Archiv für die Kategorie 'Überwachung'

Aus Sicht der Drohne


Demonstranten in Warschau starten den RoboKopter Zamieszki I,
um die Polizei zu überfliegen:




(Gefunden bei @elipariser)

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Predator - eine Kamera, die lernt




(Gefunden bei damncoolpics)

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Kleinstdrohnen: der Nano-Kolibri



Zum künftigen Datenschutz-Equipment gehören also auch Moskitonetze:

AeroVironment video of flight tests of its Nano Hummingbird flapping-wing nano air vehicle, developed for DARPA. Battery-powered and remote-controlled, the hummingbird-like prototype uses flapping wings for propulsion and control. Carring a video camera and downlink, the prototype has a wingspan of 16cm (9.5in) and weighs just 19 grams (0.66oz). It can hover for 8 minutes, remaining stable in gusts up to 5mph, and reach up to 11mph in forward flight.”



(Gefunden bei YouTube)

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I’ll be watching you





Die Wikipedia über → Every Breath You Take von The Police (1983).

(Gefunden bei 9gag)

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Überwachlicht


Designerlampe “Surveillance 100″ von Humans since 1982:





(Gefunden bei gnr8)

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Überlachung


“Smile” von Glennz Tees:





(Gefunden bei laughingsquid)

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Kermit im Nacktsanner

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(Gefunden bei mudwerks)

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Selbstüberwachung

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Sidetrack ist eine Art Seismometer persönlicher Bewegungen. Das Gerät zeichnet auf einer Papierscheibe auf, wann man zu Hause und/oder bei der Arbeit von einem Platz zum anderen geht.

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(Gefunden bei Roberto Greco)

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Hierzu siehe auch:

Mausspuren zurückverfolgen |
Selbstüberwachung: Zurückschießen! |
Überwachungen |

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Mausspuren

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Selbstüberwachung | Von Anatoly Zenkov gibt es ein kleines Tool  (für Mac und für PC), mit dem man seine Mausbewegungen nachverfolgen kann. Am Ende hat man ein Bild wie von Jackson Pollock. Kreise zeigen Bereiche, in denen sich der Mauszeiger nicht aufgehalten hat, Linien zeigen die Bewegungen.

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Anatoly Zenkov - View my 'Mouse Track' set on Flickriver

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(Gefunden bei Flowing Data)

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Vintage Airport Security

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(Gefunden im Flickr-Photostream von retro-space)

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Kunst und Überwachung

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Die spektakulären Röntgenaufnahmen des britischen Fotografen Nick Veasey.
Die Website von Nick Veasey mit einer Galerie seiner Arbeiten. |

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• Die Tagebücher von George Orwell als Blog. |

• Die Gemälde des amerikanischen Malers William Betts nehmen die Ästhetik von Überwachungskameras auf. | Michael Zöllners Surveillance Saver (für OSX und Windows) ist ein Bildschirmschoner, der Aufnahmen aus mehr als 1000 über die Welt verstreuten Überwachungskameras einspielt. |

→ Big Brother in a bottle: Vivien Weyrauch und Fabian Röttger aus Dortmund haben eine Videokamera an einer Colaflasche angebracht. | Tanya Vlach hat bei einem Autounfall ein Auge verloren. Kevin Kelly hat sie erzählt, dass sie ihr Glasauge gern durch eine Kamera ersetzen lassen möchte. |

• Daytum ist ein Web-Service, mit dessen Hilfe man seine Alltagsdaten sammeln und verbreiten kann: “Fang an, alles irgendwie Zählbare zu verfolgen und zeige allen die Ergebnisse. Oder schau dir an, was andere aufgezeichnet haben…” | Siehe auch: Welche Gefühle hat Nico erfahren? Womit hat limboy seine Zeit vertrödelt? | Mit mycrocosm lassen sich Alltagsinformationsschnipsel als kleine, bunte Torten-, Block- oder Spektral-Graphen anschaulich machen. Dazu gibt es auch ein Blog der mycrocosm-Erfinder am M.I.T. |

• Der britische Künstler Christian Nold zeigt mit seinem Biomapping-Projekt, wie sich Gefühle verändern, während jemand sich durch eine Stadt bewegt. Die Teilnehmer werden mit einem GPS-Empfänger und einem Hautwiderstands-Meßgerät ausgestattet, ihre fortlaufenden Empfindungen werden als dreidimensionale Gebilde, die an Drachenkämme erinnern, in Google Maps abgebildet. |

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→ Weil den Musikern der britischen Band “The Get Out Clause” das Geld für einen Videoclip fehlte, spielten sie vor verschiedenen Überwachungskameras und verlangten unter Berufung auf das britische Informationsfreiheitsgesetz die Herausgabe der Aufnahmen:.

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→ Die New Yorker “Surveillance Camera Players” spielen vor den Überwachungskameras einer U-Bahnstation “1984″ von George Orwell:

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Der tatsächlich gläserne Mensch

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? Nach dem versuchten Terroranschlag auf ein Flugzeug in Detroit mit Sprengstoff, der in die Unterwäsche eines Manns eingenäht war, sind Nacktscanner wieder in der Diskussion. Sie sollen helfen, am Körper verstecktes Rüstungsgut zu entdecken. Die Abtastgeräte erfassen die Reflexionen eines bestrahlten Körpers und liefern durch die Kleidung hindurch ein detailliertes Bild des nackten Körpers.

Für die Reisebranche sind diese Geräte noch relativ neu, und es gibt nicht viele Hersteller, die sie anbieten. In einer anderen Branche aber arbeitet man bereits seit Jahren mit solchen Mißtrauensmaschinen – und das auf eine noch wesentlich eingehendere Weise als nur mit Nacktbildern. Die Rede ist vom Diamantenbergbau.

Die Betreiber der Minen versuchen zu verhindern, dass Rohdiamanten nach draußen geschmuggelt werden. In vielen Bergbaubetrieben und Schleifereien werden die Arbeitnehmer regelmäßig gescannt. DebTech, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Diamantenproduzenten De Beers, kündigte an, ihre Körperscan-Technologie auch Flughäfen anzubieten.

Mit dem Röntgen-Körperscanner Scannex läßt sich noch der kleinste Diamant finden, den jemand versteckt hat – und zwar nicht nur am, sondern auch im Körper. Damit wird der Mensch tatsächlich gläsern. Der Scanvorgang dauert etwa 10 Sekunden. Das Gerät kostet 500.000 Dollar.

(Gefunden bei Luxist)

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“Total Recall”: Körperscanner.

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? Die amerikanischen Freunde der Freikörperkultur, versammelt in der American Association for Nude Recreation (AANR) – der ältesten und größten Nudisten-Organisation Nordamerikas – sehen die Körperscans entspannt.

Man müsse das ganze mit Augenmaß betrachten, so der AANR-Executive Director Erich Schuttauf: “A trained security professional in a remote monitoring station takes a few seconds discreetly screening passengers to be sure they’re only bringing what nature gave them aboard. In exchange for safer skies, AANR believes it’s completely worth it. But you don’t have to be a nudist to agree these measures are based on common sense.”

Schuttauf fügte hinzu, Umfragen hätten ergeben, dass einer von fünf Amerikanern bereits in gemischtgeschlechtlicher Gesellschaft nacktgebadet habe. Wenn Reisende sich das Screening als virtuelle Form des Nacktbadens vorstellen würden – etwas, das so amerikanisch sei wie Apfelkuchen –, würden im Namen einer höheren Flugsicherheit alle etwas davon haben.

(Gefunden bei Neatorama)

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? Auf dem Flughafen Narita in Tokio werden ankommende internationale Passagiere mit Infrarot-Kameras gefilmt – nicht aus Sicherheitsgründen, sondern um herauszufinden, ob jemand Fieber hat. Sollte jemand Anzeichen erhöhter Temperatur zeigen, wird er zu einer Befragung gebeten und bei Bedarf medizinischer betreut.

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(Gefunden bei Neatorama)

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Fingerfertig

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Die 27-jährige Lin Rong konnte unbehelligt wieder in Japan einreisen, nachdem sie zuvor zurück nach China abgeschoben worden war. Das fiel erst auf, nachdem sie wegen anderer Vergehen festgenommen wurde. Ihre Fingerabdrücke hatten sich verändert.

Lin Rong hatte sich in China einer kosmetischen Operation unterzogen, bei der die Fingerabdrücke auf Daumen und Zeigefinger jeweils mit den Fingerabdrücken der anderen Hand ausgetauscht wurden. Polizisten waren die ungewöhnlichen Narben an ihren Fingern aufgefallen, als sie im November wegen einer Scheinehe mit einem Japaner in Haft kam. Ihren Angaben zufolge hatte sie für die Operation umgerechnet mehr als 10.000 Euro bezahlt.

Kevin Van Aelst, Würstchen-Fingerabdruck ?

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Das geht auch billiger. Im März 2008 veröffentlichte der Chaos Computer Club zum Protest gegen die fortschreitende Verwertung biometrischer Daten in der Fachzeitschrift Die Datenschleuder den Fingerabdruck des damaligen Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble.

Wie man Fingerabdrücke sammelt ?

Der Zeitschrift lag eine fertige Fingerabdruck-Attrappe auf einer Folie bei, die auf die Fingerkuppe geklebt werden kann, um beispielsweise Fingerabdruckscanner zu täuschen. “Wir empfehlen, die Abdrücke bei erkennungsdienstlichen Behandlungen, bei der Einreise in die USA, bei der Zwischenlandung in Heathrow, aber auch im örtlichen Supermarkt und – prophylaktisch – beim Berühren möglichst vieler Glasflächen zu benutzen”, sagte ein CCC-Sprecher.



(Gefunden bei Neatorama | heise.de)

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Selbstüberwachung | Zurückschießen

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Self-portraits with surveillance cams:
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CCTV self portraits:
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You observe me? - I’ll shoot back:
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Holzauge…

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Überwachungskameras im Kreuzstich, raffiniert versteckt von Cross Stitch Ninja:

(Via Mrxstitch | Radical Cross Stitch)

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Blickblocker: Die amerikanische Firma Oculis Labs hat zwei Produkte entwickelt, die Eye Tracking einsetzen, um Kiebitzen, die einem über die Schulter auf den Bildschirm schauen wollen, den Spaß zu verderben. Private Eye und Chameleon heißen die Blickblocker. Die High-End-Version Chameleon kostet stattliche 10.000 Dollar. Zuerst lernt die Software, wie der Anwender seinen Rechner nutzt und wie er seine Augen beim Lesen bewegt. Nach diesem Muster kalibriert Chameleon den Text auf dem Bildschirm neu – für jeden anderen Betrachter erscheint der Text nun verwackelt und unlesbar. (Via Gizmodo). |

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Der kleine, fahrbare Überwachungsroboter SRV-1 Blackfin Mobile für 474,99 Dollar bei ThinkGeek (”Mars Rover for your home”). ?

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? Hier Erector Spykee, der private Spionageroboter für 215,85 Dollar bei Amazon. |

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Gefühlte Sicherheit und Privatsphäre für unsere Singvögel! Der stabile Nistkasten Wolfgang S. stellt die Lösung dar. Gehäuse zur Säuberung aufschraubbar. Für 59 Euro bei Manufactum (”Es gibt sie noch, die gute Überwachungstäuschung”). ?

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? Alltagsspuren in Stoff: Mit ihrem Projekt “Decay” versucht die Textildesignerin Marie Ilse Bourlanges, die Spuren von Zeit und Benutzung in Textilien festzuhalten. Sie trägt dazu über einer Bluse eine Jacke aus Karbonfaser, die alle Bewegungen des sich beugenden, streckenden, sich kratzenden und reibenden Körpers verstärkt. Die Spuren davon auf der Bluse werden anschließend in ein Linienmuster umgewandelt, das sich in einer Art von Gezeiten über das Textil bewegt. (Via Next Nature). |

Eine Meta-Studie von 44 Studien zu Überwachungskameras in Großbritannien ergab, dass diese Art der Überwachung einzig auf nächtlichen Parkplätzen nützlich ist. (Via Boing Boing) |

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General Electric hat ein neues System ? zum Scannen von Gepäck entwickelt. Das Sicherheitspersonal am Flughafen kann das 3D-Bild des durchleuchteten Gepäckstücks in alle Richtung drehen und den Inhalt aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Das soll es den Beamten ermöglichen, gefährliche Gegenstände besser zu identifizieren. (Via Golem.de). |

Tim Knowles hat eine Digitalkamera in ein Postpaket gesteckt, ein Guckloch reingemacht und das Paket seine ganze Reise bis zum Ankunftsort fotografieren lassen. |

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Tim Cederman-Haysom schreibt: “I’ve been using my Garmin Forerunner running watch for around 4 years now, 3 of which in the Bay Area. Tonight I exported all the data to Google Earth, and was surprised to see the resulting detail that came out of it. It turns out the error in the GPS signal essentially creates a heat map of my favourite runs, which I thought looks pretty cool.”
(Via Boing Boing Gadgets). |

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? Überwachungs-Souvenirs: Der britische Alton Towers-Themenpark bietet ungewöhnliche Andenken – einen personalisierten Filmbericht über die eigenen Aktivitäten während des Besuchs im Park (Zu dem Angebot “YourDay” gehört ein RFID-Armband). Wenn man den Park wieder verläßt, kann man eine DVD mit dem “YourDay”-Film kaufen. “Wir löschen jeden nicht erworbenen Film. Wenn Sie die personalisierte DVD Ihres Besuchs nicht kaufen, werden diese Momente für immer verloren sein.” (Via Trendhunter). |

? Chen Xiao wollte keine eigenen Entscheidungen mehr treffen. Sie öffnete ihr Leben den Millionen chinesischen Internetnutzern: “Ihr könnt mein Leben arrangieren“, schrieb sie auf ihrer Website. Da, wie sie sagt, das letzte Jahr ziemlich grauenhaft gewesen sei, erlaubt sie seit Dezember 2008 anderen Menschen, ihr zu sagen, was sie an jedem Tag tun soll (via CNN). |

Dein Frühstück beobachtet dich. |

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Überwachungskameraschmuck für Toilettenspülkästen. ?

Eine Architekturkritikerin bemängelt
die Häßlichkeit von Überwachungstechnik
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? ”Big Brother ist erwachsen und klüger geworden”, schreibt die Lokalzeitung im britischen Portsmouth. Die Aufnahmen von Überwachungskameras in der Stadt werden nach vordefinierten Kriterien wie “Personen treffen aufeinander”, “Eine Menge bildet sich” oder “Eine Person bewegt sich schnell” automatisch ausgewertet. |

An der Universität Portsmouth versuchen Forscher einer Software das genaue Hinhören beizubringen. Erkennt sie ein Geräusch, soll eine Kamera so schnell darauf einschwenken, wie ein Mensch braucht, um sich einem Geräusch zuzuwenden. |

? Die Tagebücher von George Orwell als Blog. |

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• Hierzu siehe auch:

Orwellness

Wer ist A.H.? – Überwachung als Spiel
Der hilflose, absurde Große Bruder
Der Geist der Überwachung
Schnellzugriff
Piraten peilen
Unterwachung

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Samstag in Berlin

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Für Samstag, den 12. September 2009 ist in Berlin eine großangelegte Demonstration gegen ausufernde staatliche Überwachungsmaßnahmen geplant. Die künftigen Regierungsparteien sollen deutliche Signale hören.

Die Demonstration beginnt um 15 Uhr am Potsdamer Platz.

Vorratsdatenspeicherung beispielsweise bedeutet, dass jederzeit nachträglich herausgefunden werden kann, welcher Informant mit welchem Journalisten telefoniert hat. Aber das Thema geht nicht nur Journalistinnen und Journalisten an.

Die Demonstration ist Teil des europaweiten Aktionstages “Freedom not Fear – Freiheit statt Angst”, zu dem länderübergreifend Proteste gegen die Überwachung von Bürgerinnen und Bürgern stattfinden.

Wer bei der Demonstration, zu der mehrere zehntausend Demonstranten erwartet werden, aktiv mithelfen möchte, kann sich an das Aktionsbüro “Freiheit statt Angst” wenden:

? Aktionsbüro
“Demonstrationsbündnis Freiheit statt Angst“
Hessische Straße 10
10115 Berlin
Tel: (030) 488 206 40 oder (030) 488 206 41
Fax: (030) 488 206 42
projekt@humanistische-union.de  
www.freiheitstattangst.de

? Die Demonstration wird vollständig aus Spendengeldern finanziert.
Das Spendenkonto
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Humanistische Union e.V.
Kto. 30 74 250
BLZ: 100 205 00
Verwendungszweck: “Demo Freiheit statt Angst”

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Der Aktions-Trailer von Alexander Svensson darf & möchte weiterverbreitet werden:

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Pack aus

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Die Spoticam, eine neues Lampendesign von Antrepo.
Strahlungsarm und schwenkarm:

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(Via Notcot)

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Dein Frühstück beobachtet dich

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Chen Xiao trifft keine eigenen Entscheidungen mehr. Sie hat ihr Leben den Millionen chinesischen Internetnutzern geöffnet. “Ihr könnt mein Leben arrangieren“, schreibt sie auf ihrer Website. Da, wie sie sagt, das letzte Jahr ziemlich grauenhaft gewesen sei, erlaubt sie seit Dezember anderen Menschen, ihr zu sagen, was sie an jedem Tag tun soll (via CNN). |

Überwachungs-Souvenirs. |

(Foto: timitalia, Flickr/CC) ?

Tim Knowles hat eine Digitalkamera in ein Postpaket gesteckt, ein Guckloch reingemacht und das Paket seine ganze Reise bis zum Ankunftsort fotografieren lassen (via SwissMiss). |

Tim Cederman-Haysom ist drei Jahre lang mit seinem GPS-Tracker gejoggt und hat seine gesammelten Daten nun in Google Earth visualisiert (via BoingBoing). |

Dein Frühstück beobachtet dich. |

General Electric hat einen 3D-Gepäckscanner entwickelt (via Golem.de). | Nokia drückt E-Mail-Überwachung durch. | Spuren des Alltags, auf Stoff (via nextnature). | Überwachungskameraschmuck für Toilettenspülkästen. |

Eine Architekturkritikerin bemängelt die Häßlichkeit von Überwachungstechnik. |

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Selbstporträts mit Überwachungskameras:
self-portraits with surveillance cams - View this group's most interesting photos on Flickriver

Dinge, die wie Roboter aussehen:
Looks Like A Robot - View this group's most interesting photos on Flickriver

Das Imperium fotografiert zurück: The Panopticon – Fotos von Überwachungskameras
The Panopticon: Pictures Of Surveillance Cameras - View this group's most interesting photos on Flickriver

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• Mehr zu Orwellness und Überwachung aus dem Archiv der Glaserei:

Wer ist A.H.? – Überwachung als Spiel
Piraten peilen
Unterwachung
Der hilflose, absurde Große Bruder
Der Geist der Überwachung
Schnellzugriff
Orwellness

”Big Brother ist erwachsen und klüger geworden”, schreibt die Lokalzeitung im britischen Portsmouth. Die Aufnahmen von Überwachungskameras in der Stadt werden nach vordefinierten Kriterien wie “Personen treffen aufeinander”, “Eine Menge bildet sich” oder “Eine Person bewegt sich schnell” automatisch ausgewertet. | An der Universität Portsmouth versuchen Forscher einer Software das genaue Hinhören beizubringen. Erkennt sie ein Geräusch, soll eine Kamera so schnell darauf einschwenken, wie ein Mensch braucht, um sich einem Geräusch zuzuwenden. |

Die Tagebücher von George Orwell als Blog. |

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Wer ist A.H.? – Überwachung als Spiel

? Anfang 1995, ein Campus in England. Die Universität von Cambridge. Durch eine der ersten Webcams am Netz sieht man vom Dach eines Forschungslabors aus über das Universitätsgelände. Hinter einem großen, alten Baum ist das Computerlabor der Universität zu sehen. Einzelne Gebäude des Cambridge Panorama (es wird noch heute als digitale Antiquität online aufbewahrt) sind mit anklickbaren Nummern bezeichnet. Das Olivetti Research Laboratory, auf dessen Dach die Kamera steht, ließ sich damals am Bildschirm durchwandern.

(Foto: XirannisX back On, Flickr/CC) ?

Im Erdgeschoß ist auf der Homepage ein Bild vom Arbeitsplatz eines gewissen A.H. zu sehen - ein kleines Büro mit einem Rechner auf dem Tisch, einem schlichten Stilmöbel als Schreibtischsessel und einem weißen Sprossenfenster, das den Blick ins Grüne führt. Ich klicke mich in das Arbeitszimmer von A. H. und kann sehen, was gerade auf seinem Bildschirm steht.

Eine kleine Routine auf seinem Mac fertigt jede Minute einen Screenshot, der automatisch ins Netz gestellt wird. Die Webseite trägt den Titel Is There No Privacy? und beantwortet die Frage auch gleich: I guess not - gefolgt von einer Liste mit Leuten, die sich ebenfalls über’s Web auf den Bildschirm sehen lassen. Projektschwerpunkt des Labors ist die Entwicklung von Active Badges - kleiner elektronischer Anstecker mit Infrarotsensoren, die sich innerhalb eines Gebäudes orten lassen. “Wenn ich sowas kriegen könnte, würde ich auch erstmal eine Weile damit rumlaufen, schon wegen der Spielfreude”, schrieb ich damals.

? Jahre später, auf dem 23. Chaos Communication Congress in Berlin, ist der Spaß massentauglich: Mit dem Chaos Positioning System (Projekt Sputnik) ergeht sich die Hackerschaft vergnügt der freiwilligen Totalüberwachung per Funkchip (RFID). Mitglieder der österreichischen Künstlergruppe Monochrom bieten dazu lustiges Liedgut dar (“It’s fun to hack the RFID”, gesungen zur Melodie des Pop-Klassikers “YMCA”).

2002 wurde das Olivetti Research Laboratory, das seit 1999 AT&T Laboratories Cambridge geheißen hatte, geschlossen. Während der Nachschau entdeckte ich nun, wer A.H. ist: Andy Hopper, Mitgründer der Computerfirma Acorn - die 1985 von Olivetti gekauft worden war - und seit 1986 Direktor des Labors. Ich habe früher beim Chatten im IRC, dem Internet Relay Chat, gern das Init Game gespielt, bei dem jemand die Initialen einer Person nennt und die anderen durch spezifizierende Fragen den vollen Namen erraten müssen (was meist erstaunlich schnell geht). Und das Netz wird immer auskunftsfreudiger.

RFID-Robots (Foto: Maria Keays, Flickr/CC) ?

Dass immer mehr immer schneller immer transparenter wird, ist eine ambivalente Sache. Im Tokioter Geschäftsviertel Ginza wurden 10.000 Funk-Etiketten verteilt und eine dazugehörende Internet- und WLAN-Infrastruktur aufgebaut, um Informationen zu den markierten Orten mehrsprachig verfügbar zu machen.

Wer schon mal versucht hat, sich in Tokio zurechtzufinden - einer Stadt ohne Straßennamen und ohne Hausnummern -, wird dem Tokyo Ubiquitous Network Project erst einmal interessiert gegenüberstehen. “Mit der neuen Technik drückt man einen Knopf”, so Bürgermeister Shintaro Ishihara, “und weiß sofort, in welche Richtung man zu gehen hat - selbst, wenn man betrunken ist.” Was nicht zu unterschätzen ist. Ein Engländer, der neu in Tokio war, wollte sich auf einer Tour durch die Clubs im Vergnügungsbezirk Shinjuku den Rückweg merken, indem er die U-Bahn-Stationen mit seinem Fotohandy knipste. Leider war er am Ende so betrunken, dass er sein Handy nicht mehr bedienen konnte.

In anderen Ansätzen werden Soziale Netze versuchsweise in die Analogwelt herausmaterialisiert, wie bei dem iFIND-Projekt am Campus des Massachusetts Institute of Technology. Forscher des MIT SENSEable City Labs haben das digitales Hilfsmittel entwickelt, das es den etwa 20.000 Leuten am Campus per Laptop ermöglicht, “den Standort von Freunden und Bekannten zu ermitteln und damit die soziale Interaktion zu verbessern”.

Was mich an eine Donald Duck-Geschichte aus den sechziger Jahren erinnert, in der Donald mit seinen drei Neffen Campingurlaub macht und ihnen, um sie in der freien Natur nicht aus den Augen zu verlieren, kleine Radium-Kügelchen auf die Mützen montiert hat, die er mit einem handlichen Geigerzähler anpeilen kann. Zwar arbeitet iFIND so, dass keine Daten zentral abgelegt werden. Alle Verbindung werden verschlüsselt übertragen, die Teilnehmer entscheiden selbst, von wem sie wann gesehen werden wollen. “Notfallkonzepte”, bei denen die Positionen der Nutzer anonym an Polizei, Feuerwehr oder andere Einrichtungen übermittelt werden können, mindern jedoch die unabhängige Experimentierfreude.

Casemods von RFID-Kreditkarten (via Evil Mad Scientist) ?

Der Versuch, die Vor- und Nachteile von Ortung und Geortetwerden in Einklang zu bringen, führt manchmal zu paradoxen Ergebnissen. So verkauft ein japanischer Hersteller “Hello Kitty”-Schutzhüllen für RFID-Karten, welche die Funkchips gegen unerwünschten Abgriff abschirmen. Leider geht dadurch auch die Bequemlichkeit der Technik verloren. Statt einfach die Handtasche am Drehkreuz vorbeizuschwenken und seine Daten wie ein Parfumwölkchen dazulassen, muß man wieder die Karte rausgraben, Schutzhülle abziehen, nackte Karte über das Lesegerät halten, Schutzhülle wieder drauf. Und einpacken.

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Piraten peilen

Foto: The B@man (Flickr/CC) ?

Als im Sommer letzten Jahres die Batman-Verfilmung “The Dark Knight” in die Kinos kam, ließ das Hollywood-Studio Warner Bros. in Hunderten von US-Kinos die Besucher nach Videokameras durchsuchen. In Australien wurde das Publikum während der Vorführung mit Nachtsichtgeräten überwacht, um Versuche aufzudecken, das Lichtspiel heimlich heimlich abzufilmen.

? Noboru Babaguchi von der Universität Osaka hat mit seinen Kollegen nun eine Methode ausgetüftelt, mit der Filmpiraten festnagelt werden sollen. Babaguchi bringt dazu im Soundtrack des Films spezielle Audio-Wasserzeichen unter. Wenn man weiß, in welchem Kino der Pirat operiert, kann man seinen Sitzplatz ausfindig machen. Jedem Tonkanal wird ein spezifisches Audio-Wasserzeichen beigemischt, das im Kinosaal aus jeweils anderen Lautsprechern kommt. Durch die Analyse der Tonspur einer heimlich aufgenommenen Camcorder-Filmaufzeichnung ließ sich ermitteln, wie weit das Mikrofon des Camcorders jeweils von einem der Lautsprecher entfernt war und damit ein bestimmter Sitzplatz einpeilen.

Um im Nachhinein feststellen zu können, wer auf dem Sitzplatz saß, müßten die Kinobetreiber nun noch auf namentlich zugeordnete Tickets zurückgreifen können und über Aufnahmen der Gesichter aller Kinobesucher verfügen.

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Unterwachung

AgroVeillance: Überwachung in der Landwirtschaft mit einer unbemannten Flugdrohne. | Zehn alte und ungewöhnliche mechanische Alarmanlagen. | 

Das Camera Head Project gibt unter anderem Bastelanweisungen, wie man Papp-Überwachungskameras für Aktionen und andererlei bauen kann. | Eine hyper-überwachte Handtasche in einem Schaufenster (via BoingBoing). | 

Überwachungskameras in Großbritannien, ein Flickr-Fotoset:
DD TV - View my most interesting photos on Flickriver

? Was weiß Google über dich? Alles (via Datenwachschutz). | Ermittlungsbehörden greifen massiv auf gespeicherte Vorratsdaten zu (via Golem.de). | Kerstin Holm erklärt in der FAZ, wie der Mörder von Anna Politkowskaja mit Hilfe einer Überwachungskamera überführt werden soll. | Und was ist mit der Privatsphäre? Die New York Times über die Datenspuren, die wir hinterlassen. | Überwachungskameras zeigen die Angriffe in Indien (via Die Zeit). | 

Drei Millionen Muslime auf ihrer Pilgerfahrt in Mekka: Aufnahmen aus dem Überwachungszentrum der saudischen Polizei. | 

? Das Fettleibigkeits-Überwachungsgerät (via Futurismic). | RTS-2 Racial Targeting System: Eine Überwachungskamera mit Gesichtserkennungs-Software, die auch die Hautfarbe festhält. | Augen hinten: Ein Mantel von Paul Coudamy, bei dem eine Kamera im Nacken Bilder an eine LCD-Anzeige am Handgelenk sendet. | 

In Sälen der britischen Kinobetreiber Vue Entertainment und Odeon Cinemas wurden Überwachungssysteme installiert, die Zuschauer während der Vorstellungen kontinuierlich filmen. Die Unternehmen geben an, das Personal habe das Zuschauerverhalten dadurch besser im Blick und es ließen sich so “Verbrechen verhindern” (via Heiseticker). |

Unterwach:

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Der hilflose, absurde Große Bruder

Kontrollraum (Foto: Cliff, unter Creative Commons) ? 

Bei IBM experimentiert man mit einem Auto, das Lippenlesen sowie Gesichtsausdrücke und Gesten erkennen (und Musik machen!) kann. | Hier noch der großartige kleine, gelbe Drum-Robot von Frits Lyneborg, der den Haushalt selbständig nach beschlagzeugbarem Material durchsucht. | 

? Zwei japanische Versuche, Überwachungskameras niedlicher zu gestalten. | Selbstkontrolle: Paul Coudamy hat einen Mantel erfunden, bei dem eine Kamera im Nacken Bilder an eine LCD-Anzeige am Handgelenk sendet. (Das Bild rechts unten anklicken). | 

Indische Ingenieure arbeiten an einer Überwachungs-Software, die Menschen an ihrem Gang erkennt. | Der BML Walker: ein wunderbarer Gangarten-Simulator des Biomotion Laboratory, das gerade aus Bochum nach Kingston, Ontario umgezogen ist. (Links oben mit den Schiebereglern spielen). | Silly Walks: John Cleese als leitender Herr des Ministeriums für alberne Gangarten (via YouTube). | 

? ”Big Brother ist erwachsen und klüger geworden”, schreibt die Lokalzeitung im britischen Portsmouth. Die Aufnahmen von Überwachungskameras in der Stadt werden nach vordefinierten Kriterien wie “Personen treffen aufeinander”, “Eine Menge bildet sich” oder “Eine Person bewegt sich schnell” automatisch ausgewertet. | An der Universität Portsmouth versuchen Forscher einer Software das genaue Hinhören beizubringen. Erkennt sie ein Geräusch, soll eine Kameraso schnell darauf einschwenken, wie ein Mensch braucht, um sich einem Geräusch zuzuwenden. |

 

? In der Rubrik “Nachgeforscht” der Stuttgarter Zeitung beschreibt Frank Buchmeier, wie eine Frau an einen manipulierten Bankautomaten geriet (”Wenn’s ums Geld geht - aufgepasst!“). Die rot blinkende Überwachungskamera, so erfuhr sie später, war lediglich eine Attrappe. 

? s.a. die Netzkolumne vom 10.10.2007: “Überwachung der Wäsche“.

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Der Geist der Überwachung

My Ghost (Foto: piccadillywilson, unter Creative Commons) ? 

? ”See Me TV“: Kosmetikspiegel in Überwachungskamera-Form. | 

Der Child Locator hält Kinder an einer unsichtbaren elektronischen Leine. | Hierzu s.a. Kinderverarbeitung. | Durchschnittlich dreimal in einem Jahr wird in Amerika ein Neugeborenes aus einer Säuglingsstation entführt. Um diesem minimalen Risiko vorzubeugen, haben US-Kliniken nun begonnen, alle Neugeborenen mit Funkchips auszustatten (via The Numerati). | 

? Eine spezielle Brieftasche verhindert, dass RFID-Chips auf persönlichen Karten ausgelesen werden können. | Überwachung am Arbeitsplatz nimmt zu. | 

Ordsall Hall im britischen Salford ist bekannt für seine regionalen Gespenster. Na, mutig genug, ein Auge durch die GhostCam zu werfen? | Ghostwatch in Irland (”I saw nothing unusual” | “I saw something strange”). | Eine Website, die sich mit der Geschichte der Geisterbeobachtung befaßt. | 

? Ein von einer Überwachungskamera aufgenommenes Gespenst in einem Cafe in Burbank, Los Angeles:

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Schnellzugriff

? Niemand trägt sie gern, aber Krankenhaushemden machen den Körper des Patienten schneller zugänglich. | Der Reißverschluß, ein anderer Fortschritt des Schnellzugriffs. Wie bei vielen modischen Neuerungen erwiesen sich auch bei der Einführung des Reißverschlusses Prostituierte als Avantgarde. Statt sich zur Berufsausübung ständig umständlich wie eine Mumie auszuwickeln und anschließend wieder einzuwickeln, gestattete der Reißverschluß durch knappes Zippen die Eröffnung der Geschäftsbeziehung. Auch allgemein setzte sich die Ansicht durch, dass ein Reißverschluß wirtschaftlicher ist als eine Zofe. |

Die kalifornische Firma Mobile Edge bringt nun eine neue Generation von Laptoptaschen zur Schnellabfertigung an der Sicherheitskontrolle im Flughafen auf den Markt (”Checkpoint friendly“). Die Taschen erlauben es, den Laptop röntgen zu lassen, ohne dass er aus der Tasche genommen werden muß. Sie sollen die Wartezeiten für die jährlich über 250 Millionen US-Flugpassagiere verkürzen. | 

Versuche in Japan haben gezeigt, dass durch die Einführung durchsichtiger Müllsäcke das Aufkommen an Haushaltsmüll reduziert werden kann. | Der oberste Datenschützer Italiens hat Stadtverwaltungen darauf hingewiesen, dass die Verwendung transparenter Müllsäcke eine Verletzung der Privatsphäre darstelle und dadurch auf unzulässige Weise persönliche Informationen bloßgelegt werden könne (Juli 2005). | Die durchsichtigen Müllsäcke in Tokio haben zu einer Krähenplage geführt, da die Vögel nun Essensreste leichter entdecken und die Säcke zerreissen (Juni 2003). |

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