Tagesarchiv für 24. September 2009

Jacaranda

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Die eisernen Vögel von Jim Jenkins: Die Choreographie seiner mechanischen Skulptur “Jacaranda” wird über einen von Jenkis programmierten Arduino-Microcontroller gesteuert.

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(Via The Automata / Automaton Blog)

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Hier die Website von Jim Jenkins. |

Die Wikipedia über die interessante Arduino-Plattform. |

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Lichtspeicher

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Mark J. Perry drüben im Britannica Blog berichtet von Valerie Hemsley-Flint, 62, die sich 500 britische Pfund von ihrer Rente abgespart und einen Vorrat von 1.100 traditionellen Glühbirnen angelegt hat – genug, um “Licht bis ins Grab” zu haben.

Miss Hemsley-Flint kam damit dem Verkaufsverbot für Glühbirnen zuvor, das seit dem 1. September EU-weit gilt. Das Licht der stattdessen erhältlichen Energiesparlampen ist ihr, worin ihr sicher mancher folgen wird, nicht gut genug. Hemsley-Flint hat sich an die Behörden gewandt, das Glühbirnenverbot wieder aufzuheben.

(Via Britannica Blog | UK Daily Mail)

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Hochmögendes Haar

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Um 1760 verfielen die französische und britische und 1778 schließlich auch die amerikanische Frisurmode in einen gigantomanischen Höhenrausch. Die Haare der Damen wuchsen an und arteten aus ins Wunderliche; mit ihnen wuchs auch der Spott. Drüben bei BibliOdyssey findet sich eine opulente Zusammenstellung der haarsträubenden Auswüchse in zeitgenossischen Karikaturen aus den verschiedensten Quellen.

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(Via BibliOdyssey)

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• Hierzu siehe auch:

Frisuren für komische Köpfe
Die Überkämmung

Hair Force

Frisurblindheit

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Turbulence

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Robert Hodgin von Flight404: More work with the Turbulence code.

? Musik: Thievery Corporation, “Le Monde”

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Turbulence, cont.

? Musik: Goldfrapp, “Deer Stop”

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(Via Flight404)

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Der Placebo-Knopf

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Placebo-Knopf | Ein P.-K. ist ein Knopf, der, sofern er gedrückt wird, nichts bewirkt, ähnlich wie ein Placebo. Obwohl er nicht funktioniert, kann der P.-K. dem Nutzer eine Illusion von Kontrolle vermitteln. In manchen Fällen kann es sein, dass der Knopf zwar prinzipiell funktioniert, es aber wegen einer Störung oder eines Konstruktionsmangels nicht tut. Knöpfe ohne Funktion, die absichtlich installiert werden, sind relativ selten.

(Via Best of Wikipedia)

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• Hierzu siehe auch:

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? IN DEM EINKAUFSZENTRUM ein paar Straßen weiter fahren die Aufzüge über vier Geschosse, von einem Fitneßcenter im Obergeschoß bis in die Ladenzeilen im Untergeschoß. Die weibliche Stimme, mit der die Etagen angesagt werden, hört sich bedrückt an. Die Knöpfe in den Aufzugkabinen sind beschriftet mit 2, 1, E und B.

Ein Vater mit seinem kleinen Sohn ist auf dem Weg nach unten. Der Junge, der schon lesen kannt, darf auf den Knopf drücken. “Vati, was heißt B?” – Vati weiß es nicht.

Immer wieder begegne ich in dem Aufzug Leuten, denen das B ein Rätsel ist. Das Kürzel für Basement, das ein Gestalter wohl für weltläufig gehalten hat, macht den Aufzug zu einem Ort, der ohne Not seine Passagiere verunsichert und Väter in Verlegenheit stürzt. Dafür sind Aufzüge¹  aber nicht gedacht.

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IM BAHNHOF GEGENÜBER dem Einkaufszentrum sind in den Aufzügen, die hoch zu den Bahnsteigen führen, auf dem Knopfbrett alle Funktionen auch in Braille-Schrift verzeichnet. Vorbildlich, möchte man meinen – allerdings sind die erhabenen Muster der Blindenschriftzeichen auf Metallfeldern angebracht, die genauso aussehen wie die Bedienknöpfe darunter. Fast jeder, der den Aufzug betritt, drückt erst auf die Blindenschrift-Felder, die man intuitiv für die eigentlichen Knöpfe hält (und die Knöpfe darunter für die Beschriftung mit den Funktionssymbolen). Oft stehen Passagiere dann in dem Aufzug, haben ihn nach ihrem Dafürhalten bereits in Gang gesetzt und fangen an zu überlegen, ob er defekt ist.

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Hier noch ein Klassiker aus den mythischen Tiefen der Hacker-Folklore:

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DER MAGISCHE SCHALTER

Als ich mich vor ein paar Jahren² mal bei den Vitrinen umsah, in denen die PDP-10 des MIT Artificial Intelligence Lab untergebracht war, bemerke ich einen kleinen Schalter, der an den Rahmen einer der Vitrinen geklebt war. Es war offensichtlich ein selbstgebasteltes Ding, das einer der Hardware-Hacker des Labors da angebracht hatte. Niemand wußte, wer den Schalter gebaut hatte.

Man faßt keinen unbekannten Schalter an einem Computer an ohne zu wissen, was passiert, denn man könnte einen Absturz herbeiführen. Der Schalter war auf höchst unhilfreiche Weise beschriftet. Es gab zwei Stellungen, und mit Bleistift war auf das Metall des Schalters magic und more magic gekritzelt. Der Schalter war auf more magic gekippt.

Ich bat einen anderen Hacker, sich das mal anzusehen. Auch ihm war den Schalter noch nie aufgefallen. Eine genauere Untersuchung ergab, dass nur ein Draht zu dem Schalter führte. Das andere Ende des Drahts verschwand in der Drahtwirrnis im Inneren des Computers, aber es gehört zu den Grundlagen der Elektrotechnik, dass ein Schalter nichts bewirkt, so lange nicht zwei Drähte an ihm angeschlossen sind.

Dieser Schalter hatte nur einen Draht, der an der einen Seite angeschlossen war, sowie keinen Draht an der anderen Seite.

Es war klar, dass dieser Schalter irgendjemandes Vorstellung von einem billigen Witz entsprungen war. Da wir sicher waren, dass der Schalter unwirksam ist, legten wir ihn um. Der Computer stürzte augenblicklich ab. Wir waren platt und verbuchten das Ereignis als Zufall, kippten aber nichtsdestotrotz den Schalter auf die more magic-Position zurück, ehe wir den Computer wieder hochfuhren.

Ein Jahr später erzählte ich die Geschichte einem anderen Hacker - David Moon, wenn ich mich recht erinnere. Er zweifelte an meinem Verstand oder nahm an, ich würde an übernatürliche Kräfte in diesem Schalter glauben, beziehungsweise er dachte, ich foppe ihn. Um ihn zu überzeugen, zeigte ich ihm den Schalter, der immer noch an der selben Stelle angeklebt war, mit bloß einem Draht, der reinführte. Er war immer noch in der more magic-Stellung. Wir prüften den Schalter und seine einsame Verbindung und erkannten, dass das andere Ende des Drahts mit einer Erdung verbunden war. Das machte den Schalter doppelt nutzlos: Er war nicht nur elektrisch disfunktional, sondern auch noch verbunden mit einem Teil, das niemals irgendwie irgendetwas bewirken würde. Also legten wir den Schalter um.

Der Computer stürzte augenblicklich ab.

Diesmal gingen wir zu Richard Greenblatt, einem altgedienten MIT-Hacker, der gerade da war. Auch ihm war der Schalter nie zuvor aufgefallen. Er inspizierte ihn, kam zu dem Schluß, dass er nutzlos ist, brachte einen Seitenschneider und machte ihn raus. Anschließend fuhren wir den Rechner hoch und alles lief wie geschmiert.

Wir wissen immer noch nicht, wie der Schalter die Maschine zum Absturz brachte. Es gibt eine Theorie, dass ein vernachlässigbarer Strom an der Erdung herrscht und das Umlegen des Schalters die elektrische Leistung genügend verändert, um dem Strom ein paar Millionstelsekunden-Pulse abzuringen. Aber wir sind nicht sicher. Ich habe den Schalter immer noch bei mir zu Hause. Vielleicht bin ich verrückt, aber ich habe ihn gewöhnlich auf more magic gekippt.

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GLS aka Guy L. Steele Jr.: “A Story About Magic
(
The Jargon File, Appendix A. – Hacker Folklore)

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¹ Zu der Frage, weshalb ein Aufzug, der abwärts fährt genau genommen Abzug heißen müßte siehe auch hier.

² in den sechziger Jahren.

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BitBillard

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Der interaktive Billardtisch Cuelight von Obscura Digital reagiert je nach dem ausgewählten Effekt auf die Bewegung der Billardkugeln, die entweder scheinbar über Wasser fitschen oder von Rückstoßflammen vorangetrieben werden:

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(Via Core77)

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Lachhaft

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Drüben bei techdirt berichtet theodp davon, dass IBM ein Patent für eingeblendetes Gelächter bei Konferenzschaltungen angemeldet hat.

Die Geburtsstunde des Gelächters vom Band liegt in den fünfziger Jahren. Die Produzenten der Hank McCune Show, einer amerikanischen TV-Sitcom, waren die ersten, die der aufgezeichneten Show noch Gelächter aus der Dose hinzufügten. 1953 erfand der Tontechniker Charley Douglass die Laff Box, ein handliches Gerät, das Endlosbänder mit aufgeeichnetem Gelächter und Applaus enthielt. Die Laff Box erfreute sich bis in die sechziger Jahre großer Beliebtheit und kam in zahllosen Sitcoms in Radio und Fernsehen zum Einsatz. (Hier Kayce Bayers Projekt “Ode to Laff Box – A Laughony” vom September 2008).

IBM läßt sich mit dem Patent “einen vorab aufgezeichneten Sound (z.B. ein Einsprengsel wie etwa Gelächter)” schützen, “der zum Einsatz kommt, wenn eine Zeitlang Stille in einer der Telefonverbindungen herrscht”.

Die Patentbeschreibung: Enlivening Conference Calls to Make Conference Calls More Interesting for Participants.

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(Via techdirt)

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Lasst froh uns sein

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Leck mich im Arsch ist ein sechsstimmiger Kanon von Wolfgang Amadeus Mozart. Seine Entstehung lässt sich auf 1782 datieren. Zu Lebzeiten des Komponisten blieb das Werk ungedruckt, erst seine Witwe Constanze Mozart überließ es dem Leipziger Verlag Breitkopf & Härtel zur Publikation. Dort wurde allerdings die erste Zeile des Textes in „Lasst froh uns sein” abgeändert. Der Kanon erhielt die Nummer 231 im Köchelverzeichnis. Seit der dritten Auflage von 1937 trägt er dort die Nummer 382c und wurde so in einer Gruppe mit mehreren Kanons und kleineren Gelegenheitswerken, darunter auch „Leck mir den Arsch fein recht schön sauber” KV 382d, zusammengefasst.

Die Partitur des Kanon. | Der Kanon, zu hören bei YouTube (sfw). |

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(Via Best of Wikipedia)

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Instrument des Tages (42): Ein Ford [Update]

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Für die “Ode to a Ford” wurden aus Teilen eines Ford Focus 31 verschiedene funktionierende Musikinstrumente gefertigt. Der Filmmusik-Spezialist Craig Richey schrieb für das “Ford Focus Orchestra” eigens ein an den “Danse macabre” des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns angelehntes Stück:

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Agentur: Ogilvy London und Wunderman. Regie: Noam Murro.

(Via Geeks Are Sexy)

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[Update:]

“Man sollte”, schreibt Christoph Drösser völlig zu Recht, “aber auch nicht den guten alten Opel Kadett vergessen, das Lieblingsinstrument von Christian von Richthofen (”Auto-Auto”; hier Information zu der Band)”:

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? Und hier spielen Christian von Richthofen und Rolf Claussen ein ganzes Tschaikowski-Konzert auf einem Opel Kadett E Dreitürer mit Fließheck. |

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