Archiv für die Kategorie 'Atom'

Unser Freund, das Atom

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Das hatte ich mal als Kinderbuch in der deutschen Ausgabe –
Unser Freund, das Atom” (1957):

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Das Buch basierte auf der Walt Disney-Dokumentation “Our Friend, The Atom” von 1957, präsentiert von Professor Heinz Haber (Hier eine ausführliche und gut illustrierte Besprechung des Films).

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→ Hierzu siehe auch:

Nette Atompilze. |
Angenehmer Atomton. |
Strahlende Schönheit. |
Atomfarbe. |
Atombusen. |
Miss Atombombe. |
Atomsaft. |
Atomares und Welträumliches. |
Du kochst mit Super-Atomstrahlung! |
Atomwurstkäsebrot. |
Kulturelle Atomkraft. |

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Miss Atombombe

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Miss Atombombe

(Gefunden bei retrozone)

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Die Atombombe im Lichte der biblischen Prophezeihungen

(Gefunden bei thisisnthappiness)

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Anreisende Atomstreitkräfte

(Gefunden bei Atomic Annhilation)

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Im Falle eines Nuklearschlags

(Gefunden bei 9gag)

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Atomwurstkäsebrot

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(Gefunden bei 9gag)

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→ Hierzu siehe auch:

Atomsaft. |
Atombusen. |
Atomfarbe. |
Atomares und Welträumliches. |
Nette Atompilze. |
Angenehmer Atomton. |
Kulturelle Atomkraft. |
Du kochst mit Super-Atomstrahlung! |
Strahlende Schönheit. |

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Atomsaft

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Verstrahlt: Trinkgläser in der Form von Fässern für radioaktiven Abfall, mundgeblasen aus bleifreiem Borsillikatglas.

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(Gefunden bei Unique Daily)

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Atomfarbe

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Ein paar Jahre später begann Jimmy einzusehen, dass es keine gute Idee gewesen war, sein Fahrrad mit der Radiumfarbe zu streichen.

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(Via Paul Malons Flickr-Photostream)

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Nette Atompilze

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Der knuddelbare Atompilz ist Teil eines Projekts (”Design für fragile Persönlichkeiten in furchterregenden Zeiten”) und aus einer Zusammenarbeit der britischen Künstler Anthony Dunne & Fiona Raby mit Michael Anastassiades entstanden.

Der Pilz ist der Atomexplosion Priscilla nachgebildet, die 1957 in der Wüste von Nevada gezündet wurde und 37 Kilotonnen Sprengkraft entfaltete. Der Atompilz ist aus reflektierendem Gewebe hergestellt und mit Polyester gefüllt, es gibt ihn in verschiedenen Farben.

Zusammen mit den anderen Objekten des Projekts wurde der Atompilz entworfen, um irrationalen, aber realen Empfindungen entgegenzusteuern, in dem Fall der Angst vor der atomaren Vernichtung.

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Der Broccoli-Atompilz (der nicht zuletzt daran erinnert, dass Albert R. Broccoli dreieinhalb Jahrzehnte lang als Produzent die James Bond-Filme prägte):

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(Via Pureblog)

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Hier sehen wir Admiral William H. P. Blandy, von Freunden “Spike” genannt, der mit seiner Frau und einer Atompilz-Cremetorte die Zündung der größten jemals von den USA getesteten Atombombe am 1. März 1946 am Bikini-Atoll feiert.

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Videoaktiv

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Ein Musikvideo der Gruppe Delphic für ihre zweite Single “This Momentary”, aufgenommen in der ukrainischen Stadt Prypjat, die heute eine Geisterstadt ist.

Prypjat wurde 1970 für die Beschäftigten des benachbarten Kernkraftwerks Tschernobyl gegründet und nach der Reaktorkatastrophe 1986 geräumt. Zum Zeitpunkt der Katastrophe am 26. April 1986 wohnten hier etwa 48.000 Menschen.

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• Hierzu siehe auch:

? Foto-Trip: Ein russischer Blogger hat ein modernes russisches Atomkraftwerk in der Nähe von Smolensk besucht und ausnahmsweise die Erlaubnis erhalten, zu fotografieren. Das Kraftwerk wurde zwischen 1982 und 1990 gebaut und sollte vier Reaktorblocks umfassen. Nach dem GAU in Tschernobyl wurde der vierte Block nicht mehr fertiggestellt (via Englishrussia). |

? Carl Montgomery war im September 2006 und im Juni 2007 in Tschernobyl und hat dort unter anderem einen verstrahlten Vergnügungspark fotografiert. |

? Sterbende Schiffe nahe Tschernobyl. |

? Strahlende Schönheit. |

? Der “russische Specht“, ein rätselhaft klopfendes sowjetisches Funksignal, das zwischen Juli 1976 und Dezember 1989 auf Kurzwelle zu hören war. Hinter dem Geheimnis steckte die gewaltige Radarstation Duga-3 bei Tschernobyl. |

? Am 23. Oktober 2008 nahmen die Beschäftigten des Kernkraftwerks in Tschernobyl an einer Alarmübung teil, in der das Verhalten für den Fall freigesetzter Radioaktivität trainiert wurde. |

? In Frankreich mußte der Aufzughersteller Otis die Knöpfe von mehr als 500 Fahrstühlen zurückrufen, da sie versehentlich aus radioaktiv verseuchtem Stahl hergestellt wurden. |

? Der Italiener Jaime Pitarch und seine mutierte Tschernobyl-Matrjoschka. |

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Wir haben unsere Computersysteme nicht mehr im Griff, sie haben sich verselbständigt. Ich denke nicht nur an Tschernobyl, ich denke auch an die Giftgaskatastrophe im indischen Bhopal. Dort verhinderte ein Softwarefehler die rechtzeitige Warnung der Bevölkerung. Ich denke auch an den Börsencrash an der Wallstreet im Oktober 1987. … Damals, als an der Börse die Rechner durchdrehten und auch viele Kleinaktionäre das Nachsehen hatten, schrieb das “Wall Street Journal” am Tag nach dem Schwarzen Montag: Die Computer haben die Macht übernommen.

Joseph Weizenbaum (März 1992)

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Fahren, gestern

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Zum Niedergang der amerikanischen Eisenbahn seit den fünfziger Jahren siehe beispielsweise den ausführlichen Wikipedia-Artikel Geschichte der Eisenbahn in Nordamerika. |

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Wir untersuchen das Atom… für Dich. Die grenzenlose Energie des Uran-Atoms verspricht eine leuchtendere Zukunft. Anzeige von Union Carbide von 1959.

Union Carbide ist eines der ältesten Chemieunternehmen der USA. 1984 ereignete sich in einer Fabrik von Union Carbide im indischen Bhopal eine Katastrophe, bei der 40 Tonnen Methylisocyanat freigesetzt wurden und als ätzende Wolke durch ein angrenzendes Elendsviertel trieben. Nach offiziellen Angaben starben 1.600 Menschen sofort und rund 6.000 weitere an den unmittelbaren Nachwirkungen der Chemikalie.

In Bhopal wurde 1935 Abdul Kadir Khan geboren, der Vater des pakistanischen Atomwaffenprogramms. |

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Die am wenigsten gesuchten Amerikaner

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Jugoslawischer Mambo von 1957: Spasa Milutinovi? auf dem Label Yugoton, erstaunlich lässig und angenehm. Zum Reinhören unten auf 1. Samba 7 patuljaka oder 2. Leptiru moj klicken (via Easydreamer). |

Renaissance meets Pop Art: die altmeisterlich abgefahrenen Gemälde von Alan MacDonald (via Viacomit). ?

Hierzu siehe auch: Jonathan Janson, der moderne Menschen in Stil holländischer Meister des 17. Jahrhunderts malt. Seine Werke heißen “Young Man with a Cell Phone” oder “Young Girl Writing an Email“. Sie zeigen Menschen in jenem besonderen Licht, das aus dem Nichts zu kommen scheint. |

? Ein russischer Blogger hat angeblich ein modernes russisches Atomkraftwerk in der Nähe von Smolensk besucht, man habe ihm auch ausnahmsweise gestattet, zu fotografieren. Das Kraftwerk wurde zwischen 1982 und 1990 gebaut und sollte vier Reaktorblocks umfassen. Nach dem GAU in Tschernobyl wurde der vierte Block nicht mehr fertiggestellt (via Englishrussia). |

Schon The Machine ist eine Schöpfung allerungewöhnlichster Art. Auch die anderen Videos von Mudlevel sind zweifelsfrei sehenswert (mit Dank an Blubber). |

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? Die am wenigsten gesuchten Amerikaner, ein Flickr-Set:
Least Wanted - View my most interesting photos on Flickriver

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Die nette Interkontinentalrakete

? A is for Atom: Die Geschichte der Atombombe als Zeichentrickfilm (1953):

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? A Missile Named Mac: die nette Interkontinentalrakete. Kurzfilm aus der Zeit, in der die Bell Corporation auch ihren Beitrag zur atomaren Aufrüstung zu liefern versuchte (1961):

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Wieviel von deiner Stadt würde einen Nuklearschlag überstehen?

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Die Leute des in Sydney ansässigen Beratungsunternehmens Carlos Labs sehen sich als Daten-Architekten: “Während des zurückliegenden Jahrzehnts haben wir an der Entwicklung des Daten-Universums teilgenommen. Daten sind überall. Alles hängt von den Daten ab.”

Mit Google Maps und einer im Lauf mehrerer Jahre zustande gekommenen Datensammlung versucht uns Carlos Labs eine Vorstellung davon zu geben, wieviel von einer Stadt zerstört wird, wenn sie mit einer Atomwaffe angegriffen würde:

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Anmerkung für das Heimatschutzministerium: Es handelt sich hier nur um eine Karte, mit der man herumspielen kann, nicht um einen Plan. Wiederhole: Dies ist kein Angriffsplan. Sie können eine real existierende Waffe auswählen und wenn Sie ‘Nuke it’ klicken, zeigt die Karte den Bereich der Verheerung.”

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? Proliferation: Eine Infografik der New York Times über die zunehmende Verbreitung von Atomwaffen. | Die Geschichte eines Lastwagenfahrers, der die Geheimnisse der ersten Atombombe enthüllte: Atomic John (via The New Yorker). |

? Nuclear Weapons: Ein Video von Max Joseph und Erin Bosworth (via Good)

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Die monatsmolekühle Jahreszeit

Es gibt einen neuen Schwung der stets vergnügten “Ich-bin-ein-Mac-Ich-bin-ein-PC“-Spots. Diesmal tritt man den Microsoft-Marketingbestrebungen auf den Schlips. Hier “Der Erbsenzähler“:


 

Ein kurzes Porträt über den wunderbaren John Hodgman, der den PC spielt. Er schreibt nun als Gastblogger bei BoingBoing. | 

? Ein Hörmuß: Brandon Kahn und das Commodore 64 Orchestra - 12 niederländische Klassik-Instrumentalisten, die sich auf Orchesterfassungen der Soundtracks von C-64-Spielen spezialisiert haben. Hier ein Trailer, hier eine empfindsame Neuinterpretation von Cybernoid II, hier ergreifend die Klangkaskaden von Commando. | 

Drüben bei Biocurious gibt es wieder ein hübsches Molekül des Monats: Die Poly(A) Polymerase. Sie spielt die erste Geige bei der Polyadenilierung. Hier kann man Poly(A) Polymerase kaufen. Und hier ein Tailing Kit, um mit der Poly(A) Polymerase ein bißchen rumzuspielen. | 

Der planetare Herbst ist da. 34 Fotos zeigen die Jahreszeit rund um den Globus. (via Boston.com) | 

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John Wayne und der Geigerzähler

Ein kleines Spiel zum Wochenausklang: Entspannte Atomspaltung. | Hierzu passend die Nuklear-Keramik von Richard Notkin: Schädel-Teekannen mit Atompilzdeckel. | Eine Liste von Unfällen mit US-Nuklearwaffen, von 5. August 1950 bis 12. März 1984. | Der nigerianische Trompeter Dan Satch und seine “Professional Atomic ‘8′ Dance Band” von Ende der fünfziger Jahre. [Reinhören ohne ABC-Anzug] | Ein Frühwerk des Scientology-Gründers L. Ron Hubbard: “All About Radiation” von 1957. Darin empfiehlt er unter anderem eine mit Niacin angereicherte Vitaminmischung namens Dianazene gegen die Auswirkungen radioaktiver Strahlung. | 

Sieben Vorkommnisse, die haarscharf an einem Atomkrieg vorbeiführten. | Schauspieler und Mannschaft des Howard Hughes-Films “The Conqueror” (1956, dt. “Der Eroberer”; hier ein Ausschnitt mit John Wayne) waren während der Dreharbeiten in der Wüste von Utah in der Nähe eines Atomtestgeländes - der Nevada Test Site - radioaktivem Niederschlag ausgesetzt; es gibt Fotos von John Wayne mit einem Geigerzähler in der Hand. 25 Jahre später war die Hälfte von ihnen an Krebs erkrankt. Für Nachdrehs hatte Howard Huges zu allem Überfluß 60 Tonnen Erde und Sand vom Drehort nach Hollywood transportieren lassen. | 

Blender 3D - Wir basteln uns einen Atompilz:

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Augenblicksatome

Politik: Jedem das Unsere. Wirtschaft: Mir das Deine. Kunst: Jedem das Meine.

Auf dem Tisch ein Papiertaschentuch, das aussieht wie ein Entwurf für einen verbesserten Neubau des Matterhorns.

Amerikanisches Frauenleben: Chicksal.

Zeitungen durchgeblättert, ehe sie ins Altpapier gehen. Eine Seite entdeckt, auf der gefrühstückt wurde.

Brauchbar verschrieben: Schriftseller.

Eine Frau, erschöpft von ihrer Schönheit, sitzt vor einem Lokal allein an einem Tisch.

Schlägermusik. Deutscher Schläger.

Das Licht des Tages hat sich auf ihren Kopf zurückgezogen wie ein Schwarm, der sich in einem Baum zur Nacht begibt.

Wenn schon falsch, dann aber richtig.

Die Schatten der großen Bäume auf der großen Straße, Landkarten unentdeckter Länder.

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Feriennachklang: Menschen, die an öffentlichen Orten schlafen - (Flickr Foto-Pool):

sleep in public - View this group's most interesting photos on Flickriver

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* Angereichert: Strahlende Schönheit

Einem Eingeborenen der Marshall-Inseln wurde im Augenblick der Explosion einer viele Megatonnen Sprengkraft enthaltenden Wasserstoffbombe auf dem Eniwetok-Atoll in ein paar Hundert Meilen Entfernung ein Mädchen geboren. Das Kind wurde nach Alice Strauss, der Frau des damaligen Vorsitzenden der Atomenergiekommission, Alice genannt. Strauss schenkte der jungen Mutter ein Vermögen von zehn Schweinen. … Auf einer der Inseln des Eniwetok-Atolls steht ein Wald vom mustergültig gepflanzten Kokospalmen. Die Korallenfläche ist auf viele Tagwerke hin mit einer dicken Schicht fruchtbarer schwarzer Erde bedeckt. Dieser Erdboden wurde vor dem ersten Weltkrieg vom Schwarzwald in Deutschland her auf dieses Atoll verfrachtet.

William L. Laurence, “Menschen und Atome” (1961)

Carl Montgomery war im September 2006 und im Juni 2007 in Tschernobyl und hat dort unter anderem einen verstrahlten Vergnügungspark fotografiert.

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Strahlende Schönheit

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• Durch das Internet wurde aus der Rasiererfirma Gillette ein Inbild des Fortschritts. Das sogenannte Gillette-Prinzip meint: schenk ihnen die Rasierer, verkauf ihnen teure Klingen. Diese Idee versuchte die Firma Netscape 1994 zu übernehmen und verschenkte ihren famosen Internet-Browser, Microsoft zog nach, der Rest ist Geschichte. Auf dem Rasierersektor wurde es wieder ruhig. Nun kommt neuerlich Bewegung in die Behaarungsfrage. Die amerikanische Firma Clio Designs Inc. hat ein Rasiergel auf den Markt gebracht, das leuchtet. Alle 15 Sekunden pulst eine LED im Boden des Behälters und läßt den Inhalt aufstrahlen wie eine kleine Lavalampe.

Solche Verbindungen aus Innovation und Körperpflege haben Tradition. Im November 1918 erschien in der New York Tribune diese Anzeige für mit Radium versetzte Toiletteartikel der britischen Firma Radior. 1898 hatte die Chemikerin Marie Curie das stark strahlende Element entdeckt. Radium wurde rasch modern.

• Bald hatte es den Ruf einer fashionablen Fortschrittssache und eines Wundermittels. Neben radioaktiven Medikamenten und Hautcremes waren strahlende Produkte vom Atomlabor für Kinder über Radium-Schokolade bis zur Atom-Limonade und Radiumwasser beliebt. 1932 starb der amerikanische Sportsman und Industrielle Eben M. Byers einen schauerlichen Tod. Nach einem Armbruch hatte ihm ein Kurpfuscher gegen seine Schmerzen ein Patentmittel namens Radithor verordnet - mit hohen Radiumdosen versetztes Wasser. Byers trank an die 1400 Flaschen davon. Am Ende fielen ihm die Zähne aus und in seinem Schädel bildeten sich Löcher.

Einer der Ärzte, die Byers konsultierte, war Dr. Joseph M. Steiner, ein New Yorker Röntgenologe. Er hatte 1928 bereits ein paar junge Frauen untersucht, die in einer Fabrik der U.S. Radium Corporation in New Jersey radioaktive Leuchtfarbe auf Ziffernblätter pinselten - die Radium Girls. Die Fabrikbesitzer und die angestellten Chemiker wußten, wie gefährlich das Undark genannte Material war, und schützten sich durch Abschirmungen und Masken aus Blei. Die Mädchen schminkten sich manchmal zum Spaß mit der verhängnisvollen Farbe aus der Fabrik, um ihre Liebsten im Dunklen zu überraschen. Von den Vorarbeitern wurden sie aufgefordert, die Pinsel, mit denen sie die Ziffern aufmalten, immer wieder mit den Lippen spitzzuziehen, damit die Striche fein blieben.

• Hier sehen wir Admiral William H. P. Blandy, von Freunden Spike genannt, der mit seiner Frau und einer Atompilz-Cremetorte die Zündung der größten jemals von den USA getesteten Atombombe am 1. März 1946 am Bikini-Atoll feiert. 1951 war die Atombegeisterung bereits wieder bei Konsumartikeln gelandet, etwa dem radioaktiv markierten Golfball, der sich mit Hilfe eines Geigerzählers auch in unübersichtlichem Gelände finden läßt.

Noch in den sechziger Jahren zeigte Fox Tönende Wochenschau einen britischen Wissenschaftler, der die Auffassung vertrat, man könne sich gegen Radioaktivität immunisieren wie gegen Mumps, woraufhin seine Frau ihrem kleinen Sohn einen selbstgemachten Strontium-Lolly in die Hand drückte. 1957 schrieb Professor Heinz Haber für Walt Disney das Kinderbuch Unser Freund, das Atom. Im selben Jahr wurde mit dem Forschungsreaktor in Garching bei München der erste Kernreaktor in Deutschland in Betrieb genommen. Das Energieproblem war so gut wie gelöst –

Der Autor im angelegentlichen Atomwahn. (Danke, Küchenradio)

Nachtrag (24.7.2008): Ein Verzeichnis weiterer radioaktiver Konsumgüter, darunter Köstlichkeiten wie Radium-Zwieback (aus dem Reformhaus) und radiokative Zahnpasta.

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