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Also. Als ich mir mal in Ägypten einen Radiergummi mit Ramses dem Großen drauf gekauft habe, wurde das weiche Objekt kurz zu einem Meditationsobjekt. Ich habe mich gefragt, was Ramses der Große dazu gesagt haben würde, dass so die Zukunft ausieht – mit Ramsesradiergummis.
Umgekehrt könnte es gut sein, dass die alten Ägyper vor Lachen aufhören müßten, Gräber tief in den Kalkstein zu treiben, wenn wir ihnen unsere Annahmen darüber ausbreiten würden, wie sie gelebt, gedacht und gefühlt haben.
Der Blick des Archäologen ist problematisch. Er sieht nie die Dinge, die wirklich wichtig sind, den Geist, das Bewußtsein, das Empfinden, die organischen Vorgänge auf allen Ebenen. Er sieht Artefakte und verbliebene Symbole. Aber auch ein komplexes Symbol kann auf die falsche Spur führen. Mikrochips, die jemand in 10.000 Jahren findet, der nichts mehr von der Technologie weiß, werden dann vielleicht als hyperkomplexe Zeichen gedeutet, die es zu entschlüsseln gilt. Aber die Millionen Einritzungen auf dem Silizium sind nicht die Botschaft. Was sie zu sagen hatten, war flüchtig und wird verschwunden sein, so wie das Bewußtsein der Menschen vor 10.000 oder 100.000 Jahren, die uns Steinäxte, geritzte Knochen und Skulpturen fetter Frauen hinterlassen haben.
Ich habe mir mal vorgestellt, dass Archäologen in ein paar tausend Jahren bei Grabungen auf die Überreste eines gewaltigen Teilchenbeschleunigers stoßen und in den Resten einer angrenzenden Wohnsiedlung auf ein paar leere Filmdöschen (mit der Bezeichnung Ilford HP-5, schwarze Dose mit laubfroschgrünem Deckel), in denen sich jeweils Reste von Cannabis finden.
Man wird vielleicht Rückschlüsse darauf ziehen, dass die mit den Dosen korrespendierende Tätigkeit des Fotografierens Teil einer kultischen Handlung gewesen sei. Historisch fundierten Annahmen über unsere Zeit stünde nichts mehr im Weg. Eine Theorie könnte vom Leben im 20. und 21. Jahrhundert das Bild einer Gemeinschaft entwerfen, die in sonntäglichen Prozessionen jenes vorerst unerklärliche riesige, ringförmige Stahlbauwerk umkreiste und dabei rituell fotografierte und sich mit Haschisch berauschte. Kann ja eigentlich nicht anders gewesen sein.
Nun endlich, aus der Distanz des Jahrs 3000 die archäologische Rückschau auf die Beatles – das Erbe von John, Paul, Greg und Scottie. Geht überhaupt gar nicht besser! Dank für dieses retrofuturistische Meisterwerk an Scott Gairdner:
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(Gefunden bei waxy.org)
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