Wie auf dem Foto zu sehen ist, gibt es Karotten in einem Fächer von Farben. In manchen Gegenden der Welt gibt es weiße, gelbe, rote oder violette Karotten. In den meisten Ländern sind die Karotten heute aber orange. Wie kommt das?
Im 17. Jahrhundert züchteten holländische Gärtner orange Karotten – als Ehrung für Wilhelm von Oranien. Oranien ist der Name des regierenden Königshauses der Niederlande. Ursprünglich stammt der Name Oranien von der burgundischen Grafschaft Oranien (franz. Orange), dem späteren Fürstentum Orange, in der Rhôneebene im heutigen Frankreich.
Die Farbe blieb hängen. Tausend Jahre Gelb, Weiß und Violett waren innerhalb einer Generation wie weggewischt. Wahrscheinlich führte eine Kreuzung aus der asiatischen (violetten) und der europäischen (weißen und roten) Karotte, möglicherweise noch mit Wildkarotten, zur Entstehung der orangen Subspezies. Oft wird die Türkei als Geburtsstätte der Mutation angeführt.
Woher auch immer sie stammt, die 1721 zum ersten Mal beschriebene Lange Orange Holländer-Karotte (in Deutschland als Brunswicker bezeichnet) ist der Urahn der heute verbreiteten orangen Karottensorten, zu denen noch die intensiv orange Hornmöhre gehört. |
(Via Next Nature | Quelle: Das Karottenmuseum)
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Karotten sind orange, weil irgendein Holländer sie zu Ehren eines Königs gezüchtet hat? Ich kann das einfach nicht glauben. Das ist eine von diesen Geschichten, die so abstrus sind, dass sie eigentlich nur wahr sein können. Sollte ich einer andersfarbigen Karotte über den Weg laufen, werde ich sie jetzt einfach mal ausprobieren müssen.
Schon interessant zu sehen, wie große Wirkung so kleine Ereignisse haben und wie wir unsere Lebensmittel unserer Kultur und der Politik anpassen.
Dann guck mal auf dem Mark nach, ob du nicht ein Rudel freilaufende Möhren findest. Denn es gibt durchaus noch andere Karotten, ausser den orangefarbenen. Und die sind sogar lecker.