Tagesarchiv für 11. September 2009

Die nächste Gefahr, nach Google Books

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Ein Roboter stellt die Abfassung eines Liebesbriefs nach, den Franz Kafka an Felice Bauer geschrieben hat. In dem Brief weist Kafka darauf hin, dass er den Brief auf einer Schreibmaschine tippe und wie sich das neue Schreibgerät auf die Herausbildung seiner Gedanken auswirke.

Kafka hatte Felice Bauer am Abend des 13. August 1912 während eines Besuches bei seinem Freund Max Brod kennengelernt. Nachdem sich Franz Kafka und Felice Bauer zweimal ver- und wieder entlobt hatten, trennten sie sich 1917 endgültig.

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Dank für den Tip an Stephan Porombka!

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? Pierre Jaquet-Droz (1721-1790) war ein Schweizer Uhrmacher. Hier ist einer der drei Androiden zu sehen, die ihn berühmt gemacht haben – der Schreiber:

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Die Automaten, die 1774 dem Publikum vorgestellt wurden, waren eine absolute Sensation. Die Menschen pilgerten zu den Orten, an denen die Automaten gezeigt wurden; Gärten und Plätze waren voller Kutschen. Mehr als ein Jahrhundert lang tourten die Androiden durch Europa. Auf diesem Video ist zu sehen, wie der Schreiber funktioniert:

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? Ein Roboterarm fällt mir noch ein, den ich vor einiger Zeit in Karlsruhe gesehen habe. Auf einem langen Tisch vor ihm lag eine Rolle Papier. Der Roboterarm sollte im Lauf von sieben Monaten eine kalligraphische Abschrift der 66 Bücher der Bibel anfertigen, aber er stand still. Jemand erklärte mir, es gebe ein Problem mit der Tinte in dem Injektor. Zurück in Berlin, wollte ich einen Freund fragen, der Kalligraph war und seine Tinte selbst mischte und seine Schreibfedern selbst schnitt, denn ich war sicher, dass er helfen konnte. Aber ehe ich ihn fragen konnte, starb er.

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? Wenn man nach schreibenden Robotern sucht, findet man auch einen 150 Jahre alten hölzernen Roboter aus Japan. Es ist eine karakuri ningy?, eine mechanische Puppe, gebaut von Tanaka Hisashige. Sie kalligraphiert das Zeichen für langes Leben und Glück und beherrscht noch drei weitere Kanji-Zeichen. Marionetten und mechanische Puppen kamen vor etwa 1300 Jahren aus China nach Japan (der Wortstamm karako bedeutet chinesisches Kind).

Neben dem Schreibautomaten konstruierte Tanaka Hisashige unter anderem die erste japanische Dampflokomotive und das erste Dampfschiff für die japanische Kriegsflotte. 1873 begann er in einer Werkstatt in Tokio mit dem Bau von Telegraphen. Nach seinem Tod wandelte sein Sohn das Unternehmen in einen Ingenieursbetrieb um, der 1939 nach einer Fusion mit der Firma Tokyo Denki den Namen Tokyo Shibaura Denki trug, besser bekannt noch heute unter der Abkürzung Toshiba.

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Einzelheiten

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In love
Dear love
My love
Detail is all

William Carlos Williams (1883-1963)

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Bilder aus dem Flickr-Photostream von toomanytribbles (”tmt doesn’t know what she wants to be when she grows up”):

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? “another everyday, narrow-depth-of-field-friendly subject:

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? “near the end of a too-hot weekend, we went to vouliagmeni for dinner. mr.g had a late-evening swim and the offspring re-read a harry potter. me, i shot a few”:

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? “yesterday mr.g presented me with this LG M2794D monitor (which doubles as a TV) — and i went from seeing my pictures on a 15something inch laptop screen to 27”! ? my personal favorites flickr slideshow looks awesome”:

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? toomanytribbles, Flickr Collections:

toomanytribbles - View my most interesting photos on Flickriver

(Via sloth unleashed)

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11. September, vorher/nachher

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11. September 1933, Blick nach Norden aus dem Empire State Building: “I used to work in the Empire State Building. There may be air conditioning in individual offices, but it is also possible to open the windows. The story goes that if you jump out of them the updrafts will blow you back into another open window. Supposedly this happened once.” (Via Shorpy):

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1976: Das Krümelmonster ißt das Welthandelszentrum (Via Boing Boing):

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Popular Science, November 1985: Can Technology Stop Terror in the Air?

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Conrad sez: “I discovered that my parents bought ten of the most popular national papers in the UK the day after the September 11th and stored them in the attic, so I decided to take photos of the front pages and put them on Flickr. It’s interesting to see the tabloid reaction compared to the broadsheets.” (Via Boing Boing). |

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Fluchtsysteme für in Hochhäusern gelegene Büros, hier beispielsweise Evacuchute, der Bürofallschirm:

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2007: Plakat für ein Rachmaninov-Klavierkonzert In Memoriam World Trade Center (Via noquedanblogs):

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Der vergessene Zwilling: “As you loop along a curve on Interstate 244, downtown Tulsa drifts across the windshield, floating atop the fringe of lollipop trees that otherwise forms the city’s skyline. The scene resembles a dusty little storage yard for surplus mid-height skyscrapers, a scattered handful of twentieth-century styles, with one particularly recognizable model. The Bank of Oklahoma (BOk) Tower looks startlingly like a lone, shrunken World Trade Center tower — which is what it is. It was designed by Minoru Yamasaki, the Twin Towers’ architect, for the Williams Center, an urban renewal project planned in imitation of the World Trade Center and completed three years after it, in 1976…”
(Via Believermag). |

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The World Trade Center, 1966-2001
(Via New Shelton wet/dry). |

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Scintillation

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Augenschmaus. Ein Experimentalvideo von Xavier Chassaing: fließende Stop-Motion (um es paradox auszudrücken) aus 35000 Fotos und aufprojizierten Glutstürmen.

Musk: fedaden (sägt etwas am Gemüt).

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(Via creativeside)

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Der Wasserfarbenmaler

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Die Aquarelle von Herry Arifin aus Scarborough im kanadischen Ontario:

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(Via Design You Trust)

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Lässige Links

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? Das witzige, hausförmige Menü von Creaktiv. |

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The Oxford Project: Vor 25 Jahren fotografierte Peter Feldstein jeden einzelnen Einwohner von Oxford im US-Bundesstaat Iowa; die Ansiedlung hatte damals 676 Einwohner. Ein faszinierender Einblick in das Leben und die Charaktere in einem kleinen Dorf. (Via cpluv?

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? Space PornMichael Soluri fotografiert Hardware aus der Raumfahrttechnik. |

Begonnen hatte es damit, dass sich Kipp Wettstein gern seine 19 Pfund schwere Linhof-Großformatkamera um den Hals gehängt hätte, um sie überallhin mitnehmen zu können – “Ich hatte damals keine Ahnung, dass es damit enden würde, dass ich in Handarbeit Karbonfaser und Aluminium aus dem Flugzeugbau bearbeiten würde.” Hier ist eine der Großformatkameras zu sehen, die Wettstein sich inzwischen gebaut hat. Das Objektiv, ein Schneider 165mm Super Angulon Weitwinkel, ist mit seinen vier Pfund etwa gleich schwer wie die Kamera. (Via core.form-ula.com). |

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? Die Extrahäuser von Tatzu Nishi
(Via blumandpoe). |

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Der britische Fernsehmoderator James May hat sich ein zweistöckiges Haus in Surrey aus 816 Millionen Legosteinen gebaut. (Via zuzafun?

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? Nachsommer: Patentschrift von 1932 für ein Gerät, mit dem man Eiskrem in Bananen injizieren kann.
(Via Boing Boing)

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Der geheime IKEA-Film

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Ikea Heights” – eine lustige Soap, die heimlich bei IKEA im kalifornischen Burbank gedreht wurde.

Die Kritik ist begeistert: “Brilliant. They should totally sponsor this.”

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(Via worshiptheglitch)

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Instrument des Tages (31): Die audio-reaktive Schlange

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Robert Hodgin von Flight404, der in nächster Zeit noch öfter hier auftauchen wird, hat eine seiner begnadeten Processing-Studien einem tonempfindlichen Tierchen zugedacht.

Musik: Fever Ray, “Concrete Walls”.

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Hier und hier weitere Variationen der audio-reaktiven Schlange.
Und hier eine Schlangenbewegungsstudie. |

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