.
DIE SCHUHE müssen natürlich schon mal des Materials wegen hierher: Aschenputtel hat sie zu einer märchenhaften Unvermeidlichkeit gemacht und Martin Magiela hat sie nun in die profane Wirklichkeit rausrealisiert – gläserne Pumps, das Paar zu 19.999 Hongkong-Dollar (1750 Euro):
.

(Via Cool Hunting)
.
DIE URSPRÜNGE DER GESCHICHTE mit dem verlorenen Schuh reichen übrigens weitaus tiefer zurück als nur bis zu den Gebrüdern Grimm. Der griechische Geschichtsschreiber Strabon erzählt in einer “Beschreibung der Pyramiden bei Memphis, nebst Fabelsagen über die dritte” von einer Hetäre namens Rhodopis (”die Rosige”), die auch der Historiker Herodot erwähnt; die Dichterin Sappho nennt sie Doricha. Sie soll eine legendäre Schönheit gewesen sein und um die erste Hälfte des 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung in Ägypten gelebt haben.
Es heißt, dass eine der Pyramiden ein von ihren Liebhabern für sie errichtetes Grabmal ist. Einmal, als Rhodopis badete, soll ein Adler einer Dienerin einen ihrer Schuhe entrissen und nach Memphis getragen haben. Dort sprach der Pharao gerade Recht unter freiem Himmel und der Adler ließ ihm den Schuh in den Schoß fallen. Dem Pharao gefiel der Schuh und wie er zu ihm gekommen war, und er schickte Kundschafter aus, die herausfinden sollten, wer die Frau war, der dieser Schuh gehörte. In der Stadt Naukratis fand man sie, und sie wurde zum Pharao gebracht und seine Gattin. Als sie starb, baute man ihr als Grabmal die Pyramide.
…………………..
.
HIER NOCH die Geschichte von Louise Bawn aus Bristol, die ihren Schuh sucht. Er ist ihr in einer Nacht im Sommer 2009 aus ihrer Tasche gefallen, sie war in der Stadt unterwegs gewesen und hatte sich flache Schuhe angezogen und die hochhackigen Pumps in die Tasche gesteckt. Als sie nach Haus kam, war nur noch einer der beiden Schuhe da – leopardierte Pumps von Christian Louboutin, das Paar hatte 400 Pfund gekostet. Was wesentlich wichtiger war: die Schuhe waren ein Geschenk ihres Mannes und bedeuten ihr viel. Sie rief bei Louboutin an, aber diese Schuhe wurden nicht mehr produziert. Sie verteilte Handzettel und setzte eine Belohnung aus. Sie setzte Suchanzeigen mit Foto in die Zeitung. “Es ist ein bißchen wie bei Cinderella”, sagt Louise Bawn, “bloß dass ich meinen Prince Charming schon habe, mir fehlt bloß der Schuh.”
…………………..
.
Dann noch die polygonalen Papierpumps der französischen Grafikdesignergruppe Ndeur (”Make a Paper World”):
.
.
.
.
Die Farbstiftschuhe von Lauren Milroy:
.

.
.
Außerdem der mehr als ungewöhnliche Mojito-Schuh des London Architekten Julian Hakes:
.
.
(Via craziestgadgets | dezeen)
…………………..
.
Neue Kommentare:
RSS