Eine künstlerische Anwendung, zugeschnitten auf einen Multitouch-Tisch: Infractor basiert auf der Artikel-Datenbank der New York Times. Man kann Informationen suchen und filtern, indem man reale, physische Objekte auf die interaktive Oberfläche des Tischs legt. Infractor wurde von Studenten der Universität Potsdam entwickelt.
Der Stadtteil Akihabara in Tokio heißt auch Electric City. Es gibt hier alles, was Menschen in elektronischer Form erzeugen, und wenn ich sage alles, meine ich ALLES. Natürlich gibt es hier auch Computer und Games und alles, was dazugehört, und wenn ich sage alles, meine ich ALLES, das heißt, es gibt Shops auch für die ganzen Subkulturgeflechte um die Maschinen und die Software herum, Comics, Roboter, Fantasygirlfiguren, Maid Cafes, in denen in Dienstmädchenkleidung kostümierte Serviererinnen den nervösen Jungs nicht nur das Essen bringen, sondern sie auch füttern.
Ich bin ziemlich sicher, dass es Rohrpostverbindungen durch den gesamten Planeten hindurch gibt, die in den verschiedensten Fabriken für elektronische Gerätschaft und den fabelhaftesten Softwareschmieden ihren Anfang haben und die alle nach Akihabara führen, und wenn es irgendwo etwas Neues gibt, das heißt, wenn die allererste fertige Schachtel vom Band rollt, wird sie sofort in die Rohrpoströhre nach Akihabara geworfen und kann hier Sekunden später gekauft werden.
Chris Kohler von Wired hat einen Streifzug durch die Game Stores von Akihabara unternommen:
Den September über stand auf einem Platz in der spanischen Stadt Figueres ein städtische Mauspfeil zur allgemeinen Verfügung.
Auf dem überdimensionalen Zeiger konnte man sitzen, man konnte mit ihm herumfahren und man konnte seine Wege im Netz verfolgen, da er über einen integrierten GPS-Tracker verfügte. Die Idee stammt von dem dänischen Designer Sebastian Campion. Auf der dazugehörigen Website konnten auch Fotos des Mauspfeils hochgeladen werden, die anhand der gegebenenfalls vorhandenen Zeitmarkierung mit den GPS-Koordinaten des Mauspfeils abgeglichen und an der entsprechenden Stelle der Route platziert wurden.
Alice Santoro, die im texanischen Marfa lebt, hat gemeinsam mit dem Designer Julio Cesar ein musikalisches Textilgewebe entwickelt. Das Sonic Fabric besteht zu 50% aus bespieltem Audio-Cassettenband und zur anderen Hälfte aus gefärbten gewöhnlichen Textilfasern. Wenn man mit einem Tonkopf über das Gewebe fährt, kann man hören, was auf den Bandstücken aufgezeichnet ist. In limitierter Auflage wurden aus dem Gewebe Klangkrawatten hergestellt, die es hier gibt.
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