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Ich bin so gut wie gar nicht im Netz unterwegs und kann deshalb keine Website empfehlen. Stattdessen empfehle ich die Monatszeitschrift „Merkur“. Dort finden sich immer ausgeruhte, kluge Essays.
Dirk Kurbjuweit, Leiter des Hauptstadtbüros des „Spiegel“, auf die Frage „Welche Website können Sie empfehlen?” (via Tagesspiegel)…………………...
Autsch!
Mehr kann man dazu wahrlich nicht sagen.
Diese Jungs beim Spiegel sind echt online… Da sollte man direkt den Twitter-Account von denen wieder unfollown.
Wenn ichs mir recht überlege… Genau das mach ich jetzt!
Die Frage ist nur: Was liest er, wenn das Blätterwaldsterben so weitergeht?
Das gibt’s nicht, ich flippe aus.
dirk kurbjuweit ist schon ein könner alter schule. ohne ein schlechtes wort über die netzwelt reichen eine verneinung und ein kleiner verweis auf “ausgeruhte, kluge Essays”, um den seit langem schwelenden diskurs über blog/netz=schnell-aber-flach und print=gewicht-und-tiefgründig anzuheizen und die reflexartigen, bei twitter wellen schlagenden reaktionen hervorzurufen.
natürlich erscheinen auch artikel von dirk kurbjuweit bei spiegel online und seine beiden chefredakteure waren vormals die chefredakteure bei spiegel online. dass tiefgang und netzaktzualität sich nicht ausschließen müsssen, ist nicht neu. dazu reicht ein blick in die hiesige glaserei.
was soll also das gerede zu einer zeit, da der spiegel morgen mit einem social web kritischen aufmacher in den handel kommt? viele gute, ausgeruhte, kluge blogbeiträge und kommentare werden dafür sicherlich antworten finden.
bis dahin sei allen kulturpessimisten noch diese übergangslektüre empfohlen: http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=5122