Tagesarchiv für 14. August 2009

“Alt?n Örümcek”, Opening Title

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Ein Augenschmaus, hochgeladen von Plazma, dessen Seite auch nicht ohne ist.
Credit: Suleyman Yilmaz.

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Der Mann von morgen

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Vogue, Februar 1939: Future Man. “Der Mann des nächsten Jahrhunderts wird gegen das Rasieren revoltieren und einen wunderschönen Bart tragen… sein Hut wird eine Antenne sein … seine Socken – entbehrlich. Sein Anzug ohne Krawatte, Kragen, Knöpfe.” – Mode der Zukunft von dem Designer Gilbert Rhode (1894-1944), Photographie: Anton Bruehl.

(Via Retrozone)

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Mudwerks, 2009: Mann von heute mit Waffelhose und Obstleibchen.
Er trägt tatsächlich einen Bart.

(Via Mudwerks)

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Nur hin

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CARL McCUNN wurde 1946 in Deutschland geboren, während sein Vater in der US Army diente. Er wuchs in San Antonio in Texas auf, war vier Jahre bei der Navy und wurde dann Naturfotograf. Er fotografierte wild lebende Tiere. 1970 zog er nach Anchorage in Alaska um.

Im März 1981 ließ er sich von einem Buschpiloten in einer verlassenen Gegend an einem See in der Nähe des Coleen River absetzen, um zu fotografieren. Dort hatte er 1976 schon einmal fünf Monate verbracht. Er hatte 500 Rollen Film dabei und Vorräte, die bis zum Sommer reichten. McCunn war der Meinung, er habe mit dem Piloten verabredet, dass der ihn im August wieder abholen solle. Aber das hatte er nicht.

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ÜBER ACHT MONATE führte McCunn Tagebuch in einer Ringbuchmappe. Als er Mitte August zurückwollte, wurde ihm klar, dass er sich dem Piloten gegenüber wohl nicht klar genug ausgedrückt hatte. Zu seiner allergrößten Erleichterung sah er nach ein paar Tagen ein Flugzeug, das über ihm kreiste.

Er gab Handzeichen, um das Flugzeug zum Landen zu veranlassen; jedenfalls dachte er das. Der Pilot, der von besorgten Freunden geschickt worden war, sah, dass McCunn das all-OK-Signal winkte und dann langsam zu seinem Zelt schlenderte. Also nahm er an, dass alles in Ordnung war und flog zurück. Nachdem das Flugzeug verschwunden war, wurde McCunn klar, dass er das falsche Handsignal gegeben hatte.

Sein Lager befand sich etwa 350 Kilometer nördlich von Fairbanks und 120 Kilometer von Fort Yukon entfernt. Statt den Versuch zu unternehmen, zu Fuß zurück in die Zivilisation zu gelangen, beschloß McCunn abzuwarten, ob jemand zurückkommen würde, um ihn rauszuholen.

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ER HÖRTE AUF, seine Tagebucheinträge zu datieren. Die meiste Zeit war er damit beschäftigt, etwas zu Essen aufzutreiben und sich warmzuhalten. Er machte sein Zelt winterfest und kämpfte gegen die Füchse. Im Oktober ging ihm der Proviant endgültig aus. Kurz vor dem Ende schrieb er “Ich brenne jetzt die letzte meiner Signalfackeln ab und lege das letzte Kleinholz, das noch da ist, ins Feuer. Wenn die Asche erkalten wird, werde ich mit ihr erkalten.”

Im Februar 1982 fanden Ranger seine Leiche neben dem 100-seitigen Tagebuch, in dem er seinen Niedergang beschrieb. Mit der letzten Patrone, die ihm geblieben war, hatte McCunn sich in den Kopf geschossen. Dem Tagebuch war eine testamentarische Notiz hinzugefügt, dass seine persönlichen Dinge an seinen Vater überbracht werden sollten und dass die Person, die ihn finden würde, sein Gewehr und seine Schrotflinte behalten sollte.

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Quellen: Futilitycloset | Wikipedia | A Death A Day |

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Das Art Deco-Motorrad

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James Grahame drüben bei Retro Thing erzählt, wie dieser Traum von einem Motorrad beinahe im Treibsand der Zeit versunken wäre. Von der BMW R7 wurde von dem Ingenieur Alfred Böning im Jahre 1934 nur ein einziger Prototyp hergestellt. Das Motorrad war zu extravagant und zu teuer, was die damalige äußerst schwierige wirtschaftliche und politische Lage anging (”Prototype axed by the Third Reich”, so motorcycle.com).

Die Maschine wurde zerlegt und bis ins Jahr 2005 weitgehend vergessen. Als sie wiedergefunden wurde, war sie in einem katastrophalen Zustand, verrostet und von einer uralten Batterie korrodiert. In den Archiven von BMW fanden sich noch die Original-Konstruktionszeichnungen. Das Motorrad konnte restauriert werden.

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Der kybernetische Körper

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Chirurgie bei Gummibärchen: Gummibärchen haben ein kurzes Leben, nichtsdestoweniger können ihnen gesundheitliche Probleme zu schaffen machen. Gelegentlich müssen sie sogar unter’s Messer. Drüben bei Instructables zeigt ein Experte, wie solche Eingriffe auszuführen sind. |

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Anatomie von Lebkuchenleuten: Jason Freeny hat Pionierarbeit geleistet und in akribischer Feinarbeit eine anatomische Studie über das Innenleben eines Lebkuchenmanns angefertigt. |

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Das Innenleben einer Meerjungfrau: Der Brasilianer Walmor Correa hat, neben einer Reihe von weiteren Anatomie-Kunstwerken wie etwa dem Schädel eines Zyklopen, auch die Obduktionsskizze einer Meerjungfrau in seinem Portfolio. Dazu gibt es noch einen Hinweis auf den Bildband “unheimlich”. ?

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? Von dem französischen Fotograf Laurent Champoussin stammt eine Serie von Drucken, die er Kardiovaskuläre Blätter nennt (als kardiovaskuläres System wird in der Medizin der Blutkreislauf bezeichnet). “Ich habe mich seit jeher für medizinische Modelle interessiert”, sagt Champoussin in einem Interview mit Vanessa Ruiz, der Betreiberin des Blogs Street Anatomy. “Die Idee war, mit der teilweisen Aufdeckung lebenswichtiger, aber verdeckter Teile von uns selbst zu spielen.” |

Der britische Künstler Damien Hirst, der bereits mit in Formalin eingelegten Tieren und einem brilliantbesetzten Totenschädel einschlägige Arbeiten lieferte, hat das Anatomiemodell eines Kinds als Skulptur ins Riesenhafte vergrößert. |

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Eine Anatomiestudie aus gelben Legosteinen: Mann mit geöffnetem Brustkorb, dem da Allesmögliche rauskullert. ?

? Dekorativen Schutz gegen digitale Erkrankungen verspricht der Dr Hard Drive-Beutel des Designers Hyuh Jin Lee. Er läßt sich in der Art einer Infusion neben dem Rechner anbringen und enthält Antivirus-Hilfe in Hardware- und Software-Form. |

Die Leute von Aksel Creations bieten eine Schürze mit dazupassenden Grillhandschuhen an, auf denen die inneren Organe des Menschen zu sehen sind. |

? Einen Salz-und-Pfeffer-Streuer in Gestalt zweier Hirnhälften findet man bei (passender Name) ThinkGeek. |

Von Shannon Wright gibt es mit Wallpaper Number One ein für sowohl medizinisch als auch innenarchitektonisch interessierte Menschen geeignetes Tapeten-Design mit Querschnittsgrafiken des menschlichen Urogenitaltraktes. ?

Gleichfalls der Innenraumgestaltung dienlich und eher comic-haft heiter als grausig: ein Tisch in Gestalt eines statischen Blutspritzers von James Ian Killinger mit Namen Kersplat. |

? Tamarindo Concept versucht es mit einem neuen Aufbewahrungssystem im Organdesign: bei der Herzbox (”love box”) handelt es sich um ein realistisch dargestelltes menschliches Herz in Keramik gefertigt; inzwischen gibt es auch teurere Versionen aus Holz.

Und auch wenn es jetzt im Sommer schmelzgefährdet ist: Drüben bei Pushindaisies gibt es ein knapp 500 Gramm schweres, beeindruckendes und anatomisch korrektes Herz aus Schokolade.

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Instrument des Tages (4): Der Humanthesizer

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Der Humanthesizer verwandelt 15 Bikini-Models in einen lebenden Synhesizer. Wer bisher dachte, dass elektrisch leitfähige Anstriche langweilig sind, wird sich getäuscht sehen. Der Elektronik-Musiker Calvin Harris hat die Mädels mit Hilfe von ? Bare Conductive-Körpertinte und der Physical Computing-Plattform ? Arduino in ein außergewöhnliches Instrument verwandelt, das Harris’ Stück “Ready For The Weekend” spielt. Alle Leitungen und Kontakflächen auf der Haut sind aufgemalt.

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(Via Notcot)

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