Television in the rain (Foto: striatic, unter Creative Commons) ?
“Wir Schweizer können kein allzu schlimmes Fernsehen haben, denn wir haben kaum private Sender. Um wirklich Scheiße sehen zu können, müssen Sie ein privates Fernsehen haben.”
“Ein deutscher Fernsehintendant, der ein Programm machen würde, von dem Reich-Ranicki begeistert ist, gehört entlassen, weil er ja komplett am Publikum vorbeisendet. Fernsehen ist kein elitäres Medium. Aber es gibt zwischen totaler Volksverarschung und elitärem Gesabbel noch mehrere Zwischenstufen.”
“Im Schweizer Fernsehen gab es mal eine Sendung mit Leuten, die jemanden aus den Augen verloren hatten. Da war eine alte Dame, die dann in der Sendung jemanden wieder antraf. Die Kamera war auf sie gerichtet, und der Regisseur starrte selbstvergessen auf die Monitore und beschwor das Bild: “Jetzt wein’ doch endlich, du blöde Kuh!” Sie sehen - reale Leute sind wirklich Verbrauchsware.”
“Fernsehmacher sind so zynisch, die würden, wenn sie Quote dafür kriegen, sogar was Anständiges senden. Die machen nicht aus Überzeugung Trash.”
“Fernsehen ist immer noch ein wichtiges Medium - auch wenn die Ära zu Ende geht.”
“Wenn ich mir die Debatte zwischen Obama und McCain ansehen will, warte ich nicht mehr, bis die im Fernsehen kommt, dann gehe ich im Internet auf die Seite der New York Times und klicke mich dort von Debattenthema zu Debattenthema, das ist viel aktueller. Auch deshalb hat Fernsehen an Bedeutung verloren, weil das Internet einfach innovativer ist.”
“Scheiße, ich schalte um“: Aus einem furiosen Gespräch mit dem Medienkritiker Charles Lewinsky (Süddeutsche Zeitung, Oktober 2008)
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