Heidelberger Appell: De-Appellation

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Ich hatte den von Roland Reuß initiierten Heidelberger Appell (”Für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte”) mit unterschrieben und habe nun meine Unterschrift zurückgezogen. Die Gründe dafür:

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Hallo Herr Reuß,

ich muß Sie bitten, meinen Namen von der Unterschriftenliste zu dem Heidelberger Appell zu streichen.

Unterschrieben hatte ich, da ich, wie viele, mit zunehmender Skepsis die tektonischen Verschiebungen im Umgang mit Texten und Publikationen sehe, die Google aggressiv vorantreibt. Für Google ist die Welttextmasse einzig als Werbeumfeld interessant, dieser Wertverschiebung müssen wir entgegentreten.

Ich war an einem vernehmlichen Diskussionsanlass interessiert.

Ihre Auffassungen zu Open Access, die ich in keinem Punkt teile, habe ich als einen mißglückten Appendix angesehen; zumal die Google-Problematik und Open Access kaum etwas miteinander zu tun haben. Ich hatte die naive Hoffnung, dass die Debatte vom ersten Teil des Aufrufs getragen würde.

Spätestens nachdem ich die Einlassungen von Uwe Jochum gelesen habe steht für mich fest, dass es sich um keinen läßlichen Anhang handelt. Diese zum Teil haarsträubenden, “Im Namen der Freiheit” vorgetragenen Vorstellungen kontaminieren den Heidelberger Appell insgesamt.

Der Hochmut, den Jochum als Freiheit der Wissenschaft zu verkaufen versucht, ist feudalistisch. Ich werde mich dazu noch ausführlicher äußern.

Ich stelle Ihnen frei, diese Mail zu veröffentlichen.

Zu danken ist Ihnen für den Versuch, eine wichtige Diskussion in Gang gesetzt zu haben.

Peter Glaser

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1 Kommentar zu “Heidelberger Appell: De-Appellation”


  1. 1 Sabria David

    Wie wäre es mit einem eigenen Appell, nur gegen das Welttextmassenmonopol von Google?

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