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“Im Oktober 1933 entweicht ein Pantherweibchen aus dem Zürcher Zoo. Trotz intensiver Suche findet sich monatelang keine Spur von ihr. In der NZZ vom 17. Januar 1934 ist schliesslich zu vernehmen, dass ein Taglöhner das Raubtier auf dem Ricken erschlagen und als Gepfeffertes verspiesen hat.”
Aus der Neuen Zürcher Zeitung vom 17. Januar 1934
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Black Panther von Alice Dinneen.
1934, Öl auf Leinwand ?
(Foto via cliff1066 | Flickr)
Ein schwarzer Panther, umgeben von tropischem Blattwerk, war nicht unbedingt ein “amerikanisches Szenario”, wie es den Initiatoren des Public Works of Art Project (PWAP) vorschwebte. Das PWAP war ein Programm, mit dem Künstler unterstützt werden sollten – es war Teil des New Deal während der Großen Depression und lief erstmals von Dezember 1933 bis Juni 1934 unter Kontrolle des amerikanischen Finanzministeriums. Bezahlt wurde es von der Civil Works Administration, die eingerichtet worden war, um Millionen Arbeitslosen neue Jobs zu verschaffen.
Ungeachtet der Absichten ihrer Auftraggeber traf die Künstlerin mit der Dschungelszene den Geschmack der Zeit. Amerikas Großstadtbewohner sehnten sich nach kleinen Fluchten ins Exotische, wie sie Kino, Theater und Radio anboten – und auch der Zoo. Einer New Yorkerin wie Alice Dinneen standen alle Formen dieses Eskapismus zur Verfügung: “Ich studiere Tiere nach dem Leben im Zoo in der Bronx, dazu tropische Pflanzen, die ich zu einer Komposition fügen möchte.” Der neue Botanische Garten ganz in der Nähe des Zoos bot ihr exotische Pflanzen.
Im Bildhintergrund sind eine Palme und eine Bananenstaude zu sehen, während Kaladien (”Elefantenohren”) in verschiedenen Wachstumsphasen die ruhende Raubkatze umgeben und etwas Pfeilwurz noch leuchtendes Rot und Grün in das Farbenspiel bringt.
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