Weitere Welten

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JEDES NEUE FOTO aus unserer kosmischen Nachbarschaft verletzt unseren Narzißmus auf’s Neue. Denn könnte es nicht sein, dass diese gewaltigen, komplexen Massen da draußen, diese ungeheuren Zustände und Vorgänge, ganz einfach auch ohne uns auskommen? Oder haben sie etwa doch 14 Milliarden Jahre abwärts auf den Moment gewartet, in dem eine Kamera sie endlich erblickt, um das Bild an einen irdischen Bewußtseinsverbund weiterzuleiten?

Seit Jahrhunderten führen unsere Versuche, den Kosmos zu verstehen, zu immer komplexeren Einsichten. Die Welt, so sieht es aus, ist dazu da, komplex zu sein, sie ist das Maximum an Komplexität, und wir Menschen lernen, oder versuchen es, manche, immer neue Grade an etwas zunehmender Komplexität handzuhaben. Wenn es gelingt, nennt man es Wissen und Erfahrung, und es gelingt nicht selten.

Sich nicht mit Glauben zufriedenzugeben, solange es noch etwas zu wissen gibt, ist eines der bedeutenden Maße für menschliche Entwicklung, auch wenn Ideologen und Kleriker mit Gewalt und aus irdischem Machtinteresse gern komplexitätsfeindliche Modelle befestigen möchten. Bei allem Respekt vor Kolumbus und Darwin: Die Welt ist noch lange nicht entdeckt.

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HIER ZU SEHEN ist eine Aufnahme des Kraters Stickney auf dem Marsmond Phobos. Der Krater ist benannt nach Chloe Angeline Stickney Hall, der Frau des amerikanischen Astronomen Asaph Hall, der Phobos als auch den anderen Marsmond Deimos 1877 entdeckte. Mit neun Kilometern hat Stickney den halben Durchmesser des Monds und zeugt von einem Meteoriteneinschlag, der den kleinen Himmelskörper beinahe zerstört hat.

Das Foto wurde von der HiRISE-Kamera an Bord des Mars Reconnaissance Orbiter aufgenommen, der Phobos im März 2008 in etwa 6000 Kilometer Entfernung passierte.

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(Via Nasa Astronomy Picture of the Day | Credit: HiRISE, MRO, LPL (U. Arizona), NASA)

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  1. 1 Universum_Glaserei « Auf dem Dao-Weg
    Pingback am 9. Nov 2009 um 14:20

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