Frankie Flood ist Professor für Goldschmiedekunst an der Universität Wisconsin in Milwaukee. Er läßt sich bei seinen weißgott eindrucksvollen, als Einzelstücke gefertigten Pizza-Cuttern von amerikanischen Motorrädern und Choppern inspirieren:
Der ungarische Maler und Zeichner Peter Foldes (1924-1977) kam 1946 nach England. Gemeinsam mit seiner britischen Frau Joan schuf er eine Reihe von bemerkenswerten Zeichentrickfilmen. Foldes ging später nach Paris und wurde zu einem der Pioniere der Computeranimation. Für seinen Film “Hunger” wurde er 1974 für einen Oscar nominiert.
Sein Kurzfilm “A Short Vision” von 1956 wurde nach seiner Ausstrahlung in der Ed Sullivan-Show im US-Fernsehen zu einem der einflußreichsten britischen Zeichentrickfilme überhaupt. Kinder wurden aufgefordert, das Zimmer zu verlassen, während der Film gezeigt wurde. Auch bei Erwachsenen rief der Film durch seine drastische Darstellung der Folgen eines Atomkriegs Empörung und Angst hervor.
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Gut möglich, dass Steven Spielberg “A Short Vision” gesehen hat, ehe er im “Jäger des verlorenen Schatzes” die Szene mit der Öffnung der Bundeslade gedreht hat, während der die Gesichter der anwesenden Nazis schmelzen.
Roy Sullivan, der als Park Ranger im Shenandoah-Nationalpark im US-Bundesstaat Virginia arbeitete, wurde zwischen 1942 und 1977 sieben Mal vom Blitz getroffen. Er überlebte jeden der Einschläge und erhielt den Spitznamen Lebender Blitzableiter. Sullivan starb 1983 im Alter von 71 Jahren an einem Gewehrschuß, den er sich selbst zugefügt hatte. |
“Woran denkt man bei einer neonleuchtenden Fassade? An einen Nachtclub? An ein Strip-Lokal? – Ok, wie wär’s mit einem Krankenhaus.” Gesehen von Jan Chipchase in der tibetanischen Hauptstadt Lhasa:
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Chipchase arbeitet für Nokia und ist Kulturforscher. Er war gerade sechs Wochen in China und Tibet unterwegs und hat seine Beobachtungen und Entdeckungen über die Eigenarten des Globalen Dorfs wie immer in seinem vorzüglichen Blog ?Future Perfect ausgebreitet.
In den achtziger Jahren kamen mit der Verbreitung von Videocassetten in Ghana mobile Kinos in Mode. Die Betreiber reisten von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf, schlossen einen Fernseher und einen Videorekorder an einen portablen Generator und spielten die Filme, die von den Zuschauern gewünscht wurden. Um die Vorstellungen zu bewerben, wurden Künstler engagiert, die, üblicherweise auf dem Sackleinen leerer Mehlsäcke, Plakate zu den verschiedenen Filmen malten:
Buchumschläge des kambodschanischen Illustrators Hul Sophon aus der Zeit vor der Machtübernahme der Roten Khmer 1975. Derartige Illustrationen, die während der Diktatur versteckt werden mußten, wurden von geflohenen Kambodschanern aus Übersee zurückimportiert und sind heute auf Nachdrucken in der Buchhandlung Angkor Thom in Phnom Penh wieder erhältlich.
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“Das Mißgeschick der Lady Hunter” von Kov Sarom:
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“Die Tränen des schlechten Gewissens” von Sor Sornose:
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“Die wegen Geld hintergangene Gattin” von Srey Bun Chantha:
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(…und noch einiges mehr an Auswahl via → jinja apsara)
…findet seine Hightech-Erklärung in diesem kurzen Video einer Bahnfahrt in Japan. Der Rokko Liner ist ein automatisches Transit-System, das zwischen dem Hafen der Stadt Kobe und der künstlich angelegten Insel Rokko verkehrt. An einigen Stellen fährt der Zug sehr nahe an Wohnhäusern vorbei. Etwa in der Mitte des Videos ist zu sehen, wie die Scheiben des Zugs automatisch intransparent werden, um die Privatsphäre der Anwohner zu wahren.
Der Zug ist mit Scheiben aus einem speziellen Glas ausgestattet, das je nach Bedarf durchsichtig oder undurchsichtig (respektive milchig) geschaltet werden kann. Diese Art von Glas gibt es schon länger, aber die Anwendung ist interessant. Sie zeigt eine technische Möglichkeit, die persönliche Sphäre auch in hochverdichteten Lebensräumen zu schützen.
Hier ein Anbieter von “switchable privacy glass”; hier und hier weitere. Die Toilette hinter Glas funktioniert natürlich nach dem selben Prinzip.
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EINE DER ERSTEN Anwendungen für das Privatglas waren die Umkleidekabinen des 2001 eröffneten Flagship Stores von Prada in New York, deren gläserne Türen aus Privacy Glass bestehen. Die Türen lassen sich mit einem fußbedienbaren Schalter zwischen Undurchsichtigkeit und Transparenz umschalten.
Die auf den ersten Blick eindrucksvolle Technologie wird zum einen etwas getrübt (sic!) durch das dicke Glas. Der Designhistoriker D. J. Huppats beschreibt ein LCD-Tryptichon in dem Laden, das eine Art religiöser Verbindung mit der Marke heraufzubeschwören versucht und von den Touristen aber meist links liegengelassen wird: die wollen die Umkeidekabinen mit dem veränderlichen Glas und den Magischen Spiegeln sehen. Bei diesen Spiegeln handelt es sich um wandspiegelgroße Bildschirme, auf denen sich die Kundin via Kamera sehen kann; da das Bild in Zeitlupe folgt, kann man sich von allen Seiten selbst betrachten. Zu den schaltbaren Glastüren vermerkt Huppats: the latter mostly not working.
Es ist wieder den Japanern überlassen geblieben, ein Instrument mit einem Gesicht zu erfinden, das dreinschaut wie eine Comicfigur: das von der Spielzeugfirma CUBE und dem Kunstkollektiv Maywa Denki entwickelte Otamatone.
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Die für die Geschicke von Maywa Denki verantwortliche Familie Tosa ist berühmt für ihre Nonsens-Maschinen.
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