Tagesarchiv für 5. Januar 2010

Majonäse und Kosmos

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Foto: Umar Mohideen, University of California at Riverside

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Dieses Kügelchen gibt einen Hinweis darauf, dass sich das Universum bis in alle Ewigkeit ausdehnen könnte. Das etwa einen Zehntelmillimeter durchmessende Kügelchen bewegt sich aufgrund von Energiefluktuationen im Vakuum des Weltraums auf ein kleines Blechstück zu. Diese Kräfte nennt man nach ihrem Entdecker den Casimir-Effekt.

1948 hatte sich der niederländische Physiker Hendrik Casimir mit der Frage befaßt, warum Flüssigkeiten wie Majonäse sich so langsam bewegen und war, kurz gesagt, in der Folge zu dem Schluß gekommen, dass im Vakuum auf zwei parallele Platten eine Kraft wirkt, die beide zusammendrückt.

Auch die hypothetische Dunkle Energie, die Astronomen und Physikern dieser Tage einiges Kopfzerbrechen bereitet, soll ihren Ursprung in Vakuumfluktuationen in der Art des Casimir-Effekts haben. Die gewaltige und geheimnisvolle Dunkle Energie scheint alle Materie abzustoßen. Sie wird deshalb wahrscheinlich dazu führen, dass das Universum auf ewig expandiert.

Vakuum-Fluktuationen zu verstehen, gehört zu den vordringlichen Anliegen der Forschung, und das nicht nur zu einem besseren Verständnis unseres Universums, sondern beispielsweise auch, um verhindern zu können, dass mikromechanischen Maschinenteile aneinander haften bleiben. Vielleicht bringt die Wissenschaft es auch zuwege, dass Majonäse sich auf erstaunliche neue Weisen in die an kosmischen Maßstäben gemessen bescheidene Genußreichweite des Menschen begibt.

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(Gefunden bei Astronomy Picture of the Day, 3.1.2010)

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Olga ist weg

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(Gefunden bei fun.noshit.pl)

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Schrauben locker

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Die Muttern aller Illusionen, von brusspup:

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(Gefunden bei Unique Daily)

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• Hierzu siehe auch: 
(für alle, die in den nächsten 15 Minuten etwas Wichtiges zu tun haben: diese Liste überspringen!)

Wie jetzt? |
Vier perfekte, runde Kreise. |
Die phantastischen Illusionen von Rob Gonsalves. |
21 optische Täuschungen von Michael Bach. | 
Fahrbare Illusionen
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Zwei Hochhäuser in Kairo
- wo ist vorne und wo hinten? |
Olly Moss: Indiana Jones im Vexierbild. | 
Ein Blog des Illusions-Designers
Arthur Shapiro. |
Optical Illusions: Was ist mit den schwarzen Punkten los? | 
Verschiedene optische Täuschungen. |
Die riesigen Wandbilder des Illusionsmalers John Pugh. |
Die unmöglichen Figuren von Andreas Aronsson. |
Felice Varinis Täuschungsmalereien. |
Illusionsfotos von Georges Rousse. | 
Axel Peemöller
: Tiefgaragen-Leitsystem als Illusionstypographie. |
Eine Katze taucht überraschend auf. | 
Eine Katze verschwindet
(plus Aufklärung). |
10 Wahrnehmungs-Wunderlichkeiten in 120 Sekunden. |
Noch eine Illusion mehr: The Spinning Man. |
Shark Simpson
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Literatur in der Astronautenzentrifuge

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What kind of novel, if any, can appeal to readers who read with 34 nested browser tabs open simultaneously on their frontal lobes?

Sam Anderson im New Yorker über zerfallende Literatur – Leseempfehlung!: “When the Meganovel Shrank

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Hier weitere Formen neuerer Literatur:

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Animierte Wortwolke von Jeff Clark:

(Gefunden bei Neoformix)

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“Typography (picture theory)” von DavidC-C:

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Typoclip nach Marcelus Wallace (”Pulp Fiction”) von isnochys:

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• Hierzu siehe auch:

Die Worte. |
Ausdrückliche Ausblühung. |
Hypertext, Next Generation. |
Du könntest buchtabig sein. |
Bluebird. |
Ein schöner Schnellschuß. |
The Cigarette Is Dead. |

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Venice Beach, L.A.

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Philip Bloom, “Venice’s People”. Der vierte Kurzfilm einer unbeabsichtigten Serie, nach Sofia, Dublin und San Francisco.

“Very different from the other 3 in that all the sound and music was recorded on location using just the simple Rode Video Mic plugged straight into the Canon 7D. Big thanks to Sara Collaton for inspiring and for her cameo as she adds much needed glamour to the piece.”

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Der Captcha-Traumfänger

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Jeffery Augustine hat die Zahlen-und-Ziffern-Sequenzen aus den Eingabevorlagen, die möglichst nur von Menschen und nicht von Maschinen gelesen werden können sollen, in einen indianischen Traumfänger eingearbeitet.

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(Gefunden bei Notcot)

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• Hierzu siehe auch

? Über CAPTCHAs und über Luis von Ahns reCAPTCHAs, die aus einzelnen Worten aus alten Manuskripten bestehen, die digitalisiert werden sollen,  jedoch von Texterkennungssystemen nicht gelesen werden können. Da Menschen auch Handschriften oder verschnörkelte Typografien ohne größere Probleme entziffern können, werden die alten Bücher auf diesem Weg Wort für Wort digitalisiert. Inzwischen haben Nutzer weit über eine  Milliarde reCAPCHAs gelöst und dabei mehrere hunert Millionen Wörter digital lesbar gemacht.

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Europas erstes Home-Computerterminal

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1967: Ein Blick in die Zukunft.

“Europes first home computer terminal ra-ta-ta-ta-ta This terminal in linked to a giant brain 10 miles away in the heart of London ra-ta-ta-ta-ta…”

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(Gefunden bei Live Leak)

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• Hierzu siehe auch:

Das Internet, 1993. |
Das Morgen von Gestern. |
Blue Beauty. |
Zurück in die Kuhzunft. |
1978. |
Mehr Bedarf an Programmierern (1975). |
1969, Nebengeräusche. ]
Freiluftrechnen (1966). |
Speicher (1965). |
Frühes Rechnen. |
Stars and Bytes. |
Der Xerox “Star”. |
Der Computer Nummer 3. |

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Der Schneepflugzug

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Er heißt “The Jordan Spreader“. Rotes-Meer-Teiler ginge auch.

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(Gefunden bei Urlesque)

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Überraschende Stadtpläne (feat. atomare Vernichtung)

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Für 120 Euro kann man sich bei Fluid Forms nach einem Stadtplan-Ausschnitt eigener Wahl das Zifferblatt einer Wanduhr maßschneidern respektive lasercutten lassen:

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(Gefunden bei Data Visualization)

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Bei Charles & Marie gab es eine Weile, zwar nicht individualisiert, aber hierzu passend, Fliegenklatschen mit Stadtplanmustern als Klatschfläche (nicht mehr lieferbar). Hier beispielsweise der Stadtplan von Mailand:

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Der italienische Designer Ezri Tarazi hat nach einer Luftaufnahme von 2003 nach einem Ausschnitt aus dem Stadtplan von Bagdad einen Aluminium-Kaffeetisch angefertigt, Kostenpunkt: 35.000 Euro:

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(Gefunden bei Craziestgadgets).

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Und hier noch Polygone in der Polarregion des Mars, die aussehen wie ein Stadtplan. | Bilder von Karten bei Flickr. | Und ein winziger Stadtplan auf einem Pflanzenblatt. |

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• Bonus-Track: Atomare Vernichtung

Die Leute des in Sydney ansässigen Beratungsunternehmens Carlos Labs sehen sich als Daten-Architekten: “Während des zurückliegenden Jahrzehnts haben wir an der Entwicklung des Daten-Universums teilgenommen. Daten sind überall. Alles hängt von den Daten ab.”

Mit Google Maps und einer im Lauf mehrerer Jahre zustande gekommenen Datensammlung versucht uns Carlos Labs eine Vorstellung davon zu geben, wieviel von einer Stadt zerstört wird, wenn sie mit einer Atomwaffe angegriffen würde. – Jetzt in einer neuen Version: Ground Zero II:

“This map shows the damage caused by a nuclear explosion. ? Search for a place, pick a weapon and press ‘Nuke It!’

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Der flüssige Roboter

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Dank für den Tip an Werner Popp!

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Instrument des Tages (130): Reißverschlüsse

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Die Künstlerin JooYoun Paek und ihr interaktives Reißverschluß-Orchester.
Warum heißt es eigentlich nicht Reißöffner?

“Zipper Orchestra enables users to create acoustic and visual harmony with others, and experience openly sensual feelings.”

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(Gefunden bei Trendhunter)

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