs Wohnzimmer (via Nerdcore). |
? Die handgefertigte Sprühdosen-Schreibtischlampe Krylon von Jake Rankin aus Portland. |
42 von Sprühdosen inspirierte Innovationen, beispielsweise das aufsprühbare Kondom oder Sprühdosen aus Keramik von Carrie Reichardt aka The Baroness (via Trendhunter). |
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Eine Spraydose mit eingebautem Lämpchen von rAndom International, damit man auch im Dunklen sehen kann, wohin man sprüht. ?
? Graffiti-Manschettenknöpfe von Ken Leung and Dana Chin. |
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? Ichiro Suzuki aus Seattle und seine Goodbye Art:
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? Die nackte Wahrheit oder Wie man verlorene Ecken zurückgewinnen kann:
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Der Künstler Shi Jinsong und seine Gothic-Klingonischen Kinderdinge, etwa das Na Zha-Wiegebettchen aus verchromtem, rostfreien Stahl oder der gleichnamige Kinderwagen, mit dessen Bauteilen man zweifellos auch Hartkäse dünn schneiden und Barbarenhorden in die Flucht schlagen kann (via BoingBoing). ?
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? Die stromlinien-bzw. atombombenförmige Version eines solchen martialischen Fahrzeugs, nämlich John Knotts Pramulator, hatten wir hier bereits in der Abteilung Kühle Kinder (neben Dingen wie dem Superluxus-Bollerwagen Radio Flyer Cloud 9 mit MP3-Player, Lautsprechern und Fünfpunkt-Sicherheitsgurten und dem Survival-trainierten Baby; mehr {hier}).
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Der Schriftzug “Kind” von smosch.com (via fffound). ?
Sailor Retro Chic: temporäre Tatoos für Kinder. Eine Guerilla-Marketingkampagne der schwedischen Modemacherin Hanna Lindström (via Trendhunter). |
? Ein grünes Schaukelhuhn von Hayon Studio (via picocool). |
Genetisch veränderte Stofftiere. |
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Spaß-Rap-Trickfilme für Kinder: Alex Gorosh remixt in seinem Projekt WordWorms alte Public Domain-Trickfilme mit eigener Musik und Lyrics (via drawn):
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? Wenn schon UFOs, dann solche: Lenticularis-Wolken über Washington (Februar 2009). | Lenticularis-Wolken in der Wikipedia. |
Ein Wolkensofa von D. K. Wei. ?
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• “Letzte Nacht hatte ich einen Traum. In dem Traum fuhren sehr heftige Winde in bedrohliche Sturmwolken…” (via Uncle Eddie’s Theory Corner). |
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? Die Schaumgummiwolken von Buclo (via SwissMiss). |
Die Wolkenbesteiger
(via big fun). ?
Wie man Wolken macht (am Beispiel des Skype-Logos). |
Yoko Ono, Cloud Piece (1963). |
• Das Wolkenschwämmchen von Studio Leung. |
Wolken, wie niemand sie sich vorstellt, fotografiert von Carl Kleiner: “Imaginary Drizzle” (via cyanatrendland). |
? Silla Cloud: Der hochglänzende Wolkensessel von Richard Hutten. |
Wolkenschmuck aus rostfreiem Stahl von Corky. ?
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• Schöne Wolken. |
Der nutzlose Wolken-Regenschirm von Joonsoo Kim. |
Ein Flash-Flug über den Wolken bei der finnischen Werbeagentur Taivas. |
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? Happy Cloud: Stuart Semples maßgeschneiderte Wolken über London
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? Glaser, das Netztrüffelschwein – weitere bemerkenswerte Listen:
Die 10 bizarrsten Kleinigkeiten aus Japan
Die 10 vermutlich vermischtesten Informationen der Welt
Die 10 sonderbarsten Gesetze des Globus
Die 10 ungewöhnlichsten Uhren des Zeitalters
Die 10 erstaunlichsten Regenschirm-Innovationen aus Japan
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DIE AMERIKANISCHEN LED-Entwickler von Kent Displays haben den ersten Schritt hin zu einer elektronischen Haut für Kommunikationsgeräte präsentiert: Der “Reflex Electronic Skin” basiert auf einem speziell entwickelten cholesterischen LCD und kann eine von acht verschiedenen Farben auf einer Fläche von etwa 25 Quadratzentimetern anzeigen. Während diese erste Generation von bildschirmhafter Gerätehaut noch ebene Flächen benötigt, werden künftige PDAs und Handys rundum die Farbe ändern können.
Trugen die Damen früher die Handtasche passend zur Autofarbe, wird sich bald das Mobiltelefon der Garderobe anpassen lassen; mit ein wenig Bilderkennungs-Software ließe sich das auch problemlos automatisieren. Anrufe können visualisiert werden, indem das Gerät die Farbe wechselt oder das Smartphone, wenn ein dringender Termin ansteht, rot zu glühen beginnt. Auch Spaß-Applikationen, wie wir sie bereits vom iPhone kennen, werden die neue Technologie bestimmt mit Freuden nutzen - so könnte im Sommerurlaub nicht nur der Besitzer eines digitalen Geräts braun werden, sondern sein Apparat mit ihm.
DER BEGRIFF BENUTZEROBERFLÄCHE weckt eine falsche Verheissung. Ausser Pickel und Sommersprossen verfügt ein Mensch über keine von der Natur vorgegebene Oberflächentextur. So steht zu erwarten, dass nicht nur die Farbflexibilität in der Umhüllungsgestaltung von den Maschinen bald auch auf ihre Besitzer übergreifen wird. Vorstellbar sind beispielsweise Weiterentwicklungen konventioneller Tätowierungen in Form von Hair Tatoos - Regenbogen-Pigmente werden, je nachdem wo sich der Betrachter oder die Lichtquelle befinden, verschiedenartige Frisur-Farbwechsel möglich machen. Der umständliche Griff zu Lebensmittelfarbe oder Colorierung entfällt. Mit den im Ultraviolettlicht aktiven Fluoreszenzfarben läßt sich sogar Eigenleuchten hervorzaubern. Und moderne Reaktivfarben können, wie bei einem Chamäleon, die Färbung gleichfalls je nach Kleidung, Stimmung, Umgebung oder Aktivität wechseln.
WAS SICH DAMIT ABZEICHNET, ist der analoge Nachzug dessen, was in virtueller Form im Netz und den sozialen Medien längst stattfindet. Wir alle teilen, in breiter Form, mehr über uns mit als je zuvor. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die sich digital erweiternden Wirklichkeitsfelder auch tatsächlichin der analogen Realität eintreffen. Technologien wie die Farbtransformer werden uns über den herkömmlichen Fächer an menschlichen Ausdrucksmöglichkeiten, von der Sprache bis zum modischen Statement, mit weiteren, ganz neuen Mitteilungskanälen versorgen und uns mit etwas ausstatten, das man statt mit dem unanschaulichen “Augmented Reality” viel schöner als technologische Aura bezeichnen kann - einer zusätzlichen, persönlichen Signalumgebung.
Und das ganze natürlich in Farbe.
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(Erstveröffentlicht im Blog der Technology Review)
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Music von Rigo Pex + Pixels von Entter = die spanische Zweimanncombo *MENEO:
(Via colectiva.tv)
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Eine Partitur beginnt zu leben: Hoedown aus der Rodeo Suite des amerikanischen Komponisten Aaron Copeland (1900-1990). Die Stoptrick-Animation von Eleanor Stewart war ihre Abschlußarbeit an der Glasgow School of Art:
(Via drawn)
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Eine eindrucksvolle Silhouetten-Animation von Emil Goodman, mit Baumaschinen on the beat und zügig vorwärtsdrehenden Zahnrädern. Musik von der ungarischen Band Beat Dis: “Just Like”
(Via Daily Inspiration)
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Eine Whisky-Schütteinrichtung zur Förderung des geselligen Beisammenseins oder von Party-Baccanalien: “Orgy“, ein Spiel von Gaylord James Inc. aus Chicago:
(Via Retrozone)
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Japanischer Rock’n'Roll von 1963: Hirota Mieko, “Kanashiki Heart” (????? - ??????), dankenswerter Weise gepostet von Tengokue (Aregato!):
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