Archiv für die Kategorie 'Gewalt und Leidenschaft'

Glutfluss auf Hawaii: Der Kilauea


Ein Film von Deyaa Mounir. Bis 1:07 Gesang zur Besänftigung der Gewalten,
ab da fließender Stein:


(Gefunden bei Vimeo)

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Tanzen Sie Bauch?





(Gefunden bei 2headedsnake)

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Dantes Internet





Die Wikipedia über Dantes Inferno und die Göttliche Komödie. |


(Gefunden bei thisisnthappiness)

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Bankräuberzettelchen

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Drüben bei banknotes365 gibt es eine Sammlung von Texten, die Bankräuber auf Zettel geschrieben haben, um ihren Forderungen Ausdruck zu verleihen und die dann der Dame oder dem Herrn am Schalter durchgereicht werden.

Keine literarischen Meisterwerke, aber authentische Stücke, dazu jeweils eine Aufnahme des Räubers und Einzelheiten zu dem Überfall, beispielsweise ob er erfolgreich war oder nicht:

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(Via Neatorama)

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Zwei schwarze Panther, 1934

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“Im Oktober 1933 entweicht ein Pantherweibchen aus dem Zürcher Zoo. Trotz intensiver Suche findet sich monatelang keine Spur von ihr. In der NZZ vom 17. Januar 1934 ist schliesslich zu vernehmen, dass ein Taglöhner das Raubtier auf dem Ricken erschlagen und als Gepfeffertes verspiesen hat.”

Aus der Neuen Zürcher Zeitung vom 17. Januar 1934

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Black Panther von Alice Dinneen.
1934, Öl auf Leinwand ?
(Foto via cliff1066 | Flickr)

Ein schwarzer Panther, umgeben von tropischem Blattwerk, war nicht unbedingt ein “amerikanisches Szenario”, wie es den Initiatoren des Public Works of Art Project (PWAP) vorschwebte. Das PWAP war ein Programm, mit dem Künstler unterstützt werden sollten – es war Teil des New Deal während der Großen Depression und lief erstmals von Dezember 1933 bis Juni 1934 unter Kontrolle des amerikanischen Finanzministeriums. Bezahlt wurde es von der Civil Works Administration, die eingerichtet worden war, um Millionen Arbeitslosen neue Jobs zu verschaffen.

Ungeachtet der Absichten ihrer Auftraggeber traf die Künstlerin mit der Dschungelszene den Geschmack der Zeit. Amerikas Großstadtbewohner sehnten sich nach kleinen Fluchten ins Exotische, wie sie Kino, Theater und Radio anboten – und auch der Zoo. Einer New Yorkerin wie Alice Dinneen standen alle Formen dieses Eskapismus zur Verfügung: “Ich studiere Tiere nach dem Leben im Zoo in der Bronx, dazu tropische Pflanzen, die ich zu einer Komposition fügen möchte.” Der neue Botanische Garten ganz in der Nähe des Zoos bot ihr exotische Pflanzen.

Im Bildhintergrund sind eine Palme und eine Bananenstaude zu sehen, während Kaladien (”Elefantenohren”) in verschiedenen Wachstumsphasen die ruhende Raubkatze umgeben und etwas Pfeilwurz noch leuchtendes Rot und Grün in das Farbenspiel bringt.

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Vergoldet

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? Ein paar der beschlagnahmten Besitztümer mexikanischer Drogenbosse:

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(Via allpics4u)

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? All golden weapons in Call of Duty 4:

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“All golden weapons in Call of Duty 4 Clan: Wir sind ein Deutscher Clan und suchen noch viele Member für CoD 4 einfach unter Xfire bei the14punisher oder master188 melden!!!!”

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• Hierzu siehe auch:

Die Sammlung goldener Pistolen von Saddam Hussein. |

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Kopf ab zum Gebet

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Fun mit Fundamentalismus: Jeff Dunham, “Achmed The Dead Terrorist
(mit deutschen Untertiteln):

(Dank an Karin S.!)

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• Bonus Tracks:

Der Klassiker: ? Taliban Telemarketing Attack. |

Ein japanischer Jugendlicher, der unter einer mit schmerzhafter Lichtempfindlichkeit verbundenen Hautkrankheit leidet und deshalb einen Schleier trägt, wurde von einem Polizeibeamten verdächtigt, ? ein Mitglied der Taliban zu sein. Die Polizei hat sich später entschuldigt. Damit ein solcher Vorfall sich nicht wiederholt, werden alle Beamten nun über die Existenz derartiger Krankheiten informiert (via Japanprobe). |

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Werbung auf die harte Tour

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? Maoistische Propagandaplakate aus Nepal:
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Kommunistische Propagandaplakate:
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Propaganda weltweit:
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Vintage Propaganda:
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Die Killer-Kleinanzeige

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(via The Duty)

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Der Affären-Simulator

Björn FrankesTraces of an Imaginary Affair” ist ein solide gearbeitetes Holzköfferchen, in dem sich neun Stahl-Instrumente befinden, mit denen sich die Spuren einer imaginären Affäre erzeugen lassen, beispielsweise Knutschflecken, leidenschaftliche Kratzspuren, Fesselungsspuren, aber auch Haare und Parfum, die Anlaß zu Mißtrauen oder Träumereien geben.

Who needs the real deal when you can fake it? (via Playmedesign).

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Kunst und Mode: Bewaffnung

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Hitchcock meets Haarshampoo: Der Psycho-Duschvorang von Spinning Hat.

Eine Seemine für die Badewanne.

Ein bombastischer Pistolenspiegel. | Kugelsichere Mode sowie kugelsicheres Gepäck und kugelsichere Kunst. |

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Eine raketenbetriebene Kettensäge:

Wir basteln uns ein Waffenlager. |

Militärische Wand-Tatoos. | Soldatische Skizzen: Zeitgenössische Kunst aus Nordkorea. |

Schlagringe: Schmuck und -Accessories. | Ein Segway von Chanel. |

ARM.ME: Die Modewaffen des Fotografen Justin Melnick. | Lanvin: Fashion Show mit Lego-Maschinenpistolen. | Kosmetik-Waffen und -Roboter von Massimo Gammacurta und Philip Karlberg |

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• Flower Power Art von Brigitte aus Belgien:

Brigitte63 - View my most interesting photos on Flickriver

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• Werbefilm für das Spielzeuggewehr Johnny Seven OMA (One Man Army) von 1964:

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Mehr zu Kriegen im Archiv der Glaserei:

Gaza: Krieg unter der Erde
Propaganda
Krieg: Wie im Kino, bloß real
Krieg: Spaghetti-Schlagringe, Porzellan-Pistolen
Krieg: Echte Handgranaten und Imitate
Tote, verbrannte Körper essen
Krieg: Ernst (Gaza)
Krieg: Spaß (Chanel)
Zeitreisen: Weltkrieg bis Warhol

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Der Tod und die Taschen

? Es ist eine harte Welt da draußen: Modische Maschinenpistolen-Handtaschen und Schlagring-Handtaschen von James Piatt [hier weitere MP-Bags]. Eine von dem Schoßhündchen der Paris Hilton inspirierte Tinkerbell-Handtasche desselben Designers, die allerdings eher einem kleinen, toten Stier ähnelt, damit aber auch wieder besser zur Finanzkrise passt. | Schießchic: Pistolen-Pumps von Chanel. | 

Böse Netze: Visualisierung eines BotNets, das eine Million Rechner infiziert hat (via Impactlab). | Die Scarface Rifle-Neonlampe ist die Nachbildung eines M203-Granatwerfers, wie man ihn in den Händen von Tony Montana aus der Schlußszene des Brian De Palma-Films Scarface kennt. | Quantum Ghost Imaging: Die US-Armee denkt über den Einsatz holografischer Kämpfer nach (via PSFK). | 

? Irak: So sieht es aus, wenn Menschen von einer Predator-Kampfdrohne aus der Luft getötet werden. Am Boden ist eine Gruppe von Männern zugange, im englischen Kommentar als IED Emplacement Team bezeichnet. Die Abkürzung IED steht für Improvised Explosive Device und bezeichnet eine selbstgebastelte Bombe (via Gizmodo). ?

 

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Hängt sie um

? Drüben bei Bagbunch, der Seite für Handtaschenhingeneigte, gibt es eine feine Parodie: Was wäre, wenn die Hersteller von Handtaschen genauso vorgehen würden wie die amerikanische Musik- und Filmindustrie und beispielsweise das Tauschen von Handtaschen ebenso illegal wäre wie YouTube-Clips, auf denen man mit einer Handtasche zu sehen ist? (via Techdirt). |

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Schlag bei Frauen

There is a war between the rich and poor / A war between the man and the woman / There is a war between the ones who say there is a war / And the ones who say there isn’t / Why don’t you come on back to the war, that’s right, get in it / Why don’t you come on back to the war, it’s just beginning

Leonard Cohen, “There Is A War

 

? Ein paar Netzfundstücke, die es verdienen, miteinander betrachtet zu werden:

? Schläge bei Frauen (I) | US-amerikanische Reklameanzeigen aus der Nachkriegszeit, unter anderem Werbung für eine Frankiermaschine. Ein technisch versierter Mann, wohl erst seit kurzem aus dem Krieg zurück, fragt sich angesichts einer eigensinnigen, frankiermaschinenfeindlichen Rothaarigen: “Ist es immer verboten, Frauen umzubringen?” Und mit den folgenden Werbemotiven wird es nicht besser, vielmehr Emma schlemma. [via vintagephoto] |

Zur Frankiermaschine: Drüben beim Angry Arab wird der Hinweis auf Briefmarken, mit denen saudische Frauen geehrt werden sollen, mit einer kleinen, sarkastischen Klammerbemerkung versehen - “Eine neue Briefmarke, auf der eine saudische Frau zu sehen ist, die gesteinigt wird, soll demnächst rauskommen.” [via, Posting vom 3.8.2008] | 

? Schläge bei Frauen (II) | Anfang Juli erläuterte ein saudischer Geistlicher in einem Beitrag des im Nahen Osten populären Fernsehenders LBC, wie man Frauen diszipliniert: Man schlägt sie (YouTube). Aber wie? Nicht zu heftig - “Ich würde sie nicht ins Gesicht schlagen.” - “Schläge ins Gesicht sind nicht erlaubt, auch nicht, wenn man Tiere schlägt. Wenn du möchtest, dass dein Kamel oder dein Esel losmarschiert, wirst du das Tier nicht ins Gesicht schlagen.” 

Tom Gara, der den Clip gepostet hat, bezeichnet ihn als “pure Poesie” - “perfektere Anti-Saudi-Propaganda kann man sich nicht ausdenken” - und verweist auf einen legendären Sketch von Rowan Atkinson (”Mr. Bean”): “Fatal Beatings” (YouTube). [via Global Voices Online] |

? Anfang Juli erwarb der saudische Milliardär Prinz Al-Walid ibn Talal die Aktienmehrheit an dem Sender LBC. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung “stehen in fast allen Räumen seines Palastes Fernseher, oft sogar mehrere. Über 500 Geräte sollen es angeblich sein, auf denen CNN, CNBC und BBC World ständig neue Nachrichten in die Gemächer liefern” (SZ). Vielleicht guckt er sich auch mal eine LBC-Sendung an.

Im Wikipedia-Eintrag über seine persönliche Pilotin Hanadi Zakaria al-Hindi heißt es: “Der Prinz unterstützte und finanzierte Hanadi, er gilt als ein Unterstützer der Frauenemanzipation in Saudi-Arabien, ist jedoch von Staatsämtern ausgeschlossen. … Bei der Abschlussfeier für ihre Ausbildung ließ der Prinz durch folgende Worte aufhorchen: Ich glaube, dass arabische Frauen genauso, wenn nicht sogar noch fähiger sind als ihre männlichen Gegenüber.“

Im Wikipedia-Eintrag über die saudische Frauenrechtlerin Mona Abu Suleyman heißt es, sie sei unter anderem “Direktorin einer Stiftung für humanitäre Hilfe der Kingdom Holding von Prinz al-Walid ibn Talal Al Saud. Er gilt als ein Unterstützer der Frauenemanzipation in Saudi-Arabien, ist jedoch von Staatsämtern ausgeschlossen.”

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Merkwürdige Maschinen

? Drüben bei Spreeblick hat sich Johnny am Sonntag was gefragt: Das klingt jetzt sehr merkwürdig, aber: Weiß jemand, warum jetzt gerade (23:45h) ca. 30 Hubschrauber über Berlin fliegen?

Man kann nicht vorsichtig genug sein. Zwischen 1987 und 1988 fielen an vier verschiedenen Orten in England kleine, rosa Frösche vom Himmel. Berichte über Froschregen reichen, nach einem Artikel der Prawda, zurück bis ins 19. Jahrhundert. 

Um das Jahr 2000 fielen in Italien und Spanien Eisbrocken, groß wie Kleinkinder zu Boden. UFOs, die fraglos über fortschrittliche Tragwerkenteisung verfügen, scheiden als Eisquelle aus; gefrorene Astronautenkacke aus Gründen, die hier auszuführen ungustiös wäre, ebenso.

Zur selben Zeit beschoß in Thailand ein F-16 Kampfjet während einer Übung versehentlich eine Touristenanlage und pulverisierte zwölf Bungalows; die Appartments in der Anlage 140 Kilometer östlich von Bangkok standen zur Zeit des Angriffs leer. Man kann, wie gesagt, nicht vorsichtig genug sein.

? Waren die Hubschrauber leise und schwarz, Johnny? Vielleicht waren sie unbemannt. Das fängt ja nun auch langsam an, ernst zu werden. Während des Golfkriegs 1991 hatten sich, erstmals in der Kriegsgeschichte, irakische Soldaten einem ferngesteuerten Aufklärungsfahrzeug ergeben. 

? Vor einem Jahr, am 1. September 2007, tötete eine unbemannte Flugdrohne vom Typ MQ-5B/C Hunter einen Erwachsenen und einen etwa 10-jährigen Jungen nahe der irakischen Stadt Qayyarah. Auf einem Video ist zu sehen, wie der unbewaffnete Mann versucht, am Rand einer häufig von Militärkonvois befahrenen Straße einen Sprengsatz einzugraben. Die Wirkung der angreifenden Drohne beschreibt User johnatan in einem Kommentar in dem Militärforum Defensetech mit den Worten: then wam, no dad no son. Der Vorfall in Qayyarah war eine Meldung wert, weil es der first kill für ein Army-Flugvehikel war. CIA und US-Air Force lassen Gegner seit Jahren durch ferngelenkte Drohnen eliminieren. 

Am 38. Breitengrad, der seit 60 Jahren die koreanische Halbinsel zerschneidet, testet das südkoreanische Militär seit anderthalb Jahren bewaffnete Robot-Grenzer. Der Security Guard Robot SGR-A1 der Firma Samsung [Video] hat ein Kamerasystem mit Bilderkennungssoftware und kann sich im Fall eines Alarms seine Anweisungen von menschlichen Kommandeuren holen – oder bei Bedarf selbst entscheiden. Bisher gab es bei einer Grenzverletzung üblicherweise 30 Sekunden Vorwarnzeit, ehe geschossen wird. Hinweise darauf, dass der SGR-A1 jemanden vorwarnt, den er als Eindringling erkennt, gibt es nicht.

? Auch in Israel werden seit Jahren Grenzsicherheitssysteme entwickelt, die Eindringlinge automatisch erfassen und durch fernsteuerbare Waffen oder bewaffnete Roboter abwehren können. Bei den Automated Kill Zones handelt es sich um einen Verbund aus Sensoren, Flugzeugen und unbemannten Drohnen, dazu am Boden fernsteuerbare Maschinengewehre, die über Glasfaserleitungen mit einem Leitstand verbunden sind. Ziel ist es, das System vollautomatisch handeln zu lassen. Noch werden alle eingehenden Informationen von Offizieren überprüft, die dann gegebenenfalls mit einem Joystick feuern. “Wir wollen keine tragischen und politisch kostspieligen Fehler mit einem solchen tödlichen System riskieren”, erklärte ein israelischer Offizier.

Vor zwei Wochen hat, wieder zum ersten Mal in der Kriegsgeschichte, eine unbemannte Drohne eine andere unbemannte Drohne im Südosten des Irak in einem Gefecht angegriffen und zerstört. 

Deutsche Hubschrauber machen solche Sachen nicht. Ich bin sicher, dass sie bemannt waren und leise, weil man Rücksicht nimmt um diese Uhrzeit über Berlin.

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* Angereichert: Zornzone

Meine Netzkolumne vom 12. März über randalierende Nutzer und renitente Geräte erfährt neue Aktualität: Im US-Bundesstaat Wisconsin schoß der 61-jährige Keith Walendowski auf seinen Rasenmäher, weil er nicht anspringen wollte. | Glücklicherweise schreitet die Zivilisation voran, sie schenkt uns endlich sinnreiche Geräte zur Aggressionsabfuhr. | Explodierende Enttäuschung verwandelt sich in der Schrei-Vase in ein sanftes Flüstern. | In der chinesischen Stadt Zhengzhou hat ein Schuldirektor einen Punching-Ball mit seinem Gesicht aufstellen lassen. | Und das Prinzip gibt es auch in einer USB-Version. |

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