Tagesarchiv für 1. Januar 2010

Hirnspiele

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Die Fähigkeit, phantastische Vorstellungen immer schneller in neue Erfindungen umzusetzen, hat den Technologiebereich inzwischen in eine reale Zukunftsphantasie verwandelt. Das Gefühl, dass etwas unmöglich sein könnte, schwindet.

Edwardfish: Dr. Lampwicke's Amazing Lamp Machine (The Open Gallery)

Vieles von dem, was heute alltäglich ist, tauchte zum ersten Mal in Science Fiction-Romanen auf – Mobiltelefone als Star Trek-”Kommunikatoren”, Faxgeräte bei Philip K. Dick, Kommunikations-Satelliten bei Arthur C. Clarke. 2004 erlaubte die US Food And Drug Administration den ersten klinischen Test, bei dem einem Gelähmten erfolgreich ein “Braingate” genanntes Hirn-Computer-Interface der Firma Cyberkinetics eingepflanzt wurde.

Ein zwei mal zwei Millimeter großer Chip, auf dem 100 Elektroden angebracht sind, wird dazu von einem Chirurgen in die für Bewegung zuständige Region der Hirnrinde implantiert, die sich über dem rechten Ohr befindet. Über ein aus dem Schädel führendes Glasfaserkabel sind die Neuronen mit einem Computer verbunden. Das System ermöglicht es einem Menschen, einen Computer oder einen Robotarm Kraft seiner Gedanken zu steuern, Schalter zu betätigen und zu kommunizieren. Einer Studie des Beratungsunternehmens Arthur D. Little zufolge gibt es weltweit etwa 170.000 Menschen, denen ein solches Gerät helfen könnte.

Die technische Handhabung von Gehirnströmen ist auch für gesunde Menschen, die ihre Gehirnbandbreite erweitern möchten, von Interesse: Die ersten Entwicklungsschritte, die schließlich zum Bau des Braingate und ähnlicher Geräte geführt haben, waren von der Defence Advanced Research Projects Agency (DARPA) finanziert worden, der Ideenschmiede des US-Verteidigungsministeriums - vielleicht kann man Soldaten mit einer fortgeschrittenen Version der Technologie Unterstützung “bei hochvolumigen Anforderungen an Gehirnleistung” verschaffen.

Die Firma Hitachi plant mittelfristiger. Das japanische Unternehmen entwickelt neue bildgebende Verfahren für Gehirnfunktionen, und eine der Anwendungen für einen der Prototypen ist die Gedankensteuerung einer Modelleisenbahn. Hitachi will diese Spielzeug-Mindmachine innerhalb der nächsten zwei Jahre marktreif machen. Anders als bei dem Gerät von Cyberkinetics basiert sie auf einem nicht-invasiven Verfahren, das heißt, man kann sie sich eher als Denkkappe vorstellen.

Die Spielzeugfirma Mattell hat gerade ein Spielzeug namens Mindflex auf den Markt gebracht, das recht geschickt den Eindruck vermittelt, man würde ein Bällchen mit Gedankenkraft steuern. Über ein Stirnband mit Sensoren mißt das Gerät den elektrischen Hautwiderstand (ähnlich wie bei Lügendetektoren). Diese galvanischen Kräfte, über die jeder Mensch verfügt, sorgen unter anderem dafür, dass Touchscreens - wie der des iPhone - funktionieren. Ein Chip in dem Spielzeug steuert je nach Hautwiderstandswert die Leistung eines kleinen Gebläses, das ein Bällchen hochpustet. Das Ganze vermittelt die Illusion, man würde den Ball durch Gedankenkraft unterschiedlich hoch schweben lassen, um ihn durch verschiedene Hindernisse auf einem kleinen Parcours zu manövrieren. “Aber nur jemand, der wirklich Gedanken lesen kann”, schreibt Warren Buckleitner im Gadgetwise-Technikblog der New York Times, “wird wissen, ob das Spielzeug noch interessant sein wird, wenn der erste Satz Batterien verbraucht ist.”

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Jim Sheridan von Mattel führt das angeblich gedankengesteuerte Mindflex-Spielzeug vor:

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Eine Nacht in Dubai

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Philip Bloom, “Glass Insomnia”.

“An extreme way to get a room upgrade or a sign that I just work too hard. First night of my holiday in Dubai after shooting a documentary here and this is my nightmare… Shot on my EX1 naked. Camera too…”

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Die Worte

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(Gefunden bei Uberpix)

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Instrument des Tages (126): Die Brownsche Bewegung

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Pedro M. Cruz ist einer jener Art Coder, die zeigen, was man mit Kunstsinn und der Programmiersprache Processing alles machen kann.

Hier eine audio-reaktive Komposition, die mit dem Phänomender Brownschen Molekularbewegung spielt und nach Wahrscheinlichkeitsmustern Partikel ins Wirbeln versetzt.

Musik: Patrick Wolf, “Kriegspiel“. |

“Almost about a month ago I made a small audio reactive composition that tries to attain visual richness through a simple concept like brownian motion. The piece was wrote with a particular soundtrack in mind — Kriegspiel by Patrick Wolf. Having that in mind, although the composition reacts to any audio input, its feeling and timing might not be the appropriate ones considering other audio sources. For more information and to download processing source see here.”

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(Gefunden bei creative applications)

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Rambolein

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Ein bewaffneter i-Sobot Mini Humanoid-Roboter versucht, andere Spielsachen um die Ecke zu bringen:

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(Gefunden bei Gizmodo)

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Die Skywalker-Ranch

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Philip Bloom hat eindrucksvolle Aufnahmen der Ranch von George Lucas gemacht, die in der Nähe von Nicasio im kalifornischen Marin County liegt. Die Straße, an der die Ranch liegt, heißt nach einem Landbesitzer um die letzte Jahrhundertwende Lucas Valley Road. Die Skywalker-Ranch ist nicht öffentlich.

Hier das Blog von Philip Bloom. |

Musik: Gustav Holst, “Venus”.

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Merry Crisis

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Realität ist was für Leute, die nicht mit dem Internet klarkommen.

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(Gefunden bei This Isn’t Happyness)

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