Wie cinematisch –Eine kleine, großartige Dokumentation von Khalid Mohtaseb: “This is a montage of footage a few friends and I shot for a Documentary during the summer/fall of 2009. The documentary was shot entirely on the canon 5D MKll in and around Cairo and Beirut.”
Der Oldsmobile 88 war ein von General Motors 1949 bis 1999 hergestelltes Auto. Von 1951 bis 1960 fungierte er als Einstiegsmodell für Oldsmobile. Damals wurden 88-Modelle mit verschiedenen Beinamen versehen, die gelegentlich bekannter waren, als die Modellbezeichnung “88″. 1957 gab es den Golden Rocket:
Falk Keuten drüben im Kugelbahn-Blog[? Link ist repariert!] weist auf ein prachtvolles Buch mit den Schriften und Illustrationen von Fritz Kahn hin, “Fritz Kahn - Man Machine”. Kahn war in den zwanziger Jahren durch seine Darstellungen menschenkörperlicher Vorgänge in Gestalt von Maschinen-Analogien bekannt geworden; berühmt machte ihn das plakatgroße Bild “Der Mensch als Industriepalast”, das auch auf dem Umschlag des Buchs zu sehen ist.
Wie auch immer man zu mechanistischen Vereinfachungen von Lebensvorgängen stehen mag, wird man den Grafiken von Dr. Kahn eine große und detailreiche Kunstfertigkeit zusprechen. Dazu kommt als ein zusätzlicher Reiz die Stilistik der zwanziger Jahre mit ihrer ironischen Nüchternheit und Eleganz. Übrigens verkriecht sich die mechanistische Weltanschauung heutzutage, und zwar in oft bedauerlich unironischen Formen, gern in digitaltechnischer Metaphorik, die ja nur scheinbar den Fortschritt voranträgt, so beispielsweise, wenn Neurobiologen von Verschaltungen sprechen und damit falsche Vorstellungen wie etwa die einer binären Erinnerung provozieren.
Fritz Kahn (1888-1968) praktizierte nach einem Medizinstudium ab 1912 als Gynäkologe in Berlin. 1920 publizierte er ein Buch zur Rassenfrage, “Die Juden als Rasse und Kulturvolk”, das 1938 von den Nationalsozialisten verboten wurde. Dort heißt es etwa zur Germanen-Theorie: “Wissenschaftlich betrachtet ist diese Modetheorie nichts als eine stolze Kulisse, auf deren Zinnen die geschäftigen Regisseure eines falschen Nationalismus das Feuerwerk der Rassentheorie entzünden, um die Massen in einen Rausch des Massenwahns zu versetzen, darinnen sie sich selbst als erderhabenes Volk von Göttern träumen, indes jed anderes Geschlecht vor ihrem trunkenen Blick zum Paria hinabsinkt.”
Von 1922 bis 1932 arbeitet Kahn an einer fünfbändigen Anatomie, “Das Leben des Menschen”. 1933 werden Bücher von ihm öffentlich verbrannt. Kahn emigriert nach Palästina, zieht später nach Paris und flieht nach der Besetzung Frankreichs nach Bordeaux und weiter nach Portugal, wo er mit Hilfe seines Freunds Albert Einstein und der Organisation ERC (Emergency Rescue Committee) in die USA gelangt.
HIER NOCH EINE etwas spätere Variante der quasi-mechanischen Innenansicht – Woody Allens “Alles, was Sie immer schon über Sex wissen wollten” zu der Frage, was sich im Körperinneren bei Verführung und Sex abspielt:
Eye Candy: Wieder eine der schönen Spielereien von Rafael Rozendaal – Bitte umblättern (mit dem Mauspfeil in eine der Ecken des Fensters gehen). Da das nicht ganz so einfach ist, wie man denken möchte, kann man ?hier schon mal für das nachfolgende, kolossale Umblätterangebot der British Library üben.
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?Seit 1997 arbeitet die British Library zusammen mit dem IT-Unternehmen Armadillo Systems an dem Projekt Turning the Pages. Dabei lassen sich eingescannte Bücher online detailliert und in realistischer Manier handhaben. Das Umblättern (oder bei Schriftrollen: das Rollen) will allerdings, s.o., gelernt sein. Die British Library bietet Bibliotheken ein “Turning the Pages Toolkit”, mit dem sie ihre Sammlungen online stellen können.
Eines der Bücher, die nun online zur Verfügung stehen, ist der im Besitz von Bill Gates befindliche Codex Leicester (”This is an innovative way to bring treasures - including mine - to a new audience”). Hier ?der Index der kostbaren Digitalisate, darunter das älteste gedruckte Buch, das chinesische Diamant-Sutra vom 11. Mai 868, der erste Atlas von Europa aus dem Jahr 1570 und das musikalische Tagebuch von Wolfgang Amadeus Mozart.
Diego Stocco lebt in Burbank in der Nähe von Los Angeles. Im Garten seines Hauses steht ein Baum mit jeder Menge unregelmäßig gewachsener Zweige, und Diego Stocco findet sie zugleich sonderbar und schön. Eines Tages fragte er sich, ob man damit nicht vielleicht ein Musikstück schaffen könnte –
Wie macht man aus einem Baum ein Musikinstrument? Um den Baum zu stimmen, wählte er erst einmal einen Grundton. Dann wurden die Zweige in der Art von Saiten gestimmt, indem sie mit einem Bleistiftspitzer beschnitten wurden. Stocco verwendete zwei Røde NT6 und ein NTG-2 als Mikrophone, dazu kam dann noch ein speziell hergerichtetes Stethoskop zum Einsatz. Es wurde mit verschiedenen Schläuchen modifiziert, und um eine möglichst gute Klangübertragung zu erreichen, wurde der Übergang zum Mikrophon mit Klebeband versiegelt.
Die Tracks sind live aufgenommen, mit einem Pro Tools LE-System. Stocco hat keinen Synthesizer oder Sampler verwendet, um die Sounds zu erzeugen oder zu modifizieren. Alle Sounds stammen von dem von ihm gespielten Baum. Er hat die Zweige gebogen, das Laub geschüttelt, Rhythmen auf der Rinde gespielt, das Holz mit einem Geigenbogen in Schwingung versetzt, usw.
Diego Stocco hat ein Faible für organische Musik. Hier eines seiner vorangegangenen Projekte,? “Music from Sand”. Die Klänge wurden dabei mit gestimmtem Sand erzeugt.
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