Archiv für die Kategorie 'Anfänge'

Das zweite Video überhaupt, das auf YouTube hochgeladen wurde (feat. das Erste!)

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Am 23. April 2005 schreibt mw: “My Snowboarding Skillz”: Tubing down Boulder Creek in Colorado. | Aufrufe (per 3.2.2010): 1.766

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Die Geschichte der 1

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Nicht nur das Jahr fängt an

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(Gefunden bei Gizmodo | via David Keyes)

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Junge Liebe

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Dezember 1957

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(Via paulmalon’s photostream auf Flickr)

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Moin, Facebook

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Let’s wake ‘em up boys! Das neueste Mini-Movie von Kur – “Morning Glory Animation” von Aaron Blecha, Monstersquid | Musik: Michael Adler Miltersen, Sepia Productions

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Los, aufstehen! Der argentinische Animator Leo Campasso ist 21 Jahre alt. Er macht Flash-Animationen, seit er 12 ist. Seine jüngste Mini-Schöpfung heißt Wild Wind und kombiniert auf elegante Weise Pixel Art und traditionelle Animaton:

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(Via Drawn!)

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Die Mauer

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Wie man eine 9000 Jahre alte Stadt aus dem Neolithikum ausgräbt: Anies Hassan hat 2007 an Ausgrabungsarbeiten in Çatal Hüyük teilgenommen, der ersten Stadt der Welt. Die archäologische Stätte liegt etwa 40 Kilometer südöstlich der heutigen Stadt Konya in der Türkei. Die Aufnahmen fassen im Zeitraffer einen archäologischen Arbeitstag zusammen.

Musik: Thievery Corporation, “Exploration” | Chemical Brothers, “Music: Response” | “Mercado Negro” aus dem Soundtrack zu dem Film “Machuca” | Das “Benny Hill”-Thema.

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IBM System/360

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Man weiß dann auch wieder, weshalb es Großrechenanlage hieß.

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Der S/360 war der erste Universalrechner. Davor waren Computer entweder für militärische, kaufmännische oder naturwissenschaftlich-technische Zwecke optimiert. Der IBM System/360 Model 20 wurde ab 1964 mit 4 Kilobyte Speicher ausgeliefert.

Das System hatte den Anspruch allumfassend zu sein. Daher wählte man die Zahl 360 als Hinweis auf den maximalen Grad eines Winkels. Der Anspruch konnte allerdings nicht erfüllt werden, sodass im Nachhinein die Zahl anders definiert wurde: 3 wurde als IBM-Standard gewertet und 60 für ein in den 1960ern entwickeltes Produkt. Daher hießen die Nachfolger S/370 und S/390. |

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Die Wikipedia über das System/360. |

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Samstagmorgen

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(Via Pureblog)

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Liebe Jessica

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Das Imperium liebt zurück | Die Zeilen eines zutiefsten, wirklichen und wahrhaften Star Wars-Fans:

(Via donttouchmymoleskine)

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No More Heroes

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NOTFALLS KOMMT DIE IT auch ganz gut ohne Helden aus. Wer erinnert sich noch, wie der Chef von IBM hieß, als der PC auf den Markt kam? Wie Radionuklide, so haben auch Helden offenbar unterschiedliche Halbwertszeiten. Einen Mann wie Ed Roberts, der mit dem Altair 8800 den allerersten Mikrocomputer gebaut hat, kennt heute kaum noch jemand. Auch Steve Wozniak, der den ersten Apple-Computer konstruiert hat, hat sich darüber beklagt, im Schatten seines ehemaligen Kumpels Steve Jobs zu stehen.

Besonders Steve Jobs, wie Bill Gates einer der Superstars der PC-Ära, hat das von ihm geführte Unternehmen dermaßen auf seine Person ausgerichtet, dass man sich an Brecht erinnert fühlt: “Cäsar schlug die Gallier - hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?”

Das vermeintliche Ringen Bill Gates gegen Steve Jobs vulgo Microsoft gegen Apple hätte sich Shakespeare (der viel Sinn für’s Populäre hatte) nicht besser ausdenken können. Auf der einen Seite ein knallharter Programmierer, der damit so reich geworden ist, dass er dem Sultan von Brunei zum Geburtstag die Schweiz schenken könnte - Bill Gates. Auf der anderen Seite Steve Jobs, der Retter von der technologischen Eleganz. Der Kampf hat viel mit unserer Freude an vereinfachten Welten zu tun, aber wenig mit der Realität - ein Unternehmen wie Microsoft mit fast 90.000 Mitarbeitern läßt sich ebensowenig auf eine Person reduzieren wie Apple mit seinen 32.000 Mitarbeitern.

Stars brauchen wir immer noch – auch in der Computerwelt. Sie verkörpern Images und Gefühlsbotschaften und machen die immer ununterscheidbarere Technik für uns unterscheidbar. Ihr individueller Einfluß aber wird zunehmend hinter die Technologie zurücktreten, die sie auf den Weg gebracht haben.

Viele der Pioniere haben sich im übrigen nicht zur Ruhe gesetzt, sie stehen bloß nicht mehr im Rampenlicht wie früher. Während die Maschinen und der Umgang mit dem Netz sich immer standardisierter und ähnlicher anfühlen - was ja sein Gutes hat -, gehen die Menschen, die der technologischen Entwicklung wichtige Impulse gegeben haben, ihre ganz persönlichen Wege. Marc Andreessen hat zuletzt das Meta-Social Network Ning mit angeschoben. Der Schwulenaktivist Tom Jennings, der 1984 mit FidoNet das erste weltweite Amateur-Computernetzwerk ins Leben gerufen hatte, übernahm in den neuziger Jahren den Internet-Provider “The Little Garden” in San Francisco und arbeitet heute in einem Programm für Arts Computation Engineering der Universität von Kalifornien. Steward Brand, der 1985 ins San Francisco The WELL ans Netz brachte, den Prototypen aller Online-Communities, kümmert sich heute um das Global Business Network - eine Art Müttergenesungswerk für verdiente Digerati -, und die Long Now Foundation, die eine Uhr bauen will, die einmal im Jahr tickt und 10.000 Jahre lang läuft. Und Louis Rossetto, der gemeinsam mit Jane Metcalf und dem MIT-Vordenker Nicholas Negroponte 1993 das Magazin Wired aus der Taufe gehoben und zum Zentralorgan der digitalen Kultur gemacht hatte, verkaufte das Blatt 1998 - und gründete eine Schokoladefirma.

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Kids

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Die zwanziger Jahre: “Die Jugend hat ihre Abenteuer…”

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Die fünfziger Jahre: Frankie goes to Hollywood…

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Die sechziger Jahre: Hey, kids…

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Die siebziger Jahre: Hört auf zu träumen…

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Die neunziger Jahre: Ein durchschnittliches amerikanisches Kind sieht täglich 3000 Werbespots und -anzeigen im Fernsehen, im Internet, auf Reklametafeln und in Zeitschriften…

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21. Jahrhundert: The Beatbox Kid…

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HIERZU SIEHE AUCH ? Die Krächz-, Röchel- und Pfeifgeräusche eines Modems, die sogenannten Bauds, vorgetragen vom Dialup Kid (via SonnyRadio). | Screenkids.tv macht Programm für Medienkonsumenten, deren ? Aufmerksamkeitsspanne ? der Länge eines Musikvideos entspricht. | Ein 12jähriger, der sich halb zu Tode langweilt, während er ein paar immens coole Tricks mit After Effects vorführt: Kevin Lin. | Hipster Kids. |

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Fünfhundert

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Das Erste ist vom 7. Juli 2008. Das hier ist das fünfhundertste Posting in der Glaserei.

Zeit für ein paar Dankeschöns.

? Ein Dank geht an Cinthia Briseño, die in der Redaktion der Stuttgarter Zeitung die famose Computerseite betreut und mit Adleraugen in die Zukunft blickt. Sie hat mich dazu gebracht, mit dem Bloggen anzufangen, obwohl ich mich vehement dagegen gewehrt habe - weil ich schon wußte, dass das mehr als nur viel Arbeit wird. Was ich nicht wußte, war, wie viel mehr als nur Spaß das bringt.

? Ein Dank geht an Hansjürgen Rausch, den Kapitän auf der Serverbrücke, der harrypotterhafter Magie fähig ist und für mich beispielsweise die wildlebende Blogsoftware WordPress in das wie der Vatikan sture Redaktionssystem der Stuttgarter Zeitung einmontiert hat. Hut ab! (White Hat)

? Ein Dank geht an Joachim Dorfs, den Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung, der mir gemeinsam mit der ganzen Redaktion die Möglichkeit gibt, mit einem Maximum an Autonomie und zugleich einem Maximum an Unterstützung Wege in die Zukunft des Publizierens zu erkunden.

? Ein Dank und ein Kuss geht an meine Frau Sisa für das jeweils erste Feedback des Tages und die aufmerksamen Hinweise auf Fehler, die in dem Blog nichts verloren haben.

? Und ein ganzer Danklastzug geht an alle, die hier gern öfter vorbeilesen, die Hinweise geben, auf die Glaserei verlinken, kritisieren und den Laden lebendig machen. Zugestiegen, zugestiegen - es sind noch Plätze frei.

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Vater und Sohn, modern

Gyroskopisch gesicherte Familienfahrt (Foto: Milonga a.k.a. Emil de Jong, auf Flickr)

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Embryo

Zur Herkunft des Videos siehe thingamababy.

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Vater aller Mäuse, Mutter aller Demos

Die Maus ist 40. | Am 9. Dezember 1968 demonstrierte ein junger Informatiker namens Douglas Engelbart anläßlich einer Computer-Konferenz in San Francisco ein Computersystem mit Tastatur, einer “Maus” (seine Erfindung), sich öffnenden und schließenden “Fenstern”, visuellen Datenverbindungen (Links) und einer Online-Verbindung zu einem entfernten Rechner. Zum ersten Mal konnte man sehen, was später Personal Computing heißen sollte. Die eineinhalbstündige Vorführung entfachte in dem etwa 1000-köpfigen Auditorium zwar donnernden Applaus, aber Engelbart war 15 Jahre zu früh dran. Erst im Januar 1984 kam mit dem Apple Macintosh ein vergleichbares System auf den Markt.

Douglas Engelbart und die Mutter aller Demos (Teil 1 von 9, die weiteren Teile sind in dem Fenster “mehr von…” angezeigt):

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Das Gummibärchen (Remix)

Angenehmst animierte Gummibärchen von cryotwin alias Curtis Lawrence zur Musik von A.A. Kurtz:

 

 

Dazu passend eine zeitlose Gummibärchen-Eloge von 1981. Die Originalfassung ist mit der Schreibmaschine geschrieben. Ich hatte damals schon einen Rechner mit dem schönen Namen Genie I, aber Drucker waren noch außerhalb der Reichweite.

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DAS GUMMIBÄRCHENAnsätze zu einem tieferen Verständnis.

Freilebende Gummibärchen gibt es nicht. Man kauft sie in Packungen an der Kinokasse. Dieser Kauf ist der Beginn einer fast erotischen und sehr ambivalenten Beziehung Gummibärchen - Mensch. Zuerst genießt man. Dieser Genuß umfast alle Sinne. Man wühlt in den Gummibärchen, man fühlt sie. Gummibärchen haben eine Konsistenz wie weichgekochter Radiergummi. Die Tastempfindung geht auch ins Sexuelle.

Das bedeutet nicht unbedingt, dass das Verhältnis zum Gummibärchen ein geschlechtliches wäre, denn prinzipiell sind diese geschlechtsneutral. Nun sind Gummibärchen weder wabbelig noch zäh; sie stehen genau an der Grenze. Auch das macht sie spannend. Gummibärchen sind auf eine aufreizende Art weich. Und da sie weich sind, kann man sie ziehen.

Ich mache das sehr gerne. Ich sitze in dunklen Kinos und ziehe meine Gummibärchen in die Länge, ganz langsam. Man will sie nicht kaputtmachen, und dann siegt doch die Neugier, wieviel Zug so ein Bärchen aushält. (Vorstellbar wären unter anderem Gummibärchen-Expander für Kinder und Genesende). Forscherdrang und gleichzeitig das Böse im Menschen erreichen einen Höhepunkt, wenn sich die Mitte des gezerrten Bärchens durch Millionen von Mikrorissen weiß färbt und gleich darauf das zweigeteilte Stück auf die Finger zurückschnappt. Man hat Macht über das hilflose Gummibärchen. Und wie man damit umgeht: Mensch, erkenne dich selbst!

Nun ist es so, dass Gummibärchen ja nicht gleich Gummibärchen ist. Ich bevorzuge das herkömmliche Gummibärchen, künstlich gefärbt und aromatisiert. Mag sein, dass es eine Sentimentalität ist. Jedenfalls halte ich nichts von neuartigen Alternativ-Gummibärchen ohne Farbstoff (”Mütter! Mit viel Vitamin C”). 

Die nächste prickelnde Unternehmung ist das Kauen des Gummibärchens. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel. Man könnte zubeißen, läßt aber die Spannung noch steigen. Man quetscht das nasse Gummibärchen zwischen Zunge und Gaumen und glibscht es durch den Mund. Nach einiger Zeit beiße ich zu, oft bei nervigen Filmszenen. Es ist eine animalische Lust dabei. Was das Schmecken angeht, wirken Gummibärchen in ihrer massiven Fruchtigkeit sehr dominierend. Zigaretten auf Gummibärchen schmecken nicht gut.

Eine meiner Lieblingsphantasien, wo es um Gummibärchen geht, ist der Gummibär. Ich will einen riesigen Gummibären. Jeder wahre Gummibärchen-Fan wird mich verstehen. Ebenfalls phantasieanregend können sie eingesetzt werden zum Aufbau von Orgiengruppen-Modellen oder als Demonstrationsobjekt für wirbelose Tiere. Abgesehen von dem diabolischen Lustgewinn müßte man die Bärchen gar nicht zerreißen. Sie sind ja durchscheinend. Zu behaupten, dass sich im Gummibärchen das Wesen der Dinge offenbare, finde ich keinesfalls gewagt. Wer schon einmal über einem roten Gummibärchen meditiert hat, weiß von diesen Einsichten.

Wenn ich das Kino verlasse oder einfach die Packung leergegessen ist, habe ich meist ein Gefühl, als hätte mir einer in den Magen getreten. Hier schlägt die gesteigerte Intensität ins Negative um, in den Überdruß. In dichter und geraffter Form spiegelt sich im Verhältnis zum Gummibärchen eine menschliche Love-Affair wider. Nie wieder ein Gummibärchen, denke ich jedesmal. In der Zwischenzeit lächle ich dann über diesen Absolutheitsanspruch, den diese Momente erheben. Schon zu Hause beunruhigen mich wieder Gerüchte über einen Marktvorstoß der Japaner mit Gummireis oder Gummischweinchen. Und wieder und wieder geht es mir durch den Kopf: Gummibärchen sind geil.

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Merkwürdige Maschinen

? Drüben bei Spreeblick hat sich Johnny am Sonntag was gefragt: Das klingt jetzt sehr merkwürdig, aber: Weiß jemand, warum jetzt gerade (23:45h) ca. 30 Hubschrauber über Berlin fliegen?

Man kann nicht vorsichtig genug sein. Zwischen 1987 und 1988 fielen an vier verschiedenen Orten in England kleine, rosa Frösche vom Himmel. Berichte über Froschregen reichen, nach einem Artikel der Prawda, zurück bis ins 19. Jahrhundert. 

Um das Jahr 2000 fielen in Italien und Spanien Eisbrocken, groß wie Kleinkinder zu Boden. UFOs, die fraglos über fortschrittliche Tragwerkenteisung verfügen, scheiden als Eisquelle aus; gefrorene Astronautenkacke aus Gründen, die hier auszuführen ungustiös wäre, ebenso.

Zur selben Zeit beschoß in Thailand ein F-16 Kampfjet während einer Übung versehentlich eine Touristenanlage und pulverisierte zwölf Bungalows; die Appartments in der Anlage 140 Kilometer östlich von Bangkok standen zur Zeit des Angriffs leer. Man kann, wie gesagt, nicht vorsichtig genug sein.

? Waren die Hubschrauber leise und schwarz, Johnny? Vielleicht waren sie unbemannt. Das fängt ja nun auch langsam an, ernst zu werden. Während des Golfkriegs 1991 hatten sich, erstmals in der Kriegsgeschichte, irakische Soldaten einem ferngesteuerten Aufklärungsfahrzeug ergeben. 

? Vor einem Jahr, am 1. September 2007, tötete eine unbemannte Flugdrohne vom Typ MQ-5B/C Hunter einen Erwachsenen und einen etwa 10-jährigen Jungen nahe der irakischen Stadt Qayyarah. Auf einem Video ist zu sehen, wie der unbewaffnete Mann versucht, am Rand einer häufig von Militärkonvois befahrenen Straße einen Sprengsatz einzugraben. Die Wirkung der angreifenden Drohne beschreibt User johnatan in einem Kommentar in dem Militärforum Defensetech mit den Worten: then wam, no dad no son. Der Vorfall in Qayyarah war eine Meldung wert, weil es der first kill für ein Army-Flugvehikel war. CIA und US-Air Force lassen Gegner seit Jahren durch ferngelenkte Drohnen eliminieren. 

Am 38. Breitengrad, der seit 60 Jahren die koreanische Halbinsel zerschneidet, testet das südkoreanische Militär seit anderthalb Jahren bewaffnete Robot-Grenzer. Der Security Guard Robot SGR-A1 der Firma Samsung [Video] hat ein Kamerasystem mit Bilderkennungssoftware und kann sich im Fall eines Alarms seine Anweisungen von menschlichen Kommandeuren holen – oder bei Bedarf selbst entscheiden. Bisher gab es bei einer Grenzverletzung üblicherweise 30 Sekunden Vorwarnzeit, ehe geschossen wird. Hinweise darauf, dass der SGR-A1 jemanden vorwarnt, den er als Eindringling erkennt, gibt es nicht.

? Auch in Israel werden seit Jahren Grenzsicherheitssysteme entwickelt, die Eindringlinge automatisch erfassen und durch fernsteuerbare Waffen oder bewaffnete Roboter abwehren können. Bei den Automated Kill Zones handelt es sich um einen Verbund aus Sensoren, Flugzeugen und unbemannten Drohnen, dazu am Boden fernsteuerbare Maschinengewehre, die über Glasfaserleitungen mit einem Leitstand verbunden sind. Ziel ist es, das System vollautomatisch handeln zu lassen. Noch werden alle eingehenden Informationen von Offizieren überprüft, die dann gegebenenfalls mit einem Joystick feuern. “Wir wollen keine tragischen und politisch kostspieligen Fehler mit einem solchen tödlichen System riskieren”, erklärte ein israelischer Offizier.

Vor zwei Wochen hat, wieder zum ersten Mal in der Kriegsgeschichte, eine unbemannte Drohne eine andere unbemannte Drohne im Südosten des Irak in einem Gefecht angegriffen und zerstört. 

Deutsche Hubschrauber machen solche Sachen nicht. Ich bin sicher, dass sie bemannt waren und leise, weil man Rücksicht nimmt um diese Uhrzeit über Berlin.

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Kann losgehen.

Und rauschend öffnen sich die Spalten
Des Internets, die viel enthalten.
Die Lippe sprüht, das Auge leuchtet,
Des Lauschers Bart wird angefeuchtet,
Denn nah und warm, wie sanftes Flöten,
Ertönt die Stimme des Poeten. -
»Vortrefflich!« ruft des Dichters Freund;
Dasselbe, was der Dichter meint.

Frei nach Wilhelm Busch

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