Tagesarchiv für 4. September 2009

Hyperkitsch

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Spheres” von Regis Hervagault – eine kleine Space Opera voller wallender Zellklumpen, virtueller Tiefseelebewesen, perlender Fraktale und phosphoreszierender Partikelschauer. 14 Minuten Augen-Ayurveda, inspiriert von dem griechischen Philosophen Anaxagoras. Musik: Urban Orchestra.

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Malangsamskoja

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Moskau in Slow Motion von Andrey Stvolinsky: Langsam wird es einem klar.
Musik: The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble.

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Das Multiuserorchester

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Wir bewegen uns aus dem Einen ins Viele, es ist an immer mehr Stellen zu spüren.

Hier ? In B flat 2.0, ein kollaboratives Musik- und Wort-Projekt, das sich Darren Solomon von Science for Girls ausgedacht und mit Hilfe eines Haufens von Kollaborateuren verwirklicht hat.

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Die Videos können alle gleichzeitig abgespielt werden oder auch nur einige, der Soundtrack paßt immer zusammen. Mit dem jeweiligen Lautstärkeregler kann man das ganze individuell abmischen.

Manche vergleichen In Bb 2.0 mit dem famosen Kutiman-Mix, aber es ist anders.

(Via Crackunit)

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Das unerklärte Leuchten

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Marfa liegt am Rand der Zivilisation im Westen von Texas. Man kann da einen Independent Bookstore bestaunen und Donald Judd, einen Künstler vor Ort, der Betonkunstwerke erschafft. Außerdem ist Marfa ein Ort, an dem sich Unerklärtes zuträgt.

Es gibt hier die Marfa-Lichter. Dabei handelt es sich um mysteriöse Lichtkugeln, die gelegentlich von dem Highway außerhalb der Stadt herabströmen. Es gibt einen eigenen Beobachtungsposten am Highway 67, von dem aus man die Lichter beobachten kann. Sie treten nur sporadisch auf. Es sind vielfarbige, etwa basketballgroße, glühende Kugeln, die man in der Entfernung vorbeischweben sieht.

Man hat die Lichter durch eine Reihe verschiedener Phänomene zu erklären versucht – durch Fluktuationen der Bodetemperatur, die statische Elektrizität erzeugen, durch den piezoelektrischen Effekt (der mit der Ausdehnung und Kontraktion von Quarzsteinen zu tun hat), und natürlich durch Magie und UFOs.

Die derzeit favorisierte Erklärung basiert auf den Nachforschungen einer Gruppe von Studenten der Universität Dallas, welche die Ursache der Marfa-Lichter in Lichtbrechungs-Effekten von Autoscheinwerfern auf dem Highway sehen, wiewohl diese Erkenntnisse nicht besonders überzeugend sind. Das Unerklärte hat Bestand.

? Eine kurze Dokumentation des Phänomens von Aaron Robertson:

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Hühnerfüller

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Ein kleines, nichtvegetarisches Lied: “Chick-fil-A” von Tim Hawkins, einem Christian Comedian; trotzdem komisch:

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(Via Found on the Web)

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Lässige Links

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Minis ohne Ende: Modeaufnahmen der 60er und 70er Jahre, ein beeindruckendes historisches Kompendium. ?

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? Bilder aus Menschen (1915-1920): militärische Massen-Gemälde, hier etwa eine Freiheitsstatue aus Menschen. |

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Wie viele Menschen sind gerade im Weltraum? ? Diese Einzweck-Website hat immer die richtige Antwort parat.

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? Das Supermotorrad
P120 Fighter Combat von Confederate
, ein terminatorhaftes Zweirad im Aluminiumrahmen
(via picocool). |

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Das motorisierte Einrad ?

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Buckyballs – das ultimative Spielzeug für Geeks:

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(Via Geeks Are Sexy)

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Videoaktiv

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Ein Musikvideo der Gruppe Delphic für ihre zweite Single “This Momentary”, aufgenommen in der ukrainischen Stadt Prypjat, die heute eine Geisterstadt ist.

Prypjat wurde 1970 für die Beschäftigten des benachbarten Kernkraftwerks Tschernobyl gegründet und nach der Reaktorkatastrophe 1986 geräumt. Zum Zeitpunkt der Katastrophe am 26. April 1986 wohnten hier etwa 48.000 Menschen.

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• Hierzu siehe auch:

? Foto-Trip: Ein russischer Blogger hat ein modernes russisches Atomkraftwerk in der Nähe von Smolensk besucht und ausnahmsweise die Erlaubnis erhalten, zu fotografieren. Das Kraftwerk wurde zwischen 1982 und 1990 gebaut und sollte vier Reaktorblocks umfassen. Nach dem GAU in Tschernobyl wurde der vierte Block nicht mehr fertiggestellt (via Englishrussia). |

? Carl Montgomery war im September 2006 und im Juni 2007 in Tschernobyl und hat dort unter anderem einen verstrahlten Vergnügungspark fotografiert. |

? Sterbende Schiffe nahe Tschernobyl. |

? Strahlende Schönheit. |

? Der “russische Specht“, ein rätselhaft klopfendes sowjetisches Funksignal, das zwischen Juli 1976 und Dezember 1989 auf Kurzwelle zu hören war. Hinter dem Geheimnis steckte die gewaltige Radarstation Duga-3 bei Tschernobyl. |

? Am 23. Oktober 2008 nahmen die Beschäftigten des Kernkraftwerks in Tschernobyl an einer Alarmübung teil, in der das Verhalten für den Fall freigesetzter Radioaktivität trainiert wurde. |

? In Frankreich mußte der Aufzughersteller Otis die Knöpfe von mehr als 500 Fahrstühlen zurückrufen, da sie versehentlich aus radioaktiv verseuchtem Stahl hergestellt wurden. |

? Der Italiener Jaime Pitarch und seine mutierte Tschernobyl-Matrjoschka. |

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Wir haben unsere Computersysteme nicht mehr im Griff, sie haben sich verselbständigt. Ich denke nicht nur an Tschernobyl, ich denke auch an die Giftgaskatastrophe im indischen Bhopal. Dort verhinderte ein Softwarefehler die rechtzeitige Warnung der Bevölkerung. Ich denke auch an den Börsencrash an der Wallstreet im Oktober 1987. … Damals, als an der Börse die Rechner durchdrehten und auch viele Kleinaktionäre das Nachsehen hatten, schrieb das “Wall Street Journal” am Tag nach dem Schwarzen Montag: Die Computer haben die Macht übernommen.

Joseph Weizenbaum (März 1992)

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Instrument des Tages (25): Das Kanun

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Das Kanun ist die orientalische Zither. Im 13. Jahrhundert war es das bevorzugte Instrument der Mauren in Andalusien, die das Kanun als Vorläufer der Zither nach Europa gebracht haben.

Das hölzerne Instrument ist mit 63 bis 84 Saiten bespannt (im Gegensatz zur alpenländischen Zither mit Darm- oder Nylonsaiten). Der Steg steht, ähnlich wie bei einem Banjo, nicht auf Holz sondern auf Pergament, wodurch sich der charakteristische Klang ergibt.

Der Syrer Iyad Haimour spielt das arabische Kanun:

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Dank für den Tip an Jinnah Komatsu und Jinn.TV. |

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Ein verstecktes Juwel

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Wie auch immer das ans Licht gekommen ist – irgend jemandem muß aufgefallen sein, dass der Code für diese Seite äußerst ungewöhnlich ist. Es ist auf den ersten Blick eine unspektakuläre Seite, auf der verschiedene Feldstecher der japanischen Firma Fujinon aufgelistet sind.

Aber es lohnt sich, einen Blick auf den Code der Seite zu werfen:

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Dieser Screenshot zeigt nur einen kleinen Teil des ganzen Wahnsinns. Mit “Quelltext anzeigen” kann man sich in jedem Browser den Sourcecode einer Seite ansehen - go for it.

Die aberwitzigen Einrückungen, die den in einer winzigen 8-Punkt-Schrift verfaßten Code im Zickzack über den Bildschirm laufen lassen, ergeben aus Sicht eines Programmierers keinen Sinn. Man hätte die Zeilen ebensogut ordentlich übereinander stapeln können.

Aber der Verfasser dieses Codes hat da noch etwas anderes hineincodiert. Druckt man den gesamten Code der Seite aus und dreht ihn um 90 Grad, ergibt sich folgendes Bild:

Und?…

Hier ein Blick aus dem Hauptsitz von Fujinon in der nördlich von Tokio gelegenen Stadt Saitama, via Google Earth. Der Blick ist, wie es sich für Japan gehört, nach Westen auf den Fujijama gerichtet:

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Wenn man den Verlauf des ausgedruckten Sourcecodes (gelb markiert) über die Horizontlinie legt, sieht man, dass die Linien sich decken. Der Codeverlauf bildet die Horizontlinie mit dem Fuji ab:

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Wie japanisch. Wie unglaublich japanisch. |

(Via soup.johl.io)

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Dank für den Tip an Markus Merz!

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