Archiv für die Kategorie 'Finanzkrise'

Quants: The Alchemists of Wall Street


50 Minuten, die’s wert sind: Marije Meermans Film über die Quants – die Mathematik-Wizards und Programmierer in den Maschinenräumen des globalen Finanzsystems – ist das Beste und Eingehendste, das ich bisher zu dem Thema gesehen habe. Quants haben die Instrumente geschaffen, die Ursache der Weltfinanzkrise waren. Diese Krise hat deutlich gemacht, in welche stetig zunehmende Abhängigkeit von mathematischen Modellen, die das (ökonomische) menschliche Verhalten zu quantifizieren versuchen, sich die Hochfinanz begeben hat. Längst sind die Quants ins Zentrum einer neuen Revolution vorgestoßen, dem Handel mit Lichtgeschwindigkeit. Läßt sich dieses System unter Kontrolle halten oder haben die bestbezahlten Hacker des Planeten ein Monster geschaffen?




(Gefunden bei the New Shelton wet/dry)

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Eine Dame bittet um Geld

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Eine Dame schrieb an ihren Liebhaber und bat ihn, ihr etwas Geld zu schicken. In einem Postscriptum fügte sie hinzu: “Ich schäme mich der Frage, die ich in diesem Brief gestellt habe, so sehr, dass ich nach dem Postboten habe schicken lassen, um ihn zurückzuholen; mein Diener konnte ihn aber leider nicht mehr erreichen.”

Aus: The Poetry and Varieties of Berrow’s Worcester Journal for 1828

(Gefunden bei Futility Closet)

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(Gefunden bei Comically Vintage)

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Krisen-Geoglyphen

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Immobilienblasenkunst: In der Wüste etwa 160 Kilometer nördlich von Los Angeles sind die Spuren der aufgegebenen Vorarbeiten zu einem geplanten neuen Vorort ausgebreitet. Aus der Luft zu sehen sind grob durch Staub und Schotter gezogene Straßen, die an das Labyrinth in der Kathedrale von Chartres oder die Nazca-Linien erinnern (dass der Schweizer Reiseschriftsteller Erich von Däniken diese Linien für Artefakte einer technisch überlegenen außerirdischen Zivilisation ansieht, vermerkt hierzu übrigens nur die englischsprachige Wikipedia, in der deutschsprachigen ist Däniken nicht erwähnt).

Ausführliche Illustrationen drüben im BLDGBLOG. Die beiden markantesten fertiggestellten Strukturen in der unmittelbaren Umgebung der Geistersiedlung sind ein Gefängnis und eine Automobil-Teststrecke.

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(Via roberto greco)

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Konsum: zwei Meinungen

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(Via isnichwahr)

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Kunst,-

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(Via Comically Vintage)

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? Drüben bei Spluch hat ein Skalpellkünstler Skylines aus Banknoten geschnitten:

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? Der Künstler Yoan Capote macht Kunst aus Geld. Hier hat er einen Vierteldollar mit 20 kubanischen Cent kombiniert:

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? Aus der hohen Schule des Geldfaltens: das Mann-mit-Hut-Origami

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(Via moneycompare)

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? Diffizile Geldschnitzereien von Scott Campbell:

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(Via Pico Cool)

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Mit Highspeed in die nächste Blase?

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Neulich hatten wir hier bereits Einblick genommen in die Welt des High Frequency Trading – einer neuen und extrem lukrativen Art des Börsenhandels. Dabei geht es, vereinfacht gesagt, darum, wer die schnellsten Rechner und die windschnittigsten Algorithmen hat (?Die teuerste Gewerbefläche der Welt” und warum es High Frequency-Tradern an der Börse unter anderem extrem viel Geld wert ist, jeden unnötigen Zentimeter Verbindungskabel zu vermeiden). |

Tomas schreibt in einem Kommentar zum digitalen Hochgeschwindigkeits-Handel: “Dabei wird nicht nur die Preisdifferenz zwischen den Börsen (arbitrage) genutzt sondern auch die Orders der Kunden als Information genutzt - vorgekauft und zu gering höherem Kurs weiterverkauft - also Insidergeschäft (Flash Trading genannt). Diese Geschäfte explodieren gegenwärtig und zwar an den elektronischen Börsen - sie sind weniger reglementiert und man agiert an mehreren Börsen gleichzeitig - Betrug ist da kaum noch nachweisbar. Innovationsmotor wie oft: Goldman Sachs. 2008 sollen sie ein paar Milliarden mit HFT verdient haben. Dies ist keine Nische mehr, sondern macht in den USA anscheinend schon 3/4 der Börsenumsätze. Die Folge: die Volatilität (Kursschwankungen) sowie die Börsenumsätze steigen und die Manipulationsmöglichkeiten steigen.”

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? Lehrreich und lustig: Cash Cow – High-Frequency Trading
(aus “The Daily Show with Jon Stewart”):

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The Daily Show With Jon Stewart Mon - Thurs 11p / 10c
Cash Cow - High-Frequency Trading
www.thedailyshow.com
Daily Show
Full Episodes
Political Humor Ron Paul Interview

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• Hierzu siehe auch:

A Goldman trading scandal? (5.7.2009, Reuters Blogs):

Ärger bei Goldman Sachs. Geheimcode - einfach geklaut (7.7.2009, Süddeutsche):

Sicherheitslücke: Programmierer kopiert Goldman-Code (7.7.2009, FTD):

The Real Story of Trading Software Espionage (10.7.2009, Advanced Trading):

Zero Hedge: Goldman’s $4 Billion High Frequency Trading Wildcard (17.7.2009, Zero Hedge):

Traders Profit With Computers Set at High Speed (23.7.2009, NYTimes)

High Frequency Trading and Goldman Sachs (23.7.2009, Crime & Federalism):

High Frequency Trading Is A Scam (24.7.2009, The Market Ticker):

Alan Schram: High Frequency Trading Programs Ripping Investors Off (26.7.2009, Huffington Post):

Heiß umkämpft: Programme zum High-Frequency-Trading (24.8.2009, Heiseticker):

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Die teuerste Gewerbefläche der Welt

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Foto: Mikul, Flickr/CC-Lizenz ?

Bei der teuersten Gewerbefläche der Welt handelt es sich nicht, wie man meinen könnte, um ein Büro in London, Hongkong oder Tokio. Es ist nicht einmal Büroraum. Es ist ein Data Center in Chicago, für das High-Frequency Trader Mieten von 43.000 Dollar pro Quadratmeter bezahlen.

Über die hochgerüsteten Rechner läuft der Wertpapierhandel beispielsweise der Chicago Board Options Exchange (CBOE), einer der weltgrößten Options-Börsen mit einem jährlichen Handelsvolumen von über einer Milliarde Kontrakten – und es werden tausende von Geschäften pro Sekunde abgeschlossen, die auf speziellen geschwindigkeitsoptimierten Algorithmen basieren.

Der extrem hohe Mietpreis für diese Immobilie hat mit der unmittelbaren Nähe zu den Computern der Börsenhändler zu tun. In der Kommunikation zwischen Menschen spielen die Laufzeiten der Signale zwischen den verschiedenen Rechnern keine Rolle.

Bei dieser neuen Art, Geld zu machen, kann es aber von ausschlagebender Bedeutung sein, ein paar Meter weniger Kabel zu haben und den Bruchteil einer Sekunde schneller sein zu können. Die Gewinne durch das High-Frequency Trading liegen bei geschätzten 8 Milliarden Dollar jährlich.

(Via Most Expensive | Larry Cheng)

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• Hierzu siehe auch:

? Die Wikipedia über High-Frequency Trading (auch Automatisierter Handel, Algorithmischer Handel, Algo Trading, Black Box, High Frequency Trading, Flash Trading oder Grey Box Trading).

? The Matrix, but with money: the world of high-speed trading (via ars technica). |

? Arrest Over Software Illuminates Wall St. Secret (via New York Times). |

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Welt aus Geld

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• Eine Auswahl von Kreditkrisen-Frisuren drüben bei Trendhunter. |

Der dürre Hund der Verzweiflung
folgt niemals einem Mann,
der ein Bankkonto hat. →


• Ein negativer Dollar (-1$). |

Eine Liste der Länder, die am wenigsten von der Rezession betroffen sind (via labnol). |

• Autodesign Made in Iran:
eine Auswahl an Konzepten. |

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← Banknoten des Sultanats Brunei (via creativeroots). |

• Richtige Gesichter fugenrein mit Gesichtern auf Geldscheinen kombiniert (via BoingBoing). |

• “Design for a Dollar“: Bilder einer Ausstellung mit superbilligen, schönen Gestaltungsideen (via L.A. Times). |

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Ein Jahrhundert der Motorisierung in Amerika (via Good) →


Die Mode-Website Net-A-Porter bietet ihren Kunden nun die Möglichkeit, die gekauften Waren nicht in den herkömmlichen, edlen Markenbehältnissen, sondern in schlichter brauner Verpackung nach Hause geliefert zu bekommen, um keine unnötige Aufmerksamkeit auf die Shopping-Gewohnheiten zu lenken. Sogar bei sehr reichen Amerikanern ist demonstratives Geldausgeben nicht mehr angesagt. |

• Ein Flaschenöffner in Kreditkartengröße. |

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• Clip der Hamburger Agentur Grabarz + Partner für eine Finanzberatung: “When the agency came to us with the idea to show the increase of money on the international market in connection with some kind of sexual relation, we were very enthusiastic. … We took dollar and pound notes and folded Origami figures until our hands bled.” | Musik aus der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg


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→ Mehr zur Finanzkrise aus dem Archiv der Glaserei:

Die vollautomatische Lösung der Finanzkrise
Finanzkrise (13): Endlich erklärt
Finanzkrise (12): Gebete für Geländewagen
Finanzkrise (11): Geld im menschlichen Bewußtsein
Finanzkrise (10): Abgefahren
Finanzkrise (9): Speziell markiert
Finanzkrise (8): Selbstbau-Lamborghini, Zornruf
Kolumne: Wenn die kleine Gier kommt
Finanzkrise (7): Besser Bier statt Bank
Finanzkrise (6): Autopilot
Finanzkrise (5): Es ist die Wirtschaft, Blödmann
Finanzkrise (4) Rasenmaler und traurige Trader
Finanzkrise (3): Suppen-Aktien und Geldmaschinen
Finanzkrise (2): Kekse und Entschuldigungen
Geld.-

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Finanzkrise (21): Rattenzahlung

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EIN LONDONER GESCHÄFTSMANN stemmt sich in seinem Schaufenster der Krise entgegen: F*ck You, Recession!

Fuck The Economy-Kaffeebecher von MenStyle. ?

MAN KÖNNE die Kreditwürdigkeit eines Menschen an seinem Gesicht erkennen, berichtete der Economist über eine Studie von Jefferson Duarte von der Rice University in Houston im US-Bundesstaat Texas. |

BEI Rattraders.com arbeitet man mit 20 trainierten Ratten, die sich zu jeweils speziellen Segmenten des Finanzmarkts äußern, und zwar vermittels einer eigens entwickelten Skinner-Box (via Kottke). |

IM AUGE der Brieftasche: Bridgewater, der größte Hedgefonds der Welt (via CNNMoney)

Wechsel-Stuben: Wenn aus Banken Bestattungsinstitute, Kirchen oder Stripclubs werden (via Slate). |

Das Happy News Cafe in Washington, D.C., etwa 1937: “Ein neues diätetisches Restaurant für Arbeitslose.” |

Moderne Geisterstädte, heute: Detroit (via psfk). |

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? Der US-Immobilienmarkt kollabiert, und zwar buchstäblich: Im kalifornischen Victorville bezahlt eine Bank dafür, dass vier Musterhäuser und 12 fast fertiggebaute Häuser abgebrochen werden -

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Finanzkrise (20): Mobs und Jobs

Sparschweinernes: Die Pork Chop Piggy Bank von Rob Price, Thwart Design (via SwissMiss). ?

Das Geldproblem in der Wirtschaftsordnung von Star Trek: James R. Rummel weist darauf hin, dass es im Star Trek-Universum kein probates Zahlungsmittel gibt. |

Schneuzen bei fallenden Kursen: Das Dow Jones-Taschentuch. |

77 Kreditkrisen-Innovationen (via Trendhunter). |

Gigabytes sind das neue Dollarzeichen. |

Discounto ist eine Preissuchmaschine für den regionalen Bereich. Aktuelle Discounter-Angebote in der Umgebung (Danke, Markus A.) |

Elektroauto ohne Motorraum: Ab 2011 will die kalifornische Firma Tesla Motors Stromlimousinen in Serie herstellen. |

Diese bemerkenswerte Mail schickte Jake DeSantis, einer der Vizepräsidenten der Abteilung für Finanzprodukte des Versicherungsunternehmens AIG, an seinen Chef Edward M. Liddy. Der vom amerikanischen Steuerzahler gerettete Versicherungsriese hat an Mitarbeiter Boni in Höhe von 218 Millionen Dollar ausgeschüttet. DeSantis, der eine Anerkennung in Höhe von 742.006 Dollar und 40 Cent erhalten hat, beschreibt in seiner Mail, warum er sich ungerecht behandelt fühlt (via New York Times). |

Sicherheitshinweise für AIG-Mitarbeiter: Wie man einen wütenden Mob übersteht. |

Der wütende Mob auf einer Bustour zu den Luxus-Anwesen von AIG-Managern im US-Bundesstaat Connecticut. |

Arbeitslosigkeit in den USA: die Karte. |

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Finanzkrise (19): Do it Yourself-Begräbnis

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Aufgegebene Schule in Detroit (via viceland).

Was kriegt man zu zweit für 67 Dollar pro Woche zu essen? (Lebensmittelmarken im Wert von 67 Dollar pro Woche bekommt eine bedürftige Zweipersonenfamile in Kalifornien als Unterstützung). |

Essen für einen Penny: Das Restaurant Little Bay in London hat keine festgelegten Preise für das Essen, sondern die Gäste werden gefragt, was sie bezahlen möchten. |

Särge selberbauen, die Einbalsamierung weglassen oder überhaupt den Bestatter feuern: Do it Yourself-Begräbnisse. |

Luxus in Krisenzeiten: Ein Brezelring mit Salzbrillianten von Roni Baram. | Eine Tragetasche aus alten Maserati-Prospekten. | Briefmarke für 1,03 Millionen Dollar versteigert. | Koreanische Vase für 4,2 Millionen Dollar versteigert. |

? Wie in verschiedenen Ländern Geld gezählt wird:

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? Hörenswert: “True News 3: What’s Going Wrong in the Stock Market”

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Finanzkrise (18): So viel Geld

? Gucken. Ansehen. Hier: Los. |

Übersicht: Die Finanzkrise in der EU. | Finanzkrise: die Timeline. | Deutschland hat 1.500.000.000.000 Euro Schulden. |

? Das 819-Milliarden-Dollar-Konjunkturpaket der US-Regierung in einer unglaublich übersichtlichen Infografik der Washington Post. | Was man für 787 Milliarden Dollar kaufen könnte (via Britannica Blog). | So viel Geld: Eine Visualisierung des 780-Milliarden-Dollar-Konjunkturpakets (via PSFK). |

? Wirtschaftskrisen-Chic: verschiedene Magazintitel. | Schmuck als optimistische Antwort auf die Rezession. | 30 Trends: Rezession in Mode und Kunst. | Inspirationsmotor Wirtschaftskrise: Gürtel zum Engerschnallen (via Gizmodo). | Die Rezession ist gut für’s Design. Ist sie nicht. (via myrtlestreet) |

Toyota mietet ein Schiff im Hafen von Malmö zur Zwischenlagerung von 2.500 unverkauften Autos. |

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? Fotografiere die Rezession“: Ein Projekt des Online-Magazins Slate auf Flickr:
Slate's Shoot the Recession Project - View this group's most interesting photos on Flickriver

? Während der Hyperinflation 1923 ausgegebenes deutsches Notgeld:
Iliazd - View my most interesting photos on Flickriver

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? Coinstar: Münzen machen sich auf die Socken

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Die Madoff Map

? Am 4. Februar 2009 veröffentliche die Konkursverwaltung eine 162 Seiten lange offizielle Liste der Klienten und Opfer von Bernhard Madoff, dem vorgeworfen wird, seine Kunden im größten Schneeballsystem der Geschichte um bis zu 50 Milliarden Dollar betrogen zu haben. |

? Hier eine interaktive Karte, auf der die Einträge der Liste suchbar und verzeichnet sind:

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Die Finanzkrise in 11 Minuten

Jonathan Jarvis macht den Weltfinanzwahnsinn anschaulich:


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Finanzkrise (17): In voller Fahrt

 

 

Opel-Anzeige aus “Scherls Magazin”, Mai 1932 ? 

? ”Der Mutterkonzern GM kämpft in den USA um weitere Kredite - und die deutsche Tochter Opel droht mit zu versinken. Mehrere Möglichkeiten zur Rettung des angeschlagenen Autobauers werden hierzulande diskutiert, unter anderem Staatsbeteiligungen.” (via tagesschau.de) |

“Aus der Autokrise wird es für die Anführer der deutschen Paradebranche, Mercedes und BMW , keinen einfachen Ausweg geben. Ihr Geschäftsmodell als eigenständige Premiumhersteller ist bedroht. Das zeigen auch die Zahlen, die Daimler-Chef Dieter Zetsche heute präsentiert hat. Ein unkonventionelles Zusammenrücken der Erzrivalen erscheint daher immer plausibler” (via handelsblatt.com) |

“Weissach in Baden-Württemberg hat die höchste Porsche-Dichte Deutschlands und noch immer hohe Steuereinnahmen. Die Finanzkrise gilt hier nur als ein fernes Gespenst.” (via zeit.de)

 

? Mehr zu Opel und Mercedes aus dem Archiv der Glaserei:

• “Auch bei den Seifenkistenrennen am Stuttgarter Killesberg in der Robert-Mayer-Strasse ging ein selbst gebautes Gefährt der Firma “Leisten Buhl” an den Start - gefahren von meinem drei Jahre jüngeren Bruder. Um starten zu dürfen musste ein Satz Opel-Räder verwendet werden. Das wurmte meinen Vater, der ursprünglich beim Daimler Automechaniker gelernt hatte, solange, bis er einen ‘Mercedes’ baute und an den Start schickte.” (Manfred Buhl in “Von Zeit zu Zeit”, der Geschichtswerkstatt der Stuttgarter Zeitung)

• 23. Mai 1928: Mit 24 Pulverraketen im Heck des von Max Valier entworfenen Raketenwagens Opel RAK 2 stellt Fritz von Opel auf der Avus in Berlin mit 230 Stundenkilometern einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf.

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Finanzkrise (16): Überlebenshilfen

? Die Suppenküchen von Detroit (via tagesschau.de). | Gesundes Essen für unter $1 (via well.blogs.nytimes). | 10 Möglichkeiten, beim Essen Geld zu sparen (via Listverse). | Wie man ohne Geld ein Apartment einrichtet (via Uniquedaily). | 

Global Poverty - View this group's most interesting photos on Flickriver

Modernes Leben: work buy consume die. | Warum Skater die Rezession lieben (via PSFK). | 10 Dinge, die man tun kann, wenn man seinen Job verloren hat. | 

10 Methoden, in einer Rezession Geld zu sparen (via Lifehacker). | Weitere 15 Tips, mit denen sich Tausende sparen lassen. | 1.250 Dollar für einen Liter schwarzer Druckertinte. | 

? Ketzel Levine war Senior Correspondent des National Public Radio (NPR). Sie hatte eine Reportagereihe begonnen, in der darüber berichtet wurde, wie Amerikaner mit der Wirtschaftskrise umgehen. Mittendrin wurde sie von NPR entlassen. (via NYT) | 

10 der dramatischsten Finanzkrisen der Welt, und was wir daraus gelernt haben (via Business Pundit). | Dezember 1929: Hauskleider für unter einen Dollar. Modegeschäfte in Chicago kämpfen gegen die Wirtschaftskrise an (aus dem Archiv der Chicago Tribune). | Rezessionmode. |

? Weitere Crashs:

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Finanzkrise (15): Abfahrt

Wenn Dali Autoverkäufer gewesen wäre… (2008) ?

Wenn Microsoft Autos bauen würde… (2005) | Wenn AT&T Autos bauen würde… (2003) | Wenn Autos wie Computer wären… (1997) | (Umweltprämie für Altwitzverschrottung einführen? Newsgroup alt.witz ins Leben rufen?)

Robust, aber sehr schwer zu betanken: Ein Auto aus Stein von Daniel Dewar und Gregory Gicquel. | Wie man sein Auto so umbaut, dass es mit Müll fährt (via Boing Boing). | 

Ein Schachspiel aus Autoteilen (via Uniquedaily). | User Generated Cars: Leser von Modern Mechanix schlagen neuartige Fahrzeug-Designs vor (Februar 1957). |

Tausende von unverkauften Autos im britischen Corby, wo das Logistik-Unternehmen Gefco sie abstellt, ehe sie an Händler gehen. Der gewaltige Parkplatz in Google Earth. Eine Bildergalerie im Guardian. | 

Wie könnte der satte Sound einer Oberklasselimousine aussehen? Gary Thomas von Crush findet, so:

 

 

? Mehr zur Finanzkrise aus dem Archiv der Glaserei:

Die vollautomatische Lösung der Finanzkrise
Finanzkrise (13): Endlich erklärt
Finanzkrise (12): Gebete für Geländewagen
Finanzkrise (11): Geld im menschlichen Bewußtsein
Finanzkrise (10): Abgefahren
Finanzkrise (9): Speziell markiert
Finanzkrise (8): Selbstbau-Lamborghini, Zornruf
Kolumne: Wenn die kleine Gier kommt
Finanzkrise (7): Besser Bier statt Bank
Finanzkrise (6): Autopilot
Finanzkrise (5): Es ist die Wirtschaft, Blödmann
Finanzkrise (4) Rasenmaler und traurige Trader
Finanzkrise (3): Suppen-Aktien und Geldmaschinen
Finanzkrise (2): Kekse und Entschuldigungen
Geld.-

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Finanzkrise (14): So sieht’s aus

Als Sparmaßnahme im Zuge der Finanzkrise wurde das Licht am Ende des Tunnels abgedreht.

Art Marcovici und das teuerste Kunstwerk, das jemals gemacht wurde: So sieht eine Milliarde Dollar aus, auf 12 Industriepaletten gestapelt (via Woohome)

• Die Postbank verschrottet Bargeld. | In Zimbabwe wurden die ersten 100 Billionen-Dollar-Scheine gedruckt. | Die Wahrheit über Gold (via Focus.de). |

Die geheimnisvollen Strukturen der haarfeinen Banknotenraster. |

• Die US-Ausgaben für Nuklearbewaffnung liegen bei mehr als 52 Milliarden Dollar. | Datenkunst aus dem Economix-Blog der New York Times: Die Entwicklung der Hauspreise 2001-2008 | Wie sich der Reichtum von Millionären verändert. |

Kunst aus Dollarnoten und anderen Arten von Geld (via WebUrbanist). | Hanna von Goeler, Währungskunst: My Money, My Currency. | Ein Kronleuchter aus Dollarscheinen. |


• Johannes Kreidler hat die Musik-Software Songsmith mit Charts von fallenden Aktienkursen und anderen Untergangsszenarien gefüttert. Hört sich erstaunlich lässig an, bloß General Motors klingt unmelodisch (via Boing Boing):

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Die vollautomatische Lösung der Finanzkrise

Die Verbindung stehlen (Grafik: dana~2, unter Creative Commons) ?

? Wie das australische Online-Magazin APC herausgefunden hat (? BILL EXPLOSION: Google Android silently phones home), baut die US-amerikanische Version des G1-Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android ungefragt Internetverbindungen auf. Wird in das von T-Mobile vertriebene Gerät die SIM-Card eines anderen Netzbetreibers eingesetzt, sendet das Mobiltelefon kostenpflichtige Textnachrichten.

Ein Leser des Gadget-Großblogs Gizmodo berichtet, dass ihn die verborgene Automatik auf einer Reise nach Großbritannien über 100 Dollar für Auslandsdatenverbindungen gekostet habe. Was auch immer der Nutzer deaktiviert hat, das G1 baut ständig Verbindungen ins Netz auf. Im Ausland kommen so wegen der Roaming-Gebühren besonders hohe Kosten auf.

“Ein T-Mobile-Mitarbeiter hat dem Kunden bestätigt, dass das G1 keine Option bietet, derartige Internetverbindungen zu verhindern”, so Golem.de. “Dem Kunden wurde empfohlen, das G1 auf Auslandsreisen zu Hause zu lassen, wenn er diese Kosten nicht tragen wolle. Eine andere Lösung gebe es nicht.”

In welchem Abstand und wie viele SMS das G1 versendet, wenn es mit einer anderen als der SIM-Karte von T-Mobile betrieben wird, ist nicht bekannt. In einem Fall ist von 200 Kurzmitteilungen die Rede, in einem anderen von respektablen 1.329 Stück. Laut APC ist der auf dem G1 installierte Dienst MyFaves (”Günstig telefonieren zu Ihren 5 wichtigsten Personen”) für den munteren SMS-Versand verantwortlich. Um My Faves zu de-installieren, muss das Smartphone erst gecrackt werden.

Das erste, was mir dazu einfällt, ist der Coup mit Kreditkartendaten, der im Oktober in Großbritannien aufgekommen war. In den Kreditkarten-Lesegeräten britischer Lebensmittelketten waren durch einen Zufall Zusatzplatinen gefunden worden, die Kreditkartendaten sammelten und einmal pro Tag per Mobilfunk an eine Nummer in Lahore in Pakistan sandten. Da Geräte mit eingebauter Trick-Elektronik etwa 100 Gramm schwerer als naturbelassene sind, wurden die Geräte bei Massenuntersuchungen gewogen. Auch in Irland, Belgien, Holland und Dänemark wurden die Ermittler fündig. Der Schaden soll sich allein in Großbritannien auf zwischen 37 ud 75 Millionen Euro belaufen.

Natürlich steckt bei T-Mobile keine kriminelle Absicht hinter dem Geräteverhalten, das den Besitzer des Geräts nicht nur übergeht, sondern ihn auch dikatorisch daran hindert, seinen eigenen Willen durchzusetzen. Der Android-Apparat weist einfach auf eine neue Art des Wirtschaftstreibens in Zeiten der Krise hin. Die Vorstellung eines “Nicht kaufen!“-Knopfs, der in regemäßigen Abständen gedrückt werden muß, andernfalls Ware geliefert wird, habe ich schon gelegentlich ausgeführt. Dieses Modell fortgeschritteneren Konsumdrucks erlaubt es dem Konsumenten allerdings immer noch, bei Bedarf für das Nichtkaufen zu optieren.

Dass gerade die Firma Google, die sich damit hervortut, großzügig Dinge zu verschenken, die ihr gar nicht gehören, nun gemeinsam mit T-Mobile - einem bekannten Bollwerk der Datensicherheit - das Geldausgeben in eine neue Dimension führt, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Im übrigen könnte der Zwangsverbrauch, wie mit der SMS-Automatik beispielhaft demonstriert, eines der zentralen Probleme der Weltfinanzkrise lösen, dass nämlich die Konsumenten auf ihrem Geld sitzen - und auch die Banken, die sich untereinander oder klammen Unternehmen kein Geld mehr leihen. Ich warte nun darauf, wann in den kommenden Wochen Google, womöglich weiterhin gemeinsam mit T-Mobile, die Industrieversion der automatischen Geldpumpe, Projektbezeichnung G2 CCS (Credit Crunch Solutor), rausbringen wird, um wieder einmal die Märkte zu revolutionieren.

(Veröffentlicht im Blog der Technology Review)

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Finanzkrise (13): Endlich erklärt

 

“Auch bei den Seifenkistenrennen am Stuttgarter Killesberg in der Robert-Mayer-Strasse ging ein selbst gebautes Gefährt der Firma “Leisten Buhl” an den Start - gefahren von meinem drei Jahre jüngeren Bruder. Um starten zu dürfen musste ein Satz Opel-Räder verwendet werden. Das wurmte meinen Vater, der ursprünglich beim Daimler Automechaniker gelernt hatte, solange, bis er einen ‘Mercedes’ baute und an den Start schickte.” (Manfred Buhl in “Von Zeit zu Zeit”, der Geschichtswerkstatt der Stuttgarter Zeitung) ? 

? Was die Autos aus Detroit brauchen (Ansicht von 1955: Schwimmfähigkeit!) | Der Architekt von Detroit: Charles Cheelers Foto der von Albert Kahn entworfenen River Rouge Ford-Werke in Detroit - kurz The Rouge - ist ein Inbild der amerikanischen Autoindustrie. Sogar unter Architekten ist Albert Kahn nicht sehr bekannt. Immerhin hat er den amerikanischen Fabrik-Stil erfunden. | Fünf ehemalige Fabriken: Industrieruinen in Detroit. | Ostdeutsche Industrieruinen. | 

9. Februar 1927, Central High School in Washington: “Mädchen lernen die Kunst der Autoreparatur. Grace Hurd, Evelyn Harrison und Corinna DiJiulian; unter dem Auto Grace Wagner. | Zeitgenössische amerikanische Dichtung: The Great Depression. | Broschüre Autoreisen zu billigen Preisen von 1938, Autoverleih am Hauptbahnhof Kurt Wenk, Dresden. | 

? Endlich: Die Finanzkrise, einleuchtend erklärt. Also: Heidi besitzt eine Bar in der Berliner Innenstadt. Um den Umsatz zu steigern beschließt sie, die Getränke der treuen Kundschaft – mehrheitlich Alkoholiker ohne Arbeit – aufzuschreiben (ihnen also Kredit zu gewähren) …” ? weiter bei Raubgrafs Soup (danke Andy MM). | 

Die Weltbank sieht unter den globalen Herausforderungen sechs strategisch wichtige Themen: Die Armut in den ärmsten Ländern der Welt zu beseitigen, den Gefahren sich auflösender Staaten zu begegnen, die Entwicklung von Schwellenländern zu fördern, grenzüberschreitende Probleme wie den Klimawandel zu adressieren, die Entwicklungsmöglichkeiten der arabischen Welt zu verbessern, und weltweit Wissen und Bildung zu fördern. | 

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Finanzkrise (12): Gebete für Geländewagen

Schokolade-Knusperkekse von Santini: Credit Crunch. ? | Geländewagen am Altar: Gebete für die Autoindustrie in der größten Kirche Detroits (via Uniquedaily). | Vorschlag für eine Währungsalternative anstelle der Goldreserven. |

Was bei uns Schneeballsystem heißt, nennen die Amerikaner Ponzi-System. Seinen Namen hat das System von Charles Ponzi, der Anfang der 20er Jahre in Boston als whirlwind financier Furore machte. Hierzu ein Artikel aus dem Archiv der Times vom 28. Juni 1920: Fortunes In Exchange. |

Der Milliardär Laurence Graff hat bei einer Auktion für umgerechnet 18,78 Millionen Euro den Blauen Wittelsbacher ersteigert, einen seltenen, naturblauen Diamanten. Es ist der höchste Preis, der je für einen Edelstein bezahlt wurde. |

Jens Berger: Weltwirtschaft im freien Fall – wie werden wir mit der Massen-Arbeitslosigkeit umgehen, die zu erwarten ist? (via Telepolisdanke, Andy). |

Ihr Bestes: ATTAC gegen die Abzocke von Banken und Finanzkonzernen (danke, Vito):

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Finanzkrise (11): Geld im menschlichen Bewußtsein

? Der Aufstieg einer Internet-Legende: Vor einem Jahr begann ein jemand, den Koreaner im Netz nur als “Minerva” kennen, auf Daum - einem der großen Portale des Landes - seine Analysen zur wirtschaftlichen Entwicklung zu veröffentlichen. Minerva sagte den Zusammenbruch von Lehman Brothers ebenso voraus wie den scharfen Anstieg der Wechselkurse und die Krise am Immobilienmarkt. Er genießt inzwischen einen Ruf wie Donnerhall und ist angesehener als die Regierung, die wiederum herauszufinden versucht, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt - um mit ihm ins Gespräch zu kommen. |

Bist du ein braver Konsument? Ein Videoclip zum “Buy Nothing Day 2008“. | Die Finanzkrise heizt den Absatz bei Luxus-Uhren an (via Focus). | Schnäppchenjäger trampeln einen Wal-Mart-Angestellten zu Tode. |

? Eine Straße voller Geld. | Krisenlose Kraftfahrzeuge: Vor 50 Jahren in Detroit. | Tsilli Pines: Eine Serie von Skizzen zur Topographie von Geld im menschlichen Bewußtsein. | Die Microsoft-Aktie (MSFT) zeitweise unter 20 Dollar. | 15 Tips, wie man haufenweise Geld sparen kann (via listverse). |

Outperformer: Du weisst, dass du die richtige Branche gewählt hast, wenn … solche Meldungen geradezu irreal erscheinen - Die Pharmaindustrie in Deutschland rechnet ungeachtet des wirtschaftlichen Abschwungs im kommenden Jahr mit weiterem Wachstum.” (via Gesundheitsblogger)

? Loriot: Kleinsparer.

Erstausstrahlung in der ARD 1972. Der Text der Darbietung.

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Finanzkrise (10): Abgefahren

Zwanziger Jahre. Großvater in seinem ersten PKW. (Foto: freeparking, unter Creative Commons) ? 

 

? Womit die amerikanische Autoindustrie an den Rand des Abgrunds gefahren ist: 10 Autos, die Detroit ruiniert haben. | Autos von General Motors, eine Privatsammlung. Schöne Autos. | “General Motors - vom Rücksitz bis ins Grab”: Andrian Kreye über das Gefühl, einen Cadillac zu steuern, für das Europäern das Vokabular fehlt (via Süddeutsche). | Rundliches, chromglänzendes Zeitreisen: Autos aus den fünfziger Jahren. | Der Mann, der sein Auto mit Münzen bezahlte (via Neatorama). | 

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Finanzkrise (9): Speziell markiert

Dollar mit einem Strich handen verboten! (Foto: Neubie / David Neubert, unter Creative Commons) ? 

? Mit unübertrefflicher Aussicht auf die Glanzlichter der Immobilienkrise: Ein Wolkenkratzer ganz neuen Typs [Animation]: 56 Leonard Street im New Yorker Stadtteil Tribeca. Das Konzept stammt von den Schweizer Architekten Herzog & De Meuron, die unter anderem das Olympiastadion in Peking und die Tate Modern in London entworfen haben. | 

? 46 ziemlich rezessionssichere Jobs (via GetRichSlowly). | Die Britische Großbank Lloyds TSB, die vor wenigen Wochen 5,5 Milliarden britische Pfund aus dem Bankenrettungspaket der Regierung angenommen hat, gibt 2,5 Millionen Pfund davon für Weihnachtsfeiern ihrer 67.000 Mitarbeiter aus. | 

Arbeitsmaterial für Schüler: Harte Zeiten - Die Große Depression 1929 bis 1939. | 10 Tips, wie man sich gegen eine Weltwirtschaftskrise wappnen kann. | Depression 2009: What would it look like? (via Boston Globe Online) | 

? Ein Elefantenfriedhof für Flugzeuge, die finanzkrisengeschüttelte Airlines nicht mehr wollen. | Opfer der Finanzkrise: Eine Logo-Sammlung (via Neatorama). | 

Die Preise bleiben scheinbar gleich. Die Verpackungen werden immer kleiner. | Der texanische Konservenhersteller WHH Ranch Company benutzte als Paketfüllmaterial geschredderte Schecks. | Eine Website, auf der sich die Wege speziell markierter Dollarscheine verfolgen lassen (via Trendhunter). | 

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Finanzkrise (8): Selbstbau-Lamborghini, Zornruf

Die Zeichen an der Wand (Foto: Switch_1010, unter Creative Commons) ? 

Luxus in Zeiten volatiler Ölmärkte: Die Firma Fine Fueling verkauft Benzin als Lifestyle-Produkt - in Weinflaschen. Im Super bleifrei liegt die Wahrheit. | Wie wird sich die Rezession auf den Wein auswirken? | 

Ken Imhoff aus Wisconsin hat sich im Keller einen Lamborghini selbst gebaut. | Moschino verkauft Sparschweine aus rosa Satin. | Ein goldener Türstopper von Arik Levy. | 

? Die Finanzkrise ist bei den Mode-Werbekampagnen angekommen. Statt viel Geld für neue Fotoshootings auszugeben, läßt Donna Karan die Fotos der letzten Modenschauen für die Werbekampagne im Frühjahr verwenden (via Trendhunter). |

In New York stieg die Zahl der Arbeitslosen auf den höchsten Stand seit 14 Monaten. | Manhattan: Marshall Reese und Nora Ligorano schnitten das Wort Economy aus Eis und ließen es schmelzen. | Craigslist: Ein Zornruf gegen Investmentbanker. | 

? Death and Taxes: Die Ausgaben des US-Militärs anschaulich gemacht. | Geldskulpturen (via Trendhunter). | Drüben bei Retro Thing haben sie einen guten Rat, um die Finanzkrise in den Griff zu bekommen. Überhaupt ist das Blog sehr angenehm zu lesen.| 

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Kolumne: Wenn die kleine Gier kommt

 

Seriengier (Screenshot von rickh710, unter Creative Commons) ? 

 

Was treibt im menschlichen Leben ist der Mangel. Dauernd fehlt etwas. Immer ist etwas zu wenig. Ein feinfaseriges Leid durchzieht den Menschen. Er sehnt herbei, er wünscht und diesem Wunsch tritt die Ware entgegen. Im Akt des Erwerbens materialisiert ein Glück, manchmal jedenfalls. Etwas wird zur Habseligkeit. Im Internet kommt sie uns federleicht entgegen…

Ganz so einfach läuft es aber nicht, denn der Mensch ist ein großes Gefühlstier. Das heißt: Er ist den verschiedensten Empfindungswetterlagen ausgesetzt und schwankt. “Um sich auf einen Menschen zu verlassen, tut man gut, sich auf ihn zu setzen; man ist dann wenigstens für diese Zeit sicher, dass er nicht davonläuft”, wußte bereits Kurt Tucholsky.

Wer schon mal durch die Unendlichkeit der Online-Auktionate gestromert ist, wird schnell sehen: Es gibt längst mehr als alles. Zugleich leben wir in einer Zeit, in der das Unstillbare zunimmt. Immer mehr von dem, was wir von der Welt sehen, liegt hinter Glas – Auslagen, Fernseher, Computermonitore. Aus diesen virtuellen Vitrinen lassen wir uns anfluten von den Rufen der Waren. Wir alle gehören noch nicht Dir!, säuseln die Dinge. Ebay & Co. gehören zu den magischen Schleusentoren, die einem den Weg in die Welt hinter dem trennenden Glas eröffnen.

Eigentlich will man ja gar nichts kaufen. Nur gucken. Man ist ein abgeklärter Konsument, der dem schnöden Tand und Talmi distanziert gegenübersteht. Aber was ist das? Die erste Lego-Garage mit dem roten Kipptor, aus den sechziger Jahren…  [ ? weiter im Blog der Technology Review ]

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Finanzkrise (7): Besser Bier statt Bank

Foto: Brandon Baunach, unter Creative Commons ? 

? Wer vor eineinhalb Jahren 1.000 Euro in die Deutsche Bank investiert hat, besitzt jetzt nur noch Aktien im Wert von 225,67 Euro. Hätte er stattdessen für 1.000 Euro Bier gekauft, hätte er die letzten 18 Monate jede Woche eine Kiste trinken können (1.000 EUR = 70 Kisten) und immer noch 239,40 Euro an Pfandgeld übrig - und damit über zehn Euro mehr in der Tasche als ein Aktionär der Deutschen Bank.

Kurs der Deutschen Bank am 27.04.2007: 113,84

Kurs der Deutschen Bank am 27.10.2008: 25,69

Bier: 70 Kisten à 10,90 Euro (24er Jever im Sonderangebot), plus 3,42 Kistenpfand = 1.002,40 Euro

70 mal Leergut: 239,40 Euro Pfandgeld

(via Mental Savage). Marc Bernegger hat das Ursprungsbeispiel anhand der United Bank of Swizerland (UBS) berechnet. [Danke, Andy M.-M.]

 

? Die Spielzeugfirma Mattel, die unter anderem den Autospielzeug-Klassiker “Hot Wheels” herstellt, ist nun mehr wert als General Motors (via Newsweek). |

Visualisierungen der US-Steuerpolitik. | Die für Mitte November in Antwerpen geplante internationale Diamond Conference wurde wegen der Finanzkrise auf unbestimmte Zeit verschoben. | 

? Casa per tutti - ein Haus für jedermann. | Die geplatzten Träume der Wall Street-Frauen (via Neatorama). | Zehn Autos, in denen man wohnen kann, wenn einem das Haus weggepfändet wurde. | 

Ein-Dollar-Origamis. | Die Geschichte eines falschen Tucholsky-Gedichts von fallenden Börsenkursen (via Sudelblog). | Karnevalskrise in Trinidad und Tobago? | Wikinvest: kollaborative Nutzbarmachung von Finanzdaten. | 

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Finanzkrise (6): Autopilot

Mit radikal neuen Modellvarianten versucht die von der Krise angefaßte Autoindustrie dem Abschwung davonzurollen. Hier ein Modell des amerikanischen Allrounders Lars-Erik Fisk ?

 

? Ein Kleinstbuss aus dem Hause Volkswagen. Sieht aus wie echt. | Ein funktionstüchtiger V8-Motor aus Lego. | Falls einen die Finanzkrise in der Luft erwischt: Wie man im Notfall ein Flugzeug landet. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. | 

11.000 Menschen haben in Äthiopien eine neue Bank gegründet (via Africanews). | Der israelische Bildhauer Niso Maman hat einen weiblichen Torso aus Münzen angefertigt. | Schmuck aus recyceltem Papiergeld. | Europa als Geldscheinkarte. | 

? Bei Chanel gibt es im November Preiserhöhungen um 20 Prozent. | Die Firma OOOMS verkauft Büroklammern aus 24-karätigem Gold (via Trendhunter). | Die neuen Pelzstiefel für Herren von Tom Ford für 9.200 Dollar. | Jeder Flacon “Love Eau de Parfum Amethyst” von Ralph Lauren ist mit einem 47-karätigen Amethyst verschlossen und kostet 2.200 Dollar. | 

? Spekuläntchen: Babies als Aktionäre

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Finanzkrise (5): Es ist die Wirtschaft, Blödmann

Der Dollar ist nur deshalb Leitwährung, weil er so verschuldet ist, dass man ihn nicht kollabieren lassen, aber auch nicht ersetzen kann. Man kann doch gar nicht sicher sein dass der Dollar nicht eines Tages zusammenbricht. Die Möglichkeit des Zusammenbruchs eines monetär aufgeblähten Wirtschaftssystems, für die es keine Konsequenzen gibt, halte ich für ein außerordentlich drängendes Problem angesichts dessen ich das Plärren gegen den Kapitalismus als unangemessen betrachte.

Niklas Luhmann, 1987

 

? Prominente, die mal obdachlos waren. | Wie man in seinem Auto leben kann. | Die Ein-Dollar-Kamera. | Verzweifelte Börsenhändler sind die neuen Lolcats (Hier eine Erläuterung des Internet-Slangworts Lolcat). | Es ist die Wirtschaft, Blödmann. |

Das FBI untersucht eine Reihe von an Bankfilialen gerichteten Morddrohungen. | Die perfekte Metapher für die Finanzkrise: Hohle Münzen, Spionagespielzeug aus der Zeit des Kalten Kriegs. | 

 

? Ein Flickr-Pool mit weit über 10.000 Fotos: Armut auf der Welt -
Global Poverty - View this group's most interesting photos on Flickriver
 

? Im August 1914 stellte ein Korrespondent der britischen Times mit seiner Frau einen 10-Punkte-Plan für Einsparungen im Haushalt auf:

    War Programme

1. Die Dienerschaft muß mit 25 Prozent weniger Gehalt auskommen.

2. Keine Gäste mehr, die im Hause übernachten.

3. Keine kostenpflichtige Freizeitgestaltung; kein Theater; keinerlei Vergnügungen außer Haus zu mehr als 2 Shilling; Reisen ausschließlich dritter Klasse.

4. Kein Wein, kein Schnaps, keine Zigarren.

5. Beide brauchen wir nur jeweils ein neues Kleidungsstück pro Jahr.

6. Keine Zeitung außer der Times and einem Magazin für die Frau.

7. Wenn Golf, dann ohne Caddy; und nur auf dem Grün des heimischen Clubs.

8. Keine Geschenke zu Weihnachten, Geburtstag oder Hochzeitstag.

9. Äußerste Wirtschaftlichkeit beim Essen; keine Suppen, keine Vorspeisen, keine Süßigkeiten (beispielsweise kandierte Früchte etc.), keine Früchte, außer was für die Gesundheit des Jungen als unerläßlich erachtet wird, und dann nur aus dem eigenen Garten; nur Bratenfleisch, einfache Puddings und einfachste Lebensmittel.

10. Strikt wirtschaftlicher Umgang mit Kohle, Gas und elektrischem Licht.

 

Marketplace-Experte Paddy Hirsch erklärt die blöden Collateral Debt Obligtions, die das ganze schöne Geld kaputtgemacht haben:


         

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Finanzkrise (4) Rasenmaler und traurige Trader

? Im kalifornischen Stockton betreibt Nick Terlouw die Firma Greener Grass Co. Nick besprüht den vertrockneten, braunen Rasen von zwangsversteigerten Häusern mit grüner Farbe, damit sie sich besser verkaufen lassen.

Der “Ich hasse manikürten Rasen“-Fotopool auf Flickr:

I Hate Lawns! - View this group's most interesting photos on Flickriver

? Neue Finanzkrisenfotoblogs: Börsenhändler mit ihren Händen auf dem Gesicht (ein Blogtitel wie ein Achtziger-Jahre-Bandname). | Traurige Typen am Parkett. | Die Finanzkrise in Bildern. | 

Alles, was Sie über die globale Finanzkrise wissen müssen: The Money Meltdown. | Wie sich die Finanzkrise vor der New Yorker Hauptsynagoge bemerkbar macht (via New York Times). |

? Swissmiss hat die teuersten Dinge aufgelistet, die sie bei Amazon finden konnte. | Ein “europäischer Mogul” hat bei den Schweizer Luxus-Uhrmachern Vacheron Constantin eine Uhr in Auftrag gegeben, die 5 Millionen Euro kosten wird. Die bisher teuerste Uhr der Firma war die Tour de l’Ile, von der 2005 sieben Stück zum Einzelpreis von einer Million Euro gebaut worden waren (via Luxist). | 

 

Mehr Bildung! Hier ein wenig Wiesenschaft: Extremwiesen -

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