Die radioaktive Zahnpasta

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Die Zahnpasta Doramad, produziert von der Auergesellschaft Berlin in den Jahren des 2. Weltkriegs, versprach strahlend weiße Zähne und Bakterienabtötung durch radioaktive Strahlung. Sie galt als Meilenstein technischer Errungenschaften. Folgeschäden der Radioaktivität waren damals nicht bekannt. Erst der Atombombenabwurf auf Hiroshima und die Folgen machten die Zahncreme marktunfähig.

Text auf der Rückseite der Verpackung:

“Was leistet Doramad? Durch ihre radioaktive Strahlung steigert sie die Abwehrkräfte von Zahn u. Zahnfleisch. Die Zellen werden mit neuer Lebensenergie geladen, die Bakterien ihrer zerstörenden Wirksamkeit gehemmt. Daher die vorzügliche Vorbeugungs- und Heilwirkung bei Zahnfleischerkrankungen. Poliert den Schmelz aufs Schonendste weiß und glänzend. Hindert Zahnsteinansatz. Schäumt herrlich, schmeckt neuartig, angenehm, mild u. erfrischend. Ausgiebig im Gebrauch.“

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(Gefunden bei retrofuture | Wikipedia)

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→ Hierzu siehe auch:

Strahlende Schönheit |
John Wayne und der Geigerzähler |
Nette Atompilze |

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4 Kommentare zu “Die radioaktive Zahnpasta”


  1. 1 OxKing

    Nur die Floskel mit dem “Strahlend weißen Lächeln” hat sich bis heute gehalten…

  2. 2 Sindy

    Wetten es gäbe heut noch Leute die das kaufen würden… #Atomkraftlobby ;-)

  3. 3 AlphaGeek

    @Sindy: Ganz sicher würden das Leute kaufen. Und vielleicht ist das ja unser Ausweg aus dem Entsorgungs-Dilemma?
    “Jetzt noch strahlender, dank Plutonium statt Thorium-Hydroxyd!!”

    Überhaupt eröffnet das ganz neue Märkte: radioaktive Kondome! Machen unfruchtbar und leuchten im Dunkeln!!

  4. 4 PeterGlaser

    @Sindy, @AlphaGeek: Die Wirklichkeit übertrifft alles → http://bit.ly/erqFPP

  1. 1 Schade das es das nicht mehr gibt.. radioaktive… | planetAlexx.de
    Pingback am 18. Mrz 2012 um 17:04

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