Zehn Worte werden täglich neu erfunden

Rene Gisler betreibt seit 2002 das Blog enzyglobe (”Phrasardeurs Verbarium”), hier werden Wortneuschöpfungen gesammelt. Die Wortsammlung “ist grundsätzlich multilingual mit dem Schwerpunkt auf der deutschen Sprache. Das hat hauptsächlich damit zu tun, dass (Schweizer-)Deutsch meine Muttersprache ist.” (Gisler) Zu dem Begriff “Google” finden sich beispielsweise die Einträge “Googlehupf” (16.4.2008), “Googlelager” (18.12.2007), “Pädagoogle” (19.5.2007) und “Googleschreiber” (4.2.2007). Nicht unerwähnt bleiben darf der Hinweis auf “2420000 Treffer auf Deutsch bei Google für Imbiss bei 346 für Impiss.” | 

Die Wortwarte: Seit acht Jahren spüren die Sprachwissenschaftler Lothar Lemnitzer und Tylman Ule von der Universität Tübingen jeden Tag neue Worte im Netz auf und lassen ein Online-Wörterbuch der deutschen Sprache des 21. Jahrhunderts entstehen. Rund zehn Worte werden täglich neu erfunden. Die Wortwarte wird beziehungsweise werden inzwischen als Referenz verwendet. So soll einem Wikipedia-Eintrag zufolge der Begriff Neophobie “laut Wortwarte … im deutschen Sprachraum erstmalig am 15. Juni 2001 aufgetaucht sein. Damit soll der Düsseldorfer Wirtschaftswissenschaftler Thomas Jendrosch die ablehnende Stimmung dem Euro gegenüber beschrieben haben.” | 

? ”Klonen und BSE - wie sagen es die Chinesen?” - Die chinesische Sprache kennt verschiedene Methoden, neue Worte in sich aufzunehmen. [via Chinafokus] | Einige der mehr als 1700 Worte, die William Shakespeare erfunden hat. | Worte, die William Shakespeare geprägt hat. | Wendungen aus Shakespeare-Stücken, die Eingang in die englische Sprache gefunden haben. | Ein Artikel über neue Wörter aus der Zeit, als die sogenannte politisch korrekte Sprache aufkam (Die Zeit, 1992). | 

? Drüben im Britannica Blog macht Peter Sokolowski aufmerksam auf das Open Dictionary von Merriam-Webster, in dem neue Worterfindungen und Wendungen eine öffentliche Sammelstelle gefunden haben. Entleerte Worte zurückgeben und dafür Pfand bekommen kann man noch nicht. Zu den neuen Worten gehören solche wie “webify” (etwas “webifizieren”, d.h. Daten netzgerecht aufbereiten), “cinemuck” (damit gemeint ist der von verschütteter Limonade etc. klebrige Fußbodenbelag in Kinos) oder “fabulousity” (das Fabelhaftsein). | 

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  1. Keine Kommentare
  1. 1 BINGAHOO… « Blog zur Vorlesung IR
    Pingback am 8. Aug 2009 um 23:52

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